Das Ende einer Enttäuschung

„Der erste schwarze Präsident hat die in ihn gesetzten Hoffnungen weitgehend nicht erfüllt. Schuld daran trägt auch der Frontenkrieg in Washington. Was von Obamas Vermächtnis bleibt, liegt nun in Trumps Händen.“ (NZZ, hier)

13 comments

  1. Fragolin

    Dass ein Regierungschef die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt ist in Österreich Normalität. Gelernte Österreicher setzen deshalb keinerlei Hoffnungen mehr in irgendwen. Das ist nur Fratzen-Bingo an der Spitze einer Verwaltungspyramide, die immer funktioniert wie sie immer funktioniert.

  2. Weninger

    Warum ist eigentlich jemand, der zu 50% Weißer und zu 50% Schwarzer, eigentlich ein Schwarzer und kein Weißer?

  3. Fragolin

    @Weninger
    Das prinzip der Veredelung. Eine Fischsuppe mit 1% Haifischflosse ist ja auch eine Haifischflossensuppe… 😉

  4. Weninger

    Ein gefährliche Argumentation, so wurden auch 16tel Juden noch zu Juden erklärt. Und wir heutigen Österreicher sind ja alles 100%ige Europäer. Also ich schon. Sie auch? Andererseits ein süditalienischer Urgroßvater kann schon mal für eine sehr dunkle Komplexion sorgen, und schlimmstenfalls waren da auch Araber dabei?

  5. aneagle

    Die Autorin blendet die außenpolitischen „Leistungen“ Obamas komplett aus. Unter seiner untalentierten Führung wurden weite Teile des mittleren Ostens in Brand gesetzt, die prekären Ränder Europas (Ukraine) destabilisiert und der westliche Führungsanspruch verspielt. Für diese Leistung sind 8 Jahre beinahe zu kurz und der erste braune Präsident verdient nichts weniger als den voreilig nachgeschmissenen Friedensnobelpreis. Seine Wunschnachfolgerin Clinton kann als Vertreterin des Multi-Waffen-Konzern-Komplexes mühelos in jeder Geisterbahn arbeiten. Am Ende seiner Amtszeit ist Amerika nahezu auf Augenhöhe mit Russland und das nicht etwa, weil sich in Russland etwas verbessert hätte. Die Krönung mit der er es schaffen wird in die Geschichtsbücher einzugehen, ist nicht wie die Autorin vermeint, der mühsame Ansatz einer verbesserten Gesundheitsversorgung. Er wird Erwähnung finden, als jener Präsident, der nicht erkannte, was er anrichtete, als er, mit dem Iran einen fragwürdigen Deal einging, der dem Mullahregime erlaubte, in aller Ruhe seine Atombombe zu bauen, abhängig nur von Russland(sic!) einem Widersacher Amerikas. Dieses allumfassende Versagen hat beinahe etwas künstlerisches und wird Obama den Platz des schlechtesten amerikanischen Präsidenten aller Hautfarben seit dem Erdnußfarmer J. Carter, noch lange sichern.

  6. mariuslupus

    Archiv, am 9.11.2016 hat die gleiche Journalistin ausführlich ihren Schrecken ausgebreitet, die Bevölkerung der USA hat den falschen Präsidenten, einen populistischen Demagogen, gewählt.
    Jetzt überbietet sich die gleiche Journalistin in einer Obama Apotheose. Glaubt noch immer an das einfältige „yes, we can“, und dass, das Versagen von Obama ist nur den Intrigen der Republikaner zuzuschreiben.
    Übergeht die Tatsache, dass Obama aussenpolitisch völlig versagt hat, dass er im Nahen Osten seine angekündigten Ziele verfehlt hat. Seinen Nachfolger einen Scherbenhaufen hinterlässt.
    Obama, mit Unterstützung von Clinton, hat die Demokratische Partei ruiniert. In allen Gremien sind die Demokraten nach acht Jahren Obama in der Minderheit.
    Die sogenannte Obamacare wird von der Mehrheit der Bevölkerung, hauptsächlich von der Mittelschicht abgelehnt. Zu teuer, ineffizient. Diese sogenannte Reform war eine der Ursachen für die Niederlage im Wahlkampf.
    Die nächste Ursache war Obamas „Flüchtlingspolitik“ nach merkelschen Muster. Die Wähler wussten, Clinton hätte diese Politik fortgesetzt. Entgegen den Berichten in der hiesigen Presse, ging es nicht hauptsächlich um Mexikaner, sondern um den, von Obama unterstützten, unkontrollierten Zuzug von Moslems
    Die fehlende Fähigkeit zum strategischen Denken hat Obama in dem von ihm und Clinton forcierten Konflikt mit Russland bewiesen. Diesen Konflikt hat Obama unnötig, am Ende seiner Amtszeit, verschärft. Eine strategische Allianz zwischen Trump und Putin, könnte ein positiver Beitrag zu Sicherheit werden. Trump selbst, hat sein ungestörtes Verhältnis zum Putin als „asset“ bezeichnet.

