Nach Manchester: Die Party ist vorbei

(WERNER REICHEL) Ein Mädchen, das sich für das Konzert ihres Idols extra schön gemacht und lustige Partyohren aufgesetzt hat, steht, eingehüllt in eine Decke, neben einem Polizeiauto und schaut verstört und verängstig in eine Kamera. Ein Bild, das sich einbrennt, ein Bild, das mehr über das Massaker in Manchester und den Zustand Europas aussagt, als die unzähligen Berichte, Analysen, Experten-Interviews und Einschätzungen, mit den immer selben beliebigen Aussagen und Antworten, die gerade in Dauerschleife auf den europäischen TV-Sendern laufen.

Nur wer selbst Kinder oder gar eine Tochter in diesem Alter hat, kann überhaupt ermessen, was in diesem Mädchen auf dem beschriebenen Bild vorgeht, was das für ihre Psyche, ihrer Zukunft und ihr Leben bedeutet. Die unzähligen kinderlosen Europäer haben nicht die geringste Ahnung, was so ein Blutbad für die überlebenden Kinder, ihre Eltern oder die Eltern und Geschwister der zerfetzten Opfer bedeutet.  Nein, können sie nicht, auch wenn sie so tun als ob. Eine Eltern-Kind-Beziehung und all die daraus erwachsenden Gefühle, Bindungen und Verantwortlichkeiten sind für kinderlose Menschen einfach nicht begreif-, nicht nachvollziehbar.

Genau das ist übrigens eines der Hauptprobleme Europas, ist einer der Gründe, warum Europa seine respektive die Zukunft der immer weniger werdenden autochthonen Kinder so völlig sinn- und verantwortungslos verspielt.  Aber jeder, der das anspricht oder versucht in die öffentliche Debatte einzubringen, wird sofort und höchst aggressiv als sexistisch, dumm, xenophob und was man an linken Kampfbegriffen sonst noch so auf Lager hat, abgewürgt.  Eine Diskussion darüber soll und darf nicht stattfinden.

Doch selbst die viele kinderlosen linken SelbstverwirklicherInnen sollten angesichts der Grausamkeit und des Ziels dieses neuen Terroranschlags erkennen können: Die fröhliche europäische Multikulti-Party ist, kaum dass sie begonnen hat, schon wieder vorüber. Trotzdem warten derzeit über sechs Millionen weitere Gäste in Feierlaune in Afrika und dem nahen Osten nur darauf, die bunte, lustige, und fröhliche Party zu crashen, zu der sie von linken Multikulti-Politikern wie Angela Merkel oder Eva Glawischnig – die die Fete allerdings schon fluchtartig verlassen hat – eingeladen worden sind.

Das Ziel und die Botschaft des Manchester-Terroranschlags ist eindeutig. Ebenso eindeutig muss die Antwort des Westens sein. Die Reaktion auf diesen Terror gegen unschuldige Kinder, sprich auf diese Kriegserklärung ist, um es mit einem Lieblingswort der politisch korrekten Bücklinge auszudrücken, alternativlos. Aufwachen! Wir befinden uns im Krieg, ganz egal, was die Mainstreammedien, Politiker und diverse „Experten“ behaupten. Eine Gesellschaft, die nicht entsprechend darauf reagiert, wenn ihre eigenen Kinder von Feinden abgeschlachtet werden, hat es nicht anders verdient, als von der Weltbühne geprügelt zu werden.

Der Terror und vor allem die Ursachen des Terrors müssen mit allen Mitteln, mit militärischen, polizeilichen, politischen, wirtschaftlichen, künstlerischen etc., bekämpft werden. Wer das noch immer nicht erkennen kann oder will, dem ist nicht mehr zu helfen. Das naive Diversity-Gebrabbel, die infantilen Buntheitsphantasien, die dümmlichen und täglich tausendfach widerlegten alle Menschen-Kulturen-und-Religionen-sind-gleich-Behauptungen, der europäische Schuldkult, der kulturelle Selbsthass und all die anderen obskuren Glaubenssätze der menschlich und moralisch verkommenen Neosozialisten gehören endgültig auf dem Misthaufen der Geschichte entsorgt.

Was in Manchester passiert ist, war weder ein Einzelfall, noch der Terroranschlag eines „sozial benachteiligten und ausgegrenzten“ Menschen, sondern schlicht eine von vielen kriegerischen Attacken gegen Europa. Wenn in den Medien Experten nun darüber rätseln, warum ausgerechnet Manchester, warum ein Konzert, man würde am liebsten laut aufschreien, weil das Offensichtliche offensichtlich nicht thematisiert werden darf.  Weil man sich in völlig unwichtigen Details verliert, nur damit die Bürger das große Ganze aus den Augen verlieren: vernebeln, relativieren, ablenken, Anteilnahme heucheln etc.

