Die Zukunft ist dezentralisiert

„….Die Konservativen und Progressiven argumentierten im 20. Jahrhundert für universelle, politische Prinzipen. Die Welt zu formen, ist aber alles andere als einfach. Selbst in unserer äußerst hypervernetzten, digitalisierten Zeit kämpfen die Eliten um die Unterstützung für Globalismus, entgegen einer Flut von Nationalisten, Populisten und Separatisten. Libertäre sollten diese Realität begrüßen und sich einer, dem Universalismus, moralisch wie taktisch überlegeneren, alternativen Vision zuwenden: radikaler Selbstbestimmung….“ (weiter hier)

6 comments

  1. Selbstdenker

    Die Libertären überraschen mich immer wieder positiv. Der Text gibt genau das wieder für das ich schon seit längerer Zeit auf Ortner Online eintrete.

    Der radikale Universalismus ist meiner Meinung nach neben anderen Faktoren im Westen das Einfallstor für den Islam. Er hat die Grenze zwischen Orient und Okzident verwischt. Mit dem Endresultat, dass einerseits westliche Truppen in Afghanistan bzw. dem Irak kämpfen und anderseits in Europa (wieder) gepredigt und gekämpft wird.

  2. mariuslupus

    Globalisierung führt zu globalen Verantwortungslosigkeit. Die absolute Verantwortungslosigkeit ist die Realität des 21. Jahrhunderts. Es genügen paar Sprüche, yes we schaffen marche, und die Sache ist erledigt.

  3. Lisa

    zit.:“..dass Nationalität, Geographie, Kultur, Sprache, Ethnie und sogar Geschichte weniger ausmachen als geteilte Humanität…“ Schöne Zukunftsmusik für bekennende Kollektivisten. Sache ist nur, dass Menschen unter „Humanität“ (Menschenwürde u.dgl) jeweils etwas anderes verstehen als gewisse Wortführer des globalen Einheitsbreis. Für einen Japaner sieht Humaität anders aus als für einen Maori, für einen Ghanaer anders als für einen Inuit, ja sogar innerhalb eines sog. Kulturkreises braucht man nur mit den Menschen von Angsicht zau Angesicht reden und der Tscheche wird seine Meinung über Juden und Zigeuner ohne die geringsten Hemmungen dartun. Oder fragen Sie mal einen Schwaben, wie er einen Sachsen erkennt. Oder einen Berliner, was er von den Schwaben hält. Die Menschen sind verschieden und das ist gut so. Macht geht vor Recht: Wer die Macht hat, kann dem andern seine Werte aufzwingen, so siehts aus.

  4. KTMTreiber

    … „Zukunft“, – welche Zukunft ? Ich kann beim besten Willen, aus jetziger Sicht, sollte diese (derzeitige) Politik in dieser Weise fortgeführt werden – keine lebenswerte Zukunft ausmachen, – tut mir Leid.

  5. de Voltaire

    @ KTMTreiber: Nicht so pessimistisch, auch nach dem Untergang der Inka und der Römer hat es eine Zukunft gegeben. Immer noch gibt es dort „blühende Landschaften“, wird dort „gelebt, geliebt“, werden „gute Weine getrunken“. Zwar gibt es kein Tawantinsuyu und kein römisches Reich mehr, aber eine Zukunft – für die Nachfolger einer untergegangen Hochkultur. Also „nichts neues unter der Sonne“.
    Wenn auch das Lesen im Geschichtsbuch weniger schmerzhaft ist als das dabeisein …

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