  7. Falke

    @mariusplus
    Ein weiterer Grund für seine Niederlage ist seine Öffnung Kuba gegenüber; das hat die Demokraten nämlich das ganz wichtige Florida gekostet. Dort leben Millionen Exilkubaner (auch schon in zweiter und dritter Generation, natürlich längst US-Staatsbürger), die allesamt erbitterte Gegner des Castro-Regimes sind und diese neue Politik als Verrat an ihnen verstanden haben; daher sind sie fast durchwegs zu den Republikanern übergelaufen.

  8. mariuslupus

    @Falke
    Stimmt. Die Brüskierung Israels vor der UNO, erfolgte erst nach den Wahlen. Hätte Obama vor den Wahlen bekannt gegeben wie seine Administration abstimmen wird, Stimmenthaltung, wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen. Hätte alle jüdischen Stimmen verloren.

  9. Fragolin

    @Weninger
    Gefährlich? Ich dachte, ein Smiley reicht. Aber bei Ihnen muss scheinbar schon ein Ringelspielbetreiber aufpassen, welche Kennzeichennummern seine Mobile haben.
    Ich bin zu 100% Mensch. Das ist an manchen Tagen schwer genug, da mache ich mir über rassische Reinheit keine Gedanken. Warum auch?
    Für mich sind jene Rassisten, die „den Fremden“ mehr Rechte, eine niedrigere Moralschwelle und primitiveres Verhalten zugestehen als „den Einheimischen“ und „ihren Flüchtling“ stolz präsentieren, wenn sie ihn integrationskonfrom abzurichten geschafft haben wie einen Pudel, der durch einen brennenden Reifen springt. Aber das Thema hatten wir schon zur Genüge.

    @aneagle
    Obama war und ist bsi heute eine Sockenpuppe Clintons. Er sollte den Acker vorbereiten und die Saat ausbringen, damit Präsidentin Clinton (nach dem ersten „Farbigen“ die erste Frau im Amt) die Ernte einfahren kann: Einen hinter den Kulissen selbst vorbereiteten Vernichtungsschlag gegen den Erbfeind Russland (auch als Warnung an die eigentliche Gefahr um die Weltmachtposition, das erwachende China), die Destabilisierung Europas (das als starke Einheit Konkurrenz auf dem Weltmarkt wäre) und massenhaft Krisenherde, um sich Milliardenprovisionen der Rüstungsindustrie zu sichern. Dieser Clique hat Trump dermaßen in die Suppe gerotzt, das wird ihm selbst erst jetzt langsam bewusst.

    @Falke
    Deshalb auch seine Rache in den letzten Tagen seiner Amtszeit, die bisherigen Sondrrechte der Exilkubaner abzuschaffen. Hinter ihm steht eine rachsüchtige alte Schachtel, und ich habe die Befürchung, die ist noch nicht einmal richtig warmgelaufen. Das wird noch interessant.

  10. Antonia Feretti

    @Weninger
    Obama ist kein Nachkomme der Sklaven, sondern der Sohn einer freien Amerikanerin mit einem freien kenianischen Studenten. Von der Sozialisation her betrachtet also ein „Weißer“! Das Gerede vom ersten schwarzen Präsidenten war nie etwas anderes als ein PR-Gag!

  11. Mme. Haram

    Ich frage mich, woher der gute Ruf der NZZ kommt. Schon der x-te NZZ Artikel, der komplett ahnungslos ist. Auch der Anteil der strohdummen Leserkommentare extrem hoch. Eher so die schweizer SZ Variante.

  12. mariuslupus

    @Mme.Haram
    Stimmt, der gute Ruf stammt noch aus den guten alten Zeiten, als die NZZ liberal und staatskritisch war. Jetzt beschreitet die NZZ den Weg in den moralischen Untergang, wie die üblichen Mainstream Medien

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