UK: Labour kapituliert vor dem eigenen Antisemitismus

„….Wer Ken Livingstone beobachtet, könnte meinen, Antisemitismus wäre eine Art Zwangsstörung. Der Mann scheint gar nicht anders zu können, auch wenn er laut eigener Aussage «seit 35 Jahren von der Israel-Lobby dafür verfolgt» wird. Bevor Adolf Hitler verrückt geworden sei und sechs Millionen Juden tötete, habe er den Zionismus unterstützt, hatte der Labour-Politiker und frühere Londoner Bürgermeister letztes Jahr behauptet. Am Dienstag hörte ein Komitee seiner Partei den 71-Jährigen an und entschied, dass er Labour-­Mitglied bleiben darf. Livingstones Mitgliedschaft wird lediglich für zwei Jahre suspendiert….“ (hier)

12 comments

  1. waldsee

    Es ist anzunehmen,daß sich einige Damen und Herren kräftig verrechnet haben zum Schaden vieler.
    Ich weiß immer noch nicht ,woher der Spruch :“Wer hat uns verraten,die Sozialdemokraten“ stammt.Weiß das jemand?
    Linke Kreise und Assoziierte sind gerade dabei die Antisemitismuskeule gegen die Islamophobiekeule auszutauschen.

  2. Kluftinger

    @ Waldsee
    Es war der linke Flügel der SPD, nachdem im Reichstag im August 1914 die SPD geschlossen für die Kriegskredite gestimmt hatte.

  3. ethelred

    auffällig ist, das ehem.londoner Bürgermeister überdurchschnittlich häufig verhaltensoriginelle Züge an den Tag legen. Da kommt Würselen zwar nicht ganz mit, aber Istanbul allemal.

  4. Falke

    Die heutigen Antisemiten kommen mehrheitlich aus der linken Ecke. Als Beispiel sei nur der Auftritt palästinensicher Terroristenführer vor dem EU-Parlament (noch unter der Präsidentschaft von Martin Schulz!) angeführt, weiters etwa die „Verurteilung“ Israels durch den – dafür unzuständigen – Weiner Gemeinderat vor einigen Jahren wegen des Angriffs auf ein Schiff, das die israelische Blockade des Gaza-Streifens (wegen der Waffenlieferungen dorthin) durchbrechen wollte usw. Die sogenannten „Rechtspopulisten“ (Geert Wilders, Donald Trump, Marine le Pen, Frauke Petry, sogar H.C.Strache) und ihre Parteien sind derzeit die Verteidiger der Juden und Israels.

  5. Rennziege

    Jeremy Corbyn, ultralinker Labour-Chef, ist ein noch üblerer Antisemit als Ken Livingstone, der unter Tony Blair Karriere machen durfte. Beide sind mentale und körperliche Überbleibsel von vorgestern, die noch ein paar klapprige Freunde im Unterhaus haben.

    Um so klüger daher Theresa Mays Schachzug flink vorverlegter Neuwahlen, um den Brexit mit breiter, störungsfreier Mehrheit zu beschleunigen: Labour ist zum Kommunismus der Tattergreise zurückgekehrt, die LibDems (die nie wirklich liberal waren) so gut wie tot, die Ukip zwar noch präsent, aber nach dem Gelingen ihres Hauptanliegens personell und programmatisch erschöpft. Also werden die Tories haushoch gewinnen, denn:

    Theresa May ist eine kluge, strategisch und taktisch pointierte Frau; sie könnte zu einer neuen „Iron Lady“ werden. Und eine solche brauchen die Briten von Zeit zu Zeit.
    (Und ich freu‘ mich täglich, einen kanadischen Dollarschein aus dem Börsel zu ziehen: Jeder wird von Liz II. geziert — einer weisen Königin, die nicht nur Monarchistinnen wie ich immer lieben werden.)

  6. raindancer

    A police officer was shot dead and another seriously wounded by two Kalashnikov-wielding gunmen on the Champs Elysees in central Paris tonight.

    yeah aber lasst und weiter gegen rechts kämpfen..die bösen Nazis sind überall:]

  7. waldsee

    @Rennziege
    Es ehrt sie ,wenn sie Theresia May loben,aber die Realität auf Englands Strassen ist anders.
    Auch eine May wird das demographische Rad nicht zurück drehen.Der KHAHN fährt in eine andere Richtung,leider.

  8. bill47

    Zur Erinnerung: Ken Livingstone gilt sogar innerhalb der Labor Party als links. Er war von 1981 bis 1986 Leader des Greater London Councils und von von 2000 bis 2008 Bürgermeister von London.

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