Eine bekiffte Idee…

„...Ein Bündnis von mehr als hundert Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern fordert die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das stößt selbst bei linksgerichteten Ökonomen auf Unverständnis,“ berichtet SpOn.

22 comments

  1. menschmaschine

    schöner schlußsatz: „Und so könnte die Maßnahme besonders diejenigen benachteiligen, denen sie eigentlich helfen sollte.“
    ist ja bei vielen ideen aus dem linken lager so, das hat bereits mises gezeigt.

  2. Spruance

    „Ein Bündnis von mehr als hundert Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern“ – dieser Satz ist auch dann richtig, wenn daran ein Wissenschaftler, 50 Gewerkschafter und 50 Politiker beteiligt wären. Es wird aber durch die Stellung der Kategorien suggeriert, es seien mehrheitlich Wissenschaftler beteiligt.

  3. herbert manninger

    Als Unternehmer könnte man sich bei diesem Bündnis wahrer „Experten“ bedanken.
    Bedanken für die Behauptung, dass die Arbeiterschaft bei gleicher Arbeitszeit locker 30% mehr hackeln könnte, es aber bisher nicht getan hat……
    Bei der nächsten Gehaltsrunde sicher eine Argumentationshilfe!

  4. Thomas F.

    Ein Lohn-„Ausgleich“ müsste eigentlich bedeuten, dass das Entgelt proportional zur geleisteten Arbeitszeit verändert wird. Dagegen wäre nichts einzuwenden.
    Es sollte den Unternehmern und Arbeitern überlassen sein, Zeit und Entgelt unter sich zu vereinbaren. Dazu braucht es keine Gewerkschafter, Politiker und „Wissenschaftler“. Alle drei leben in Wahrheit nur von dem, was man den produktiv tätigen Arbeitern weg nimmt.

  5. Rennziege

    @menschmaschine
    @herbert manninger
    @Thomas F.
    @Suwarin
    @Samtpfote

    Verzeihen Sie bitte die Sammelantwort, meine Herren. Muss aber sein, da alle Ihre Argumente passen wir die F. aufs A.
    Ich frag‘ mich nur, welcher Teufel diese „mehr als hundert Wissenschaftler, Gewerkschafter und Politiker“ reitet, angesichts augenfällig verheerender europäischer Alterspyramiden eine Umverteilung von Jobs und Arbeitszeit auf Untätige zu fordern.

    Realtität ist, zumindest in Deutschland, und in Österreich wird’s trotz strangulierender Steuern und Vorschriften vorerst nur unwesentlich anders sein: Großbetriebe, mittelständische Wirtschaft und Handwerk suchen händeringend nach Lehrlingen und Facharbeitern — und werben sogar um Pensionisten und deren Berufserfahrung.
    Aber junge Leut‘ „mit Bock aufs Leben“ werden immer rarer, und die mit a wengerl Hirn studieren lieber Sinologie, Theaterwissenschaften, Politologie, Journalismus und alle möglichen Sozial- und Medien-„Wissenschaften“ — um anschließend viel weniger zu verdienen als jeder ausgebildete Handwerker oder Facharbeiter; oder um (nach unbezahlten Praktika) irgendwann in Politik oder Sozialmafia unterzukommen.
    Auf die Frage „Was willst du werden?“ antworten schon viele Schüler: „Ich werd‘ Hartz IV.“
    Wir haben nicht zu wenig Arbeit, sondern zu wenig Menschen, die in ihrem Leben mehr sehen als staatliche Versorgung von der Wiege bis zur Bahre. — Ein Problem, das den Volksbeglückern zwar bekannt ist, aber ignoriert wird, um ihre Wähler wie gewohnt anzufüttern.

  6. Lodur

    @Thomas F.
    „Alle drei leben in Wahrheit nur von dem, was man den produktiv tätigen Arbeitern weg nimmt.“

    Ebenso auch der Unternehmer bzw. Arbeitgeber. Der lebt in der Form des Profits ebenso vom Mehrwert, der vom Arbeitnehmer produziert wird.

  7. FDominicus

    Lodur :
    @Thomas F.
    “Alle drei leben in Wahrheit nur von dem, was man den produktiv tätigen Arbeitern weg nimmt.”
    Ebenso auch der Unternehmer bzw. Arbeitgeber. Der lebt in der Form des Profits ebenso vom Mehrwert, der vom Arbeitnehmer produziert wird.

    Nun er nimmt den Arbeitern aber nichts weg. Das machen nur die Handlanger des Staates. Denn man höre und staune die Arbeitnehmer werden bezahlt. Sie wollen ja nicht implizieren das sei unnötig oder?

