Zensur im Netz: Chinesische Lösung für Deutschland

„…….Der SPD-Abgeordnete Lars Klingbeil plädierte in einem Vortrag dafür, dass zukünftig Angebote von ARD und ZDF in den Netzen bevorzugt behandelt werden sollen.
Wesentlicher Teil der SPD-Digital-Forderung ist im Leitantrag zum Wahlprogramm eine „Must-be-Found“-Regelung, die sicherstellen soll, dass faktisch regierungsnahe Medien bei Facebook und Twitter als erste sichtbar werden sollen. Gleichzeitig sollen digitale und Rundfunkwelt „verschränkt“ werden; das bedeutet: Das Netz soll über weite Strecken zum „Rundfunk“ erklärt und der Kontrolle durch die Landesmedienanstalten der Länder unterworfen werden. Es ist klar, gegen wen sich diese Forderung richtet: ARD und ZDF als staatsnahe und staatlich kontrollierte Medien sollen im Netz bevorzugt und andere Anbieter schärfer kontrolliert werden. Verlage und Blogs sollen in den Hintergrund rücken, weil sie nicht über Rundfunkräte von Parteisoldaten kontrolliert werden. Es ist eine chinesische Lösung für das Netz: Zugelassen wird nur, was den Kontrolleuren gefällt….“ (hier)

26 comments

  1. Thomas Holzer

    Und die österr. Parlamentarier haben diese deutschen Vorschläge noch nicht als Gesetzesvorlage für uns Untertanen formuliert?!
    Ich bin wahrlich enttäuscht ob dieser Langsamkeit

  2. Selbstdenker

    Im Feindfunk wurden derartige Ansinnen bereits vor rund einem Jahr diskutiert: man versucht die analoge Welt der „Öffis“ via Zwang der digitalen Welt überzustülpen.

    Die linken Meinungsverbreiter und medialen Polithuren haben den Wettbewerb der Argumente verloren, deshalb versuchen sie mit autoritären Methoden das Internet zu einer Art FS1 und FS2 umzubauen.

    Es gibt aktuell zwei Strategien, die auf das Gatekeeping in Bezug auf die öffentliche Meinung abzielen:

    1) Marktbeherrschende Medien (Google, Facebook, Twitter und Youtube): Unterwanderung der Plattform entweder a) organisatorisch oder b) über bezahlte Troll-/Spam-Poster sowie unbezahlte Aktivisten, die sich mitreißen lassen.

    2) Nicht marktbeherrschende Medien: Schaffung ungleicher Wettbewerbsbefingungen durch a) Diffamierung als Fake-News oder extremistische Publikation (Ausnahme: linksextremistische und islamistische Inhalte) und b) offene und verdeckte Subventionierung von Verbreitern regierungsfreundlicher Informationen.

    Dass derzeit eine gross angelegte „Säuberungskampagne“ läuft, dürfte manchen wohl schon aufgefallen sein.

    Thomas Holzer hat gestern einen Artikel der FAZ verlinkt, der auf umfassende Analysen und Brandmarkung politischer Gegner im Sinne der Strategie 2) hindeutet.

  3. mariuslupus

    Der nächste Schritt Volksinternet, die Zugangskontrolle beim Volksgenossen Intenetwart, dem Propagandaministerium direkt unterstellt und verantwortlich.
    Die Zeiten mit BBC ta-da-taaa, das war einmal.

  4. cmh

    Damit ist ein neues Auftauchen des Latrienengerüchtes sichergestellt.

    Woher nehmen die eigentlich die Frechheit, einem ihre Meinung aufdrücken zu wollen und die Hybris zu meinen, diese, ihre Meinung wäre die richtige Sicht der Dinge?

    Ca ira, ca ira ….

  5. sokrates9

    Ich fürchte die Zensur läuft schon besser als wir glauben! Ich möchte so gerne die natürlich alles fake – Vorwürfe gegen Macron, der ja offiziell beinahe mittellos ist – trotzdem er Banker war – studieren! Leider sind diese alle verschwunden und tauchen in keinem Alternativmedium auf!
    Dafür wird mit totaler Begeisterung täglich Trumpbashing betrieben und geschrieben dass er täglich vor dem Rauswurf steht! Anscheinend ist der Kampf von Trump gegen den tiefen Mafiastaat noch in Gange!

