Der Welt droht eine „brutale Neubewertung von Vermögen“

„… Der Risikobericht der französischen Finanzaufsicht AMF warnt vor einem potenziellen Einbruch der Aktienkurse auf breiter Front. Ebenso könnten Immobilien drastisch an Wert verlieren….“ (hier)

4 comments

  1. Fragolin

    Die komplette Vernichtung von Vermögen als „Neubewertung“ zu bezeichnen ist ein putziger Euphemismus. Wenn es kracht ist gar nichts mehr etwas wert, was man nicht essen, trinken, rauchen, in Tanks kippen oder gegen solches eintauschen kann. Außer den Hilfsmitteln, das zu verteidigen gegen jene, die glauben, das Manna vom Sozialamt wird ewig für sie vom Himmel regnen.

  2. nattl

    @fragolin: virtuelles Vermögen, also solches, das niemals welches war, kann man nicht vernichten.

  3. mariuslupus

    „brutale Neubewertung von Vermögen“, Neusprech, bedeutet eigentlich Enteignung. Hat schon Marx gesagt, nur anders, Vergesellschaftung der Produktionsmitteln. Gehören dann, allen und keinen. Eine kollektive Unverantwortung. 1917 wurde das Experiment der Neubewertung von Vermögen zuerst nur einen Land gestartet, 1945 auf weitere Länder ausgedehnt. 1989 wurde dem Experiment wegen anhaltenden Erfolgs, eine Pause verordnet. Nach etwas Lifting, Botox, Abstauben, Rouge auftragen, wird die Zombie 2017 wieder gesellschaftsfähig. Nur dieses mal wird es keinen NEP geben.

  4. Iris Voss

    Vorhergesagt und tatsächlich bereits beobachtbar waren unlängst diverse Vorbeben, wie jüngst der kurzzeitige Einbruch des Preises für Silber (dank „fatty fingers“ eines Händlers) oder das Ausbüchsen von Bloomberg-Daten, den Börseschluß anzeigend, als noch kein Börseschluß war (mittels ‚123.47‘ für den letzten gehandelten Preis). Die Japaner fanden das nicht lustig.

    Solche Hoppalas werden sich häufen, und wenn die Kurse demnächst tatsächlich weltweit absacken, werden überall sämtliche Finanzeinrichtungen auf Halt gesetzt, Bankomaten werden betreten schweigen und Online-Banker durchgängig ein „Sorry, not possible“ am Schirm vorfinden. Alles Notwendige für diesen Big-Freeze ist inzwischen in Stellung gebracht, alle Akteure sind unabhängig, weisungsfrei und für ihre Taten juristisch nicht belangbar.

    Wichtige Kommissionen werden wochenlang krisengipfelnd sorgenvoll in Kameras blicken und einen täglich wachsenden Phantastilliardenbetrag fordern zur Wiederflottmachung des Werkels, der IWF springt mit seinen SDRs als Retter in der Not auf die Bühne, die inzwischen bürgerkriegsähnlichen Zustände in multikulturellen Ballungszentren aufgrund der prekären Versorgungslage werden langsam wieder abflauen und das globale Finanzsystem hat dann seinen nächsten Level erreicht.
    Die Elite liest den „Ecomist“, der beschrieb den Systemchange, weg vom Dollar hin zum SDR, vor Jahren schon, angepeilt für 2017. Warum’s ausgerechnet der Economist wissen könnte, sollte mitterdings auch jeder kapiert haben.

    Nicht nur die nur Neubewertung von Vermögen ist dann brutal, unabhängig davon, welcher Definition von ‚Vermögen‘ man folgt (danke, nattl, für den richtigen Einwand), sondern auch die Jahrzehnte andauernde Bereitschaft der Öffentlichkeit, sich von Gottspielern mit deren zyklisch erprobten Mitteln zur Neuverteilung echten Vermögens immer wieder verarschen zu lassen.

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