Was nimmt der Dichter?
21. Oktober 2009 | Autor: Christian Ortner
“In Österreich werden schon heute Arbeitslose, geringfügig Beschäftigte, Working Poor, alleinerziehende Mütter - also Menschen, die so wenig haben, dass sie finanzielle Beihilfen bekommen müssen, um über die Runden zu kommen - als Schmarotzer dargestellt. Es ist da eine Diskussion durch die vielgelobte Rede von Vizekanzler Josef Pröll eröffnet worden, dass sie Arbeit angeblich nicht mehr lohnt, weil Menschen, die nicht arbeiten, oder nicht so tüchtig wie die Großverdiener sind, auch etwas bekommen. Ich finde, das ist Verhetzung .“, meint der Schriftsteller Robert Menasse in einem Interview. - Woraus sich zwingend die Frage ergibt: welche Substanzen muß man konsumieren, um derartiges absondern zu können?
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Robert Menasse ist Künstler und in Österreich steht die “Freiheit der Kunst” über allem.
Wie steht’s auf der Sezession geschrieben: “Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit”
Österreichs Künstler, ob sie jetzt Menasse, Jelinek, Marlene Streeruwitz, oder Hermann Nitsch oder sonstwie heißen: Sie sind international bekannt, vernetzt, haben ihre Schäfchen im Trockenen. Und daher können sie unter dem Schutz der Narrenfreihe - pardon: Künstlerischen Freiheit alles, auch den größten Stuß sagen u. schreiben.
der einzige der roberet menasse ernst nimmt ist robert menasse selber.
nicht mal schwesterchen eva hat was mit robert am hut, vielleicht sind es weniger die konsumierten substanzen als das krause familienbild, dass ihn zwingt müll abzusondern.
a la longue wird es mit Sozialdemokraten kein friedliches Zusammenleben geben. Mit jedem Tag häufen sich die Indizien. Je eher Liberale das begreifen und aufhören dem Glauben an Flächenstaat und Massendemokratie hinterzufrömmeln, desto höher die Chance für eine Renaissance menschlich dimensionierter, politischer Einheiten. Wieviel Sozialismus Sozialdemokraten dann in ihrem quasi-religiösem Sozialdemokraten-Kleinstaat herbeiwählen, so ganz ohne (leider ausgewanderte) Wirte - mich kümmerts nicht.
“Demokratie” - per Fußabstimmung.
Auch unrealistisches Denken und dessen öffentliche Wiedergabe ist Verhetzung, Herr Menasse.
Die Hand zu beißen, die einen füttert, ist nicht unbedingt gescheit.
Es wäre notwendig, endlich die Schmarotzer von den Bedürftigen zu unterscheiden.
Naja, das er es sagt ist ja an sich kein Problem. Sagen darf man alles bzw. sollte man auch alles.
Problematisch wird es, wenn zb die Politik sich nach Träumern richtet und ihre Politik an unrealistische Weltvorstellungen ausrichten.
Gestern im ORF (das will was heißen):
Alleinerziehende Mutter zweier Kinder, Bruttoeinkommen 1.300 €, kommt mit Sozialtransfers auf 2.500 € netto. Wirklich arm, Herr Menasse.
Empfehlung zur Heilung von Menasses Krankheit (welche auch immer das sein mag): ernsthaftes Studium, 4 Jahre weitere Ausbildung mit vergleichsweisem Hungerlohn und danach 50% Steuer plus Abgaben auf sein Einkommen.
Der Teufel trägt nicht umsonst rot.
Peter Turrini hat diese Künstler-Mentalität einmal auf den Punkt gebracht (Ö1, 24.9.2004):
“Die sollen das Geld hergeben und den Mund halten.”
Na bitte.
@montaigne
wer jetzt? die künstler?
