Home > Allgemein > Aus meiner Korrespondenz

Aus meiner Korrespondenz

an: “Der Standard”                          Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen, In seiner Kolumne “Sozialismus und Nationaler Sozialismus” schreibt Hans Rauscher heute: ”Nein, lieber Kolumnisten-Kollege Christian S. Ortner in der “Presse”, Sozialismus und Nationalsozialismus sind nicht das Gleiche, sind sich höchstens oberflächlich ähnlich.”

Sollte der geschätzte Kollege Rauscher in meiner “Presse”-Kolumne irgendwo die mir von ihm unterstellte Behauptung, “Sozialismus und Nationalsozialismus sind das gleiche” finden, bin ich gerne bereit, zur Buße die ganze “Standard”-Redaktion ins Steirereck zum Essen einzuladen.

Sollte er eine derartige von ihm unterstellte Behauptung hingegen nicht finden, fände ich eine diesbezügliche Korrektur fair und angemessen.

Tatsächlich habe ich, der Argumentation etwa Joachim Fests folgend, von “verwandtschaftlichen Verhältnissen” zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus geschrieben, was nicht das Gleiche wie “das Gleiche” (Rauscher) ist, aber dem von Rauscher konzedierten “oberflächlich ähnlich” durchaus ähnlich ist.

Mit den besten Grüssen,

Christian Ortner

  1. Dieter Zakel
    17. Februar 2012, 07:53 | #1

    Adolf Hitler anlässlich des 4. Jahrestags der Machtergreifung

    Gibt es einen herrlicheren und schöneren Sozialismus und eine wahrhaftigere Demokratie als jenen Nationalsozialismus, der es dank seiner Organisation ermöglicht, daß unter Millionen deutschen Knaben jeder, wenn sich die Vorsehung seiner bedienen will, den Weg finden kann bis an die Spitze der Nation? - 

    “Wir sind deutsche Kommunisten” J.Göbbels

  2. Jennerwein
    17. Februar 2012, 10:30 | #2

    @PFPA
    Zu beachten vom Ablauf her: Die NS gegr. 1920/23 haben Methoden der Kommunisten übernommen, nicht umgekehrt; dass die SPD die Kommunisten seit der Zeit vor dem Wk 1 hasste, war kein Geheimnis, fußten sie doch als z.T. kleinbürgerliche (gewordene) Partei auf derselben Wählerschicht wie der NS.
    Dass viel Rote zu den Nazis überliefen, ist Fakt und sei geschenkt, aber dass es im Kern und von den Kadern eine klein- bis mittelbürfgerliche PArtei war, liegt auf der Hand. Fast alle Nazi-Größen kommen aus klein- bis mittelbürgerlichen Verhältnissen, kaum ein Arbeitersprößling unter den höheren Führern. Im Grunde war der NS zutiefst ständisch verfasst und betrieb konservative Bleib auf der Scholle “Politik”. Neben den Arbeitern in den Städten war der Zusprcuh zum NS auf dem Lande durch Bauern und Kleingewerbler doch auch ziemlich beachtlich. Auch die vielen NS-Akademiker, die nache dem Krieg weiter als Mediziner, Juristen und Verwaltungsbeamte im Dienst blieben, entstammen selten dem Proletariat. Während sich ein Teil davon dem BSA anschloss,w ar auch ihr Zustrom in VP bzw. die neugegründete FP nicht unbeträchtlich.

    @gms
    Wie Sie Strache verteidigen, sit schon sehr aussagekräftig. Wer auch nur am Rande mit diesem Milieu zu tun hat, der weiß dass die Aussagen Straches nur ein milder Ausdruck dessen ist, was in der FP noch immer an Gedankengut latent antisemitisch und NS-verherrlichend ist. In diesem Sinne ist die FP ihren Wurzeln jedenfalls viel treuer geblieben als der heutige Sozialismus, der eine weichgespülte Zentrumspartei ist, die keineswegs sozial denkt (Hartz IV, restriktive Sozialgesetzgebung in Großbritannien etc.)

