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“…Der Islam gehört nicht zu Deutschland”

“Der Islam gehört zu Deutschland? Keineswegs. Das Recht, Glaubensrichtungen und Überzeugungen zu leben, heißt noch lange nicht, dass sie unsere Vorstellung von Gesellschaft prägen”, meint Monika Maron in der “Welt“. Lesenswert!

  1. Lodur
    25. April 2012, 20:06 | #1

    Ich habe z. B. einen Freund aus Bosnien. Er hält sich mehr oder weniger an die Fünf Säulen und isst kein Schweinefleisch. In den Koran blickt er äußerst selten, in religiöse Literatur noch seltener. In die Moschee (bzw. eher kleines Gebets- und Gemeindezentrum) geht er, wenn überhaupt, nur an dem einen oder anderen Freitag im Ramadan. Trotzdem bezeichnet er sich als Muslim. Und, ist er nun kein richtiger Muslim? Was dann? Ein Möchtegernmuslim?

  2. Lodur
    25. April 2012, 20:11 | #2

    Sind nur religiöse Fundamentalisten, die den Koran nur selektiv und im Litteralsinn interpretieren und die daraus resultierenden radikalen Konsequenzen praktizieren, richtige Muslime? Wenn dem so ist, dann ist der Islam weit davon entfernt eine Weltreligion zu sein

  3. Thomas Holzer
    25. April 2012, 20:20 | #3

    @Lodur
    Ich schreibe Ihnen jetzt etwas, und zwar, meine Meinung;
    Jeder soll die uneingeschränkte Möglichkeit haben, nach seinem Glauben zu leben, und dieses Bekenntnis auch zum Ausdruck bringen zu können, egal ob mit Kreuz, Kopftuch, Kippa, Turban oder was auch immer.

    Sollte jedoch von einem dieser Gläubigen der Versuch unternommen werden, andere “in diesen Glauben zu zwingen” ist er/sie strafrechtlich zu verfolgen.

    Ergo gäbe es meiner Meinung nach weder einen Verhetzungs- noch einen Verunglimpfungs- noch einen Diskriminierungsparagraphen, weil NIEMAND rechtlich festlegen kann, “ab wann” diese sogenannten Tatbestände eingetreten sind.
    Der/die Eine fühlt sich eher oder später beleidigt;
    Ist ein verbrannter, in der Mülltonne, beim Antiquitätenhändler “entsorgter” Koran eine im “Rechtssinne” Beleidigung oder nicht?
    Ist ein blutverschmiertes, mit einem Blutklecks behaftetes Kreuz eine Beleidigung oder nicht?

    Fakt ist: es wird immer Personen geben, welche vorgeben, sich mehr oder weniger beleidigt als Vertreter ihrer Religion zu fühlen.

    Dem Druck der Massen stattzugeben, halte ich als kontraproduktiv.

  4. FritzLiberal
    25. April 2012, 20:45 | #4

    Die armen Moslems. Überall diskriminert. Kein Wunder, das sie ständig beleidigt sind.

    Aber nicht nur um die Moslems muss man sich Sorgen machen: wer zum Beispiel kümmert sich um die Nudisten?
    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article106225917/Und-wer-setzt-sich-fuer-die-Nudisten-ein.html

  5. kasnudl
    25. April 2012, 21:38 | #5

    sorry Lodur aber sie checken es nicht…
    Koran und Bibel sind bereits von ihrem Konzept völlig anders; der Koran ist nach muslimischen Glauben das Wort Gottes, absolut unveränderbar und unverhandelbar, wer auch nur ein Wort anzweifelt, ist nach Scharia ein Ungläubiger…das Wort Töten kommt im Koran dutzende mal in Befehlsform vor und bietet Bin Laden und co die Rechtfertigung für ihr Handeln;
    ich hab auch einen Freund aus Mazedonien, stolzer Moslem, gibt aber offen zu, nie in seinem Leben in den Koran geschaut zu haben…für sie verkörpert er den Islam, aber tatsächlich hat er mit dem echten Islam so viel zu tun wie ich mit Scientology; und weiß vom Islam (wie die Mehrheit der Moslems von Balkan) weniger als mittlerweile ein durchschnittlicher FPÖ Funktionär (Anm: mit der FPÖ hab ich nichts am Hut);

  6. Plan B
    25. April 2012, 21:59 | #6

    @kasnudl

    Es dürfte doch jedem bei einer oberflächigen Exegese des Korans deutlich werden, dass es sich dabei um ein banales “Guttenplag” des Alten Testaments handelt; abgeschrieben was gefällt, zugedichtet was nützt und angereichert mit Böswilligkeiten über die Ungläubigen.

