Weinerlich, aber uneinsichtig
Nikolaus Pelinkas Begründung für den Rücktritt vor dem Antritt des Jobs als Büroleiter des ORF-Generaldirektors: “Die andauernde öffentliche Debatte über meine Person und meine mögliche Bestellung zum Büroleiter des ORF-Generaldirektors hat ein Ausmaß erreicht, das nicht mehr akzeptabel ist. Ich ziehe mich von dieser Ausschreibung zurück.
Dieser Schritt erfolgt nicht, weil ich die falsche Person für diesen Posten bin. Er ist einerseits notwendig, weil ich weitere untergriffige Angriffe gegen mich, meine Familie und mein persönliches Umfeld vermeiden möchte. Er erfolgt auch, weil eine breite öffentliche Diskussion mittlerweile die Substanz des ORF gefährdet und ich weiteren Schaden nicht akzeptieren will.
Die unerfreulichen formalen Unstimmigkeiten rund um die Bestellung sind ein weiterer Grund für diesen Schritt. Die Perspektive einer wochenlangen Weiterführung dieses unwürdigen Theaters möchte ich weder mir noch dem ORF zumuten.
Außerdem möchte ich nicht das Symbol für etwas sein, das nicht meiner persönlichen Wertehaltung entspricht. Der Grund für mein angestrebtes Engagement im ORF war ausschließlich mein persönliches Vertrauensverhältnis zu Alexander Wrabetz und mein Interesse am Medienunternehmen ORF. Ich freue mich nun auf spannende berufliche Aufgaben in der Zukunft.“
Wir sind also noch nicht ganz Nordkorea? Immerhin. Auch der Stenz, Sohn des Sarkozy, konnte dann doch nicht Boss bei la Defense werden, es war ungefähr gleich peinlich.
Vielleicht wird er Botschafter in Nordkorea, dann muss man diese affektierte Grfiess nicht mehr anschauen.
Schwache Nerven der Bursche; was müssen da andere aushalten.
Was ist eigentlich mit seinem Engagement bei der ÖBB? Ist das keine “berufliche Aufgabe”?
Irgendein Posten mit 5.000 € Monatsgehalt wird sich hoffentlich finden lassen. Die SPÖ kann ihn doch nicht einfach so hängenlassen!
In einem Punkt versteh ich ihn: Jetzt hat man soviele aus politischen Gründen Versorgte beim ORF und ausgerechnet bei ihm wurde das skandalisiert. Nur weil er schön, jung und erfolgreich ist und eine schöne Freundin hat.
@Adam Smith jr.
da die öbb verlauten ließen, pelinkas vakanten posten nicht nachzubesetzen, dürfte es mit nikos leistungen in seiner öbb-zeit nicht weit her gewesen sein. was einem wiedereinstieg bei diesem glorreichen unternehmen natürlich keinesfalls im wege steht. wenn not am mann ist, wird sich bei den öbb schon wieder was finden.
@menschmaschine
Sind Sie sich überhaupt sicher, daß Herr Pelinka bei der OEBB überhaupt gearbeitet! hat?
@Thomas Holzer
Nun, wenn nur jene bezahlt würden die arbeiten, hätten wir viele Hungernde und keine Staatsschulden. Aber stellte sich immer noch die Frage nach dem Sinn der Arbeit die gemacht wird, richtet diese mitunter doch mehr Schaden an als Nichtstun.
Sie verkennen Ursache und Wirkung. Wenn nur jene bezahlt würde, die auch arbeiten im Sinne von “produktiv am Markt tätig sein”, dann würden alle arbeiten. Die paar, die wirklich nicht arbeiten können, wären locker mitzuversorgen.
@FritzLiberal
Wieder einmal muss ich Ihnen beipflichten. Es wird immer skurriler, mit welchen Totschlagargumenten die Fans der totalen (und totalitären) Staatlichkeit jeden auch noch so zarten Schritt der Rückkehr zur wirtschaftlichen und sozialen Vernunft abblocken — genau wissend, aber dies pathologisch verdrängend, dass es keine gebratenen Tauben mehr gibt, die jedem ins Maul fliegen, der dasselbe aufmacht.