  3. Jennerwein
    17. Februar 2012, 10:42 | #3

    @Dieter Zakel
    Wahrscheinlich sehen Sie auch alle anderen jemals getätigten Äußerungen von Hitler und Goebbels als unverückbare Wahrheiten an? Man könnte sich den Spaß machen und viele schöne andere Sprüche rauszusuchen, wenn man die Zeit hätte. Aber immer auf den beiden selben rumreiten?

  4. 17. Februar 2012, 14:18 | #4

    Jennerwein :
    Wie Sie Strache verteidigen, sit schon sehr aussagekräftig. Wer auch nur am Rande mit diesem Milieu zu tun hat, der weiß dass die Aussagen Straches nur ein milder Ausdruck dessen ist, was in der FP noch immer an Gedankengut latent antisemitisch und NS-verherrlichend ist.

    Aber gewiß verteidige ich inbrünstig Strache, glauben Sie, ich würde grundlos alle meine Kinder HC getauft haben? Daß mir als Liberaler der Sozialist Strache zutiefst zuwider ist, ist bloß aufgesetzte Attitüde. Sie haben mich ebenso durchschaut, wie den von Manchen als Anstandsjuden der neuen Nazis entlarvten Hendryk Broder.

    Nachdem das nun ein für allemal geklärt ist: Meinen Sie ernsthaft, Sie könnten mir etwas Neues erzählen über latenten (sic!) Antisemitismus bei den diversen Parteien hierzulande?
    Was Sie und Ihresgleichen um die Burg nicht behirnen oder eingestehen wollen, wenn man’s Ihnen erfolgreich verklickert: Es saugt gewaltig, den Antisemitismus andauernd in einem erbärmlichen Dauerstreit mediokrer Flachwurzler mit den sattsam bekannten Denkstrukturen instrumentalisiert zu sehen.

    In diesem Sinne: Spielen Sie weiter die Antifa-Karte, wann immer sie in Reichweite liegt und es opportun erscheint zum Wechseln politischen Kleingeldes. Sie haben das Recht dazu, und ich habe nicht minder das Recht dazu, dieses unredliches Spiel ein solches zu heißen.

  5. Jennerwein
    17. Februar 2012, 17:01 | #5

    @gms
    Auch wenn Sie es nicht glauben, ich bin an historischer Analyse interessiert, nicht an plakativer Antifa. Wenn Herr Fischer oder andere Sozis den einen oder anderen Kelch mit Wiesenthal oder anderen Juden hatten, dann hat das jedenfalls eine ganz einfach andere Qualität als das feixende Judenwitzeln und SS Verherrlichen der Burschenschafter, die danach regelmäßig entrüstet alles von sich weisen, weil sie zu feige sind zu ihrer angeblich treu-deutschen Gesinnung zu stehen, die für die meisten Wähler sowieso keine Rolle mehr spielt. Also übt man sich im Muslime-bashing. Das nenne ich politisches Kleingeld.
    Zum Antifa: Die meisten roten Politiker haben keine Gesinnung und haben sich ihrer eigenen Basis entfremdet. Insofern verstehe ich Ihr “Spielchen” nicht, immer wieder die Linken in einen gemeinsamen Topf werfen zu wollen. Ich selbst habe keine politische Agenda, nur finde ich die Blauen mindestens so widerlich wie die Roten (nicht wegen eines Antisemitismus und NS-Verherrlichung, sondern weil sie heuchlerische Wendemäntel sind, siehe die Jahre der Haiderkolation) und wundere mich immer über den großen Zuspruch aus den Reihen von vorgeblichen Liberalen für diese Partei.

  6. Thomas Holzer
    17. Februar 2012, 17:22 | #6

    @Jennerwein
    Sie haben recht, Herr Fischer wehrt sich nicht entrüstet, sondern er verzieht sich auf’s WC in der Hofburg, in der berechtigten Hoffnung, die Kritik aussitzen zu können. ;)

    Und Sie haben recht, NUR!vorgebliche(sic!) Liberale haben der FPOE Zuspruch gezollt.

