Home > Allgemein > Das Wort zum Wochenstart

Das Wort zum Wochenstart

8. Februar 2010 | Autor: admin

. …Italien, Deutschland oder Frankreich sind da schon viel eher Schurkenstaaten als die Schweiz. Es ist nicht normal, dass den Bürgern in diesen Ländern 50% oder mehr ihres Einkommens durch Steuern abgeknöpft wird “ (Nikolaus Senn, ehemaliger Chef der schweizerischen Großbank UBS, in der „Weltwoche“)

  1. Gerhard
    8. Februar 2010, 11:06 | #1

    Herr Senn muß natürlich als Schweizer nun ein wenig auf die Lieferländer der gebunkerten Schwarzgelder loslegen, welche den Schweizer Banken nun teilweise abhanden kommen. Die Schweiz ist aber auch im Bezug auf der Steuern nicht einfach mit den Nachbarstaaten zu vergleichen (siehe z.B. auch die extrem niedrige MWSt).
    Bei der Einkommensteuer gibt es neben der lächerlich niedrigen Bundessteuer auch noch solche an die Kantone und Gemeinden. Und so kommt man bei mittleren Einkommen zusamamengefasst auch auf 15 - 25 %.
    Übrigens: der Spitzensteuersatz in Deutschland beträgt derzeit 42 %, wobei der jeweilige Durchschnittsatz durch Grundfreibetrag, Eingangssteuersatz, Staffel sowie die diversen Abschreibungsmöglichkeiten je nach Jahreseinkommen immer darunter liegt. Dies gilt auch für die anderen genannten Länder.

  2. FritzLiberal
    8. Februar 2010, 11:10 | #2

    @Gerhard: und, was genau wollen Sie jetzt damit sagen?

  3. Adolescent
    8. Februar 2010, 11:17 | #3

    @Gerhard:

    dafür werden in der Schweiz Kapitalerträge mit 35% besteuert…

  4. Thomas Holzer
    8. Februar 2010, 11:35 | #4

    @Gerhard
    aber zwischen 15-25% und 42% oder etwas weniger liegen “welten” wuerde ich sagen; waeren die steuersaetze nicht so hoch, wuerde weniger hinterzogen oder steuerschonend angelegt werden und auch die schwarzarbeit waere geringer, meiner meinung nach

  5. karpfen56
    8. Februar 2010, 13:31 | #5

    @Gerhard
    Sie haben dabei glaube ich den Soli vergessen.
    Der Höchststeuersatz beträgt außerdem 45 % (ab 250´).
    Und noch etwas wird bei der Steuer-CD vergessen.
    Bis Ende 2008 mußte man in Deutschland z.B. Anleihezinsen mit dem persönlichen Steuersatz versteuern.
    Also wenn ich sagen wir 3 % für Festgeld bekommen habe und davon 1,35 % an Steuern abführen mußte und die Inflation bei 3 % lag, war das reine Geldvernichtung vulgo Vemögenssteuer.

  6. Gerhard
    8. Februar 2010, 14:26 | #6

    @karpfen56
    Stimmt! Auch alle Sparbucheinlagen der letzten Jahre in Österreich (wenn man die Inflation und die KeSt betrachtet) sind für die Anleger (nicht aber für die Banken) ein riesiges Verlustgeschäft.

    Im übrigen wollte ich nur auf zwei Punkte hinweisen:
    1. die Schweiz kann man mit Österreich auf vielen Gebieten gar nicht vergleichen. Dort zahlt der Staat nicht Unmengen an Geld für Soziales. Pensionen und viele Blödheiten, daher braucht er auch weniger Einnahmen (vielleicht ist auch ein Umkehrschluß zulässig?)
    2. Die Aussage Senns: “… 50 % oder mehr Ihres Einkommens abgeknöpft wird …” ist bezüglich der Lohn/Einkommenssteuer in Deutschland falsch.

  7. FritzLiberal
    8. Februar 2010, 14:42 | #7

    Gerhard :Die Aussage Senns: “… 50 % oder mehr Ihres Einkommens abgeknöpft wird …” ist bezüglich der Lohn/Einkommenssteuer in Deutschland falsch.

    Senn hat sämtliche Steuern gemeint. Also auch MWSt, MÖSt, etc. Dann kann man noch die Beiträge zum Pyramidenspiel Sozialversicherung dazuzählen und natürlích die für den Staat bequemste Steuer von allen, die Inflation.

  8. Gerhard
    8. Februar 2010, 15:00 | #8

    @FritzLiberal
    Wenn von Herrn Senn tatsächlich “alle” Steuern gemeint sind, dann ist der Wert von 50% sicher bei vielen Beziehern von mittleren und höheren Einkommen als noch zu niedrig angesetzt.

  9. karpfen56
    8. Februar 2010, 15:08 | #9

    @Gerhard
    So ist es. Es sind mindestens 60 % Abgaben.
    Wessen Arbeitsleistung in Österreich 3.000 EUR / Monat 14 x wert ist, der verdient nach Abzug von Steuern und Zwangsabgaben 13 EUR / Stunde.

  1. Bisher keine Trackbacks