Unfassbar: Schweizer wollen Schweizer bleiben!

(KLAUS KASTNER) In der Kampagne für ein ‚Ja‘ bei der Volksabstimmung über die Zuwanderung fiel mir folgende Plakatüberschrift auf: „Maßlosigkeit schadet!“ Ich könnte mir vorstellen, dass so mancher Schweizer mit ‚Ja‘ gestimmt hat, weil ihn diese Überschrift überzeugt hat und nicht unbedingt weil er gegen Zuwanderung ist. Ist denn die Schweiz nicht mehr maßvoll?

Das Paradoxe ist, dass die Schweiz einerseits in sehr, sehr vielen Punkten ein Prototyp für andere Länder (wie z. B. Österreich) sein könnte und sollte: eine hervorragende und sehr teure Infrastruktur; ausgezeichnete soziale Sicherungssysteme; erstklassige öffentliche Dienstleistungen; hohe Einkommen bei mehr als Vollbeschäftigung; ein Exportboom trotz überteuerter Währung; extrem niedrige Steuern; etc. — und all dies bei einem ausgeglichenen Budget und sinkender Staatsverschuldung! Zusätzlich hat die Schweiz auch noch eine hervorragend funktionierende Demokratie.

 

Andererseits wird die Schweiz zunehmend eine Gefangene ihres Erfolges: der Zufluss an Auslandskapital (aus den Titeln „Leistungsbilanzüberschuss“ wie auch „Veranlagung“) kann im Inland bei weitem nicht mehr verwendet werden: die Schweizer Volkswirtschaft hat derzeit rund das 6-fache ihres Nationalproduktes im Ausland veranlagt. Finanziell betrachtet hat sich die Schweiz exportiert.

Unser jüngerer Sohn (30) arbeitet und lebt seit über 7 Jahren in der Schweiz. Ich kenne sein Jahreseinkommen und seinen Lebensstandard. Er sucht derzeit eine Immobilienanlage und bewegt sich in einer Preisklasse von 1,5 Mio.CHF und sogar mehr. Ist das maßvoll?

Die Schweiz importiert nicht – wie die Länder des Südens – Konsumgüter in exorbitantem Ausmaß und Schulden. Stattdessen importiert sie Fachkräfte, die zwischenzeitlich ein sehr wichtiger Faktor für das Schweizer Wirtschaftswachstum geworden sind. Das Nationalprodukt eines Landes basiert auf der Gleichung „Anzahl Erwerbstätige x Produktivität“. Die Schweizer Produktivität war schon immer sehr hoch gewesen und in den letzten Jahren stieg auch die Anzahl der Erwerbstätigen massiv. Wenn man eine solche Spirale ins Positive als Gefahr sieht, wie könnte man sie einbremsen? Sollte die Schweiz das überhaupt wollen?

Was mich an der Schweiz immer überrascht, ist, dass man – abseits von Ballungszentren und mondänen Orten – sehr oft Bauernhöfe und Ortschaften findet, die an das 19. Jahrhundert erinnern. Da trifft man beispielsweise im Zentrum des mondänen Skiortes Flims auf einen Kuhstall, der unangenehme Düfte verbreitet. Ähnliches auch innerhalb 20 Fahrminuten vom Zürcher Stadtzentrum entfernt. Jeder, der mit der Schweizer Straßenverkehrs- und Parksituation vertraut ist, weiß, dass es dort nichts an Maßlosigkeit gibt. Im Gegenteil, auch die geringste Maßlosigkeit wird sehr hoch bestraft. Die enorm reiche Schweiz ist in vielen Bereichen ein Musterbeispiel des Maßvollen. Nicht umsonst rügen viele Kritiker die Schweizer dafür, dass sie so langweilig (so maßvoll?) sind. Maßlosigkeit funktioniert wie ein Pendel: je mehr sie ausschlägt, desto größer die Gegenwirkung, so diese einmal kommt. Besteht für den Schweizer Erfolg das Risiko einer negativen Gegenwirkung?

Die Schweizer haben immer nach dem Motto „hart arbeiten und sauber leben“ gehandelt. Bloß nicht protzen; bloß nicht gierig sein! Ist diese Lebensweise jetzt gefährdet? Der deutsche Finanzminister Schäuble hat auf das Schweizer Votum mit folgenden Worten reagiert: „Es zeigt natürlich ein bisschen, dass in dieser Welt der Globalisierung die Menschen zunehmend Unbehagen gegenüber einer unbegrenzten Freizügigkeit haben. Ich glaube, das müssen wir alle ernst nehmen.“ War das Schweizer Votum gegen die Zuwanderung gerichtet oder auch gegen eine Art von Maßlosigkeit, die dem herkömmlichen Schweizer Wesen nicht entspricht und die noch keinem Land auf Dauer Gutes gebracht hat? Wie bremst man Maßlosigkeit ein? Ein Votum über die Zuwanderung ist kein elegantes Mittel, aber: welche anderen Mittel gäbe es?