  7. Jennerwein
    17. Februar 2012, 17:28 | #7

    @Thomas Holzer
    Und wenn Herr BP Fischer einen nebbichen Orden nicht an Herrn HC verteilt statt aufs Klo zu gehen, dann gibts aber auch einen Sturm im Wasserglas?
    Ich verstehe nur nicht, warum sich hier von gms und anderen Postern im wieder Entrüstung erhebt, wenn die Neigungen so mancher FP-Funktionäre beim Namen genannt werden. Diese Entrüstung erscheint mir halbseiden, wenn es darum geht, dass in dieser Partei dumpfester Rassismus seine Heimat hat, während man den Roten höchsten Dummheit und Unfähigkeit vorwerfen kann.

  8. Thomas Holzer
    17. Februar 2012, 17:43 | #8

    @Jennerwein
    Den offentsichtlichen Rassismus der FPOE bestreitet doch kein vernünftiger Mensch.
    Peinlich ist doch nur die hyperaktive Aufgeregtheit des brüderlichen linken Lagers.

    Ich kann mich nicht entsinnen, daß es einen allgemeinen Aufschrei des “rechten” Lagers bezüglich der Nichtverleihung des “Aussitzerordens”
    gegeben hat.

    “GMS” und andere, u.A. ich ;) halten halt gerne öffentlich fest, daß Nationalsozialismus und Internationalsozialimus eben NICHT diametral entgegengesetzt, wie so gerne suggeriert, sondern schlicht und einfach Brüder im Geiste sind.

    Und auf Grund dieser Tatsache stellen wir halt fest, daß das aufeinander Einschlagen aus “brüderlicher” Verbundenheit geschieht, und nicht aus Feindschaft; dieses Faktum jedoch seit 70 Jahren negiert wird.

  9. Maybach
    17. Februar 2012, 17:49 | #9

    @Thomas Holzer
    Sie negieren bei aller Verwandtheit an Strukturen dennoch beharrlich, dass es sowas wie eine geschlossene internationale Linke mit einheitlichen Zielen und Vorstellungen nie gegeben hat. Darum zielen alle Vorwürfe an eine angeblich geschlossen auftretende Linke gegen die FP oder sonstwas völlig ins Leere. Ein Großteil der linken System-Politiker ist doch nur an ihrer Futterkrippe interessiert, deswegen laufen ja die Wähler in Scharen zur FPÖ, mit deren Zielen sie in Wahrheit gar nichts anfangen können. Und dann gibt es eine Vielzahl linker initiativen wie Attac und Occupy, die im Grunde den roten Systempolitikern genauso ein Dorn im Augen sind wie den “Wirtschaftsparteien”, siehe Blair, Schröder, Gusenbauer.
    Der Unterschied zwischen Merkel, Schröder, Cameron, Berlusconi, Sarkozy ist in Wahrheit noch viel geringer als der zwischen Nationalsozailismus und Sozialismus.

  10. Thomas Holzer
    17. Februar 2012, 17:59 | #10

    @Maybach
    1.) Ich negiere gar nichts
    2.) Wenn Sie mir einreden wollen, daß die nichtgeschlossene Linke nicht doch schlussendlich den “neuen Menschen” kreieren will, dann muß ich Sie leider als Realitätsverweigerer bezeichnen.
    3.) Maximal der Weg zum Erreichen des Zieles unterscheidet sich, aber NICHT! das Ziel (insofern haben sich auch National- und Internationalsozialisten unterschieden)
    4.) Chavez ist genauso ein Nationalsozialist wie Internationalsozilist, Achmadineschad ein Nationalsozialist etc. etc.
    5.) Faymann ist defacto ein National-/Eurosozialist, weil er den unmündigen Bürger zuerst gemeinsam im nationalen Verbund, danach mit den EU-Institutionen kreieren will.

  11. Karl Markt
    17. Februar 2012, 18:00 | #11

    @Thomas Holzer
    Ich wiederhohle jetzt ein Posting von mir, auf das nach wie vor niemand geantwortet hat, außer CO höchstpersönlich, allerdings in nichtssagender Weise.

    Diese beiden Tatsachen allein sind schon sehhhr aussagekräftig.