Apropos Tauben: Aufgrund Ihrer Kenntnis geltender Waffengesetze habe ich einen Ferlacher Büchsenmacher auftun lassen, der mir nach meiner Rückkehr gebrauchte, aber überholte (neudeutsch: refurbished double-barrel shotguns) Schrotflinten vorlegen wird.
Hier in Norddeutschland wird nämlich bei Tag und Nacht eingebrochen, in Hamburg und auf dem Land, dass man schwindlig wird.
@FritzLiberal
Nichts anderes habe ich gesagt, mit “nicht arbeiten” meinte ich in diversen Büros herumlungernde Figuren, nicht Brückenbettler und Krüppel. Das es keinen reinen Markt gibt bzw. jemals geben wird, liegt in der menschlichen Natur der Sache, und das wird bei den Neandertalern vielleicht schon der Sohn oder Neffe des Häuptlings so ähnlich wie Niko gesehen haben.
@Rennziege
Es ist doch interessant zu beobachten, daß die totalitäre Staatlichkeit -demokratisch legitimiert!- immer mehr zunimmt.
Würde sich ein Monarch derart in das Leben seiner Untertanen einmischen, würde er umgehend gelyncht werden.
“Der Grund für mein angestrebtes Engagement im ORF war ausschließlich mein persönliches Vertrauensverhältnis zu Alexander Wrabetz und mein Interesse am Medienunternehmen ORF.”
Ja, eh.
Die Qualifikation wirds kaum gewesen sein.
@Behaimb
rofl
Niko, der dank seiner Herkunft aus dem SPÖ-Journalismus-Adel große Karriere gemacht hat, ist zu einem Symbol für den österreichischen Nepotismus geworden.
das verwöhntere Bubi ist jedoch der ORF selbst, der von Vater Staat kassiert, sich jedoch nicht von der ihn stets verhätschelnden SPÖ-Mutti bevormunden lassen will.
http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/19/die-unabhangigkeit-eines-staatssenders/
@FritzLiberal
“Wenn nur jene bezahlt würde, die auch arbeiten im Sinne von “produktiv am Markt tätig sein”, dann würden alle arbeiten. Die paar, die wirklich nicht arbeiten können, wären locker mitzuversorgen.”
Preisfrage:
Wie würde sich zum Beispiel “produktive Arbeit” eines Arztes gestalten?
Möglichst viele Patienten für möglichst wenig Geld versorgen oder eher möglichst wenige Patienten für möglichst viel Geld?
Ein Arzt, der Ahnung von Wirtschaft hat und auf Gemeinwohl nichts hält (weil er Angst vor einem TRabbi hat), würde zweiteres machen.
Selbiges gilt auch für Lehrer.
Aber natürlich, wenn man ein gestandener Sozialdarwinist ist, ist das alles kein Problem.
Sind Sie in Deutschland ansässig? Meine Erläuterungen betrafen das Waffenrecht in .at.
Vergessen Sie meine Wortmeldung. Habe es jetzt erst komplett gelesen, Sie schrieben ja “nach meiner Rückkehr” (ich nehme an, zurück nach Österreich).
Genau. So wie die Lebensmittelhändler sich jetzt ausschließlich auf die Versorgung der gut verdienenden Klientel mit Kaviar und Lachs beschränken, während die Breitenversorgung mit günstigen Nahrungsmitteln komplett auf der Strecke bleibt. Die Armen müssen alle verhungern. Entsetzlich.
@FritzLiberal
“Die Armen müssen alle verhungern.”
Gratuliere, das haben Sie zu 100% verstanden. Und der Satz basiert nicht einmal auf Halbwahrheiten.
Ja, hierzulande gibt es wirklich Hungersnöte in ungeahntem Ausmaß. Vor den Billa- und Lidl-Filialen, die ausschließlich überteuerte Nahrungsmittel “für die Reichen” anbieten, verhungern die Armen massenweise.
„Niko“, der dank seiner edlen Herkunft aus dem SPÖ-Journalismus-Adel große Karriere machte, ist zu einem Symbol für den österreichischen Nepotismus geworden.
