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Reich durch weniger Arbeit…

21. April 2012 | Autor:

(von ANDREAS UNTERBERGER) Oberösterreichs Sozialdemokraten werben für eine zwangsweise Arbeitszeitverkürzung mit der an sich richtigen Parole: “Zeit für sich, die Familie und die persönlichen Leidenschaften zu haben, bereichert das Leben ungemein.” Genau deshalb wurde in den letzten Jahren ja auch die Möglichkeit der Teilzeitarbeit ausgebaut, mit großem Zuspruch. Das Absurde aber ist: Genau diese Teilzeitarbeit wird von der SPÖ vehement bekämpft! Zugleich mit der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung. In Wien geschieht dies sogar mit Plakaten auf Steuerzahlerkosten.
Weiß diese Partei noch irgendwie, was sie will? Letztlich will sie wohl nur eines: ständig noch mehr in unser Leben eingreifen und es reglementieren, damit die Politik ständig noch mehr Macht erhält. Gleichzeitig ist es der Partei völlig gleich, dass dabei der umzuverteilende Kuchen kleiner wird.

Die Menschen wollen diese Reglementierungen aber nicht. Sie wollen sich frei entscheiden können. Die einen wollen sich primär ihren Familien oder “Leidenschaften” widmen, die anderen wollen Karriere machen und viel verdienen. In einem freien Land sollte jeder das tun können, was er will. Und nicht das tun müssen, was Politiker wollen.

Wenn die Linke aber den Menschen vorgaukelt, dass alles zugleich möglich wäre – viel verdienen und zugleich wenig arbeiten -, dann sollte sie sich in Frankreich umschauen: Dort haben von ihr durchgesetzte Arbeitszeitverkürzungen heute katastrophale Folgen. Was die linken Theoretiker in ihrem papierenen Wolkenkuckucksheim nämlich nicht begreifen: Europa steht im beinharten Wettbewerb mit den boomenden (weit länger als 35 oder 38 Stunden arbeitenden!) Ländern Asiens, den der alte Kontinent zunehmend verliert. Noch ein paar so linke Projekte, dann ist der Wettbewerb endgültig entschieden, und Europa in einer jahrzehntelangen Rezession. (TAGEBUCH)

  1. Thomas Holzer
    21. April 2012, 07:56 | #1

    “Letztlich will sie wohl nur eines: ständig noch mehr in unser Leben eingreifen und es reglementieren, damit die Politik ständig noch mehr Macht erhält.”

    Dies ist das einzige Bestreben unserer Politiker, und in diesem Bestreben sind alle im Parlament vertretenen Parteien brüderlich vereint!

  2. Dottore Claudio
    21. April 2012, 08:15 | #2

    … Rezession und Wohlstandsverlust stellen bei einer bestimmten Geisteshaltung kein wesentliches Problem dar, Hauptsache die Armut ist “gerecht” verteilt.

  3. 21. April 2012, 08:59 | #3

    Ich erinnere in diesem Zusammenhang an DM-Chef Werner Götz, den ich nicht zu den Linken zähle, und seine Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens. Eine gerechte Verteilung von Steuer und Arbeit wird sowieso kommen müssen. Ob radikal oder gemäßigt, dass ist die Frage.

  4. 21. April 2012, 09:52 | #4

    Herr Götz Werner!!! ist gut, denkt nur nicht daran, dass ein offenes Land weltweit Leute anlockt, für die das Grundeinkommen hochinteressant ist. Er hat recht, dass viele Leute für ein Grundeinkommen gute Arbeit leisten. Wenn aber jeder Zutritt hat und keiner ausgewiesen werden kann, wird das Grundeinkommen von zu vielen zu stark ausgenutzt werden. Die betriebswirtschaftliche Erfahrung von Herrn Werner ist sehr gut und auch sehr interessant, nur müssen Kündigungen in Extremfällen möglich sein.
    Mit freundlichen Grüßen, Ihr Fritz Boehringer

  5. Mr. Burns
    21. April 2012, 13:17 | #5
  6. Mr. Burns
    21. April 2012, 13:22 | #6

    @Mr. Burns
    Ich verweise auf den vierten Beitrag “US-Bürger ohne Krankenversicherung”
    Amerika, die Arbeitsweltmeißter, das reichste Land der Erde.
    Stan Brock hat die Hilfsorganisation vor 25 Jahren gegründet und wollte in der Dritten Welt arbeiten, jedoch hat er nicht damit gerechnet dass die meisten Einsätze in den USA selbst stattfinden werden.