    ““Mit dem Siegeszuge der deutschen Technik und Industrie, den aufstrebenden Erfolgen des deutschen Handels, verlor sich immer mehr die Erkenntnis, daß dies alles doch nur unter der Voraussetzung eines starken Staates allein möglich sei”
    A. Hitler

    “Markt ist nach Auffassung des Neoliberalismus daher nicht naturwüchsig, sondern muss durch den Staat gewährleistet werden”
    C. Ortner.”

    Sind Sie damit einverstanden, das als “brüderliche Verbundenheit” des Nationalsozialismus und des Neoliberalismus anzuerkennen?

    Ein erneutes nicht-Anworten oder zynisches herumeiern werte ich als ja.

  12. 17. Februar 2012, 18:09 | #12

    Jennerwein :
    Insofern verstehe ich Ihr “Spielchen” nicht, immer wieder die Linken in einen gemeinsamen Topf werfen zu wollen.

    Das können Sie auch nicht verstehen. In der Umkehrung ist mir sonnenklar, weshalb Sie die Linken immer wieder aus dem Topf der Linken herausholen wollen.

  13. Maybach
    17. Februar 2012, 18:19 | #13

    @Thomas Holzer
    Nochmals, Sie vergessen, dass die regierenden Sozialdemokraten und christdemokraten aller Spielarten einander in Auskosten und Perpetuieren der Macht einander viel näher stehen als diversen linken oder rechten Basisbewegungen oder Extremisten. Das hat dazu geführt, dass schon in der Nachkriegszeit der Proporz bestens funktioneiert hat. Die SPÖ will schon lang keinen neuen Menschen mehr schaffen genausowenig wie die ÖVP irgnedwelche christlichen Werte vertritt. Die spielen beide das Politspiel DKT mit Verteilung von Einfluss und Posten. Irgendwelche radikalen Strömungen haben innerhalb der SP null Einfluss, während an der Oberfläche Klassenkampfrhetorik betrieben wird, deren Effektivität man ja am Sparpaket sehen kann. Ein paar kosmetische Korekturen, aber immer mehr Belsatungen auf Kosten der Geringverdiener, so sieht sozialistische Politk heute aus.

  14. 17. Februar 2012, 18:21 | #14

    Jennerwein :
    Ich verstehe nur nicht, warum sich hier von gms und anderen Postern im wieder Entrüstung erhebt../p>

    Sie können wohl schwer darauf verzichten, anderen emotionale Befindlichkeiten unterzujubeln (Selbstmitleid, wilde Entrüstung), die vorgeblich wiederum auf ein bloß “beim Namen genannt” folgt.

    Bei einer solchen Verfaßtheit ist Ihr “Ich verstehe nur nicht” der Gipfel der Redundanz.

    Zum Mitmeiseln, und weil ich gerade in einer messianischen Stimmung bin: Sie und Ihresgleichen sind die objektiv Nüchternen, die sachlich und ruhig Dinge beim Namen nennen — und was ernten Sie? — Heulen, Flennen, Empörung, Entrüstung Leugnungen, Verdrehungen …

    Ich könnte Sie einen infantilen und lächerlichen Heuchler nennen, der seinen Stahlträger im Kopf für Augen hält, einen selbstgerechten Halbstarken, unfähig zur Selbstreflektion, aber dafür umso engagierter, dem andere Motive und bestimmte mentale Zustände anzudichten und sich zugleich den Jolly-Joker der redlichen Objektivität zu verpassen.

    Ich könnte all dies tun, wäre es etwas Anderes als das übliche Schlamm-Catchen, das Ihren Scheinheiligenschein nur noch strahlender leuchten ließe. In diesem Sinne: Baba und fall nicht.