Trotzdem gibt es in Österreich noch verwöhntere Kinder:
Die ORF-Redakteure, die von Vater Staat abkassieren, jedoch mit der Politik, welche immer neue Gebühren und Gesetze zu ihrer Finanzierung beschließt, nix zu tun haben wollen…
…und mit hochmütiger Selbstherrlichkeit über den Pelinka-Sproß herfielen.
Die parteiunabhängigen, aber keineswegs unparteischen ORF-Redakteure wollen ihre von der Allgemeinheit finazierte linke „Bias“ ohne politische Bevormundung ausleben.
SPÖ-Spießer sind unerwünscht, die „Gruppe Revolutionäre Marxisten“ ist hingegen ein Karriere-Sprungbrett (nicht nur beim ORF, sondern bei allen presse-geförderten Qualitäts-Medien):
http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/04/14/pamphletismus-im-qualitatsjournalismus/
Wenn bei Ö1 nicht gerade Musik dran ist, kann man sich sicher sein, eine Predigt gegen den schändlichen Neo-Liberalismus und andere rechte Untaten zu hören.
Die ORF-Elite führt auf Ö1 und in politischen TV-Sendungen wie dem „Weltjournal“ den Kampf für das Welt-Proletariat.
Österreichs Proleten, die dafür bezahlen, müssen Boulevard lesen.
@FritzLiberal
Ohne das Hierzulande würde sich der fahle Zynismus Ihrer Ausage auf Null reduzieren. Aber das Elend ist für Liberale halt immer nur das Elend der anderen.
Abgesehen davon, dass die überschüssige Ware, die durch die Konkurrenz der Unternehmen untereinander entsteht, vernichtet werden muss um das Angebot künstlich auf einem Niveau zu halten, bei dem der Preis nicht auf ein Niveau fällt bei dem der Supermarkt zusperrt.
Die höchst rationale Nachfrage nach Kalorien südlich des Äquators wird von dem teils hier, teils dort produzierten Angebot nicht gedeckt.
Angebot und Nachfrage regeln in erster Linie den Profit der Unternehmen, die Bedürfnisbefriedigung ist Mittel zum Zweck.
Nur zahlungskräftiges Bedürfnis nimmt der Markt auch als Bedürfnis wahr.
Ein Arzt ist kein kapitalistisches Unternehmen, das Ware kauft, Ware verarbeitet und dann teurer verkauft und somit Mehrwert schafft. Nur Arbeit die in diesem Sinne produktiv ist, erhöht den gesellschaftlichen Reichtum.
Eine reine Dienstleistung, so wie sie die Leistung eines Arztes darstellt, “verzehrt” hingegen (kapitalistischen) Wohlstand, da sie sich gegen Lohn austauscht, nicht gegen Kapital.
Die Arbeit eines Arztes oder Lehrers ist nicht produktiv im kapitalistischen Sinn. Somit wird sich diese Arbeit auch sehr schnell auf ein Minimum reduzieren, soll Sie nach “Produktivität für den Markt” gemessen werden und nur einer finanziellen Oberschicht in ausreichendem Ausmaß zur Verfüguzng stehen, welche die Möglichkeit hat, entprechend große Anteile ihrer Löhne für diese Dienstleistung aufzuwenden.
Es sei denn es gäbe genügend Ärzte die sich ehrenamtlich für das gesundheitliche Gemeinwohl einsetzen. Also nicht leistungsorientiert denken/arbeiten.
Im Gegensatz von anderen schreibe ich halt nur von Dingen, von denen ich auch etwas verstehe. Die Situation der Lebensmittelversorgung in Dschibuti ist mir nicht so geläufig, pardon me.
Genau. Einmal mehr zeigt sich die Überlegenheit des realen Sozialismus über das kapitalistische System. In Mordkorea z.B. müssen ganz sicher keine überschüssigen Lebensmittel entsorgt werden.
Ich weiß nicht, welchen “kapitalistischen Sinn” Sie hier ansprechen, ist mir auch wurscht. Jedes Waren- oder Dienstleistungsangebot, das FREIWILLIG nachgefragt wird, ist als produktiv zu betrachten. Alles andere ist Marxismus-Quatsch.
