Die falsche Kinder-Bilanz

„Ich bin auch ein Sozialstaat-Befürworter. Ich finde es aber falsch, dass unser Sozialstaat eine Prämie dafür aussetzt, dass Menschen, die nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen können oder wollen, Kinder bekommen, für die sie mehr Geld kriegen als diese Kinder kosten. Ich finde, das ist ein falscher Anreiz.“ (Thilo Sarrazin, hier)

23 comments

  1. Fragolin

    Wieso falsch? Falsch wäre es zu glauben, es würde durch diese Anreize nicht irgendetwas geschaffen, was von der Politik durchaus genau so gewollt ist: Ein Wählerheer der dumpfen Massen, daueralimentierte und damit dauergekaufte denkfaule Konsumorientierte, denen man mit hohlen Versprechungen und dem sanften Druck auf die Existenz Loyaität an der Wahlurne abkauft.
    Intelligente und kompetente Fachleute werden exakt so viele gebraucht, wie notwendig sind, um die ganze Show zu bezahlen. Und das ist keine Mehrheit.

  2. Reini

    Ist ja nichts Neues, dass Kinder (machen) in gewissen europäischen Staaten Geld bring(t)en, und abgeschoben wird man auch nicht mehr. Um die zukünftige Ausbildung, Wohnung, Integration und Arbeitsplatz muss sich eh der Staat kümmern,…

  3. Historiker

    Wenn man dieses klare und unmissverständliche Interview liest und es mit dem völlig substanzlosen Geschwafel mit der Alt-Grünin Glawischnik und der Jung-Grünin Pertrik gestern „im Zentrum“ vergleicht, muss einem angst und bang werden um die Zukunft Österreichs.

  4. mariuslupus

    Sarrazin zeigt wieder auf ein Problem dass die Regierenden absichtlich und ohne Rücksicht auf die, die dieses System finanzieren, herbeigeführt haben.
    Sarrazin wird wieder dafür in den staatseigenen Medien geprügelt, als Rassist beschimpft und Merkel wird wieder behaupten dass sie die Aussagen von Sarrazin nicht liesst, aber sie sind menschenverachtend, rassistisch und rechtsextrem.
    Merkel hat sicher mehr Freunde und Kumpane als Sarrazin.

  5. Selbstdenker

    Sarrazin hat recht. Das geht auch tief in die Thematik r- vs. K-Selection rein:
    https://www.youtube.com/watch?v=W8N3FF_3KvU

    Kurz zusammengefasst fördert der „Sozial“-Staat (treffender Asozial-Staat) r-basierende Reproduktionsstrategien.

    Erwähnenswert erscheint mir auch, dass der Asozial-Staat zahlreiche Anreize für Kettenreaktionen von Fehlentscheidungen auf individueller Ebene auslöst, deren Kosten dann wiederum über den Asozial-Staat auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.

    Was wäre zu tun?

    1) Massiver Rückbau vom sogenannten „Sozial“-Staat: ausschließlich unverschuldete Härtefälle sollen abgefangen werden.

    2) Gesamtumstellung vom System der Familien-„Förderung“ / „Sozial“ „Versicherung“ und Einkommensbesteuerung auf eine haushaltsbasierende Flat-Tax.

    Ich freue mich übrigens, dass der Punkt 2) inzwischen auch bei der Agenda Austria angekommen ist.

  6. de Voltaire

    So richtig diese Aussage ist, so sehr greift sie auch zu kurz: Denn der Sozialstaat bestraft zusätzlich diejenigen, die Kinder in die Welt setzen (und diese auch selbst erhalten) und belohnt diejenigen, die eben keine Kinder bekommen. Dies ist ebenfall ein falscher Anreiz, der dazu führt, dass die gebildeten und erfolgreichen zuwenig Kinder haben und sich unsere Bevölkerung / unser Volk / unsere Gesellschaft gar nicht mehr selbst erhalten kann.
    Und der Druck von außen auf einen freiwerdenden Lebensraum …

  7. Selbstdenker

    @de Voltaire:
    Richtig. Es sollten nur diejenigen Kinder in die Welt setzen, die aus eigener Kraft ihre Kinder ernähren können.

