Der Milliarden-Schatz der Zwangskammer

Dass die Wirtschaftskammer und ihre Teilorganisationen ein recht üppiges und kostspieliges Geflecht darstellen, ist keine große Überraschung. Weniger bekannt ist, dass die Unternehmervertretung dank stetig steigender Einnahmen auch ein stattliches Vermögen angehäuft hat. In Zahlen ausgedrückt, die Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Beantwortung einer Anfrage von Neos-Mandatar Josef Schellhorn veröffentlich hat: Das Vermögen beläuft sich auf mehr als eine Milliarde. (weiter hier)

12 comments

  1. Fragolin

    Mit dem Geld anderer Leute ist sich immer leicht leben wie die Made im Speck. Stimmt’s, liebe „Standard“-Redakteure auf dem Presseförderungs- und Regierungsinseratenpolster?
    Lustig, wenn sich die Drohnen untereinander vorwerfen, wer mehr Honig schmarotzt.

  2. Christian Peter

    Der Staat als Beute der politischen Parteien – so läuft das in der Bananenrepubliken Österreich seit vielen Jahrzehnten. Auch in anderen Bereichen (z.B. Sozialversicherung) werden jedes Jahr viele Milliarden Steuergeld verschwendet. Von Strukturreformen ganz zu schweigen, die Abschaffung des Bundesstaates, von dem außer den politischen Parteien niemand profitiert, würde Einsparungen von etwa 15 Milliarden Euro jährlich bringen.

  3. sokrates9

    Natürlich gibt es bei der WKO die Zwangsmitgliedschaft, und die ist noch Verfassungsmäßig abgesichert!
    Daher braucht sich keiner wundern, woher das Geld kommt!

  4. Marianne

    WKÖ Wahl 2015: 66,6% für ÖVP/WB. Ablehnung des Kammerunwesens sieht anders aus.

  5. Kluftinger

    Es war die Zeit nach Schüssel (der die Kammern auf ein Minimum an Einfluss reduzierte) , als sein „genialer“ Nachfolger Molterer es fertigbrachte, dem Druck der Kämmerer nachzugeben und die Kammern in die Verfassung zu schreiben.
    Als ich das hörte, war ich am Boden zerstört, da ich seinerzeit für die EG/EU gestimmt habe in der Hoffnung, damit würden die Zwangsmitgliedschaften fallen.
    So kann man sich täuschen 🙁

  6. Christian Peter

    @thomas Holzer

    Das ist zwar nicht das Thema, glaube aber nicht, dass es bei den vergleichsweise bescheidenen Beiträgen zur Mitgliedschaft in der Arbeiterkammer zu großartiger Vermögensbildung reicht. Außerdem vertritt die Arbeiterkammer wenigstens die Interessen ihrer Mitglieder, während die Wirtschaftskammer ohne erkennbare Gegenleistung von ihren Zwangs – Mitgliedern gewaltige Summen Schutzgeld kassiert.

  7. Christian Peter

    In Deutschland gibt es mittlerweile ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, dass Kammern verbietet, Vermögen zu bilden. Was auch völlig logisch ist, schließlich sollten Kammern nur Mittel als Rücklagen bilden, welche zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich sind. Auch in Österreich ist Widerstand angesagt, entweder sollten diese Rücklagen aufgelöst und den Zwangsmitgliedern rückerstattet werden der die zukünftigen (Zwangs-) Beiträge erheblich reduziert oder ausgesetzt werden, bis diese Rücklagen aufgebraucht sind.

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