Ach übrigens, nach Ihrer Theorie (die mit dem Kapitalismus allerdings nicht sehr viel zu tun hat) ist es produktiv, sich den 5. Flachbildfernseher und das 7. IPhone anzuschaffen (also reiner Konsum, spricht Geld beim Fenster rauszuschmeißen), einen Lehrer aber zu bezahlen, der einem etwas vernünftiges beibringt und einem ermöglicht, in seinem Beruf erfolgreicher zu sein und mehr zu verdienen (also eine Investition zu tätigen), ist nicht produktiv. Originelle These.
@FritzLiberal
Jetzt haben Sie es erfasst. Besser kann man Kapitalismus nicht beschreiben.
Beides ist übrigens schon Realität.
Kinder sitzen mit dem 5. IPhone und dem 7. MP3-Player in der Schule während das Bildungssystem krachen geht.
Warum? Siehe mein voriges Kommentar.
Ja, das staatliche “Bildungs”system. Das hat es eh verdient. Übrigens, die Ausgaben in .at für “Bildung” sind, gemessen am EU-Schnitt, überdurchschnittlich. Der Input, das Geld das reingesteckt wird, geht also nicht “krachen”, wie Sie sich auzudrücken belieben, sondern der Output, also das Bildungsniveau der Absolventen der Staatsschulen. Typisches Merkmal aller staatlich betriebenen Unternehmen.
@FritzLiberal
Der Output des staat. Bildungsystems ist aus wirtschaftlicher Sicht sogar zuviel, deshalb gibt es ja jetzt Bachelor Studien etc.
Weil es profitabler ist, die Leute möglichst schnell als Lohnarbeiter anzustellen anstatt ihnen die Möglichkeit zu geben, dies und das auch noch zu lernen, was im Beruf dann evtl. nicht mehr unmittelbar benötigen.
Bildung ≠ Ausbildung.
Ein privatwirtschaftlich, gewinnorientiertes Bildungssystem ist unmöglich. Es sei denn, man lässt den Anspruch fallen, dass es für alle zugänglich ist.
Aber dann wäre es ja auch kein Bildungssystem, sondern eine Luxusveranstaltung, welche durch “selective mating, marriage, and the laws of civil and genetic inheritance” nur für “a few noble families” zugänglich wäre. (H. Hoppe, Ökonom der Österr. Schule)
Selbiges gilt auch fürs Gesundheitssystem.
Natürlich. Erklärt der Marxist apodiktisch, und damit hat es zu gelten. Punkt.
Übrigens, das staatliche Bildungssystem ist inzwischen nicht einmal mehr in der Lage sicherzustellen, dass alle 15-jährigen sinnerfassend lesen, einigermaßen fehlerfrei schreiben und einfache Prozentrechnungen durchführen könnnen. Aber das liegt sicher wieder an der pöhsen Privatwirtschaft, die das verhindert, um die Schulabgänger “möglichst schnell als Lohnarbeiter anzustellen”. Oder irgendwie so.
@FritzLiberal
Der Markt Karli muss ein Satiriker sein.
@FritzLiberal
Und warum hat das aber vor 30 Jahren funktioniert, weil das Bildungswesen damals privater wahr? Sicher nicht. Also müssen die Ursachen wohl woanders liegen …
@FritzLiberal
Das von Ihnen angesprochene Problem besteht in dem Bereich, indem zu wenig Geldmittel vorhanden sind. Zu viele Schüler in einer Klasse, zu wenig Lehrer etc….
Und mehr Geld ist für Bildung schwer zu bekommen, Stichwort Uni-Milliarde. Geld fließt nämlich gerne nur dort hin, wo es in größerer Quantitiät wieder zurückkommt. Und das ist bei Bildung und Gesundheit definitiv nicht der Fall. Da kommt nämlich (auf direktem Wege) gar nichts mehr zurück.
Hier übrigens ein interessanter Link der derzeit die Runde macht.
http://www.youtube.com/watch?v=ZOo4oRqtkjk
Dass mir ja nie wieder einer auf die Idee kommt, die FPÖ sei sozialistisch oder links oder irgendwas.
Ein klassisches Beispiel dafür, warum die Rechten für die konservativen immer attraktiv bleiben werden.