    Wie sagte doch Großkritiker MRR: “Gott ist eine literarische Erfindung”.

    Aber die Copyright-Frage ist noch lange nicht geklärt.

  7. Lodur
    26. April 2012, 00:23 | #7

    @kasnudl

    @Plan B

    Leute wie Sie haben weder den Koran noch das Alte Testament analysiert, geschweige denn gelesen, denn sonst würden Sie zur Erkenntnis kommen, dass das Töten zwar vorkommt, aber dieses prinzipiell stark restringiert wird mit dem Ziel, das Töten an sich zu überwinden. So sind die Grundbotschaften des Tannach (Hebräische Bibel oder AT nach christlicher Diktion) und des Koran die Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Das göttlich befohlene oder von Gott durchgeführte Töten erscheint fast immer als Ultima Ratio, die permanent stark eingeschränkt wird. Abgesehen davon werden besonders im Tannach altorientalische Gottesbilder aus den diversen Kulturen des Nahen Ostens rezipiert, die dann im Kontext der Entwicklung zum Monotheismus hin im Einen und Einzigen Gott Israels kulminieren. Und diese Götter waren auch vielschichtig. So waren z. B. ugaritische, assyrische, phönizische, akkadische oder sumerische Götter genauso wie der Eine und Einzige Gott zugleich grausam und barmherzig. So war Marduk, der Stadtgott Babylons und seit dem Enūma eliš-Mythos (9./10. Jh. v. Chr.) das Oberhaupt des akkadisch-assyrischen Pantheons, zugleich der Gott der Weisheit, der den Menschen Wissen bringt, und der Gott des Flammenden Schwertes, der den Befehl zur Vernichtung seiner Feinde gab. Waren die Assyrer/Akkader nun auch expansionsgierige Terroristen? Aber wie gesagt Plan B nennt (unbeabsichtigt) selbst das Problem, nämlich die “oberflächige Exegese”, beim Namen. Wer oberflächlich analysiert kann nur zu oberflächlichen Erkenntnissen kommen, wie die Herre/Damen PLan B und kasnudl.

    Ihr solltet folgendes beherzigen. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man zu allem etwas sagen MUSS, sondern DARF.

  8. Lodur
    26. April 2012, 00:30 | #8

    Leute wie kasnudl maßen sich an, zu definieren, was das “Echte” an einer Religion ist, und die davon Abweichenden als nicht wirklich Gläubige (also Ungläubige) zu bestimmen, ohne die Gläubigen selbst zu fragen. Und Herr/Frau kasnudl, solange ihr Freund, der stolze Muslim aus Mazedonien, die Fünf Säulen des Islam (mehr oder weniger) einhält und sich selbst auch als solcher sieht, dann ist er auch einer, ganz egal, was Leute wie Sie dazu meinen.

  9. Lodur
    26. April 2012, 00:42 | #9

    @kasnudl

    “Koran und Bibel sind bereits von ihrem Konzept völlig anders; der Koran ist nach muslimischen Glauben das Wort Gottes, absolut unveränderbar und unverhandelbar”

    Sie halten also die Bibel für veränder- und verhandelbar. Interessant. Was sagen die diversen Kirchen zu Ihrer Idee der Offenbarungsfortsetzung und -modifikation?

    Hier ein kleiner Auszug aus dem Römischen Katechismus über die Heilige Schrift:

    105 Gott ist der Urheber [Autor] der Heiligen Schrift. ,,Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift schriftlich enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden.“

    ,,Denn die heilige Mutter Kirche hält aufgrund apostolischen Glaubens die Bücher sowohl des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen für heilig und kanonisch, weil sie, auf Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben, Gott zum Urheber [Autor] haben und als solche der Kirche übergeben sind“ (DV 11).

