Why the Middle Class is Doomed
20. April 2012 | Autor: Fremde Federn
Eine wie immer anspruchsvolle, aber wie immer spannende und nicht eben sehr optimistische Analyse des Blogs “Zerohedge“.
Eine wie immer anspruchsvolle, aber wie immer spannende und nicht eben sehr optimistische Analyse des Blogs “Zerohedge“.
Doomed sind alle die sich nicht in den Etablissements der heutigen Eliten befinden.
Die “Mittelklasse” ist da nur eine “Gruppe”. Mit am gelackmeiertsten sind hier in D die Leute denen gleich bei Lohnüberweisung Ihr Geld vorenthalten wird.
Ach ja das ist natürlich nur um die “armen” Leute vor Überforderung zu schützen….
Genau das was ich schon 100 Mal hier gepostet habe.
Und diese ideologisch angehauchten gegenseitigen Beschuldigungen der rechtsliberalen, linksliberalen, links linken Gutmenschen, rechts rechten Schlechtmenschen usw. bringen genau NULL.
Jeder glaubt er hat den Durchblick und WENN man damals dieses oder jenes gemacht hätte, wäre es anders gekommen.
Alle Industrienationen der Erde wurden von unterschiedlichen politischen Lagern regiert und doch haben sie eines Gemeinsam, nämlich, zu hohe Schulden, kaum Wirtschaftswachstum, Schwund des Mittelstandes usw…
Doch die Anzahl der Milliardäre wächst unaufhaltsam.
Wie passt das zusammen?
Tja das ist die Magie des Britischen Kapitalismus auf dem unsere Welt seit hunderten Jahren aufgebaut ist.
Der Mittelstand schrumpft aber es gibt so viele Milliardäre wie noch nie.
Was sagt mir das?
Das Volksvermögen der einzelnen Staaten wird von unten nach Oben verteilt.
Darüberhinaus bezahlen Reiche prozentuell weniger Steuern als der Mittelstand.
Die Rechnung mag ja einfach klingen, einer der 50.000€ im Jahr verdient und davon 50% an Abgaben bezahlt schenkt dem Staat 25.000€
Einer der 5Mio Einkommen hat der zahlt ja schon bei 2% vier Mal so viel Steuern wie der Durchschnittsmensch.
Somit scheint der Gerechtigkeit genüge getan oder?
Falsch!
Denn wenn ich Mensch A die hälfte seines Einkommens wegnehme aber Mensch B 98% seines Einkommen behalten darf, wo liegt da die Gerechtigkeit?
Noch dazu verdienen Millionäre, und von denen gibt es mittlerweile sehr viele, so viel Geld dass sie es gar nicht ausgeben können.
Somit wächst ihr Vermögen durch den Zinseszineffekt dramatisch an.
Diese Geldvermehrung passiert allerdings ohne das echte Werte geschaffen werden, gehen somit an der Realwirtschaft vorbei.
Der Mittelständler wiederum gibt ja sowieso 95% seines Geldes entweder an den Staat ab oder pumpt es zurück in den Wirtschaftskreislauf weil er ja schließlich auch etwas zu Essen kaufen muss, Kleidung, Tupperware usw.
Und die Rechnung geht noch weiter.
Wenn die Mehrheit der Steuerzahlen, also der Mittelstand, weniger verdient, sinken auch die Steuereinnahmen des Staates.
Somit muss der Staat die Steuern wieder erhöhen.
Und nach 40-60 Jahren wenn die Mehrheit der Bevölkerung die Last nicht mehr ertragen kann kommt es eben zu Revolutionen, Kriegen usw…
Danach gibt es einen Neustard und wir fangen wieder an das Kapital von der Masse auf die Spitze der Pyramide zu transferieren, bis sie wieder zusammenbricht.
@Mr. Burns
Und wer verhindert, dass das Notwendige einer Marktwirtschaft passiert, nämlich der Konkurs. Es sind die Sozialisten aller Lager mit ihren Eurobondsforderungen.
Und woran liegt es nun dass der Mittelstand ausgehöhlt wird?
Eben am Zinseszins!
1. Banken vergeben Kredite und wollen Zinsen
2. Investoren kaufen Unternehmensanteile und wollen jedes Jahr höhere Renditen
Dies führt zu zwei Effekten:
1. Firmen müssen günstiger Produzieren und/oder höhere Preise verlangen bzw. die Produktion ins günstigere Ausland verlagern und nur noch die Administration im eigenen Land lassen.
2. Die noch im Inland verbliebenen Unternehmen müssen die Optimierungspeitsche schwingen.
D.h. mehr Arbeitsleistung pro Zeiteinheit zum günstigeren Preis.
Nur die Resource Mensch hat halt nur eine beschränkte Arbeitskapazität, der Zinseszins (Banken, Investoren) schreit aber nach immer mehr und mehr!
Es ist dabei egal ob man sagt die Leute sollen 30 Stunden die Woche arbeiten oder 130 Stunden.
Und es ist auch egal ob meine Bevölkerung zu 99% aus Akademikern besteht, denn diese befinden sich ja genauso im Markt und damit im Wettbewerb.
Der Kollaps kommt IMMER!
Dieses Jahrhundert war halt eine Ausnahme dass wir es fast 60 Jahre ausgehalten haben.
