Syrien, der Unwillen des Westens und die Macht Teherans
6. März 2012 | Autor: Fremde Federn
Diktator Assad begeht Verbrechen an seinem Volk und die Welt handelt nicht, weil sie einen Flächenbrand fürchtet. Es könnte die Generalprobe für das Gewährenlassen Irans werden. – Richard Herziger analysiert in der “Welt”.
Nach dem ersten Satz kann ich schon aufhören zu lesen. Nicht Assad sondern vom Westen bezahlte Terroristen versuchen Syrien nach dem gleichen Muster wie in in Libyen zu destabilisieren. Der Angriff erfolgt auch nicht von ungefähr in Homs. In Libyen geht es dem Volk erst seit dem Angriff der NATO richtig schlecht. Und wenn der Westen irgendetwas von seinem Gemurmel über Menschenrechte ernst meinte, müßte er jetzt in Libyen eingreifen.
Was Syrien betrifft hat sich die sogenannte Opposition mit dem Boykott der letzten Wahlen ohnehin geoutet, und ich hoffe, daß der Westen bei Syrien nicht zu seinem Ziel kommen wird.
Syrien ist nicht die Knochen eines pommerschen Grenadiers wert! Es gibt für den Westen absolut keinen Grund, sich in dieses interne Gemetzel einzumischen. Oder will man wieder, wie im Falle Libyens fliegende Artillerie spielen?
Die Angst vor dem Flächenbrand ist derselbe Schwachsinn wie die Dominotheorie. Besonders still sein sollten alle, die sonst die Pazifisten geben.
In Syrien geht es um das Spiel Assad gegen Muslimbrüder, mit Freiheit hat das nichts zu tun.
Wenn ich das richtig sehe geht bzw. ging es beim sog. “arabischen Frühling” hauptsächlich darum, einen Verbrecher durch andere zu ersetzen. Nur das die Nachfolger mit Religionsfreiheit so gar nichts am Hut haben. Und dasselbe trifft auch auf Syrien zu.