    106 Gott hat die menschlichen Verfasser [Autoren] der Heiligen Schrift inspiriert. ,,Zur Abfassung der Heiligen Bücher aber hat Gott Menschen erwählt, die ihm durch den Gebrauch ihrer eigenen Fähigkeiten und Kräfte dazu dienen sollten, all das und nur das, was er — in ihnen und durch sie wirksam
    — selbst wollte, als wahre Verfasser [Autoren] schriftlich zu überliefern“
    (DV 11).

    107 Die inspirierten Bücher lehren die Wahrheit. ,,Da also all das, was die inspirierten Verfasser oder Hagiographen aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt gelten muß, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, daß sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte“ (DV 11).

    Ja, sicher, daraus geht “eindeutig” hervor, dass die Bibel für die Römisch-Katholische Kirche “veränder- und verhandelbar” ist. Geht’s noch? Offensichtlich haben Sie vom Islam genauso viel Ahnung wie vom Christentum, nämlich gar keine. Also, Sie dürfen eine Meinung haben, müssen jedoch nicht (da Ihnen die Kompetenz dazu fehlt).

  10. Lodur
    26. April 2012, 00:50 | #10

    Und der erste Grundsatz der Five Fundamentals (1910 von protestantischen Theologen in den USA formuliert), die die verbindlichen Glaubensgrundlagen des konservativen US-Protestantismus sind, lautet:

    Die Heilige Schrift ist vom Heiligen Geist inspiriert und daher unfehlbar.

    Und die traditionelle lutherische Bibelauffassung, die besonders von europäischen Protestanten vertreten wird:

    Die Bibel ist die einzige Grundlage für das theologische Urteilen oder Verurteilen. Sie wendet sich nicht gegen zeitgemäßes Reden, nicht gegen den kritischen Gebrauch der Vernunft, auch nicht gegen neue, aktuelle Bekenntnisse oder kirchliche Traditionen; sie soll diese auch nicht ersetzen (kein Biblizismus). Aber sie ist der Maßstab und die Norm. An ihr ist alle Predigt und kirchliche Lehre zu messen.

  11. Lodur
    26. April 2012, 00:53 | #11

    Ja, ja, die Bibel ist für Christen nur ein lustiges Buch voller unterhaltsamer Anekdoten, die jeder nach Belieben weiterspinnen kann.

  12. Lodur
    26. April 2012, 00:56 | #12

    Und die Bibel ist für Christen nicht das Wort Gottes, sondern eine locker, flockige Sammlung von Lach- und Sachgeschichten.

  13. Lodur
    26. April 2012, 01:46 | #13

    Oder: Die Bibel ist für Christen nicht das Wort Gottes, sondern das Wort zum Sonntag. :-) :-) :-) *LOL*

  14. FritzLiberal
    26. April 2012, 07:45 | #14

    Der “Spezialist für eh alles” in Aktion. Jetzt auch als Religionswissenschafter.

  15. Lodur
    26. April 2012, 12:22 | #15

    @FritzLiberal
    Und Sie sind der Spezialist für gar nichts. Aber kräftig maulen, das können Sie. So nach dem Motto: Was ich nicht verstehe, beschimpfe ich einfach.

  16. Lodur
    26. April 2012, 12:24 | #16

    @FritzLiberal
    Aus Ihren Kommentaren spricht die pure intellektuelle Hilflosigkeit.

  17. Behaimb
    26. April 2012, 15:17 | #17

    @Lodur
    Wenn nur dieses alberne “Papierrecht” nicht wäre, wir müssen uns doch nur nach den ewigen Gesetzen der Ntaur richten, wie fixe Grundstücksgrenzen, Goldplättchen als Tauschmittel und Erbrecht für Blutsverwandte.

  18. Behaimb
    26. April 2012, 15:17 | #18

    @Behaimb
    sorry Zeile 2: Natur

  19. FritzLiberal
    26. April 2012, 23:32 | #19

    Behaimb :… Goldplättchen als Tauschmittel …

    Keine Frage, bedruckte Papierzettel sind viel besser.

  20. FritzLiberal
    26. April 2012, 23:44 | #20

    Lodur :So nach dem Motto: Was ich nicht verstehe, beschimpfe ich einfach.

    Machen Sie sich keine Sorgen: Sie verstehe ich sehr gut, aber ich beschimpfe Sie trotzdem.

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