27 comments

  1. Thomas Holzer

    Wir sollten die Schweizer Schweizer sein lassen, mit all ihren Vorzügen und Nachteilen; aber die Europa/EU-Wappler sind den Schweizern deren Erfolg natürlich mehr als nur neidig.

  2. rubens

    Eigentlich wollte die EU ja bereits 2011 der erfolgreichste Wirtschaftsraum weltweit sein. Tut schon weh.

  3. Sokrates

    Wie würde so eine Abstimmung in Österreich ausgehen,wenn man bedenkt dass bei uns viele Türken, Tschetschenen unnd ähnliche Kulturbereicherer noch dazukommen? – Abstimmung? – Brauchen wir nicht; wir leben schon in einer Diktatur!

  4. Rennziege

    @Herrn Kastner

    Wunderschöner Kurz-Essay, den Sie geschrieben haben. Nur gegen Ihren letzten Satz äußere ich scheuen Widerspruch: „Ein Votum über die Zuwanderung ist kein elegantes Mittel, aber …“
    Aber was, frag‘ ich, ist so elegant wie eine freie, demokratische Entscheidung der unverbogenen Bürger eines Landes?
    Und was ist so unelegant (um höflich zu bleiben) wie das panische Gezeter ungewählter EU-Apparatschiks, die sich anmaßen, einen souveränen Staat zu beschimpfen, der so klug war, dieser planwirtschaftlichen Entmündigung fernzubleiben?
    Herzliche Grüße!

  5. world-citizen

    Wägen wir mal ab: Die Schweiz braucht den europäischen Absatzmarkt, den Zugang zu den Häfen am Mittelmeer, dem Atlantik und der Nordsee und natürlich auch den europäischen Luftraum, denn bekanntlich ist die Schweiz ja keine Insel. Und andererseits: Was brauchen wir eigentlich von der Schweiz? Mir fällt nichts ein.

  6. Rennziege

    @WC:
    „Was brauchen wir eigentlich von der Schweiz? Mir fällt nichts ein.“
    Da geht’s Ihnen wie mir. Unseren Emmentaler, unseren Sennhund und meine Jaeger-LeCoultre-Armbanduhren beziehe ich ebenfalls aus Nordkorea — wie Sie Ihre Weltanschauung und Ihr profundes Wissen. 🙂

  7. Christian Peter

    Unkontrollierte Einwanderung (Personenfreizügigkeit) bringt nichts als eine Belastung der Sozialsysteme und ausufernde Staatsverschuldung. Ganz besonders gilt das für Sozialstaaten wie die Schweiz, Österreich oder Deutschland. Letztendlich haben die Netto – Steuerzahler und die mittelständische Wirtschaft die Rechnung zu bezahlen. Eines ist klar : Gezielte Einwanderung bringt Wohlstand, unkontrollierte jedoch Armut.

  8. Reinhard

    @world-citizen

    Jaja, das übliche Vorgehen der ach so gutmeinenden moralisch überlegenen Eliten: Entscheidet ein Volk nicht so, wie sie wollen, werden Sanktionen gefordert. Und Leute wie Sie tröten begeistert in dieses Horn.
    Man droht der Schweiz also damit, den EU-Markt zu verschließen, weil sie keine Lust haben, EU-Bürger in ihrem Sozialsystem dauerhaft durchzufüttern (und darum geht es schlussendlich, nicht um den Zuzug von Fachkräften).
    Erinnert mich an eine Zeit, als Ihre Gesinnungsgenossen das sogar für das eigene Land forderten, weil die gewählte Regierung nicht ihren Wünschen entsprach.
    Jämmerlich eigentlich. Es hat sich nichts geändert.

    Übrigens würde ich an Stelle der Schweizer, sollte es zu EU-Sanktionen kommen, sofort alle Abkommen über den Bankdatenaustausch aufkündigen. Warum soll ein Deutscher ein in der Schweiz erzieltes Zinseinkommen in Deutschland versteuern, vor Allem, wenn Deutschland bei Sanktionen gegen die Schweiz mitzieht? Es ist eben nicht so, dass in der Schweiz für Europa nichts zu holen ist…

  9. Christian Weiss

    Schweizer Waren boykottieren ist ein ziemlich mühsames Unterfangen. Allein schon Autofahren wird angesichts der vielen Bauteile, die von Schweizer Zulieferern drinstecken, „äs bitzeli än Seich“, müsste man doch auf einen Lada oder Tata ausweichen.