  8. Lodur

    @FDominicus
    „Nun er nimmt den Arbeitern aber nichts weg. Das machen nur die Handlanger des Staates. Denn man höre und staune die Arbeitnehmer werden bezahlt. Sie wollen ja nicht implizieren das sei unnötig oder?“

    Der Lohn entspricht nicht dem vom Arbeitnehmer produzierten Mehrwert, sondern ist in der kapitalistischen Marktwirtschaft lediglich der Marktpreis für die menschliche Arbeitskraft. Der Mehrwert ist jener Wertanteil im Wertschöpfungsprozess, der über den Ersatz der Kosten für die menschliche Arbeitskraft (z. B. Lohn) und für die Produktionskosten hinausgeht. Profit bzw. Gewinn ist ein Teil dieses produzierten Mehrwerts.

    Bsp.: Lohn: 30 €; (übrige) Produktionskosten: 50 €; Verkaufspreis der hergestellten Ware: 200 €; Mehrwert: 200 € – (30 € + 50 €) = 120 €

  9. norbert bender

    @Lodur
    Du linker Heini hast NULL Ahnung vom Wirtschaften.
    Eine ausführliche Erläuterung ist allerdings bei linksdoofen Typen reinste Zeitverschwendung, sie entfällt daher.

  10. Gutartiges Geschwulst

    “Ein Bündnis von mehr als hundert Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern fordert die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.“

    Welch eine abgrundtiefe, soziale Kälte spricht aus dieser Forderung!
    Die unterdrückte Klasse der Arbeiter und Bauern kann erst dann als befreit gelten, wenn jede ihrer Familien über eine eigene Geldnoten-Presse verfügt.
    Aber wieviel Geld lässt sich schon drucken, während einer 30-Stunden-Woche?
    Zum Leben zu wenig, zum Versaufen zu viel!

  11. Reinhard

    @Norbert Bender: Nicht aufregen, wenn Milchmädchen rechnen, kann es einem zwar sauer aufstoßen, aber was solls. Die marxsche Mathematik hat bisher immer jämmerlich versagt, also lassen wir die Milchmädchen weiterkasperln – die wollen doch nur spielen!

    Ebenso wie die hundert Wichtigtuer, die sich gerade wieder bei der Klientel des sich regelmäßig in der Opferrolle der armen ausgepressten Arbeiterschaft suhlenden Wohlstandsproleten einschleimen wollen. Die können fordern, was sie wollen; wenn nicht Medien wie der „Spiegel“, dessen Bewertung ich hier großmütig überspiele, diesen Schmonzes in alle Welt und an alle Stammtische transportieren würden, hätte das die Relevanz der letzten Wasserstandsmeldung vom Oberlauf des Niger.
    Die wollen auch nur spielen.
    Sich auf.
    So what?

  12. Lodur

    @norbert bender

    @Reinhard
    Wer keine Ahnung hat, muss keifen. Der Mehrwert ist ein fixer Bestandteil der Theoriebildung der klassischen Ökonomie. Noch nie etwas von Mehrwertsteuer gehört? (Wobei im marxistischen Sinne damit der Neuwert besteuert wird.). Hier eine kleine Einführung in die klassische Wertschöpfungstheorie, die selbst so schlichte Naturen wie Sie beide verstehen müssten:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%B6pfung

    Woher glauben Sie denn, dass Profit, Zins, Rente usw. entstehen? Sollen die etwa vom Himmel fallen? Schon einmal etwas von Wertschöpfung durch den Einsatz von (menschlicher) Arbeitskraft gehört?

  13. Lodur

    @Gutartiges Geschwulst
    „Ein Bündnis von mehr als hundert Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern fordert die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.“

    Angesichts der explodierenden Arbeitslosenraten wäre es im Sinne der Vollbeschäftigung sinnvoll, Überstunden und Normarbeitszeiten zu reduzieren, um so vielen Menschen wie möglich eine Deckung ihrer Lebenshaltungs- und Wohnbedarfskosten durch die Arbeit ihrer eigenen Hände zu ermöglichen. Der Widerstand der Arbeitgeberverbände gegen diese Idee ist nur ein weiteres Zeugnis dafür, dass das Ziel der kapitalistischen Marktwirtschaft und ihrer Profiteure nicht die Vollbeschäftigung, sondern die höchstmögliche Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft ist. Und Arbeitslosigkeit lässt sich von Seite der Arbeitgeber perfekt als politisches Druck- und Drohmittel zur Reduktion von Löhnen, Sozialleistungen bzw. Lohnstückkosten einsetzen, und das alles im Sinne der „Konkurrenzfähigkeit“, sprich der Profitmaximierung.

  14. Gutartiges Geschwulst

    @Lodurchen: „… dass das Ziel der kapitalistischen Marktwirtschaft und ihrer Profiteure nicht die Vollbeschäftigung, sondern die höchstmögliche Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft ist. … und das alles im Sinne der “Konkurrenzfähigkeit”, sprich der Profitmaximierung.“

    Und die Bäume sind aus Holz. Welch eine Neuigkeit!
    Mir ist es scheißegal, ob hinter einer positiven Auswirkung eine edle oder eine säuische Absicht steckt, solange diese geeignet ist Menschen zu ernähren, zu kleiden, oder ihnen ein Obdach zu verschaffen.
    Bisher ist es ausschließlich dem KAPITALISMUS gelungen diesem Ziel halbwegs nahe zu kommen, auch wenn Linke auf diese Tatsache kotzen.