@Von Renneberg:
Sicher nicht! Die anderen natürlich. Könstler reden*) nur über Geld, aber geben nie eines …
—
*) wie schon Jean Sibelius wußte, der einmal sage: “Über Kunst rede ich nie mit Künstler, sondern nur mit Bankiers und Geschäftsleuten. Künstler reden doch nur übers Geld …
hat Andre Heller aus seiner wohlig warmen Feudalherren-Villa am Gardasee schon in Sachen soziale Kälte, rechte Gefahr und heraufdräuender Wirtschafts-Faschismus sekundiert?
@JS
nicht mal heller nimmt “herr” menasse noch ernst.
wir brauchen die kunst und die kunst braucht uns. alle künstler und die, die sich für solche halten braucht es nicht immer unbedingt. aber eine funktion hatte und hat die kunst und jene, die sie schaffen immer und die tut auch not: wahrzunehmen und auszudrücken, was den kleinen geistern verborgen bleibt. auch wenn diese brüllen. das ist wiederum deren funktion.
@JS:
Jetzt sind Sie mir, glaube ich, noch immer die Antwort auf meine in einem früheren Thread gestellte Frage: “Wohin sind Sie ausgewandert?” schuldig …
Hr. Menasse hat vergessen auch jene selbsternannten künstler zu erwähnen welche qua transferleistung in der lage sind eine “kunst” zu produzieren, welche niemand sehen hören oder lesen will. auch diese transferleistungen sollten öffentlich gemacht werden um diesen selbsternannten künstlern evt einen anreiz zu geben, es mit produktiver arbeit zu versuchen..
@LePenseur
Paraguay, hab ich bereits mal verraten
@Philipp Starl
2.500 netto wären immerhin 4.135 brutto. (https://www.bmf.gv.at/service/Anwend/Steuerberech/BruttoNetto/BruttoNetto.htm).
Stolz. Sei ihr trotzdem gegönnt.
Aber das ist wahrscheinlich die Größenordnung, die Menasse und Cap als “kleinere” Einkommen verstehen.
@AD
na, da haben ja dann die “transferleistungs-offenleger” allerhand zu tun…da waere es sicherlich angebracht, eine eigene “transferleistungsoffenlegungstransparenzveroeffentlichungsbehoerde” zu schaffen. nur weiter so…..gibt ja sonst nichts zu tun in diesem staate.
@JS:
Vielleicht tue ich dem Land unrecht aber mit Paraguay verbinde ich immer das Kürzel ADW … nein, ich glaube, schon das Klima wäre nicht ganz nach meinem Geschmack. Und ein linker*) Ex-Bischof mit unehelichen Kindern als Präsident ist ja vielleicht auch nicht das, was mein Herz begehrt …
—
*)Fernando Lugo, der sich als Anwalt der Armen darstellt und dem Sympathien mit der „Bolivarischen Revolution“ des Präsidenten Hugo Chávez nachgesagt werden, befürwortet eine umfassende Landreform. Die gegenwärtige Landverteilung - 90 Prozent des produktiven Terrains gehören in Paraguay fünf Prozent der Bevölkerung - hält er für „skandalös“. (FAZ, 20.4.2008)
@LePenseur
nach meinem Geschmack ist es auch nicht. Stört mich aber nicht. Keine Einkommensteuer und DBAs mit diversen Zivilisationen in vernünftigen Klimazonen.
Das ist nicht nur in Österreich so. Aber wenn man davon einmal absieht, ist Herrn Menasse inhaltlich voll und ganz zuzustimmen!
@Jacky
man darf die frage an sie weitergeben: was nehmen sie?
Es ist auch die andere Variante denkbar: Welche Substanzen muß man ABSETZEN, um solch einen Blödsinn aufschreiben zu können.
Der Idiot sollte sich vor allem 2 Datenreihen besorgen:
a) Die Staatsquoten kommunistischer und islamischer Länder, die offenbar Vorbild für Österreich sein sollen
b) Die GINI-Koeffizienten kommunistischer und islamischer Länder, die offenbar Vorbild für Österreich sein sollen
Ungschaut behaupte ich, daß sowohl die Staatsquoten sämtlicher dieser Länder NIEDRIGER sind als die Staatsquote Österreichs (49%), und daß die Einkommensverteilung in Österreich WEITAUS GLEICHMÄẞIGER ist, als in den Katastrophenstaaten, die der Idiot offenbar bewundert. Rechnet man die jüngst zum Vorschein gekommene Nivellierung durch Sozialleistungen noch ein, dann hätte jeder Kommunist die reinste Freude an der Gleichmacherei.