Genau das verstehen viele “Neoliberale” einfach nicht.
Man muss das Finanzsystem ändern und nicht irgendwelche Gesetze oder Förderungen in Hintertupfing abschaffen.
Sozialisten, Faschisten, Eurobonds etc. können Sie vergessen.
Das was heute egal ob Sozialistisch, Neoliberal oder auf sonstige Weise getan werden kann, sind Maßnahmen, die unseren Untergang nur verschieben.
Das ist politische Umverteilung der einzelnen Lager wo natürlich jeder die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat, aber in Wirklichkeit keiner eine Ahnung hat was ihm sein Berater (aus der Finanzwirtschaft) ins Ohr flüstert.
Tja, die Welt ist ungerecht, besonders im Kapitalismus. Da gibt es Millionäre, sogar Milliardäre, und dann die geplagten Mittelständler und sogar die Mittellosen, die den Reichen das Bett machen müssen. Gut, reden wir nicht von kriminellen Machenschaften, die reich machen können, sondern von einer Normalverteilung, wenn wirtschaftlich alles auf einer für alle verbindlichen Rechtsbasis abläuft.
Eine vereinfachte Formel über die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft sagt aus, dass 5% der Menschen Maschinen erfinden können, 35% können sie bauen und die weiteren 60% können sie bedienen. Diese Formel sagt somit auch vereinfacht aus, dass die Wertschöpfung in einer Volkswirtschaft innerhalb dieser Gruppen unterschiedlich hoch ist. Und somit auch das individuelle Einkommen.
Nun sagt der Vater der Gütertheorie, Carl Menger, folgendes:
„Die fundamentale Situation ist folgende: Die Natur präsentiert die Erde als immense solide Kugel chemischer Elemente. Sie hält außerdem in Verbindung mit diesen chemischen Elementen eine unglaublich große Menge an Energie vor. Wenn gegenüber diesem massiven Beitrag der Natur motivierte menschliche Intelligenz steht – die Art motivierter menschlicher Intelligenz, die in einer freien, kapitalistischen Gesellschaft so ungeheuer ermutigt wird durch die Aussicht, ein substantielles persönliches Vermögen als Resultat fast jeden bedeutsamen Fortschritts zu verdienen, kann es kaum Zweifel über das Ergebnis geben: Dem Menschen wird es gelingen, den Anteil der natürlichen Ressourcen mit Güterchatrakter zunehmend zu erweitern; d.h., es wird ihm gelingen, zunehmend das Angebot nutzbarer, erreichbarer natürlicher Ressourcen zu vergrößern.“
Es dürfte wohl klar sein, dass wissenschaftliche, technische und soziale Fortschritte gemäß dieser Prämisse immer nur von wenigen in einer Gesellschaft angestoßen werden können (die 5%), dies aber der gesamten Volkswirtschaft zum Nutzen.
Soweit die Theorie, denn in der Praxis glauben die Etatisten ja, dass Smartphones im Finanzministerium entwickelt wurden und die Entdeckung des Bose-Einstein-Kondensats in der Staatskanzlei stattfand.
Ach, und wie wird man Milliardär?
Man nutzt eine handelsübliche Textverarbeitungs-Software und schreibt 7 Harry Potter-Bände. Ganz ohne Zauberei. Und Finanzmarkt-Luftnummern.
Die Einkommenssteuer ist per se ungerecht!
@Mr. Burns
Blöd nur dass etwa 99,99% der restlichen Milliardäre anscheinend keine Textverarbeitungssoftware benutzt haben.
Grundsätzlich ist ja nichts verwerfliches viel Geld anzusammeln, nur dort wo sich Geld sammelt, fehlt es irgendwem auf dieser Erde.
Man kann es “Pech” nennen oder auch “Ungerechtigkeit” hängt halt immer von der Betrachtungsweise ab.
Man darf sich aber sehr wohl die Frage stellen wer dem Staatshaushalt mehr bringt, der Mittelstand oder die Oberschicht?
D.h. sorge ich dafür dass ich eine möglichst flache Einkommensverteilung habe oder eine sehr spitze Pyramide?
Wenn man sich die Zeit ansieht wo die USA und alle anderen Industrienationen relativ niedrig verschuldet waren und gute Konjunkturdaten hatten dann war es eine Zeit wo die Anzahl der Milliardäre und Millionäre deutlich niedriger war.
Zufall?
Es war auch die Zeit wo es noch keine multinationalen Großkonzerne in der Größenordnung von Heute gab.
Dieser angeblich gesunde Wettbewerb hat uns 400€ Fernseher gebracht, aber auch die höchste Steuerlast seit dem zweiten Weltkrieg.
Klar kann man sich heute jedes Monat eine neue Waschmaschine leisten (muss man auch fast schon, bei dieser Qualität) nur wenn Lebensmittel seit der Euroeinführung um 100% teurer geworden sind, frage ich mich dann ob ich mir jedes Monat genug zu Essen kaufen kann?
Von Energie gar nicht zu sprechen.
Ach wie gut dass es aus 3000km Entfernung importiertes Obst gibt dass inkl. Strafzoll günstiger als das Einheimische ist.
Da hat sich ein Vorteil des globalen Handels aber so richtig bezahlt gemacht =)