  6. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Keine Sorge, der Herr Trump demontiert sich schon selbst

  7. Selbstdenker

    @mariuslupus:
    Nicht so pessimistisch.

    Das Kostengefüge für die allumfassende Zwangsbeglückung aller Bürger mit dem politisch vorgegebenen Narrativ verschiebt sich mit voranschreitender Bedeutung von brauchbaren Informationen als Rohstoff und Wettbewerbsfaktor immer mehr zu Ungunsten der Meinungsmonopolisten.

    China kann sich aufgrund verschiedener Faktoren bei der Serienfertigung materieller Güter auf günstige Skaleneffekte verlassen. Diese werden durch Innovationen nicht-chinesischer Mitbewerber jedoch laufend unterminiert. Das Zulassen von Innovationsprozessen steht aber im völligen Widerspruch zum aktuellen chinesischen Gesellschaftsmodell, so dass man auf einen stetigen Informationszufluss von außerhalb Chinas angewiesen ist. Eine Zensur stößt so an ökonomische Grenzen, die umso mehr zum Tragen kommen, je ausdifferenzierter das wirtschaftliche Geschehen mit voranschreitendem Wohlstand ist.

    Dieser Prozess ist für die Fans vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) als Propaganda-Schleuder dauerhaft nicht zu gewinnen. Reichte in der Frühphase von TV und Internet eine Sendeanstalt, teilte man später den ÖRR häufig in einen konservativen (ARD) und einen „progressiven“ (ZDF) Zweig auf. Zentrifugale Kräfte versuchte man über das Bundesländer-TV einerseits sowie mit Störsendern (gegen die Versorgung über ausländische Privatsender) anderseits zu begegnen.

    Mit jedem Differenzierungsvorgang steigen die Produktionskosten für einen staatlichen Universalanbieter einerseits und die Abschottungskosten anderseits exponentiell an. D.h. die Marktabdeckung mit der „alternativlosen“ Einheitsmeinung kann man sich nur mit erheblichen Kostensteigerungen einerseits und mit zunehmend unpopulären Maßnahmen anderseits „erkaufen“.

    Eine Schlacht wird über unmittelbare Fakten entschieden, während ein Krieg nur zu gewinnen ist, wenn sich ein Gegner dauerhaft dem Willen des vermeintlichen Siegers unterwirft.

    Aus diesem Grund wird das liberal-konservative Lager seit Jahren und Jahrzehnten mit einer fatalistischen Grundstimmung eingedeckt: „da kann man nichts machen“, „die Mehrheit [welche?, Anmerkung] will das so“, etc.

    Ich beobachte diesen Vorgang schon sehr lange und das Grundmuster wird häufig auch von durchwegs intelligenten liberal-konservativen Leuten schleichend verinnerlicht.

    Zusammenfassend: die Chance das Unheil bei der Wurzel zu packen, war nie besser als heute. Es erfordert allerdings, dass man sich ein Stück weit aus der Komfortzone herausbewegt und etwas mehr Risiken eingeht.

    An die Fans der ÖRR-Matrix: ich mache Euch ja gar nicht Eure Existenz streitig. Es geht nur darum, das Leute, die sich nicht allumfassend einlullen lassen möchten von Eurer penetranten „Mission“ verschont bleiben.

    Wenn die Wiener ihr Glück als bedingungslose Grundsicherungsempfänger in einer totalen rot-grünen Matrix sehen, sollen sie es haben. Sie sollen sich aber klar sein, dass sie a) selbst dafür aufzukommen haben und b) ihr totalitärer Meinungsimperialismus außerhalb ihrer roten Bollwerke unerwünscht ist.

    Die beste Lösung wäre ohnedies, wenn Wien aus der Republik Österreich austreten würden. Den ORF könnt Ihr geschenkt haben, wenn Ihr dafür die Sendemasten in den Bundesländern abbaut.

    Deal?

  8. Thomas F.

    Russland ist da schon einen Schritt weiter mit seiner staatlichen Suchmaschine ‚Sputnik‘, die sicher stellt, dass die Staatspropaganda dem geknechteten Volk vorrangig eingetrichtert wird.
    Leider muss sie jetzt (nach vielen verbratenen Steuermillionen) wieder zugesperrt werden, weil sie keiner benutzen wollte.