  15. wollecarlos

    norbert bender :
    @Lodur
    Du linker Heini hast NULL Ahnung vom Wirtschaften.
    Eine ausführliche Erläuterung ist allerdings bei linksdoofen Typen reinste Zeitverschwendung, sie entfällt daher.

    Norbert, Sie irren!

    Ihr Adressat ist kein „linker Heini“, sondern ein pubertierender Dummkopf!

    „Linke Heini’s“ haben nämlich wenigstens etwas Ahnung von Betriebswirtschaft und noch weniger, aber immerhin ein ganz wenig Ahnung von Volkswirtschaft!

    Das können Sie auch aus seinem letzten Dummtrag ersehen, wo er sich mit folgendem Satz für den Preis des Aachener Karnevals empfiehlt:

    „Angesichts der explodierenden Arbeitslosenraten wäre es im Sinne …“

  16. wollecarlos

    Niemand -außer dem hier sich austobenden marxistisch angehauchten, pubertierenden Dummkopf- wird behaupten können, dass Polen, Tschechen, Slowaken, Letten, Esten, Inder oder Chinesen durch die Verbreitung des Kapitalismus in ihren Ländern verelendet wären.

    Das Gegenteil ist der Fall. Mit der Zunahme der Verflechtung der Wirtschaft steigt überall erst der Wohlstand und dann im Schlepptau die Freiheit und es entstehen Rechtsstaaten.

  17. Gutartiges Geschwulst

    Okay, Herabsetzungen führen nicht weiter. Daher nehme ich das „Lodurchen“ zurück, entschuldige mich, und ersetze es durch Lodur.

  18. Lodur

    @Gutartiges Geschwulst
    „Mir ist es scheißegal, ob hinter einer positiven Auswirkung eine edle oder eine säuische Absicht steckt, solange diese geeignet ist Menschen zu ernähren, zu kleiden, oder ihnen ein Obdach zu verschaffen.“

    Die kapitalistische Marktwirtschaft erfüllt nur die Bedürfnisse von Menschen, die eine bestimmte Zahlungskraft haben. Sie ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern gibt nur denjenigen, die schon HABEN.

    @wollecarlos
    „Niemand -außer dem hier sich austobenden marxistisch angehauchten, pubertierenden Dummkopf- wird behaupten können, dass Polen, Tschechen, Slowaken, Letten, Esten, Inder oder Chinesen durch die Verbreitung des Kapitalismus in ihren Ländern verelendet wären.“

    Wenn Sie sich die Mühe machen würden, die Reallöhne in den von Ihnen genannten Staaten mit den Produktivitäts- und Wachstumsraten zu vergleichen, würden Sie erkennen, dass die Reallöhne in der Relation zu diesen in den mittleren und unteren Einkommensschichten sogar sinken.
    Mehr als genug Polen, Tschechen, Slowaken, Letten und Esten müssen im Winter frieren und/oder sind obdachlos. Nicht einmal in der (post-) stalinistischen Ära gab es dort solche sozioökonomischen Disparitäten in der dortigen Bevölkerung. Auf der einen Seite das stetig wachsende Vermögen der Systemgewinner. Auf der anderen immer größer werdende Armut und Verelendung breiter Bevölkerungsschichten.
    Und was China und Indien betrifft. In China gehören heute, relational gesehen, gleich viel Einwohner zu den höheren Einkommensschichten wie in der Spätphase monarchischen Herrschaft der Qing-Dynastie (etwa 25% der Gesamtbevölkerung). Und in Indien gibt es seit den späten 90er Jahren eine massive Verelendungswelle, basierend auf dem massiven Abbau von in den 70er und 80er Jahren errungenen Arbeitnehmerrechten, um den Standort „konkurrenzfähiger“, sprich attraktiver für das Kapital zu machen.

  19. wollecarlos

    Lodur :
    @Gutartiges Geschwulst
    Die kapitalistische Marktwirtschaft erfüllt nur die Bedürfnisse von Menschen, die eine bestimmte Zahlungskraft haben. Sie ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern gibt nur denjenigen, die schon HABEN.

    Unser kleines Dummerchen schwallt schon wieder von Sachen, von denen er nichts versteht!

    Gerade der Kapitalismus mit seiner Marktwirtschaft ist in der Lage, die Einkommenstransfers zu bewerkstelligen, damit Menschen, die -aus welchen Gründen auch immer- bedürftig sind, vom großen Kuchen was abbekommen!

    In „sozialistischen Ländern“ funktioniert das nicht, mangels zu verteilender Masse…

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