Der Jude unter den Staaten

70 Jahre nach seiner Staatsgründung ist Israel der Jude unter den Staaten. Die Weltgemeinschaft arbeitet sich mit ungezählten Resolutionen an der kleinen Demokratie im Nahen Osten ab. Welches Maß auch immer an jedes andere Land angelegt wird, man kann sicher sein, für Israel gilt ein eigenes. Künstler, Politiker und Intellektuelle formulieren den Schlachtruf der Nationalsozialisten „Kauft nicht bei Juden“ neu und rufen dazu auf, das Land zu boykottieren, Investitionen abzuziehen und mit Sanktionen zu belegen. Die meisten Medien übernehmen kritiklos die Inszenierungen von Pallywood-Akteuren und ergreifen Partei gegen Israel. Mal mehr, mal weniger offen. Kein Wunder, dass die Zahl der „Israelkritiker“ in der Bevölkerung nur mehr von jener der „Fußballtrainer“ übertroffen wird. weiter hier

8 comments

  1. Thomas Holzer

    „Die jüdischen Freunde sind unverzichtbar, quasi der Kosher-Stempel des legitimen Israelkritikers.“

    Herrlich, wenn es nicht so traurig wäre!

    Man lese dazu auch: „The anti-Israel agenda“ von Alex Ryvchin

  2. Falke

    Und das Allerschlimmste: In Israel ist man sehr zufrieden mit Donald Trump, der sich – im Unterschied zu seinem Vorgänger Obama – bedingungslos auf die Seite Israels stellt und – horribile dictu! – jetzt auch noch Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat. Letzteres haben zwar auch einige andere amerikanische Präsidenten getan, darunter sogar Obama (und das ohne größere Proteste der „Weltgemeinschaft“), allerdings lässt Trump dieser Ankündigung auch Taten folgen, indem er die amerikanische Botschaft nach Jerusalem verlegt. Offenbar ein Grund mehr für die p.c. Gutmenschen, Trump zu kritisieren. Bekanntlich ist ja alles, was Trump (und Putin) macht, schlecht und abzulehnen.

  3. ethelred

    DAS SALZ DER ERDE- Die ersten 70 Jahre:
    1948 hat die Weltgemeinschaft den Juden großzügigerweise einen nicht mehr benötigten Landstrich ihrer früheren Mandatsgebiete überlassen. Dort sollten die erst 3 Jahre davor knapp der totalen Vernichtung Entkommenen ihre Restexistenz fristen. Das war offensichtlich nur vorübergehend geplant, war doch der Landstrich nur so groß wie Niederösterreich und bestand auf einer Seite aus Wüste und auf der anderen aus Fiebersümpfen. Er galt, aufgrund seiner geographischen Aufteilung, als unverteidigbar und lag (sicher ist sicher) inmitten von hunderten Millionen islamischer Todfeinde.
    Diese waren auch damals schon überzeugt, jeder Stein auf dem Planeten gehöre Ihnen und wäre ihnen von Ungläubigen, tausende Jahre vor ihrer eigenen Existenz, schon im Voraus entwendet worden. Es hatte den Anschein, die UNO wollten dem Kriegsverlierer Deutschland zeigen, wie man ein Volk mit friedlichen Mitteln der Endlösung zuführen kann, ohne mit blutigen Händen erwischt zu werden. Als angenehmer Nebeneffekt, waren die Juden in Ihrer temporären Rest-Existenzzeit total von den friedliebenden Weltgroßmächten abhängig und würden es, in dem Ghetto, das ihnen zugewiesen wurde, auch bleiben. So war der nahe Osten in unermüdlichem Hick hack stabil mit sich selbst beschäftigt und galt nach außen für zuverlässig befriedet.
    Angesichts der vielen ehrlichen Freunde auf diesem Planeten, hat sich das vergleichsweise kleine Volk Israels frühzeitig für nukleare Abschreckung entschieden. Mitten in der Wüste schützen zwei Türme, jeder 400 Meter hoch, die Existenz Israels, zuverlässiger als es der UNO lieb ist, vor dem Untergang. Von soviel Misstrauen über ihre ehrlich wohlwollenden Absichten gekränkt, überzieht die Weltgemeinschaft Israel laufend mit mehr sinnlosen Verurteilungen, als den Rest aller anderen Staaten zusammen. Ärgerlich, wenn man Gott spielt und nach Jahrzehnten darauf gestoßen wird, nur ein Zauberlehrling gewesen zu sein

    Auch der zweite Schritt Israels, war einer in die Unabhängigkeit. Sie wurden Bewässerungs und Wasseraufbereitungsweltmeister und schufen in zwei Generationen ein Land, das sich, allen Bemühungen der BDS- Bewegung zum Trotz, selbst ernähren kann. Dabei waren ihnen anfangs ihre gekränkten Nachbarn behilflich. Sie überzogen Israel mit mehreren Kriegen und unerbittlichem Vernichtungswillen ( „treibt sie ins Meer“). Ihre Niederlagen gestalteten Israel geographisch dahingehend um, dass es seit Ende des 2. Jahrtausends, leichter elektronisch zu verteidigen ist. Das aufatmende Israel lehnte sich erstmals etwas zurück und gab der Welt ein unverzichtbar nützliches Geschenk: den USB-Stick
    Auf gutem Wege, sich aus der Abhängigkeit der Großmächte zu befreien, steht Israel vor einer neuen Herausforderung: als westliche Demokratie, mit Gleichberechtigung aller seiner Bürger, in geschlechtlicher, politischer, sexueller und großteils religiöser Orientierung, hat das Land gegenüber seinem komplett totalitären islamischen Umland, einen beträchtlicher Nachteil. Jasser Arafats Vision, den Krieg demographisch „mittels der Lenden“ zu gewinnen, ist die neue Herausforderung für den kleinen Staat. Auch diesmal sind es Israels Gegner, die seine Existenz sichern. Unter beträchtlichen Kosten, Kapitalvernichtung und einem enormen Brain-Drain, lässt Europa, mittels seiner Neueinwanderer, die europäischen Juden nach Israel vertreiben. Der Iran sorgt mit stets aktuellen Vernichtungsdrohungen („ von der Landkarte tilgen“) und einem Nuklearpakt mit Europa dafür, dass die Aufmerksamkeit des Judenstaates niemals erlahmt. Dank dieser Staaten, die gleichsam das „arabische Werk und Europas Beitrag“ leisten, ist die Existenz eines weltoffenen erfolgreichen Israels für die nächsten 50 Jahre gesichert. Bis 120, Alles Gute, auf ein Neues.

  4. Mona Rieboldt

    Rumänien will USA folgen und seine Botschaft ebenfalls von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen.

  5. Thomas Holzer

    @Falke
    Nun ja, Guatemala hängt ziemlich am Tropf der USA, das sollte man schon auch nicht außer Betracht lassen; so „selbständig“ ist die Entscheidung Guatemalas eben nicht

  6. Christian Weiss

    „Der Nahost-„Experte“ Jürgen Todenhöfer hat Anfang April ein Video produziert und auf Facebook gestellt, in dem er beklagt, dass die Israelis 11.011 Palästinenser getötet hätten, während nur 1.663 Israelis von Palästinensern getötet wurden.“

    Das schwachsinnige Tote aufrechnen. Selbst wenn die Zahlen stimmen, was sagen sie aus?
    Wenn bei einem bewaffneten Banküberfall 3 Bankräuber erschossen werden, ist dann diese Gewalt gegen die Bankräuber nur gerechtfertigt, wenn auch 3 Polizisten sterben?

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