    Die allgemeine Beachtung von diesem einfachen Prinzip wäre ein erheblicher Betrag zum Frieden und zur Nachhaltigkeit.

    Das Modell der haushaltsbezogenen Flat-Tax hätte diesbezüglich gleich mehrere positive Anzreize.

    Anstelle des „Sozial“-Staates würden kleine, aber tragfähige sozio-ökonomische Einheiten (Familien für die Konservativen und meinetwegen „Kommunen“ – aber bitte nicht im Sinne eines Otto Mühl – für die Linken) treten.

    Gerade die Atomisierung vom Wohnraum ist meiner Meinung nach eine erhebliche Einflussgröße in Bezug auf steigenden Wohnraumbedarf und steigende Kosten im städtischen Bereich.

    Wenn Linke Zuwanderer aufnehmen wollen, müssten sie diese in ihre Wohneinheit aufnehmen. Damit können sie die Kosten für ihre Selbstgefälligkeit und ihren künstlichen moralischen Orgasmus nicht mehr auf andere abwälzen.

    Auch migrationsbewegte Schauspieler oder Milliardäre könnten so Steuern sparen, wenn sie Migranten auf ihre eigenen Kosten in ihren eigenen Wohnraum aufnehmen würden.

    Es wäre somit ein sich selbst regulierendes auf Nachhaltigkeit und Emphatie gründendes System.

  8. Reini

    de Voltaire,…
    … sollte sich nicht die Weltbevölkerung (friedlich) dezimieren?
    … sollte nicht unsere Gesellschaft lernen, sich selbst zu erhalten?
    … wann ist die Grenze des Bevölkerungswachstums erreicht?
    … was passiert wenn ein (Finanz-) Krise und die Wirtschaftlichen Folgen die Einwanderung in Frage stellt?
    … den freiwerdenden Lebensraum bekommt man am schnellsten mit Krieg! … was bei einer hohen und wachsenden Überbevölkerung eintreffen wird,…

  9. Falke

    Ein Buch zu kritisieren, ohne es gelesen zu haben, ist niederträchtig. Diesen Vorwurf muss man den meisten deutschen Journalisten und vor allem den Politikern machen, an der Spitze mit Merkel und Schäuble. Ich selbst habe zwei Bücher von Sarrazin gelesen und kann guten Gewissens sagen, dass er nie eine Behauptung ohne Quellenangabe aufstellt. Das macht das Lesen auch ewas mühsam, weil die Texte erstens sehr sachlich und daher etwas trocken empfunden werden und es zweitens natürlich sehr viele Quellenangaben gibt, die alle gesammelt am Ende des Buches stehen, sodass man während des Lesens immer nach hinten blättern muss, wenn man die Quelle ansehen möchte, wo oft auch ganze Textpassagen daraus zitiert werden. Die Mühe ist es aber immer wert.

  10. Selbstdenker

    @Reini:
    Im Prinzip haben Sie sich Ihre Fragen eh schon selbst beantwortet.

    Der aktuelle Wahnsinn liegt darin, dass es Kulturen gibt, die wissentlich mehr Nachwuchs produzieren, als sie selbst ernähren können. Die von der UNO favorisierte „Replacement“-Migration wirkt wie eine Subvention, die den Kinderreichtum vormoderner Kulturen zusätzlich fördert.

    Die Frage der Nachhaltigkeit stellt sich in ein paar Jahrzehnten nicht mehr, weil sich jene Kulturen, die auf Nachhaltigkeit geachtet haben, „freiwillig“ von der Erde vertschüsst haben.

    Die Nachrückenden werden Umwelt-, und Ressourcen- und Menschenrechtsfragen wesentlich „entspannter“ und religiöse Themen erheblich „unentspannter“ sehen.

  11. Karl

    @Gerald Steinbach: „Diffuse Ängste“ sind es nur dann, wenn die Ängste von den bösen bösen Rechtspopulisten verbreitet werden. Wenn aber die „Guten“ solche Maßnahmen treffen müssen, wie die Kulturbereicherer sich nicht so benehmen, wie sich die Gutlöcher das vorgestellt haben, dann ist es natürlich „Sachpolitik“.