  9. Selbstdenker

    Und was passiert, wenn die lokalen Politikerdarsteller mal anstehen?
    Richtig, Sie wenden sich an die Politikergewerkschaft in Brüssel:

  10. Christian Peter

    Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist verfassungswidrig und wird daher vom Verfassungsgerichtshof einkassiert werden. Das wird aber erst nach den Bundestagswahlen 2017 passieren. Offenbar macht es die deutsche Regierung auch nicht anders als die kriminellen Regierungen in Österreich seit vielen Jahrzehnten : Die Verfassung mittels einer Flut verfassungswidriger einfacher Gesetzen auszuhebeln.

  11. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Sie meinen, der Verfassungsgerichtshof wird so „effektiv“ gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz vorgehen wie bei der Finanzierung der PIGS Staaten über den Euro oder bei der Grenzöffnung durch Angela Merkel?

  12. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Selbstverständlich. Alles lässt der Verfassungsgerichtshof nicht durchgehen, sonst könnte man diese Einrichtung gleich auflösen.

  13. Selbstdenker

    Meanwhile in Sweden:
    https://www.youtube.com/watch?v=qXwzCZ3hHeg

    Eine schwedische Behörde erstellt eine Blacklist von rund 14.000 „gefährlichen“ Internet-Usern.

    Nicht enthalten: Antifa und der IS
    Enthalten: Sargon of Akkad, Andywarski, Black Pigeon Speaks, etc.

    Liebe Spinner im hohen Norden: ich würde mich geehrt fühlen, wenn Ihr The Land of the Free – praktisch das genaue Gegenteil von Schweden – in Eure gelben Seiten aufnehmen würdet:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/

    Join me in! 😉

  14. mariuslupus

    @Thomas Holzer
    Trump hat nicht die Absicht sich selbst zu demontieren. Im Gegenteil. Die Presse kann ihm die eigene Niederlage nicht verzeihen. Deswegen die Wut und die ständigen Berichte über Chaos, Verrat usw. im WH. Trump mag die Presseleute nicht, hat sie wiederholt gekränkt, Abwesenheit beim White House Corespondents Dinner, und Trump wird nicht versuchen sich bei NYT, WS, CNN, CBS anzubiedern. Dafür werden ständig Verleumdungen verbreitet. Niemand der im Oval Office war hat etwas von Geheimnisverrat gehört.
    Und, warum sollte die Russen für Trump sein ? Clinton wäre für die Russen viel bequemer zu handhaben. Hat sich erpressbar gemacht, evident und ihre Unfähigkeit in der Aussenpolitik bewiesen, Benghasi.
    Die staatlich gelenkte Presse verbreitet immer neue Schrecklichkeiten über Trump, aber es zu glauben ? Ist das notwendig ?

  15. Falke

    @Christian Peter
    Sie haben recht: man könnte den Verfassungsgerichtshof tatsächlich gleich auflösen. Er ist nämlich völlig links- und regierungshörig und legt das Grundgesetz garantiert immer in diesem Sinne aus.

  16. Rennziege

    18. Mai 2017 – 18:20 — mariuslupus
    @Thomas Holzer
    „Ist das notwendig?“ fragen Sie. Wenn Sie sich die Titelzeilen der Print- und Online-Presse oder der TV-Sender anschauen, werden Sie zweifellos feststellen, dass täglich vier oder gar sechs davon Donald Trump als Titelgestalt und Banditen im Weißen Haus präsentieren. Dazu reichen die unwichtigsten Kleinigkeiten, die politisch belanglos sind. (Ich rechne mit einem baldigen „Bild“- oder „Krone“-Aufmacher à la „Amtsenthebung! Trump hat im Oval Office gefurzt“ oder so.)

    Nein, mariuslupus, journalistisch notwendig ist das nicht, sondern ein weiteres Symptom der Speichelleckerei heutiger Tintenstrolche (Karl Kraus). Aber es ist halt opportun und den herrschenden Kleptokraten wohlgefällig; denn die sind auf Nebeltöpfe aller Art angewiesen, um von den wahren Problemen abzulenken, die sie eigenhändig zu verantworten haben und ausdauernd perpetuieren. Was für so gut wie die gesamte EU gilt.

    Also klemmen die Lohnschreiber ihre Auspüffe zusammen und machen aus transatlantischen Mücken Elefanten, während sie aus europäischen Elefanten Mücken machen. Auch so kann man Geld verdienen, zumindest einstweilen noch.
    Herzliche Grüße!