  10. nometa

    @ Rennziege: „Da geht’s Ihnen wie mir. Unseren Emmentaler, unseren Sennhund und meine Jaeger-LeCoultre-Armbanduhren beziehe ich ebenfalls aus Nordkorea — wie Sie Ihre Weltanschauung und Ihr profundes Wissen. :-)“
    AHAHAHA, HA, ha… ha…. nicht lustig, wie gewohnt. Sie sind echt ein Phänomen, ich glaube, Sie können gar nicht lustig sein. Egal wie verkrampft Sie es immer versuchen – oder vielleicht auch gerade deswegen.

  11. Rennziege

    @nometa:
    Darf ich Ihrem wohltuend enthirnten Fanclub beitreten? Haben Sie eine Autogrammkarte? Ich ´refundiere natürlich die Portokosten. Aber mit welchem Namen unterschreiben Sie Vielfältiger? Mit WC, Karl Markt, Lodur, Maybach oder (um Klartext zu wagen) gleich mit Lenin?
    Sie sind eine unversiegende Quelle unfreiwilligen Humors, Genosse! Ich danke Ihnen dafür.

  12. Christian Peter

    Unkontrollierte Einwanderung (Personenfreizügigkeit) = Nivellierung nach unten, Verelendung.
    Kontrollierte (steuerbare) Einwanderung = Wohlstandsgewinn.

  13. world-citizen

    Sehen wir es doch lieber mal vom Standpunkt derer, die im Vertrauen auf die Rechtslage in den letzten Jahren in die Schweiz gezogen sind und sich dort eine Existenz aufbauten und nun verunsichert sind, ob sie dort auch bleiben dürfen oder vielleicht um die Früchte ihrer Arbeit geprellt werden. Gleiches gilt naturgemäß auch für die vielen Schweizer, die in EU Länder gezogen sind – ebenfalls im Vertrauen auf die Rechtslage.
    Im Sinne dieser fleißigen und tüchtigen Menschen bleibt zu hoffen, dass die EU konsequent bleibt und unmissverständlich zu verstehen gibt, dass Freiheit nicht verhandelbar ist.

  14. gms

    WC,

    > im Vertrauen auf die Rechtslage

    Sollen wir uns in die Rechtslage vertiefen, oder wollen Sie sich die Blamage ersparen, zumal die Verträge mit der Schweiz explizit Nachverhandlungen gestatten?

    Nicht nur, daß die Schweizer absolut rechtskonform agieren — angesichts der pepetuierten und evidenten Rechtsbrechung durch EU-Gremien ist Ihre obige Ansage kaum unterbietbar.

    > Im Sinne dieser fleißigen und tüchtigen Menschen bleibt zu hoffen

    Als ob irgendein fleißiger und tüchtiger Mensch auch nur den geringsten Nachteil zu erwarten hätte. Wollte man Sie das von den Linken so freizügig Andersdenkenden verabreichte Futter in der Umkehr ebenfalls schmecken lassen, dann mußten Sie folgendes schlucken: Sie betreiben billige Angstmache (sic!) und operieren fleißig mit Phrasen abseits von Fakten und Tatsachen.

    Es tut mir aufrichtig leid, daß Sie hier von allen Seiten rhetorische Prügel beziehen – meine eigene Kritik ist dabei explizit eingeschlossen, aber Ihr Wirken verkörpert einmal mehr jenes, was den Leuten immer stärker zum Hals raushängt. Als harmloser Geisterfahrer hierzublogs haben Sie zumindest noch Rückenwind durch den politisch-medialen Täterververbund, womit sich das Bedauern mit Ihrem Leid hier in Grenzen halten sollte.

    > dass Freiheit nicht verhandelbar ist

    „Der Ganges der Freiheiten entspringt im Himalaya der Pflichten.“ (Gandhi)

  15. Klaus Kastner

    Mein Artikel hat bewußt nicht auf das Thema „Zuwanderung“, sondern auf das Thema „Erhalt einer maßvollen Lebensweise“ abgestellt. Die Kommentare zielen schwerpunktmäßig auf das Thema Zuwanderung. Deswegen eine Erläuterung, wobei diese Erläuterung ausschließlich den ökonomischen Aspekt der Zuwanderung (und nicht den kulturellen!) betrifft.

