Am E-Auto wird die Welt nicht genesen

„…..Sozialistische Planwirtschaft im Automobilbau ist inzwischen der Traum vieler Leute in der freien Welt. Dabei kennen wir die Elektroprobleme von morgen noch gar nicht. …“  FAZ, hier.

14 comments

  1. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: „Im Kern aber vor allem die Hybris der zentralen Planer samt ihrer intellektuellen Entourage, die Zukunft voraussehen und planbar dem menschlichen Zugriff unterwerfen zu können.“

    Sage das mal einer all diesen Politikern, Bürokraten und Zukunftsforschern.
    Megalomanie war schon immer ein, wenn nicht der schlechteste Ratgeber

  2. mariuslupus

    Die Planwirtschaft war immer erfolgreich. Die Fünfjahrespläne im Comecon haben bis jetzt überlebt und werden in der EU weiter verfolgt. Energie – ,Finanz-, Wirtschafts-, Sozialpolitik, alles ist planbar. Schon Genosse Lenin hat gesagt: „Wir brauchen einen neuen Menschen“. Der Mensch hat sich der Ideologie zu unterwerfen. Der Sozialismus braucht keine freien, selbständig denkenden Menschen.

  3. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    „Im Kern aber vor allem die Hybris der zentralen Planer samt ihrer intellektuellen Entourage, die Zukunft voraussehen und planbar dem menschlichen Zugriff unterwerfen zu können.“

    Thomas Sowell beschreibt in A Conflict of Visions und The Vision of the Anointed sehr treffend mit wem wir es zu tun haben. Anbei eine Gegenüberstellung der Unconstrainted / Utopian Vision of Man mit der Constrainted / Tragic Vision of Man:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2017/08/11/a-conflict-of-visions/

    Der Essay der FEE ist meiner Meinung nach übrigens recht lesenswert.

    Es ist diese Kombination aus a) Selbstüberschätzung, b) Entkopplung von der Realität und c) dem Absprechen der Existenzberechtigung von Menschen mit einer anderen Meinung aus der die großen Katastrophen entstehen.

  4. Falke

    Es wurde schon mehrfach berechnet, dass – sollten theoretisch sofort oder sehr schnell nur noch E-Autos fahren dürfen – alle Kraftwerke der Welt nicht einmal einen Bruchteil der dafür notwendigen elektrischen Energie erzeugen könnten. Wenn man nun – ebenfalls sehr rasch – die dafür notwendigen Kaftwerke bauen würde, müssten es vorwiegend Kohle-, Öl- oder Atomkraftwerke sein; Wasserkraftwerke sind extrem teuer, der Bau ist sehr langwierig, die Natur wird nachhaltig zerstört und überdies gibt es weltweit nicht genug Wasserkraft. Wind- und Solarkraftwerke kann man aufgrund ihres niedrigen Wirkungsgrades vergessen, also bleiben die extrem umweltschädlichen bzw. gefährlichen Kohle-KW und AKW. Dazu kommt noch das ungeklärte Problem der Entsorgung der Batterien. Weiters spricht man nur über PKWs; was ist mit Bussen und LKWs? Dafür gibt es noch übehaupt keine leistungsfähigen Batterien. Fazit: das E-Auto kann man vergessen.

  5. Selbstdenker

    @Falke:
    Ich stimme Ihnen zu.

    Soweit mir bekannt ist, geht bei einer Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus mit benzin- bzw. dieselbetriebenen Autos bereits etwa die Hälfte der Energie in die Herstellung eines Autos ein. Da elektrobetriebene Autos leichtere Karrosserien benötigen, müssen Hersteller Aluminium bzw. Carbonfasern einsetzen; die Herstellung wird damit teurer und noch energieintensiver.

    Der Umwelt wäre am meisten geholfen, wenn höherwertigere Autos mit besser austauschbaren Komponenten gebaut würden. Damit würde sich der Lebenszyklus verlängern und die bei der Herstellung bereits eingesetzte Energie länger genutzt werden.

    Wenn der Staat schon Gelder für umweltfreundliche Technologien ausgeben möchte, so wären die in der Grundlagenforschung am besten investiert. Dazu braucht es nicht neuer Mittel, sondern die Umschichtung der Gelder weg von sinnlosen bzw. destruktiven Projekten (Gender, staatliche Terrorismus-Finanzierung, Türkei) hin zu klassisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen.