  17. Selbstdenker

    @Falke:
    Sie sind mir zuvorgekommen.
    Ja, ein „Höchstgericht“, das erwartbar immer links entscheidet, kann man getrost auflösen.
    Es ist nämlich dann kein unabhängiges Gericht, sondern eine politische Behörde.

  18. Selbstdenker

    @Rennziege:
    Es findet derzeit in mehreren Ländern gleichzeitig eine von Kräften, die 2016 mehrere herbe Niederlagen erlitten haben, koordinierte „Säuberungs“-Welle statt:

    Delegitimierungskampagnen gegen die migrationskritischen Regierungen in den USA, UK, Polen, Ungarn, Tschechien und Mazedonien. Theresa May hat übrigens sehr geschickt reagiert.

    Rasches Durchboxen von Blasphemiegesetzen in praktisch sämtlichen westlichen Ländern. Damit einhergehend: Maßnahmen zur umfassenden Einschränkung der Meinungsfreiheit.

    Finanzierung und Aufrüstung der sogenannten „Anti“-Faschisten (genauer: Faschisten).

    Erstellung von öffentlichen Prangerlisten gegen jene, die den Neoprogressivismus decodiert und via Social Media allgemein verständlich erklärt haben.

    Demonetarisierungskampagnen durch Diffamierung einerseits und Beeinflussung von Werbeeinschaltungen anderseits.

    Die Methoden sind so offensichtlich, dass ich mich frage, warum sie nur so wenigen auffalen.

  19. Rennziege

    18. Mai 2017 – 20:50 — Selbstdenker
    D’accord, monsieur! „Warum sie nur so wenigen auffallen“, erklärt sich aus dem medialen Orchester, in welchem die schrägsten Geiger die höchsten Gagen einstreichen. Aber auch dies wird eines baldigen Tages zu Ende sein, denn das Publikum ist nicht saalfüllend schwerhörig.
    „Theresa May hat übrigens sehr geschickt reagiert.“ Ja, hat sie! Und sie wird, sosehr auch sie mit dissonantem EU-Geschwätz belästigt wird, sich nicht verbiegen lassen. Der Vergleich mit Margaret Thatcher ist zwar noch früh, wird sich aber erhärten.
    In Brüssel haben so manche Großgoscherten schon Verdauungsstörungen nach dem Verzehr ihrer Froschschenkel-Vorspeisen, weil Mrs. May und beide Häuser des UK-Parlaments sich von Kriegserklärungen der EU partout nicht beeindrucken lassen.

  20. sokrates9

    Ich glaube der Kampf von Trump gegen den tiefen Staat und die dortige Mafia ist nach wie vor im Gange! Nach der
    Bombardierung von Syrien infolge des Giftgasfakes glaubte ich schon dass Trump domestiziert wurde – da war dann plötzlich der Präsident 1 Woche eher als Held in den Schlagzeilen- doch nun scheint Trump nach wie vor seine eigene Linie zu fahren! Russland ist wieder in, Trump trifft sich mit dem Außenminister und ich glaube er ist der einzige Pragmatiker dem ich eine Entspannung mit Russland zutraue!Das ist natürlich den europäischen Medien nicht recht die gerade wieder Front gegen den bösen Putin aufbauen! Soros wird übrigens von den Russen per Haftbefehl gesucht!

  21. Selbstdenker

    @Rennziege:
    Die Briten haben im richtigen Moment die Notbremse gezogen. Die Tories erfreuen sich großer Popularität und auch ein Hard Brexit genießt einen großen Rückhalt in der Wählerschaft. Die Erpressungsversuche der EU und die Popularität von Theresa May verhalten sich wie kommunizierende Gefäße. Die EU kann dabei nur verlieren.

    Was Kontinentaleuropa anlangt, möchte ich ergänzen, dass sozial-nationalistische Gruppierungen wie der FN und die FPÖ genau nach dem Drehbuch der International-Sozialisten spielen:

    Die fälschlichereweise als „Rechte“ bezeichneten Sozial-Nationalisten skandalisieren zusammen mit ihren vermeintlichen Gegnern aus dem linken Lager Kandidaten vom liberal-konservativen Spektrum. Obwohl sie besessen nach Macht sind, fehlen den Sozial-Nationalisten die erforderlichen Mehrheiten.