  12. raindancer

    es ist auch absolut der falsche Anreiz für die Frauen ….die Zeiten des Mutterordens sind vorbei..den sollte man meiner Meinung nach nur bekommen, wenn Frauen ebenso im Berufsleben sind und sich die Erziehungsarbeit mit Männern teilen ..mit 5 Kindern ist das schwierig ..ausser man ist superreich.
    Aktuell sind österreichische Alleinerzieherinnen mit einem Kind und berufstätig oft an der Armutsgrenze und türkische Familien mit 6 Kindern …leben bestens ..und das ist kein Gerücht.

  13. Gerald Steinbach

    Karl,
    besonders nach so schrecklichen, wir lassen uns unser Leben nicht…….Anschlägen wird ja den Volk von einen staatsnahen Psychologen(Adrian Lüders,..) vorgeworfen das wir diffuse Ängste mit uns mitschleppen und die ja auch nicht begründet sind, anderseits werden Innenstädte und Weihnachtsmärkte(sie wissen, diese mit den Winterköstlichkeiten) mit sogenannten Pollern bzw Müllcontainer abgesichert, ergibt ja dann irgendwie einen Widerspruch

  14. mariuslupus

    @Gerald Steinbach
    Guter Link, aber zwei Zeilen unten „Mehr Schutz für den Ballhausplatz“. Wieso ? Warum ? Die eingeladenen Gäste werden doch nicht versuchen ihre Gastgeber und Wohltäter zu meucheln.

  15. elfenzauberin

    Ich war einst auch ein Befürworter des Sozialstaates, bin es aber längst nicht mehr. Der Sozialstaat ist ein Mittel, um Menschen, die für sich selbst sorgen können, vom Staat abhängig zu machen. Davon abgesehen ist für mich ein Mensch dann sozial, wenn er nicht ständig vom Geld der Anderen lebt.

  16. Dr.Fischer

    mariuslupus 19.59

    Unser Regierungsviertel im Ersten wird von versenkbaren Bollern geschützt, dzt in Planung, ebenso wichtige Tourismuspunkte, so vernahm ich es heute nachmittag aus den Nachrichten. Erstaunlich. Wieso fürchtet sich unsere Regierung vor der Friedensreligion? Und wer schützt – falls da doch etwas zu befürchten sein sollte – nicht nur die touristisch wichtigen Bereiche sondern schlicht und einfach die Bevölkerung?

  17. Gerald Steinbach

    Dr. Fischer
    Gute Frage,….warum haben die Typen alle einen Security im Schlepptau, warum gehören ihre Gebäude geschützt, gibt es da vielleicht einen Generalverdacht gegen das Volk und gegen die Neubürger??

  18. Johannes

    Was er sagt ist so verblüffend und man wundert sich warum es nicht alle erkennen können.
    Die Europäische Politik befolgt ein Dogma das lange vor den großen Migrationsströmen eine wunderbare Gelegenheit der Selbstgerechtigkeit bot.
    So gesehen sind ja die Einwanderungsbefürworter konsequent sie wollen sich nicht zugestehen das ihr Jahrzehnte lange gepflegtes Weltbild nicht mehr geeignet ist.
    Die Einstellungen der siebziger, achtziger und neunziger Jahre taugen nicht mehr denn jetzt hat sich die Welt in Bewegung gesetzt und möchte die Versprechen eingelöst sehen. Darum tun sich alle so schwer die Jahrzehnte lang ohne Ahnung was es wirklich bedeutet von der Errettung aller Menschen dieser Erde träumten wenn sie es nur schaffen nach Europa zu gelangen.

  19. Dr.Fischer

    Steinbach 21.31 –

    :-)) Mag schon sein, daß unsere Hansln sich sowohl vor den von ihnen eingebürgerten Neuansiedlern ebenso wie vor dem darob zornigen Volk fürchten …..

  20. mariuslupus

    @De.Fischer
    Warum sollte die Regierung die Wähler schützen, die so blöd waren ebendiese Regierung zu wählen. Dummheit ist kein Schutz vor den Folgen der Dummheit.
    Noch etwas, wo sehen Sie das zornige Volk ? Ich sehe nur die Schafe, die noch nicht kapiert haben wo sie die Schäfer und die Oberchäferin, hintreiben. Die Schafe meinen sie kommen nach dem geschoren werden noch irgendwie davon. Illusionen. Realitätsverleugnung.

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