Brauchen wir eigentlich Regierungen?

(A. UNTERBERGER) Es ist ein interessantes Phänomen. Phasen langer politischer Lähmung führen in der Wirtschaft oft zum unerwarteten Gegenteil: zu einem Aufblühen; zu gutem Wachstum. Das ist erstaunlich und lehrreich. Derzeit ist das etwa in Spanien zu beobachten, wo im Sommer das Wachstum alle Prophezeiungen und Werte der letzten Jahre übertroffen hat. Gleichzeitig ist das Land aber politisch in Schockstarre, weil sich einfach keine Regierungsmehrheit findet. Die einen wollen mit den anderen nicht. Und die dritten wieder nur dann mit den einen, wenn diese ihren Spitzenmann austauschen.

Ähnliches hat man einst sowohl in Belgien wie auch in Tschechien gesehen. Lange Monate ohne Regierungsmehrheit, nur mit provisorischen Kabinetten und – vor allem – ohne Gesetzesbeschlüsse haben einen wirtschaftlichen Boom ausgelöst. (weiter hier)

 

9 comments

  1. mariuslupus

    „Zwar ist immer noch wahrscheinlich dass ein Austritt Grobritaniens aus der EU negative Folgen haben dürfte“ , eine gewagte Voraussage. Welche Vorteile hat die EU wirtschaftlich in den letzten 10 – 15 Jahren Europa
    gebracht ? Im Gegenteil Europa fällt in allen Parametern gegen Ostasien und die USA zurück. Die EU leistet sich das Embargo gegen Russland, die Unterstützung der griechischen Dauerbankrotteure und last but not
    least , die Verschenkung von Steuergeldern an, in absehbarer Zukunft unproduktive Wirtschaftsmigranten.
    Vielleicht könnten Politiker nützlich sein, nur niemand hat bewiesen dass Berufspolitiker nützlich sind. Jeder der versucht Politiker zu werden, sollte zuerst beweisen , dass er in einen Brotterwerbsberuf in der Lage ist Geld eine Leistung zu erbringen, seine Familie zu ernähren und Steuern zu zahlen. Leute die in der Politik Fuss gefasst haben, streben nach Macht und immer mehr Macht. Deswegen werden sie Regierungsmitglieder, Staatsskretäre, Minister oder Premiers, Ministerpräsidenten oder Kanzlerin.
    Das Problem ist dass, das bisherige Auswahlverfahren die Opportunisten, Egomanen und Narzisten, begünstigt.
    Stimmt, diese Regierungen die in den meisten Staaten der EU an der Macht sind, hat die arbeitende und ateuerzahlende Bevölkerung nicht verdient.

  2. Fragolin

    Eigentlich nicht.
    Aber die meisten wollen welche. Sie betteln darum. Sie werden lieber von einem Idioten regiert als eigenverantwortlich für sich selbst geradezustehen. Weil sie um ihre Unzulänglichkeit wissen und das Scheitern bereits einplanen – in diesem Fall haben sie lieber einen Idioten, dem sie die Schuld zuschieben können, als zugeben zu müssen, selbst Schuld an ihrem Schicksal zu sein.
    Je weniger sich Regierungen in welche Tagesgeschäfte auch immer einmischen, umso besser läuft’s.

  3. Gerald

    In Zeiten in welchen es keine Regierung gibt, geht es meistens aufwärts, denn da kann die Regierung keinen Schaden anrichten. Ist zwar traurig aber wahr, dass Politiker erstmal für Belastungen der Bevölkerung stehen.

  4. Mona Rieboldt

    Also ich möchte nicht persönlich für alles zuständig sein wie Straßenbau, Schulen etc. Dafür hält man sich ja Politiker und bezahlt sie dafür. Allerdings sollte es genug Kontrollorgane geben, die den Politikern Grenzen setzen. Eigentlich wäre dafür die Justiz zuständig, aber in D ist auch die Justiz politisiert und mauschelt mit der Regierung, was dann Urteile gibt wie die Erlaubnis für Kinderehen bei „Flüchtlingen“.