  15. Jennerwein
    17. Februar 2012, 18:25 | #15

    @gms
    Sie sind mit Ihren ewiggleichen Macho und Vereinfachungssprüchen ein heißer Kanditat für den nächsten Spindoktor vom Strache. Dass alles, was Ihrer Ansicht zuwiderläuft schlicht links ist entspricht einem sehr einfachen Denkmuster.
    Im Übrigen habe ich nirgends geschrieben, dass ich die linke Empörung nicht für für emotional überschüssig und geheuchelt halte. Mir hat nur noch niemand schlüssig erklären können, was sich verbessert wenn man intellektuelle Leichtgewichte wie Faymann und Spindi durch einen Strache ersetzen möchten?

  16. Karl Markt
    17. Februar 2012, 18:43 | #16

    @Jennerwein
    “was sich verbessert wenn man intellektuelle Leichtgewichte wie Faymann und Spindi durch einen Strache ersetzen möchten?”

    Wenn man sich nur zwei Minuten auf der Heimseite des RFW (Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender) aufhält, wird es ganz schnell klar:
    “Die österreichische Bundesregierung wird aufgefordert, alles zu unternehmen um das Budgetdefizit ausgabenseitig zu sanieren. Neue Steuern und Steuererhöhungen dürfen nicht in Erwägung gezogen werden, denn damit werden Arbeitsplätze gefährdet und Wirtschaftswachstum eingeschränkt!”
    “Steuergerechtigkeit durch Flat Tax”
    “Immer mehr Vorschriften, Auflagen und statistische Auswertungen. Unternehmer sein macht oft keinen Spaß mehr!”
    “Freie Entscheidungen sind seltener geworden, das Damoklesschwert „Staat“ wacht über einen.”
    “Innovationen und Investitionen werden mit teuren Auflagen und hohen Steuerzahlungen an den Rand der Verwirklichung gebracht. Gesetze, Verordnungen und Reglements im Übermaß!”

    Die brüderliche Verbundenheit zwischen Neoliberalen und Rechten ist ja atemberaubend!

    @gms:
    Das ist für Sie also sozialistisch? Jetzt weiß ich auch, warum Sie mit Adolf Hitler einer Meinung sind, dass Sozialdemokraten NICHT sozialistische sind, sie intellektuelles Nackerpatzl!

  17. Thomas Holzer
    18. Februar 2012, 09:32 | #17

    @Maybach
    Nochmals: wenn Sie wirklich glauben, daß die SPOE keinen “neuen Menschen” mehr schaffen will, dann ist Ihnen eine -verzeihen Sie mir den etwas persönlichen Angriff- grenzenlose Naivität zueigen.

    Natürlich postuliert die SPOE nicht dieses Ziel, es wird jedoch sehr subtil verfolgt. Das gesamte Parteienspektrum in Österreich ist doch nur mehr links orientiert; mehr Staat, mehr Bevormundung, immer weniger Eigenverantwortung, immer weniger Möglichkeiten, selbst Entscheidungen zu treffen.

    Das Marginalisieren der Familie, das Trommeln von Slogans wie “schon in der Kinderkrippe, im Kindergarten muß gelernt werden”, die Intention, von Geld- auf Sachleistungen umzustellen etc. etc; all dies sind die subtilen Wege, welche die vereinigten Linksparteien Österreichs beschreiten, um den Bürger in die gewünschte Richtung umzuerziehen.

  18. Maybach
    18. Februar 2012, 11:56 | #18

    @Thomas Holzer
    Sg. Holzer, die Abgabenlast ist entschieden zu hoch und es gehört ein Büroktaieabbau her, dringend! D’accord bis dorthinaus. Aber bitte erzählen Sie doch bitte nicht, dass indivudellen Möglichkeiten zur Lebnsgestaltung heute geringer wären als vor 50 oder 30 Jahren! Sind Sie in einer großbürgerlichen Familie aufgewachsen, die den Abstieg miterlebt hat? Ich komme aus einer kleinbäuerlichen Familie und muss befinden, dass sich vieles zum Besseren gewendet hat. Heute ist der Unterricht vielleicht ein wenig zu PC, aber dafür solte man Duckmäusertum, Unterdrückung und Brutalität in den Schulsystemen davor auch in den Blick nehmen, bevor man alles Heutige als schlechter abstempelt.