    Das geradezu zwanghafte Verhalten im dumpfen sozial-nationalistischem Eck wird so zur Kalkulationsgröße der International-Sozialisten: die von den Sozial-Nationalisten kaltgestellten Liberalen und Konservativen wählen dann im Zweifelsfall sich äußerlich moderat präsentierende International-Sozialisten.

    Auch wenn François Hollande als Präsident eine ziemlich Null war, muss man ihn und seinen Beratern ein großes taktisches Talent zuerkennen in einer Situation komplett verbrannter Erde ihren Kandidaten in das Präsidentenamt zu hieven.

    Die Aussicht auf Macht bewirkt eine Besoffenheit bei den fälschlicherweise als „Rechtspopulisten“ bezeichneten Sozial-Nationalisten, die sie in jede taktische Falle tappen lässt, die ihre strange Bedfellows aus dem linken Lager aufstellen.

    Kern spielt ein ähnliches Spiel: er fördert den Beißreflex der FPÖ gegen Sebastian Kurz. Offenbar glaubt Christian Strache ernsthaft, dass er Bundeskanzler werden könnte … und dann kommt ein dreißigjähriger „Studienabbrecher“ (© Christian Peters Tourette-Syndrom), der die ÖVP im Vorbeigehen übernimmt und in der Kanzlerpräferenz klar führt.

    Der Frust innerhalb der FPÖ muss ziemlich tief sitzen.

    Originellerweise wird von Gestalten wie Christian Peter und einem anderen User, der unter verschiedenen Nicknames postet, Sebastian Kurz eine Nähe zu Soros-Organisationen unterstellt, während man die recht offensichtlichen Soros-Verbindungen von Christian Kern und sein – freundlich formuliert – nicht ganz so wohlgeratenen Sohn unter den Tisch kehrt:
    https://alexandrabader.wordpress.com/2017/01/29/kanzler-kern-und-die-soros-agenda/

    Die sogenannten „Rechtspopulisten“ setzen sich damit selbst Schachmatt und verhelfen den einfrigsten Soros-Anhängern auch in geradezu aussichtslosen Situationen zum Wahlsieg. Wenn etwas konstant verlässlich ist, so ist es die Dummheit der Sozial-Nationalisten.

  22. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Es ist mir bewußt, dass viele über den Vitamintabletten- und Wasserfilterverkäufer Alex Jones lachen. Ich stufe ihn als eine Art Comedian ein, der seine Rolle gut spielt aber gelegentlich einige gute Punkte anspricht.

    Die folgende Einschätzung von Jerome Corsi in Sachen Deep State erscheint mir gar nicht so abwegig zu sein:

  23. Oliver H.

    @Selbstdenker

    „Originellerweise wird von Gestalten wie Christian Peter und einem anderen User, der unter verschiedenen Nicknames postet, Sebastian Kurz eine Nähe zu Soros-Organisationen unterstellt, während man die recht offensichtlichen Soros-Verbindungen von Christian Kern und sein – freundlich formuliert – nicht ganz so wohlgeratenen Sohn unter den Tisch kehrt:“

    Freundlich formuliert: Sie halluzinieren. Andernfalls hätten Sie in jenen Threads auch sinnerfassend mitlesen können, in denen Sie sogar schreibend mitwirkten:

    | 20. AUGUST 2016 – 08:59
    | Dr.Fischer
    | Immerhin bespricht sich Kern mit dem Soros-Sohn, der ihn kürzlich besucht hat. Es sei ein
    | interessantes, od so ähnl., Gespräch gewesen, ließ er verlauten. Den Inhalt od Ergebnis werden
    | wir ja demnächst sehen, schließe ich daraus.

    | 31. AUGUST 2016 – 07:49
    | wbeier
    | >Das Geheimnis des George Soros<
    | Da gibt es noch Geheimnisse? Allerdings, denn was hat sein Sohn, Alexander Soros, eigentlich
    | bei BK Kern in geheimer Mission zu tun? Briefing?

    Nachdem die erste Ihrer origenellen Phantasmen abgeräumt ist, zur zweiten: Das Council on Foreign Relations ist keine Soros-Organisation und wurde hier auch niemals so dargestellt, wie lesekundige Erwachsene wissen sollten, sondern eine, wo er /auch/ dabei ist, ist das CFR doch einige Dimensionen potenter und zugleich auch älter, als der allseits bekannte Philanthrop mit seinen eigenen Organisationen.