  5. Falke

    @Mona Rieboldt
    Es ist aber auch ein besonderes Pech, dass gerade in dieser schwierigen Zeit das Justizministerium mit einem völlig unfähigen und ideologieblinden Linksextremen wie Heiko Maas besetzt ist. Schuld daran ist natürlich der Stinkefinger-Gabriel und letztlich auch Merkel, da in Deutschland, im Unterschied zu Österreich, der Bundeskanzler ja die Richtlinienkompetenz hat, d.h. korrigierend eingreifen könnte.

  6. Mona Rieboldt

    Falke
    Ich kann mich nicht erinnern, dass wir je einen schlimmeren Justizminister hatten als Maas. Ja, er ist unfähig, was sein Ministerium angeht, daher verlegt er sich auch auf Sachen wie „Hass“mails etc.

  7. Thomas Holzer

    Nein, wir brauchen keine Regierung!
    Keine Regierung, keine unnötigen Gesetze, weniger Bürokratie, weniger dümmliche öffentliche Aussagen, weniger Steuergeld, weniger Einschränkungen, ad infinitum

  8. Falke

    @Mona Rieboldt
    Zum „Trost“: Auch wir hatten noch nie einen schlimmeren Justizminister als Brandstetter, der bereits als „schwarzer Broda“ bezeichnet wird. Eine seiner ersten Aktionen war die völlige Einschränkung der Meinungsfreiheit. Dabei ist er nicht einmal – zumindest formal – ein Roter, sondern Mitglied der ÖVP (was aber in den letzten Jahren kaum mehr einen Unterschied macht).

  9. Johannes

    Jedes Land hat die Politiker die es verdient. Ich möchte nicht alle Politiker verallgemeinern, es gibt bestimmt sehr gute, sehr ehrliche Menschen die aus Überzeugung in die Politik gehen und dort Großes leisten.
    Es gibt leider sehr viele die im Parlament saßen und dies nur als Sprungbrett zum großen Geld benutzten, es waren extreme Enttäuschungen für mich.
    Ich glaube der größte Unterschied zur Schweiz ist in Österreich das nicht versucht wird objektiv zu sein. Es beginnt in der Vereinnahmung von Medien und der Willfährigkeit eben dieser es jenen die sie in die Position hoben Recht zu machen.
    Wir haben eben in Österreich traditionell starke linke Kräfte, die Blauen unter Haider haben viel kaputt gemacht und den Roten wie wir sie jetzt haben den Weg geebnet. Schüssel ist vorzuwerfen das er das Treiben geschehen ließ und so eine Phase des Aufschwungs und der liberalen Öffnung, die er selbst eingeleitet hat, wieder abwürgte.

    Wir leben in einer barocken Zeit, Wohlstand kann nur vom Bund oder Staat geschaffen werden, das Elend der Welt werden wir hier in Österreich lösen, wir weisen niemanden ab, es gibt keine Obergrenzen beim Helfen, woher das Geld kommt ist uninteressant, Wenn jemand fragt was etwas kostet und wer es bezahlen soll so kann es nur ein bornierter alter Nazi sein.
    Stigmatisierung des anderen ist das einzige Mittel um seine Meinung durchzusetzen. Der politische Gegner ist immer ein schlechter Mensch seine abgrundtiefe Schlechtheit aufzuzeigen ist die Hauptaufgabe von Politik und der mit ihr verfilzten NGO und ORF Gemeinschaft (so sehe ich persönlich es.)

    Wer in diesen Schlamm gelangt wird unweigerlich nach unten gezogen.
    Stronach war kein politisches Genie aber ich denke er hat hundert mal mehr für diese Land geleistet in dem er reale Arbeitsplätze schuf.
    Der Hohn und Spott war seine Auszeichnung, in einem Land wie diesem kann man diese Häme stolz tragen weil sie ein untrügliches Zeichen ist das jemand etwas ohne politische Intervention geschafft hat.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>