Sie haben die vom Prinz Eugen aufgestellte “Satiriker”-Behauptung unverzüglich und eindrucksvoll bestätigt. Kleine Insider-Info: die Klassenschüler-Höchstzahl wurde in den letzten Jahrzehnten deutlich gesenkt. Nie zuvor gab es ein solch günstiges zahlenmäßiges Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Und nie zuvor gab es so viel Trottel-Output der Staatsschulen.
Ein staatlich betriebenes System kann eine Zeitlang ganz gut funktionieren. Durch Kommandowirtschaft, mit hierarchisch verordneten Normen und erzwungener Disziplin. Ist selbstverständlich keineswegs mein Ideal, aber eine Zeitlang geht’s gut.
Nur: mittel- bis langfristig wird jedes System degenerieren, das sich nicht konsequent an Markterfordernissen ausrichtet. Dazu die heute tätigen Politiker und vor allem -Innen in diesem Bereich – würg. Bei der Errichtung des Schulsystems ging es schlicht darum, Kindern und Jugendlichen Kulturfertigkeiten beizubringen. Heute geht es immer mehr um die Vermittlung der linken Ideologie.
@FritzLiberal
Auch ich lese gern, was Karl Markt schreibt. Es gibt ja heutzutage so wenig zu lachen.
@FritzLiberal
Dazu sage ich bloß Unsinn weil die Ursachen ganz woanders liegen:
Weniger intakte Familien, viele Alleinerziehende, Überflutung mit audio-visuellen Medien, Anteil der Ausländer, Qualität der Lehramtskandidaten,
Wenn Sie nicht dieses ganze Spektrum berücksichtigen, ziehen Sie monokausale Schlüsse, aber Sie sind ja sowieso jeder seriösen Forschung gegenüber misstrauisch, weil die ist ja immer irgendwie links-ideologisch etc. etc., während die Erkenntnisse des freien Marktes zeitungebundene, ewige Wahrheiten sind. Wo sich staatliche Systeme nicht bewähren, ist es gut, wenn private Anbieter an deren Stelle treten, aber man sollte nicht alles schlechtreden. Auch die vielgelobten konfessionellen Schulen kämpfen heute mit vielen Problemen.
Im Bereich Mathematik oder Technische Physik sehe ich hier wenig Probleme. Nur dort, wo irgendwas mit “Gesellschaft” vorkommt.
Sinnloses Gequatsche. “Erkenntnisse des freien Marktes” bilden freiwillige Entscheidungen der Marktteilnehmer ab, also jener Personen, die Geld für Güter oder Leistungen aufwenden und mit der so erworbenen Qualität dann leben müssen. Staatliche Kommandowirtschaft dagegen bildet die gewaltsam durchgesetzten Entscheidungen der Nomenklatura gegenüber den Untertanen ab. Das ist alles, mehr ist nicht dahinter.
Logisch, die dortigen Lehrer werden ja “vom Staat” (also von den Zwangsabgaben der Bürger) bezahlt.
@Behaimb
Wenn man, wie von Ihnen zutreffend eingemahnt, das ganze Spektrum berücksichtigt, so ist einzig die Überflutung mit audio-visuellen Medien nicht direkt oder mittelbar dem Staat zuzuschreiben — eine Überflutung, welche wiederum kein österreichisches Alleinstellungsmerkmal darstellt und somit insbesondere im Ländervergleich von vernachlässigbarer Größe ist.
Am anderen Ende thematisieren Sie mit den Lehramtskandidaten die offensichtlichste Crux eines Bildungssystems unter der Ägide unserer Obertanen. Garbage in – Garbage out – es sind nun mal verdammt viele Schrauben, die der Staat in die falsche Richtung zu drehen versteht. Bei den Lehrern allerdings sitzt er definitiv am längsten Ast wenn’s darum geht, den Bürger auszuhebeln.
@Behaimb
“Auch die vielgelobten konfessionellen Schulen kämpfen heute mit vielen Problemen.”
Mir ist nur eines bekannt: Sie wissen nicht mehr, wohin mit all den Neuzugängen, die unbedingt reinwollen.
@Rennziege
Ich habe als Atheist meine Jüngste in einer konfessionellen Schule. Grundsätzlich passt sie mir ganz gut. Nut der Mathematiker ist zwar sehr glaubensfest, weshalb ihn der Direktor mag, aber als Pädagoge eine komplette Nullnummer. Die schlechten Noten befallen fast die ganze, sehr leistungswillige Klasse. Mit freiem Auge erkennbar müsste man diesen Typ dimittieren. Der Glaube ans Jesuherz hält ihn im Amt.
