Linke und die Aufklärung – Freunde fürs Leben

(LUKE LAMETTA) Es fasziniert mich immer wieder zutiefst, de facto nirgendwo auf soviel Wissenschaftsfeindlichkeit und Antiintellektualismus zu stoßen, wie unter sich freilich stets _ganz besonders_ gut gebildet und aufgeklärt wähnenden Linken, Grünen oder Feminist_¸.·´¯`·.§_*Innen. Widerspricht etwas ihrer stockreaktionären Ideologie, werden regelmäßig alle Register der Leugnung, Diffamierung, des Methodenzweifels und der persönlichen Angriffe bis hin zur versuchten Existenzvernichtung pöhser Ketzer wider ihrer schwindligen Zivilreligion gezogen.

Beispiel: Mit wenig kann man Linke derartig zur Weißglut treiben, wie mit dem wissenschaftlich gesicherten Hinweis auf geschlechtlich bzw. ethnisch konnotierte, teilweise dramatische Unterschiede in der IQ-Verteilung unter den homines sapientes. Da sie wie gewohnt nicht zwischen schierer Feststellung (Science) und allfälligen, politischen Konsequenzen (Apartheid, Eugenik, … – was es da halt so alles an hässlichen, staatlichen Zwangsmaßnahmen gab) zu differenzieren vermögen, gilt jedwede egalitäre Gotteslästerung diesbezüglich als mindestens „sexistisch“ und „rassistisch“ – in der Regel aber natürlich als „faschistisch“ und, überraschend, „Nazi“.

Now sample this: Vor mittlerweile über fünf Jahren gab der renommierte Intelligenzforscher Professor Detlef H. Rost von der Universität Marburg dem hinsichtlich rechtsrechter Umtriebe gänzlich unverdächtigem „Spiegel“ ein bemerkenswertes Interview – bei dem ich mich bis heute wunder, dass es Hamburg auch tatsächlich publiziert hat. Hier das „Best of“ von Professor Rost, der davor „über tausend Studien zur Intelligenzforschung durchgearbeitet“ hatte:

„Feministinnen und viele Sozialwissenschaftler hören es nicht gerne, aber zahlreiche Studien belegen: Es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der kognitiven Leistungsfähigkeit – und bei einigen Subfacetten der Intelligenz sogar dramatische Unterschiede. Das gilt insbesondere für die räumliche Orientierung, also für die Fähigkeit, sich gedanklich in zwei- oder dreidimensionalen Räumen zu bewegen. Das ist unter anderem in vielen naturwissenschaftlichen Berufen gefragt. Da sind Männer deutlich besser als Frauen. Diese Unterschiede haben vermutlich auch nicht nur etwas mit der Sozialisation zu tun, lassen sich also nicht einfach wegtrainieren.

Umgekehrt schneiden Frauen bei anderen Subfacetten besser ab, etwa bei der Wahrnehmunsgeschwindigkeit oder den verbalen Fähigkeiten. Die meisten Intelligenztests sind aus ideologischen Gründen – Political Correctness – so konstruiert, dass die Geschlechterunterschiede minimiert werden. Die Verteilung der Intelligenz ist in beiden Geschlechter etwas unterschiedlich, die Varianz bei den Männer größer. Das führt dazu, dass in den Extrembereichen die Männer stärker vertreten sind: Unter den besonderes dummen Menschen finden sich mehr Männer als Frauen – und unter den besonders intelligenten auch.“

Die wirklich bemerkenswerten Schlusssätze damals aber:

„Ob es Unterschiede zwischen Ethnien gibt, ist ein weithin erforschtes Feld. Aber ich werde hier nicht einmal fremde Ergebnisse wiedergeben, geschweige denn meine Meinung sagen. Sonst müsste ich fürchten, dass ich in der Vorlesung mit Eiern beworfen werde. Leider ist es nicht möglich, darüber vernünftig zu diskutieren.“

Linke und die Aufklärung – Freunde fürs Leben.

8 comments

  1. Falke

    Grundsätzlich recht interessant, wenn auch nichts wesentlich Neues. Ähnliches konnte man bereits bei Thilo Sarrazin und, noch viel früher, bei Allan & Barbara Pease lesen.
    Besser lesbar wäre dieser Artikel allerdings, wenn er weniger grammatikalische Fehler beinhalten würde (ich bin ja bescheiden und verlange gar nicht „keine Fehler“).

  2. Falke

    @Luke Lametta
    So auf die Schnelle etwa 4: „wider ihrer schwindligen…“; „dem …unverdächtigem Spiegel…“; „ich mich wunder“; „die Varianz bei den Männer …“; „… ist in beiden Geschlechter…“. Uups, das sind ja schon 5! Bei genauerem Durchlesen werden es wohl immer mehr.
    Sollten Sie gar nicht wissen, was dabei falsch ist, bin ich gerne bereit, Ihnen einen kurzen Überblick der Grundregeln der Deklination deutscher Substantive und Adjektive sowie der Konjugation deutscher Verben zu geben.

  3. Luke Lametta

    1) informell, geht sich aus 2) m/n typo 3) informell, geht sich aus (Apostroph könnte man dranmalen, stimmt) 4) Zitat 5) Zitat

    Hat grundsätzlich Fcbk-Format und -Tonalität, ich weiß, scusi. Nevermind.

  4. humanist

    @Falke: Sie sind aber garschtig zu einem zutiefst Scharfsinnigen wie Herrn Lametta, den ich ob seiner unverblümt klar und stets erfrischend humorvoll vorgetragenen Widerworte gegen linke Vertrotteltheiten SEHR schätze.
    Er ist einer jener gaaaanz Raren mit Bildung, wirtschaftlichem Sachverstand und geschliffener Zunge, die wie Gastgeber Ortner noch was „melden“, wenn die Dummen überbordend ausreiten.

  5. Falke

    @humanist
    Ich schätze Herrn Lametta genauso wie Sie und lese seine – leider recht seltenen – Kommentarte auch immer mit Vergnügen (auch wenn die behandelten Themen leider meist wenig Anlass für „Vergnügen“ bieten). Ich habe ja nur diesmal – gar nicht garschtig, eher lässig – einen Hinweis auf Grammatikfehler (habe berufsbedingt automatisch einen besonders scharfen Blick dafür) gemacht, ohne bösartig zu sein zu wollen. Ich war nur etwas irritiert, als er offenbar nicht einsichtig war und – so schien es mir – die Fehler bestreiten wollte. Aber jetzt ist ja alles wieder o.k., wir sind – hoffentlich – einander nicht böse.

  6. Luke Lametta

    Vielleicht kanns der geschätzte Hausherr ja nochmal aus meinem Fcbk hierher rüberkopieren, habs editiert drüben. Hab hier keinerlei Rechte zum Editieren etc.

    Fcbk ist nur mein psychohygienisches Ventil, ich geh damit entsprechend schlampig um normalerweise. So oft bietet sich, richtig Falke, ja auch nichts an, was man hier auch reinstellen könnte. Schreib sonst nichts, keine Routine. Schönen Abend die Herrn!

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