Schritt für Schritt wird es den Europäern verunmöglicht ihre eigene Kultur, ihre Gebräuche und ihre Tradition öffentlich zu zeigen und zu leben. Mittlerweile ist jedes Konzert, jeder Weihnachtsmarkt, jedes Straßenfest ein Hochsicherheitsrisiko. Immer öfter werden solche Veranstaltungen aus eben diesen Gründen abgesagt oder können nur noch unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.  Dass Politiker nach jedem Terroranschlag brav Sätze aufsagen wie, wir lassen uns vom Terror nicht einschüchtern …, ist angesichts der tatsächlichen Entwicklungen und Reaktionen nur noch absurd.

Die europäischen Ungläubigen werden sukzessive und systematisch aus dem öffentlichen Raum verdrängt, ihre widerlichen Feste dürfen sie, wenn überhaupt, nur noch im privaten Raum feiern, so wie etwa in Pakistan oder Saudi-Arabien. Dabei ist das, was in Manchester und in all den Monaten zuvor in ganz Europa passiert ist, erst der Auftakt. Es gibt ein unerschöpfliches Reservoir an kampffähigen und -willigen Männern innerhalb – und außerhalb Europas und immer weniger kampffähige und -willige autochthone Europäer. Eine ungünstige Kombination.

Die verantwortlichen Politiker in Brüssel und den europäischen Hauptstädten lassen keinerlei Anzeichen erkennen, dass sie die dramatischen Entwicklungen und die Tragweite der rezenten Problemfelder überhaupt erkennen.  Dabei sprechen wir gar nicht von linken Irrlichtern wie Ulrike Lunacek, die nun erklärt hat, dass es falsch war, die Balkanroute zu schließen. Viel schlimmer als solche Politiker sind jene Menschen, die sie wählen.

Aber selbst die nun zu „Law&Order“ blitzkonvertierten bürgerlichen und sozialdemokratischen Politiker haben nicht einmal ansatzweise die Dramatik der gerade ablaufenden Prozesse begriffen. Mit ein paar halbherzigen Gesetzesänderungen, lächerlichen Integrationsvereinbarungen, fruchtlosen „Dialog“-Angeboten und sonstigen politischen Ersatzhandlungen zur Vortäuschung von Handlungskompetenz wird man nicht nur nichts zum Besseren ändern, sondern im Gegenteil, Europa noch schneller zerstören.  So müssten die verantwortlichen Politiker endlich begreifen, was z.B. Grenzschutz, ja, was Grenzen überhaupt bedeuten. Nur wer sie – notfalls auch mit Gewalt – schützt, hat überhaupt welche.

Die Politik der Symbole und Zeichen hat ausgedient. Niemand will mehr die Durchhalteparolen, die süßlichen Trauer- und Mitleidsbekundungen jener Politiker hören, deren Aufgabe es eigentlich wäre, die Menschen vor solchen kriegerischen Angriffen und Grausamkeiten zu schützen.  Sollte Europa, sollten die nationalen Regierungen nicht endlich robuste Maßnahmen ergreifen, die auch von unseren Feinden – Huch, in unserer Multikulti-Ponyhof-Welt gibt es auch Feinde! – als solche wahrgenommen werden, wird sich die Lage weiter dramatisch verschärfen.

Statt Viktor Orbán zu verteufeln, sollten Macron, Merkel, Kern und Co. bei ihm Nachhilfestunden nehmen. Dann würden sie vielleicht lernen, dass sich um die eigenen Staatsbürger (zur Erinnerung: Das sind die, „die schon länger hier leben“) zu sorgen und sich vor allem für die Interessen des eigenen Landes einzusetzen, gar nicht soooo böse, unmoralisch und dumm ist, wie es die linksverseuchten Geisteswissenschaftler, (Staats)Künstler und Medienleute gerne darstellen.

Und hört bitte endlich mit all den ebenso durchsichtigen wie dümmlichen Ablenkungsmanövern auf. Nein, unser Problem sind nicht die ohnehin kaum vorhandenen „Nazihorden“, auch nicht die wirren Reichsbürger oder Freeman-Bewegungen. Nur zum Vergleich: Die von den Medien so innig gehassten Identitären klettern auf Gebäude und Bühnen oder entrollen Transparente, Islamisten schlachten massenhaft Kinder, Frauen und andere unschuldige Menschen ab. Unterschied „gecheckt“? Wo doch „Faktenchecks“ bei Linken und ihren Medien derzeit so beliebt sind.

