Der unselige Schulden-Pakt
24. November 2012 | Autor: Christian Ortner
“Griechenland ist pleite und bekommt von den einheimischen Banken trotzdem weiter Geld. Überall in der Euro-Zone ist die Finanzbranche als Käufer von Staatsanleihen unverzichtbar – was sie vor allzu forscher Regulierung schützt. Jetzt schlagen Experten Alarm.” (SpOn)
Das ist doch alles nur Augenwischerei für das dumme Wahlvolk. Wenn Politiker – wie hier ex Finanzminister Steinbrück – die Banken öffentlich maßregeln ist das an die Adresse der in Geld- und Währungsfragen unwissenden Bevölkerung gemünzt.
Der Staat bildet mit den Banken ein Kartell. Er braucht dieses Kartell für seine Schuldenorgie und um die arbeitende Bevölkerung noch besser abzocken zu können.
Schaffen wir doch einfach das staatliche Währungsmonopol, das staatliche Zahlkraftgesetz und das Teilreservebanksystem ab. Dann ist eine Bankenaufsicht völlig entbehrlich. “Systemrelevante Banken” wird es dann nicht mehr geben.
Für einen Politiker wäre das allerdings der Albtraum: er würde sich selbst entmachten. Damit ist mit einer solchen Lösung auf freiwilliger Basis auch nicht zu rechnen.
Man muss es auch nicht mehr erklären, denn es ist ALTERNATIVLOS. Das ist ebenso simpel wie genial! Jeden der mit einem Lösungsansatz daherkommt, lässt man an der Alternativlos-Mauer anrennen. Nichts geht, weil alles nicht geht! Man fragt sich, ob hier das bankrotte System an sich oder seine behauptete und vorgeschützte Alternativlosigkeit verteidigt wird.
@Der Unternehmer
Sehr richtig, was Sie da schreiben. Die Banken machen mit dem Staat gute Geschäfte, als Gegenleistung darf man sie auch von Politikerseite arg beschimpfen. Solange der Rubel rollt, nimmt man das hin. Man weiß ja ohnehin: Ohne uns ist die Party auf der Stelle vorbei. Den Spieß unzudrehen, hiesse, die derzeit besten und sichersten Renditen unmöglich zu machen. Also munter weiter im bösen Spiel.
Letztlich wird die dadurch erzeugte Teuerung solche Ausmaße annehmen, dass wieder Preiskommissionen gebildet und Höchstpreise festgelegt werden. Und dann wird es (aufgrund der automatischen Extrem-Knappheit) zu Tumulten, zeitweise gesetzlosen Zuständen kommen. Der Ruf nach dem “starken Mann” wird lauter, und er wird sich schließlich erfüllen. Dann kommt die Wassermelonen-Diktatur. Scharia auf rot-grüne Art. Das nächste Mittelalter lässt grüßen.
Kriege? Ja, aber auf relativ begrenzten Spielfeldern. Die EU wird es schon vorher zerrissen haben. Kein (gemeinsames) Volk, keine Sprache, kein Zugehörigkeitsgefühl. Die besten Chancen haben noch kleinere Staaten mit reicher Bevölkerung, diese Zustände zu überleben. Z.B. Österreich. Und die Schweiz (auch wenn deren Exportmärkte völlig zusammenbrechen werden).
England hat einen Nigel Farage. Wir haben Eva Glawischnig.