    Wie schon im Artikel gesagt, basiert das Nationalprodukt, d. h. das nationale Volkseinkommen, auf der Gleichung „Anzahl Erwerbstätige x Produktivität“. Die Demographie sagt, dass die Erwerbstätigen Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten relativ massiv abnehmen werden. Sollte also Deutschland diesen Abgang nicht durch größere Produktivität wettmachen können, sinkt das Nationalprodukt, d. h. das nationale Volkseinkommen. Deswegen ist Zuwanderung ein großes Thema für Deutschland.

    Die Schweiz ist dieser Entwicklung schon weit voraus. Sie braucht diese Zuwanderung ebenso wie Deutschland, sie hat sie aber schon gehabt, und zwar in massivem Umfang. Ergebnis davon ist, dass das Schweizer Nationaleinkommen heute wesentlich höher ist, als es ohne Zuwanderung wäre. Diese Erhöhung kommt nicht nur den Zuwanderern zu Gute, sondern auch den Schweizern. Viele Länder würden sich glücklich schätzen ob der großen Zuwanderung von produktiven Erwerbstätigen. Die USA sind im späten 19. Jahrhundert zur wirtschaftlichen Weltmacht aufgestiegen, weil sie eine massive Zuwanderung von produktiven Erwerbstätigen registrierten. Vielen Schweizern scheint nicht viel daran zu liegen, das nationale Volkseinkommen zu maximieren; den an und für sich schon sehr hohen Lebensstandard auf Teufel komm‘ raus weiter zu erhöhen. Sie scheinen zufrieden zu sein mit dem, was sie haben und sie wollen das, was sie haben, bewahren. Viele Menschen haben eine Pioniermentalität; die Schweizer scheinen über weite Strecken eine Bewahrermentalität zu haben.

    Die Kontrolle von Zuwanderung wird im Zeitgeist als moralisch unakzeptabel und politisch inkorrekt angesehen. Dabei hat das größte Zuwanderungsland der Geschichte (USA) bisher immer die legale Zuwanderung – sehr zum eigenen Nutzen – kontrolliert. Wenn eine Volkswirtschaft schneller wachsen will, als ihr das der Zuwachs der ‚eigenen‘ Erwerbstätigen und der eigenen Produktivität gestattet, dann muss sie produktive Erwerbstätige vom Ausland anwerben. Der Fehler ist jedoch (auch der Fehler der Schweizer Volksabstimmung), die Zuwanderung nach Herkunft zu kontrollieren. Jedwede Zuwanderung, die der eigenen Volkswirtschaft nutzen soll, muss nach Qualifikationen differenzieren; die Herkunft ist egal. Ich empfehle, sich mit dem kanadischen Punktesystem vertraut zu machen.

    Jede Gesellschaft sollte die Wahl haben, entweder mehr Lebensstandard zu wollen oder mit dem vorhandenen Lebensstandard zufrieden zu sein. Wenn man mehr Lebensstandard will, als man aus eigener Kraft schaffen kann, dann benötigt man Zuwanderer. Was nicht geht, ist, mehr Lebensstandard zu wollen, aber den nötigen Preis dafür nicht bezahlen zu wollen.

  16. Christian Peter

    @klaus kastner

    ‚durch Zuwanderung den demografischen Wandel besiegen‘

    Irrtum. Durch Zuwanderung entstehen den Sozialsystemen weit höhere Kosten, als ohne, denn
    auch (gerade) Zuwanderer müssen sozial versorgt werden und werden später eine Pension beziehen – die Lücke im Pensionssystem wird zu einem späteren Zeitpunkt noch weit größer sein, als heute.

  17. Klaus Kastner

    @Christian Peter
    Leider haben Sie meinen Kommentar nicht verstanden. Ist Ihnen mein Ausdruck „produktiv Erwerbstätige“ nicht aufgefallen?

  18. gms

    Klaus Kastner,

    > [Volkseinkommen = „Anzahl Erwerbstätige x Produktivität“]

    Wollte man sich auf diese Verkürzung als Diskussionsgrundlage einigen, wäre jeder noch so gering produktive Zuwanderer ein Gewinn. Zugleich verkennt dieser Zugang limitsetzende Faktoren, ließe sich andernfalls doch die Anzahl der Erwerbstätigen ins Uferlose steigern — mit 80, 800 oder 80.000 Millionen produktiven Köpfen in der Schweiz (um beim Beispiel zu bleiben).