  19. 18. Februar 2012, 15:18 | #19

    Maybach :
    Aber bitte erzählen Sie doch bitte nicht, dass indivudellen Möglichkeiten zur Lebnsgestaltung heute geringer wären als vor 50 oder 30 Jahren!

    Unter der Annahme, diese Betrachtung sei korrekt — was wären denn die Ursachen dafür? Wurden, und das ist der entscheidende Punkt, irgendwann /bürgerliche Freiheiten/ erweitert?

    Ich wage zu behaupten, besagte individuelle Möglichkeiten der Lebensgestaltung erfuhren eine Verbesserung einzig und allein durch fortschrittsbedingt vermehrten Wohlstand. Im Gegenzug wurden jedoch bürgerliche Freiheiten durch Gesetze zunehmend beschnitten, alles natürlich unter dem achso redlichen Ansinnen, den Bürger zu beschützen.

    Freiheit oder Sicherheit? — Wohin das Pendel schwang, ist wohl wirklich nciht zu leugnen.

    P.S. Eine interessante Facette in diesem Kontext ist die Präambel zum Strafgesetzbuch der DDR sowie einige Paragraphen: — Zitat –
    “Das sozialistische Strafrecht ist darauf gerichtet; Personen, die Straftaten begehen, zur Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit zu erziehen (..) Es wendet sich an alle Bürger (..) wachsam und unduldsam gegenüber feindlichen Anschlägen gegen die sozialistische Ordnung und das friedliche Leben der Bürger (..)
    Die sozialistische Gesellschaftsordnung gewährleistet, daß in ihr jeder Bürger sein Leben in voller Wahrung seiner Würde, seiner Freiheit und seiner Menschenrechte *** in Übereinstimmung mit den Rechten und Interessen der sozialistischen Gesellschaft ***, des Staates und seiner Bürger gestalten kann.(..)

    “§ 36 Geldstrafe als Hauptstrafe
    (1) Die Geldstrafe soll den Täter durch einen empfindlichen Eingriff in seine persönlichen Vermögensinteressen zur Achtung der sozialistischen Gesetzlichkeit und der Rechte der Bürger erziehen.” — Ende –

    Charakteristisch und auffällig ist die auch an anderen Stellen immer wieder auftauchende Teilung in “sozialistische Gesetzlichkeit” und “Rechte der Bürger”, wissen Sozialisten doch selbst am Besten, daß es sich hier um zwei völlig verschiedene Belange handelt.

  20. Maybach
    19. Februar 2012, 13:49 | #20

    @gms
    Sie haben einen massiven Verfolgungswahn, mein Lieber, noch nie waren die Mittel des Staates so lahm wie heute, vor allem wenn es darum geht netwzerkenden Selbstbereicherern Einhalt zu gebieten.

  21. Maybach
    19. Februar 2012, 14:19 | #21

    Paranoides Geschwurbel, wurde die DDR-Präambel in das deutsche Gesetz übernommen? Also der Wohlstand ist durch den fortschritt gestiegen, aber der Staat wurde immer repressiver? Dafür haben ja vor allem die Top10% der Gesellschaft in den letzten zehn jahren unglaubliche EInbußen hinnehmen müssen, nicht wahr? Noch nie war der Staat so zahnlos wie heute in der Eindämmunng von selbstbereichernden Netzwerkern aka Leistungsträgern aller Couleurs.

  22. 19. Februar 2012, 15:00 | #22

    Maybach :
    Paranoides Geschwurbel

    Da hält man Linke für ignorante und aggressive Kerlchen, mit denen eine Erörterung so freudvoll ist wie Einzelhaft in einer Telephonzelle mit fünf laufenden Kreissägen, und was geschieht? — Richtig – sie tun alles, um diese Sichtweise immer wieder zu bestätigen.
    Maybach, baba und fall nicht.

  23. Maybach
    19. Februar 2012, 19:36 | #23

    @gms
    Überall Linke, ja furchtbar, ich leide selbst darunter, entsetzlich, Gottseidank trifft man manchmal Lichtgestalten wie Sie, die nicht ideologisch verblendet sind.

Kommentar Seiten
  1. Bisher keine Trackbacks