    Ob und wie Sie "Christian Peter" als "Rechtspopulisten" oder "Gestalt" bezeichen, wird mutmaßlich nur ihn kümmern, was Sie darüber hinaus aber an Gleichsetzung betreiben, ist – freundlich formuliert – Bockmist erster Ordnung, infamer, faktenwidriger und blöder ist kaum vorstellbar – immer noch freundlich formuliert.

    "Die sogenannten „Rechtspopulisten“ setzen sich damit selbst Schachmatt .."

    Würden Sie sich weniger krampfhaft in Originalität versuchen, dann hätten Sie mitbekommen, was Libertäre hier von Kern und Soros halten. Es wäre Ihnen aber auch nicht entgangen, wonach man das Bild etwas breiter darstellt, als Ihr halbgares Werk mit allein weißen Feldern.

    Der Vorstellung, daß Puppet-Masters zwei antagonistisch agierende Lager beeinflussen, wenn nicht gar steuern, verweigern Sie sich mit einer Inbrunst, die ihresgleichen sucht. In Ihrem Kosmos ist die Mickey-Mouse-Verschwörung gerade noch thematisierbar, wonach Soros sich in Austriachstan Politiker wie Kern oder Vranitzky und einige Grüne hält, die Tatsache aber, daß eine Organisation oberhalb Soros's Gewichtsklasse einen Kurz, Busek und sonstige Lichtgestalten an der Leine führt, das, ja das ist eine "krude" Verschwörung, die Aluhutträger an sonnigen Maitagen vorzugweise in stickigen Innenräumen ausbrüten, um den Chemtrails zu entgehen.

    " und verhelfen den einfrigsten Soros-Anhängern auch in geradezu aussichtslosen Situationen zum Wahlsieg."

    Was soll das werden, wenn's fertig ist?

    "Wenn etwas konstant verlässlich ist, so ist es die Dummheit der Sozial-Nationalisten."

    Ja, nein, vielleicht. Wenn Sie aber tatsächlich von dem überzeugt sind was Sie schreiben und wenn Sie trotz des Wissens, daß sowohl die ÖVP als auch die SPÖ an Schnüren hängt, die irgendwie durch Soros' Finger laufen, dann, lieber Selbstdenker, sollten Sie Ihre Ausführunge auf Social-Justice-Worriers und Neoprogessivismus beschränken.

    Möglicherweise sind die lokalen Sozial-Nationalisten auch ferngesteuert, kann sein. Sobald ich Hinweise dafür habe, lasse ich es Sie wissen. Wenn Sie was Zweckdienliches haben, dann bitte her damit. Bis dahin aber täten Sie gut daran sich auf Gebiete zu beschränken, denen Sie auch gewachsen sind.

    Solange Sie aber von Unterstellung sprechen, wenn man Kurz' Mitgliedschaft beim CFR hervorhebt, obwohl er dort sogar auf der Mitgliederliste (ecfr.eu/council/members) geführt wird, solange wird kein Dünger dieser Welt Ihr Wachstum beschleunigen. Schade!

  24. Selbstdenker

    @Oliver H.:
    Wenn man die angebliche CFR-Mitgliedschaft von Sebastian Kurz thematisiert, sollte man aus Gründen der intellektuellen Redlichkeit die Kontakte von Christian Kern und seinem – sagen wir mal – etwas seltsamen Sohn zu Soros und den US „Democrats“ nicht unterschlagen. Und damit meine ich nicht einen später nachgeschobenen Verweis auf einen Kommentar aus dem Jahr 2016.

    In der Diskussion auf die Sie sich beziehen, hat der Trompeter ein derartiges Framing betrieben. So als wäre eine Koalition der FPÖ mit einer Soros-nahen SPÖ etwas „besseres“ als eine ÖVP-mit-irgendwas Koalition mit Sebastian Kurz an der Spitze.

    Wenn Sie sich die Wahlen in Frankreich ansehen, wird Ihnen auffallen, dass der von der Realität stark entkoppelte Machtanspruch vom sozial-nationalistischen FN eine liberal-konservative Wende verunmöglicht hat.

    Die sogenannten „Rechtspopulisten“ versuchen das liberal-konservative Lager abzumontieren um sich ihre eigene Ausgangslage zu „verbessern“.