    Die ~völkische~ Betrachtung ist eine Sackgasse, tauglicher sind Betrachtungen des BIPs/Kopf und der Kaufkraftequivalente. Hier sieht die Rechnung anders aus, und eben diese war mit ursächlich für das jüngste Votum der Schweiz. Hinzu kommt das banale Faktum, wonach der Mensch nach liberaler Lesart mehr ist, als ein bloßer Homo oeconomicus.

    „die Schweizer scheinen über weite Strecken eine Bewahrermentalität zu haben“

    Das kann man so sehen, muß man aber nicht. Wie ein allfällige Regelung aussehen kann und ob die dabei gesetzen Quoten ausgeschöpft werden, ist ungewiß. Entscheidend aber ist das prinzipielle Festhalten daran, Herr im eigenen Haus bleiben zu wollen. Ignoriert wird zugleich der Umstand, daß aktuell bereits Quoten greifen, die im Sommer diesen Jahres auslaufen würden. Wer den bisherigen Werdegang der Schweiz begrüßt, muß anerkennen, wonach selbiger innerhalb von Zuzugsgrenzen erfolgte.

    Zu guter Letzt veranschaulicht die Debatte einmal mehr das Streben der Linken, sich den Kopf anderer Leute zu zerbrechen und dabei zugleich erkennbar ihre ureigensten Interessen einzuflechten.

  19. Klaus Kastner

    @gms
    Sorry; Mattscheibe auf Ihre Reaktion. Ich habe ausdrücklich betont, das Thema rein aus ökonomischer Sicht (und nicht aus kultureller – oder wie Sie meinen, aus ‚völkischer Sicht‘ (wenn ich ‚völkisch‘ lese, habe ich unangenehme Associationen) – zu behandeln.

  20. gms

    Klaus Kastner,

    nun, ich habe Ihre ökonomische Sicht als ~völkisch~ bezeichnet, zumal Sie das Thema vom Volkseinkommen (sic!) her aufrollten. Meine Einwände stehen oben. Es steht Ihnen frei, sich erneut am gezielt unter Tilden („~“) gesetztes ~völkisch~ zu reiben. Was ich davon zu halten hätte, steht wiederum mir frei.

    Klartext: Es ist immer das Individuum, das arbeitet, schwitzt, leidet, sich erfreut, usw. usf. Mit Volkseinkommen wird ein Kollektiv betrachtet, die Ergebnisse aus einer solchen Betrachtung sind willkürlich und der Debatte nicht wert. Warum? — Siehe oben.

  21. Klaus Kastner

    @gms
    In der Mathematik sind 1+2=3. Wenn jetzt jemand argumentiert, dass 1 nicht eins ist und 2 nicht zwei, dann klinke ich mich aus der Diskussion aus.

  22. gms

    Klaus Kastner,

    nichts für ungut — jetzt wird es infantil. Weder wurden Fakten von mir infrage gestellt, noch waren meine Anmerkungen sonstwie zu verschroben, um von einem des Lesens Kundigen verstanden zu werden.

    Daß Sie bei ~völkisch~ auszuckten, ist Ihr Privatvergnügen, ebenso danach hier die Zicke zu mimen, wenn man Sie einmal mehr darauf hinweist, daß ein Volkseinkommen nicht mal die halbe Miete darstellt.

  23. Christian Peter

    @klaus kastner

    Sie fühlen sich unentwegt missverstanden. Sie behaupteten, Zuwanderung wäre wegen des demografischen Wandels erforderlich, um einen damit einhergehenden Wohlstandsverlust auszugleichen. Das ist unsinnig, denn die Anzahl der Erwerbstätigen sagt nichts über die Produktivität aus. Durch Zuwanderung entstehen vor allem im unproduktiven öffentlichen Sektor Arbeitsplätze (öffentliche Verwaltung, Gesundheits- und Sozialwesen, Erziehung und Unterricht, etc.), was mit enormen Kosten verbunden ist, während sie in produktiven Bereichen eher schwinden (Industrie, Produktion).

    Zudem wirkt sich Zuwanderung nicht auf das Wachstum des BIP pro Kopf und das Durchschnittseinkommen pro Kopf aus, wie mehrere Schweizer Studien belegen – ihre Behauptung, die Schweizer Wirtschaft und Bevölkerung hätten von der Zuwanderung profitiert, ist somit falsch.

    Fazit : Personenfreizügigkeit bzw. Zuwanderung erzeugen keinen Wohlstandsgewinn, sondern wegen der enormen Kosten in den Sozialsystemen (erheblichen) Wohlstandsverlust. Das gilt ganz besonders in Ländern mit minderqualifizierten Einwanderern wie Österreich oder Deutschland.

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