Die Mitarbeiterin war es…
31. Dezember 2011 | Autor: Christian Ortner
“….Im Zusammenhang mit dem Diktatoren-Tod im kommunistischen Nordkorea sorgt jetzt Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer für Aufsehen: Fischer habe sein „aufrichtiges Beileid“ über den Tod des „Führers Kim Jong-il“ ausgedrückt, verlautbarte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag.
Die Präsidentschaftskanzlei dementierte aber umgehend, dass Fischer kondolierte. Vielmehr habe eine “Mitarbeiterin” anlässlich eines Besuches in der nordkoreanischen Botschaft in Wien “persönlich kondoliert”, sagte Sprecher Bruno Eigner…” (“Presse”)
Echt lustig, wie sie sich winden. Die USA hat nicht kondoliert, soviel zu Rückgrat.
@rubens
Es war selbstverständlich weder ULHBP Fischer noch “eine Mitarbeiterin”, die kondoliert hat. Es war das nicht zufällig so lebendig wirkende Wiener Denkmal des weltbekannten Humanisten und Philanthropen Che Guevara.
Fischer konnte gar nicht kondolieren, der war gerade am Klo.
@Rennziege
http://images.derstandard.at/t/12/2008/10/09/1220605421670.jpg
*würg*
@astuga
Danke! Aber das Foto is’ a wengerl verwirrend. Wer is’ denn der Che? Der Sturschädel aus Bronze oder der mit der rodn Krawattn?
@FritzLiberal
Diesmal nicht, er behauptet es höchstens.
@FritzLiberal Vielleicht war es sein Pferd?
@FritzLiberal
UHBP bzw. dessen Mitarbeiterin sind vermutlich in der nordkoreanischen Botschaft aufs Klo gegangen…
@Bellfrell
Solange UHBP mit dessen Mitarbeiterin nicht in der nordkoreanischen Botschaft aufs Klo gegangen ist, ist es halb so schlimm. Sein typisch österreichisches Rückgrad gleicht einem Gummiband kombiniert mit partieller Amnesie.
Erstaunlich welche Befugnisse so manche Mitarbeiterin hat.
Vielleicht ist UHBP zu sehr mit der Vergangenheitsbewältigung beschäftigt und findet daher keine Zeit um sich mit den aktuellen Verbrechen von totalitären Regimen gegen ganze Bevölkerungen zu kümmern. Oder haben beide Augen einen linken Starr der (ver)blendet ?
Ob kondoliert wurde oder nicht, halte ich für relativ unwichtig.
Peinlich ist das Verhalten des Präsidenten und seiner Mitarbeiter, noch peinlicher aber war die Bundesheerblasmusikkapelle-Entsendung durch Herrn Darabos zum Geburtstag des “Lybischen Revolutionsführer” und/oder die von den “mainstream-Medien” inkl. ORF viel bejubelte Ausstellung in Wien über die nordkoreanische Staatskunst im MAK.
Holzer, es heißt “Libyen”, das “y” kommt erst nach dem “i”.
Seltsam, dass die nordkoreanische Botschaft von einem “Er” gesprochen hat, der kondoliert hat. Konnte man der anwesenden Person ihr natürliches Gegut, oder Geschlecht nicht ansehen?
Der niederösterreichische Nationalratsabgeordnete Heinzl hat auch “privat” kondoliert. Wie läuft das bei dem im Parlament ab, wenn er “privat” Nordkorea huldigt, im Parlament aber dann das Hirn ausschaltet und das weitersagen darf, was ihm Josef, Laura und Niko einsagen? Hat er dort Denkverbot? ZUdem hat er gestern in ATV die bewussten Hungersnöte in Nordkorea als “Versorgungsengpässe” verniedlicht. Offensichtlich dürfen solche wirklich alles sagen und machen ohne Konsequenzen, so, als ob sie entmündigt wären.
@Thomas Holzer
Richtig, die Kondolenz ist halt der vorläufige Schlussakt, bzw der Höhepunkt eines moralischen Dramoletts.
Das sich nennt: öst. Außenpolitik.
@astuga
Hat der linke Herr einen Weihwasserbecher in der Hand? Den würde er brauchen der Che. Vielleicht spritzt auch etwas zum Häupl.
Beim würg kann ich Ihnen zustimmen.
@Rennziege
Nachdem die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sich das diktatorische “menschenfreundliche” Regime mit Hilfe Chinas an der Macht hält, muss man eben kondolieren, um seine Wirtschaftsinteressen nicht zu gefährden.
Ach du schamloses offizielles Österreich, der du deiner Wirtschaft damit nachhaltig Schaden zufügen wirst.
@rubens
Wobei sich jetzt aber die Frage stellt, wodurch wird Schaden verursacht?
Den Chinesen ist allerdings ohnehin egal, was Österreich in Bezug auf Nordkorea macht…
Aber die Preise für nordkoreanischen Tigerbalsam könnten jetzt wegen Veknappung in Öst. explodieren.
Bittschön: hier geht es um Diplomatie, nicht um Politik, und da ist halt das Wahren von Formen der punctum saliens, auch wenn das betreffende Staatswesen vielleicht leicht suspekt und der Verblichene eine schräge Nummer mit reichlich Blut an den Pfoten war. Zumal für kleine Staaten mit stolzer Unabhängigkeit, die mit nicht viel anderem als ihrer Neutralität wuchern können, tut sich das empfehlen. Von daher geschah es auch, daß Ende April ’45 der irische Staatspräsident Eamon de Valera höchstpersönlich dem deutschen Botschafter in Dublin zum Hintritt von dessen Dienstherrn kondolierte (sehr zu dessen Erstaunen: der hatte eher einen Haftbefehl erwartet). Ob er dort nachher auf dem Topf saß, ist nicht überliefert. Apropos: das Konsulat der demokratischen Volksrepublik in der Beckmanngasse mag zwar nordkoreanisches Hoheitsgebiet sein, aber bautechnisch handelt es sich um fein restaurierte altwiener Bausubstanz: im Vergleich zum Rest dieses Staatsgebildes handelt es aich um einen wahren locus amoenus.
http://i41.tinypic.com/awywxk.jpg
@Ulrich Elkmann
Naja gut.
Irland war im 2 WK ein Sonderfall, weil sich die Republik Irland als teilweise noch immer besetztes Land betrachtete, und sich noch in den Nachwehen ihres Unabhängigkeitskrieges (bzw Bürgerkrieges) befand.
Bei Wikipedia & Co steht sicher mehr dazu, aber ich will da jetzt nicht herumsuchen.