Auch mit dem Kriminalisieren der Überbringer der schlechten Nachrichten, sprich mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit, wird man die aktuellen Probleme nicht lösen, sondern bestenfalls noch ein paar Wochen oder Monate lang  unterdrücken können.

Was muss eigentlich noch passieren, damit die „linksliberalen“ (neudeutsch für sozialistisch) Kleinbildungsbürger aus der Großstadt, die katholischen Herz-Jesu-Marxisten, die esoterischen Öko-Veganer, die „anti“-faschistischen Publizistikstudenten, die weichgekifften Alt-Hippies etc. endlich begreifen, dass ihre Kultur, ihr Lebensstil, ihr eigenes Leben, ihre Zukunft in Gefahr sind,  wenn sie nicht endlich etwas tun und zwar nicht nur „je suis“-Sprüchlein auf Facebook oder Twitter posten. Es würde für den Anfang schon reichen, jene Parteien und Politiker zu wählen, die diese Entwicklungen schon seit Jahren aufzeigen und auch bekämpfen (wollen).

Aber noch denken die vielen „sozial gerechten“ und kinderlosen Europäer, die oftmals an wichtigen Schaltstellen sitzen: Für mich wird es sich eh noch irgendwie ausgehen. Wird es nicht, außer man stirbt in den nächsten zwei bis maximal vier Jahren.

 

69 comments

  1. Oliver H.

    @Mario

    „Könnten wir uns alle ein bisschen weniger reinsteigern bitte? Wenn ihr schon Leben retten wollt, ist das eure beste Chance. Keiner sprengt sich selbst in die Luft, wenn es am Ende „niemanden“ interessiert und das gegenwärtige Ausmaß an Interesse ist realistisch betrachtet vollkommen fehl am Platz.“

    Das ist eine valide Einschätzung, die leider nicht das Zeug zum Common-Sense hat. Terror läßt wesensbedingt die Emotionen hochgehen, das steht jede Nüchternheit auf verlorenem Boden.

    „Ich schließe aufgrund der absoluten Zahlen, dass das Ausmaß der öffentlichen Diskussion in keinem Verhältnis zur Relevanz des Problems steht und dieses am Besten von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten gelöst werden sollte (was auch passiert).“

    Leider schlägt, und das ist zutiefst menschlich, der qualitative Aspekt jede Statistik. Und als ob das Terrain nicht schon ausreichend verseucht wäre, appellieren Zyniker, wir sollten uns an den Terror gewöhnen, was auf nichts anderes hinausläuft, als sich islamistischem und behördlichem Terror inform staatlicher Beschränkungen bürgerlicher Freiheiten gleichermaßen zu beugen.

    Geschickt eingefädelt, nicht wahr? In einigen Dekaden hat rückblickend wieder einmal niemand das Ganze kommen sehen. ‚Know thy enemy!‘ wollte man den Schlafschafen ins Gesicht brüllen, würde dies nicht einmal mehr wirkungslos verhallen. Interessante Zeiten.

  2. The Editrix

    Tja, Kinderlose sind eben ethisch-sittlich minderwertig und empathielos. Wir sind auf dem Weg in die moralische Zweiklassengesellschaft, geleitet von Menschen, die meinen, sich aufgrund ihrer biologischen Funktionen für ethisch-sittlich höherwertig halten zu dürfen. Zivilisatorischer Verfall findet eben an vielen Stellen statt.

  3. stiller Mitleser

    @ The Editrix
    fescher nick, übrigens, gratuliere!

    Nirgendwo in Reichels Artikel steht, daß Kinderlose „ethisch-sittlich minderwertig und empathielos“ seien –
    das ist Ihre Interpretation, um ihn in die reaktionäre Ecke zu befördern.
    Und eine „moralische Zweiklassengesellschaft“ versuchen social justice warriors und ihre hiesigen Epigonen
    zu etablieren!

  4. Christian Peter

    @stiller Mitleser

    Der IS wird sich ob der grenzenlosen Dummheit der meisten westeuropäischen Länder krumm lachen, Terroristen mit Sozialhilfe zu versorgen und dem Islam trotz ausufernder Probleme den roten Teppich auszurollen und mit Milliardenbeträgen aus öffentlichen Mitteln auszustatten.