    Wenn ihnen das gelingt, verlieren Sie – so wie in Frankreich – anschließend in der direkten Konfrontation gegen die Sozialisten. Die sozial-nationalistischen Parteien werden zwar nicht direkt ferngesteuert, allerdings kann man mit ihnen perfekt taktieren, weil sie in ihren Eskapaden ziemlich berechenbar sind.

    Und wiel Sie den Neoprogressivismus erwähnen: der „Plan A“ liest sich stellenweise wie ein neoprogressives Manifest. Die erwähnten SPÖ-Kontakte nach Übersee runden das Bild ab.

  25. Oliver H.

    @Selbstdenker

    „Wenn man die angebliche CFR-Mitgliedschaft von Sebastian Kurz thematisiert, sollte man aus Gründen der intellektuellen Redlichkeit die Kontakte von Christian Kern und seinem – sagen wir mal – etwas seltsamen Sohn zu Soros und den US „Democrats“ nicht unterschlagen.“

    Was auf den ersten Blick plausibel scheint, scheitert an drei banalen Tatsachen:

    1) Sie werfen den Trompeter mit anderen Mitpostern in einen Topf und rühren um, daß einem schlecht werden könnte, war doch allein er es, der von einer S/FPÖ-Koalition träumte.
    2) Trompeter hat die CFR-Mitgliedschaft nicht erwähnt, mutmaßlich wusste er bis vorgestern nicht, was das überhaupt ist.
    3) Dort wo aufs CFR verwiesen wurde, war zugleich Kurz auch dediziertes Thread-Thema. Wollte man Ihrer Gedankenflucht folgen, ließen sich auch inkriminieren, wonach nicht auch Bilderberger, Atlantik-Brückler und Mitglieder der Trilateralen Kommission in Österreich zeitnahe gelistet wurden.

    „Und damit meine ich nicht einen später nachgeschobenen Verweis auf einen Kommentar aus dem Jahr 2016.“

    Was auch immer Sie meinen: Schalten Sie bitte den Riesenmixer aus und honorieren zugleich, daß jene um Vernunft bemühten Poster hier beim Thema bleiben und mit Kurz, wenn er explizit Thema ist, nicht auch noch SPÖ, Grüne und Neos abfackelten mit dem nachgereichten Dauerdisclaimer, daß die FPÖ Sozial-Nationalisten sind.

    „In der Diskussion auf die Sie sich beziehen, hat der Trompeter ein derartiges Framing betrieben.“

    I don’t fucking care! Mir geht diese Gestalt nicht minder auf den Zeiger als Ihnen, umso lachhafter ist Ihr Framing(!), andere Poster wären für sein Treiben irgendwie mitverantwortlich („Unterschlagung des Aufzeigens von Soros-Verbindungen der SPÖ“).

    „Wenn Sie sich die Wahlen in Frankreich ansehen, wird Ihnen auffallen, dass der von der Realität stark entkoppelte Machtanspruch vom sozial-nationalistischen FN eine liberal-konservative Wende verunmöglicht hat. [..]“

    Das mag sein, war aber bislang nicht Thema hier.

    „Und wiel Sie den Neoprogressivismus erwähnen: der „Plan A“ liest sich stellenweise wie ein neoprogressives Manifest. Die erwähnten SPÖ-Kontakte nach Übersee runden das Bild ab.“

    Zum gefühlten 1000sten mal: Kein Widerspruch. Das berechtigt Sie aber dennoch nicht zum Vorwurf, Poster die beim Topic bleiben, würden dergestalt das Big-Picture unterschlagen und deshalb mit irgendwelchen schmerzbefreiten Spinnern gemeinsames Framing betreiben.

    Gentlemen agree on facts; Sie sind ein Gentleman und darüber hinaus noch intelligent, weshalb wir uns wohl auf ein dummes Missverständnis in der Hitze der Debatte werden einigen können. OK?

  26. Selbstdenker

    @Oliver H.:
    „…weshalb wir uns wohl auf ein dummes Missverständnis in der Hitze der Debatte werden einigen können. OK?“

    Agreed.

    Ja, das war ein Querschläger aus meiner „Diskussion“ mit dem Trompeter, der Sie fälschlicherweise gestreift hat.

    Eine angedeutete „Gleichsetzung“ mit dem Trompeter nehme ich zurück. Das war sehr unpassend und von meiner Seite untergriffig.

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