Eine populäre Scheinlösung
10. März 2010 | Autor: Christian Ortner
Frau Merkel und Herr Sarkozy wollen nun, daß die EU-Kommission einzelne “spekulative” Instrumente, mit denen man auf bestimmte Entwicklungen von Wechselkusen setzen kann, verbietet. Das ist zweifellos eine populäre Forderung, und deshalb wird sie vermutlich ja auch erhoben (siehe Bankenabgabe in Österreich). - Als ob “Spekulanten” Schuld wären an der griechischen Malaise und nicht Griechenland selbst: wer derartige Instrumente verbietet, tötet den Überbringer der schlechten Nachricht, anstatt deren Ursachen zu beseitigen. Eine in der Politik freilich sehr beliebte Methode.
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Den Dollar als Weltwährung. Auch nur so ein Vorschlag. Aber wahrscheinlich weniger populär.
@Erich Bauer: und das soll was genau bringen?
Was wir heute als Geld bezeichnen ist in Wahrheit das Werkzeug eines Kartells aus Politikern, Bürokraten und Banken zur Ausbeutung der Bürger.
Es ist ungedeckt, also de fakto wertlos, beliebig manipulier-, und vermehrbar.
Nach Murray Rothbard werden unsere Währungssysteme entweder in Hyperinflation oder im totalitären Sozialimus enden. Die momentane Entwicklung deutet darauf hin dass es kein “entweder oder” sondern ein “sowohl aus auch” sein wird.
Währungskrisen, Inflation, Staatsbankrotte etc. wären leicht vermeidbar wenn das Geld dem Einfluss der Politik entzogen werden würde. Früher finanzierte der Staat Kriege mit selbstgedrucktem Geld, heute den Sozialstaat als Macht-, und Versorgungsbasis seiner Agenten. Niemand beachtet mehr die jeder Beschreibung spottende Gier der Staatsparasiten, die mit einer Staatsquote jemseits der 50% nie das Auslangen gefunden haben, sondern stets zusätzlich die Verpfändung der Arbeit der Kinder ihrer Steuersklaven betrieben.
Dass diese Ursache aller Übel - Politiker, Funktionäre und Bürokraten - nun die Reste marktwirtschaftlicher Mechanismen, wie die Bewertung der Verschwendung durch Zinssätze, anprangern und unterbinden wollen, ist ein weiterer Höhepunkt ihres Zerstörungswerkes.
Die Menschen müssen erkennen, dass ihr Geld ein Instrument der Versklavung und Ausbeutung ist. Dass Berufspolitiker, Bürokraten und staatsabhängige Ökonomen nie auch nur ansatzweise das Wohl und die Zukunft der Bürger, sondern immer nur ihre und die Interessen ihrer Klienten im Auge haben. Dass ein gigantisches Krebsgeschwür herangewachsen ist, dass bereits durch seine heutige Größe gigantische Zerstörungen anrichtet, und sich selbst als Arzt gebärdet der Heilung durch noch mehr Wachstum seiner selbst verspricht.
Echte Heilung gibt es nur durch echtes, wertbasiertes, nicht politisch manipulierbares Geld. Geld das im Wettbewerb mit anderem Geld steht, so dass der Bürger und Konsument entscheiden kann welchem Wert er ihm beimißt. Daraus entstünde Geld mit echtem Wert, das weder zur staatlichen Schuldenfinanzierung, noch zur Bildung selbstzerstörerischer Vermögensblasen jeglicher Art dienen könnte.
Währungspolitik durch Politikern und Bürokraten der Zentralbanken heißt den Bock zum Gärtner machen, heißt weiter auf dem Weg Richtung Hyperinflation und Totalitarismus fortzuschreiten.
In manchen, sich selbst als seriös verstehenden Medien in Europa wird inzwischen mehr und mehr der Eindruck erweckt, als seinen die ominösen Spekulanten die eigentlichen Bösewichte hinter dem griechischen Desaster. Es sind dieselben Medien, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit von “sozialer Verantwortung” sprechen. So wird durch die Hintertür das alte Feindbild zementiert: hier die geldgierigen Spekulanten, dort die armen griechischen Opfer. Dass der griechische Staat jedoch durch jahrelange Fälschungen an der Wurzel der gegenwärtigen Malaise steht, wird wohl bald aus den Medien und dem kollektiven Bewusstsein verschwinden.
“What the witch was to medieval man, what the capitalist is to socialists and communists, the speculator is to most politicians and statesmen: the embodiment of evil. He is said to be imbued with ruthless and fickle selfishness that is capable of wrecking the national economy, government plans, and, in the case of German inflation, the national currency. No matter how blatantly contradictory this explanation may be, it is most popular with government authorities in search of a convenient explanation for the failure of their own policies.”
http://mises.org/daily/2347
“It’s the East-Coast, stupid.”