  5. mariuslupus

    Die Party geht weiter, es gibt keinen Türschutz, keine Security, jeder darf an der Party teilnehmen.
    Der Mörder von Manchester war vor seinen Mordanschlag in Syrien, wurde dort entsprechend aufgerüstet und ist nach UK zurückgekehrt. Ohne Probleme, ohne Befragung, ohne Verhaftung. Die Reden aller Politiker, May inklusive, triefen von appeasment und Feigheit . Mit Phrasen bussines as usual, carry on, werde die Opfer und ihre Angehörigen verhöhnt.

  6. waldsee

    waldsee
    @interessierte
    wirklich gut finde ich :
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  7. Wanderer

    Diesen hervorragenden Text bei Ortner zu bringen ist gut. Noch besser wäre er in einer großen Tageszeitung aufgehoben, denn im Forum ist man sich über die Tragweite des Islam- und Migrationsproblemlos ohnehin im Klaren.
    Es stimmt schon, dass der Anteil der Terroropfer statistisch nur eine kleine Rolle spielt. Es macht aber qualitativ einen Unterschied, ob jemand bei einer Flutkatastrophe ertrinkt, oder sich ein Islamist – der oftmals als Schutzbefohlener von der Allgemeinheit jahrelang alimentiert wird – in einer Gruppe Unschuldiger in die Luft sprengt. Interessant wäre, wie groß der Anteil jener Muslime ist, die derartigen Terroranschlägen nicht ablehnend bzw. gleichgültig gegenüberstehen.

  8. Tom Jericho

    Wem die aktuelle Entwicklung nicht zusagt (und ich gehe einmal davon aus: Keinem Menschen, der nicht völlig gehirngewaschen oder rechtgläubig ist, kann diese Entwicklung zusagen), wer sich aber immer noch „zu fein“ ist, die vom medialen Mainstream gebashte FPÖ (bzw. in Deutschland die AfD) zu wählen, macht sich der Beihilfe schuldig. Nun glaube ich nicht, daß ein FPÖ-Kanzler hier die Nacht in den Tag verwandelt, aber es würde schon reichen, ein paar Weichen à la Ungarn zu stellen, damit die Situation wenigstens nicht noch schlimmer wird. Und das ist realistischerweise von keinem rot/schwarz/grün/pinkem Kanzler zu erwarten – auch nicht von Kurz.

  9. Rosa Schmitz

    @Christian Ortner
    Die „kinderlose Bagage“ kam im Kommentar von Gerald Huetter vor der schreibt „Dies ist der wesentliche Unterschied zur kinderlose Bagage unter unseren Politikern …“ Ich habe mich in meinem zweiten Kommentar auf einige Kommentare bezogen (den von Herrn Huetter vorallem) und mein Entsetzen darueber zum Ausdruck gebracht.

  10. erich weingartner

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/mr-market/kinderlose-eliten-und-die-zeitlich-abgehaengten/
    Ist diese hohe Zahl kinderloser „Eliten“ Zufall? Ich glaube nicht. Es besteht ein Zusammenhang, denn der immense zeitliche Aufwand, der nötig ist, um politisch in höchste Ämter zu steigen – was auch politisches Netzwerken und Wahlkämpfe am Wochenende einschließt – passt nur schwerlich damit zusammen, seinen eigenen Kindern gerecht zu werden. Außer natürlich man ist schon ganz oben angekommen und hat eine breite Support-Infrastruktur von Tagesmüttern, Kindermädchen und Großeltern, die das ein wenig abfedern können. Aber für Tagesmütter und Kindermädchen braucht es Finanzkraft, die bei Durchschnittsverdienern in der Progressionszone wegbesteuert wird und ins Sozialsystem abfließt und selbst dann bleibt eine Lücke, denn Eltern kann man einfach nicht ersetzen. Das bürgerliche Rückgrat der Gesellschaft ist vom politischen Diskurs abgehängt

  11. mariuslupus

    @Rosa Schmitz
    Es ist eine Tatsache, die politischen „Eliten“ sind kinderlos. Sie sind narzistisch nur an ihrer Karriere interessiert, was später kommt, uninteressant.
    Die Zukunft sind Kinder. Wer keine Kinder hat, Kinder nicht haben wollte, ist auch nur an der Gegenwart, aber nicht an der Zukunft interessiert.

  12. Christian Lichtner

    Dass nach dem Wechsel von Hollande zu Macron, die 4 Bevölkerungsreichsten Länder der EU (BRD, FRA, UK, ITA, in Summe mehr als die Hälfte aller EU-Bürger) kinderlose Regierungsführer haben, ist wirklich ein Wahnsinn! (die Stiefkinder von Macron, welche etwa gleich alt sind wie er, lass ich da nicht gelten)

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