@surprise
nun surprise, sie mögen recht haben was einige künstler betrifft deren bilder ich bei mir hängen habe.
Jedenfalls wäre es mir noch nicht zu ohren gekommen, dass etwa ein franz west, eine maria lassnig, ein ringel, ein rainer, ein edlinger etc. etc. sich dermaßen dumm über die transferleistungen des staates alterieren wie z.b. menasse.
aber in den fälen jener, sich alterierenden subjekte sollten ebenfalls die förderungen offen gelegt werden. Gute künstler, wie die oben genannten, haben diese art der transferleistungen nicht nötig.
@Josef Gruber
herr gruber, wie soll das ein menasse mit oder ohne substanzen verstehen.
möchte ihnen nicht den abend verderben, aber das wird in seinem fall nix werden.
@Jacky
dann sitzen Sie doch in genau jenem Staat, der Ihnen entspricht. Man kann übrigens jederzeit an den Staat überweisen. Freiwillig. Niemand hindert Sie daran - kommt auch nicht zurück. Garantiert.
Mäßigung, werte Kollegen!
Robert Menasse wegen seiner Hyperbel (die ich inhaltlich zurückweise) dermaßen niederzumachen hat wenig mit liberalem Denken oder gar Zivilcourage zu tun.
Ist für mich einfach nur schlechter Stil und eine Themenverfehlung.
Verleidet doch nur das Auffinden der interessanten Wortmeldungen zwischen all den atemlosen, persönlichen Anschüttungen auf Menasse und seine Familie.
@Ceterum Censeo
welches niedermachen seiner familie meinen sie
doch nicht etwa die publizierte meinung von eva menasse gegenüber ihren buruder?
in einem haben sie jedoch recht<. der einzige der robert menasse ernst nimmt ist robert menasse selber.
kann mich ceterum censeo nur anschließen: man lasse menasses familie aus dem spiel.
@renneberg
1. “alterierende subjekte” sind eher jene, die sich über eben die, die sie als solche bezeichnen alterieren.
2. gratuliere zu ihrem guten geschmck hins. ihrer bilder. darf aber darauf aufmerksam machen, dass herr menasse nicht zu den bildenden künstlerInnen zählt.
@surprise
gehn`s, jetzt hören´s aber auf, menasse ist kein maler….
ist es voraussetzung “dichter” zu sein um blöd daherzureden oder erleichtert es die sache nur?
p.s. eva menasse selbst läßt die familie nicht aus dem spiel, und zitieren wird man das schwesterlein wohl noch dürfen ohne gleich eine welle der empörung zu entfachen über die armen, schwer subventionierten menasses.
merci beaucoup, surprise.
Ich schätze es sehr, wenn man für präzise Begriffsverwendung (auch durch “alterierende Subjekte”) einsteht.
@von renneberg
würde herrn menasse auch nicht als dichterIn bezeichnen wollen, orte ihn eher in der historischen ecke
ad p.s. frau menasse legt natürlich ihre familiengeschichte offen. selber schuld also?
i. ü. zähle ich provokation jetzt nicht unbedingt als eigene kunstform aber für eine form in der kunst allemal. d. h. ein künstler mag provozieren und das auch wollen, provokation per se macht aber noch lange keinen künstler.
@ceterum censeo
pas de quoi. vive la précision!
@surprise
würde herrn menasse auch nicht als dichterIn bezeichnen wollen, orte ihn eher in der historischen ecke
Jetzt werden schon die Männer des indefiniten Geschlechts bezichtigt. Wird ja immer schlimmer mit den Linken…
1. nur nicht verunsichern lassen und 2. die verschlimmerung erhöht sich dabei nicht stetig sondern exponentiell!