Grundsätzlich aber gilt Cahns Axiom: Die summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante, die Bevölkerung wächst.
@Karl Markt
Sind ihre Ausführungen so zu verstehen, dass sie entschieden für das Prinzip “Gemeinnutz geht vor Eigennutz” plädieren?
@Rennziege
Dass Kinder in Privatschulen besser sind, liegt eher daran dass sie engagiertere Eltern haben, die sich mehr um ihre Kinder kümmern, während selbst in Provinzstädten der Ausländeranteil an den Grundschulen wächst. Deswegen hat es eben nicht nur mit freiem Markt zhu tun.
@Prinz Eugen von Savoyen
“Ich habe als Atheist meine Jüngste in einer konfessionellen Schule … Nur der Mathematiker ist zwar sehr glaubensfest … aber als Pädagoge eine komplette Nullnummer.”
Damit befinden Sie sich in der ehrenwerten Gesellschaft atheistischer und überwiegend rotgrüner Eltern, die coram publico für Che Guevara, die Gesamtschule und H. Androsch schwärmen, ihre eigenen Kinder aber lieber an einer richtigen Schule wissen. Was gescheit ist.
Ich merke ausdrücklich an, nichts gegen Atheisten zu haben, im Gegenteil; mit etlichen, so sie über einen IQ oberhalb der Raumtemperatur verfügen, lässt sich höchst possierlich diskutieren. (Eine Messlatte, die Ihr mehrfach überschreitet, wie ich nicht betonen muss.)
Dass ein christlicher Mathematiker als Pädagoge eine klägliche Lsufbahn hinlegt, hat Tradition. Man stelle sich vor, der liebe Gott hätte Arithmetik und Algebra zu Rate gezogen, ehe er den Menschen schuf! Dann hätte er’s nämlich gelassen.
Mein Angetrauter durchlief ein beinhartes Jesuitengymnasium, wo er als Teenie seine Lehrer naturgemäß heftig hasste. Heute lädt er sie manchmal zu uns ein, und wir verbringen interessante Rotwein-Abende. Es sind knorrige Mannsbilder, die unglaubliche Gelassenheit und ebensolchen Humor ausstrahlen. Und sie akzeptieren den Atheismus als eigenständige Glaubensrichtung; was er ja auch ist.
@Rennziege
“ihre eigenen Kinder aber lieber an einer richtigen Schule wissen”
— solche pauschalen Urteile halte ich immer für riskant. Als selbst an einer biederen öffentlichen Landmittelschule Absolvierter habe ich bei meinem Jahrgang nie gravierende Defizite gegenüber den Abgängern privater Institutionen wahrnehmen können. Oft ist es schon auch der illusionäre Eindruck allein, dass das was gekostet hat, auch was wert sein muss.
@Rennziege
Atheismus als eigenständige Glaubensrichtung…
Wirklich nett, das sagen manche gläubige Freunde von mir auch. Und die Nachsicht bei glaubensfesten, aber fachlich schwachen Lehrern wundert mich nicht. Die Frage, ob gnädige Frau bei glaubensstarken, aber fliegerisch schwachen Piloten einsteigen oder die eigene Brut an Bord setzen würde, die erspare ich uns.
Im Übrigen bin ich nicht linxgrün, sondern stehe rechts von Dschingis Khan. In die nicht ehrenwerten Gesellschaft der Che-Verehrer passe ich nicht.
@Prinz Eugen von Savoyen
“Im Übrigen bin ich nicht linxgrün, sondern stehe rechts von Dschingis Khan. In die nicht ehrenwerten Gesellschaft der Che-Verehrer passe ich nicht.”
Das ist mir seit langem erfreulich klar, Euer Gnaden, und nichts dergleichen habe ich angedeutet oder vermutet. Ich wollte nur sagen, dass Linxgrün wie üblich Wasser predigt, aber Wein trinkt.
@Rennziege
Wenn man nur alles so schön verallgemeinern könnte …