Liberale Muslime fordern Verbotsgesetz gegen Radikal-Islamismus

„.….Nach den Terrorangriffen der letzten Monate sowie den rasant zunehmenden sexuellen Übergriffen auf Frauen und angesichts der auch momentan allgegenwärtigen Terrorgefahr ist es ein Gebot der Stunde, dieser Saat des Bösen endlich den Nährboden zu entziehen. Und dieser Nährboden heißt politischer Islam, egal von welcher Herkunft oder Nationalität er auch ausgeht.

Das ist eine gefährliche, voraufklärerische sowie missionierende Ideologie und hat mit der Religion Islam nichts zu tun. Auch der aktuelle Verfassungsschutzbericht 2015 diagnostiziert unmissverständlich: „In Österreich ist die Zahl der sich radikalisierenden Anhänger des salafistischen Dschihadismus weiterhin im Ansteigen begriffen.“ Man darf aber nicht erst bei den Terroristen beginnen, sondern muss im Vorfeld – beim politischen Islam – ansetzen. Weiterlesen

Ohne UK wird die EU viel provinzieller

„…Die EU minus das Vereinigte Königreich kann ab sofort nicht mehr für sich in Anspruch nehmen, Europa zu repräsentieren, quasi das Monopol der demokratischen Ordnung zu verwalten. Die kontinentaleuropäische Teilunion wird wirtschaftlich, aussenpolitisch und auch sicherheitspolitisch leichtgewichtiger; sie wird, ohne das weltläufige, dem Handel und Wandel verpflichtete Vereinigte Königreich provinzieller…..“ (hier)

Rezension: Das Werden des Imperium Americanum und seine zwei hundertjährigen Kriege

(ANDREAS TÖGEL) Dass auch ein gelernter Jurist imstande ist, ein gutes Geschichtsbuch zu schreiben, wird mit dem vorliegenden Buch klar. In dessen ersten Teil werden die Ausgangslage vor der Abspaltung der 13 amerikanischen Kolonien vom britischen Mutterland und die Entstehungsmuster von Imperien beschrieben. Es folgen neun Kapitel, in denen der Weg der USA von der Unabhängigkeitserklärung bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg chronologisch dargestellt wird. Das letzte Kapitel ist schließlich der Gegenwart und einem Ausblick auf die Zukunftsaussichten des US-Imperiums gewidmet.

Dass der Autor die USA und deren Mutterland Großbritannien nicht besonders liebt, tut nichts zur Sache. Eine von jeder Schlagseite freie Geschichtsschreibung ist schließlich so gut wie unmöglich. Deutsche Historiker, die nach zwei verlorenen Weltkriegen im Sinne der Bezwinger gründlich gehirngewaschen und umerzogen wurden, werden das Werk mit Sicherheit als „politisch unkorrekt“ oder gar „revanchistisch“ einschätzen. Von den von diesen Fachleuten kniend oder auf dem Bauch liegend verfassten, gegenüber den Siegermächten gewöhnlich völlig unkritischen Darstellungen, hebt sich das Buch wohltuend ab.

Dessen zentrale These lautet, dass die USA nach Deklaration der „Monroe-Doktrin“ anno 1823, ihren ersten hundertjährigen Krieg als eine Art „Konsolidierungskrieg“ führten, der 1918 mit dem Sieg über die europäischen Mittelmächte endete. Der Autor sieht nicht die Deklaration des unumschränkten U-Boot-Kriegs durch das Deutsche Reich, sondern die Abdankung des Zaren als unmittelbaren Grund für die USA, in den Krieg einzutreten. Demnach hätte US-Präsident Wilson befürchtet, dass nach Wegfall der Ostfront das Reich in der Lage gewesen wäre, in Europa eine Hegemonie zu errichten und sich damit zur Gefahr für die Weltmachtambitionen der USA zu entwickeln.

Der sich an den ersten unmittelbar anschließende, bis in unsere Tage währende zweite hundertjährige Krieg, diente dem Aufbau eines weltbeherrschenden Imperiums, was nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 faktisch auch erreicht wurde.

Die Anwendung moralischer Doppelstandards bei der Bewertung eigener Aktivitäten und der Bewertung von Taten anderer Nationen, sind für die USA (und deren Mutterland) typisch. Was auch immer auf dem Weg zur Errichtung und Absicherung ihrer Einflusssphäre getan wurde, es war gut. Wer und was dabei auch immer im Weg stand, war die Inkarnation des Bösen – besonders die kriegslüsternen Deutschen.

Die Doktrin der „Manifest Destiny“, die die USA zur in göttlichem Auftrag – und daher stets rechtmäßig – handelnden Nation erklärt, immunisiert zuverlässig gegen jede Kritik von innen wie von außen. Jede an in- und ausländischen Völkern begangene Untat, reduziert sich dadurch auf eine unumgänglich notwendige Maßnahme in Verfolgung seiner heiligen Bestimmung, das neue Jerusalem zu errichten. Lesenswert!

 

 

Das Werden des Imperium Americanum und seine zwei hundertjährigen Kriege

Menno Aden

Ares Verlag 2016

231 Seiten, broschiert

ISBN: 978-3-902732-63-7

18,- Euro