  7. 21. April 2012, 16:22 | #7

    @Mr. Burns
    Tja da sieht man es wieder, der Staat muß die Leute zu Ihrem Glück zwingen nicht wahr?

  8. FritzLiberal
    21. April 2012, 17:24 | #8

    workforcetrust :Eine gerechte Verteilung von Steuer und Arbeit wird sowieso kommen müssen.

    Ach, muss das kommen? Warum? Weil Sie das sagen? Und was ist gleich noch mal “gerecht”?

  9. Mr. Burns
    21. April 2012, 17:38 | #9

    @FDominicus
    Anscheinend Ja
    Hat in Deutschland und Österreich ein paar Jahrzehnte wunderbar funktioniert bis der globalisierte Kapitalismus zugeschlagen hat.
    Gegen die Macht des Zinseszinses hat eben keine Politik der Welt eine Chance.
    Jeder Mensch auf der Erde ist indirekt Sklave eines Investmentbankers und das wird sich auch solange nicht ändern bis globale Entscheidungen getroffen werden Kapitalerträge gerecht zu besteuern und Banken strikteren Regeln zu unterwerfen.

  10. Passant
    21. April 2012, 19:13 | #10

    Na, klarweise regen sich die Sozialisten auf – ihre Forderung heisst ja auch nicht “Teilzeitanstellung” sondern “kürzer arbeiten bei vollem Lohnausgleich”!

  11. FritzLiberal
    21. April 2012, 19:55 | #11

    Mr. Burns :… Kapitalerträge gerecht zu besteuern ….

    Ja, finde ich auch eine Frechheit, dass jemand versucht, die reale Höhe seines Eigentums durch Veranlagung zu erhalten, anstatt von der staatlichen Geldentwertung auffressen zu lassen. Gehört sofort verboten.

  12. AD
    22. April 2012, 12:49 | #12

    “Mr. Burns
    Hat in Deutschland und Österreich ein paar Jahrzehnte wunderbar funktioniert bis der globalisierte Kapitalismus zugeschlagen hat.”

    muss ich da annehmen daß es vorher keine macht des zinseszins gegeben hat bzw. dieser (in Österreich und Deutschland) nicht existent war?

    ich bin ein wenig verwirrt

  13. Reinhard
    22. April 2012, 19:21 | #13

    @FritzLiberal

    Wenn die Linken schon das Wort “gerecht” auspacken, wirds gefährlich.

  14. 23. April 2012, 07:11 | #14

    Ich denke wir müssen das “konsequent” durchziehen. Also nehmen wir mal an die Arbeitslosigkeit betrüge 10 % dann kann doch ganz einfach Arbeit “schaffen”. Man reduziert die zu leistenden Arbeitsstunden um 10 % und auf einmal brauch man doch 10 % mehr Arbeitende? Also bei 25% Arbeitslosigkeit kann man die Arbeitsstunden vierteln bei 40 % gar um 40 % verkürzen und bei 75% um glatte 75%. Können Sie wirklich nicht diese Möglichkeiten erkennen?

    Wer Sarkasmus vermutet darf Ihn behalten…

  15. FritzLiberal
    23. April 2012, 13:26 | #15

    FDominicus :Man reduziert die zu leistenden Arbeitsstunden um 10 % und auf einmal brauch man doch 10 % mehr Arbeitende?

    Gehälter verzehnfachen nicht vergessen. Dann sind wir alle zehnmal so reich, können mehr ausgeben, dadurch wird die Wirtschaft ganz toll angekurbelt.

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