  6. Leitwolf

    Wir kennen immerhin die Elektroprobleme von heute.
    1. Die Batterien sind exrtem teuer und recoursenintensiv.
    2. Daher ist die CO2 Bilanz in der Herstellung von Elektroautos katastrophal.
    3. Bleibt die Wahl zwischen (zu) wenig Batterien mit ungenügender Reichweite, oder ausreichender Bestückung, zu extremen Kosten. Sofern es am Ende nicht erst wieder ein Diesel sein soll, wie beim grünen „Wahlkampfmobil“.
    4. Ist die Lebensdauer der Batterien beschränkt. Da diese kürzer ist, als die Nutzdauer des Fahrzeugs, rückt ein ökologischer break-even in die unerreichbare Zukunft.
    5. Schnellladen verkürzt die Lebensdauer zusätzlich, und verstärkt, da meist tagsüber, die Stromspitzen weiter.
    6. Schonendes aufladen mit Haushaltsstrom dauert beim Tesla S Modell übrigens 40h.
    7. Da Strom kein Mascherl hat, sind alle Beteuerungen E-Autos würden mit „Biostrom“ fahren Unsinn. Der zusätzliche Bedarf muss letztlich aus den intendiert marginalen Quellen kommen – also zu 100% aus fossilen Brennstoffen.
    8. Sind E-Autos einfach zu teuer. Daran ändern auch diverse Subventionen nichts, bzw. gilt das nachdem sie bereits Steuergeld gekostet haben.
    9. Schreibt Tesla selbst pro verkauftem Fahrzeug 10.000 Dollar Verlust – trotz Subventionen und Gewinnen aus dem Zertifikatehandel.
    10. Schließlich stellt sich die Frage, wie viel Krücken noch notwendig sein werden, um uns ein sich selbsterhaltendes Geschäftsmodell vorzugauckeln. Das erinnert doch stark an ein Flugzeug, das seinen Jungfernflug an einem Kran hängend absolviert.

  7. cmh

    Man kann dabei nur hoffen, dass die Pferde, die nach dem Ende der Autoindustrie die Dienstkarossen ziehen werden nicht zuviel furtzen: wegen dem CO2 und so.

    Ein Anfang wäre es aber schon, wenn die Dienstautos, vor allem der Grüninnen aller Parteien ersatzlos gestrichen würden. Sie könnte ihrer Gesinnung nach, ja mit einem Dienstfahrrad mobil bleiben. Auch sollten sämtliche Dienstflüge nachweislich aus der Privatschaturre des betreffenden bezahlt werden. Es gäbe dann auch mzumindest keine Kyoto-Protokolle und ähnlichen Schwachsinn mehr, sondern bestenfalls ein Klimaabkommen von Simmering oder Neubau.

  8. Peter Malek

    Nun, da uns ohnehin alle Nachteile der E-Mobilität klar sind, brauchen wir uns schlicht und einfach kein´s zu kaufen und können uns jede weitere Aufregung sparen.

  9. sokrates9

    Alternativen wie zB Erdgas .-Technologoe verfuegbar -wesenntlich umweltfreundllicher werdden nicht einmal angedacht!

  10. KTMTreiber

    E-Auto? In Anbetracht des derzeitigen Status Quo räume ich der Renaissance des aus Krisenzeiten des vergangenen Jahrtausends bekannten „Holzvergasers“, größere Chancen ein… 😉

  11. gscheithaufen

    Ein modernes Auto, und schon gar ein E-Auto, ist ohne vernetzte Technologie nicht mehr betreibbar. In den feuchten Träumen der Gesellschaftsingenieure heißt das, wenn der Herr Ortner in Ungnade gefallen ist, dann schalten wir ihn ab – inklusive Automobil. Und außerdem wissen wir nicht nur aus dem Bewegungsprofil seines Mobiltelefons, sondern eben auch von seinem Auto, wo er sich wohl herumtreibt. Dass durch eingebaute Mikrofone (im spy-speech „Wanzen“ genannt) und vielleicht auch Kameras noch weitere private Daten gesammelt werden können – alles legal natürlich, im Namen des Datenschutzes, denn die Daten müssen ja gegen Mißbrauch durch den Datenurheber geschützt werden – ergänzt den feuchten Traum zu einer wahrlich orgiastischen Sinneseindrucksflut….
    Blöd halt nur, dass der Strom auch erzeugt werden will, auf dass er nutzbar gemacht werde. Speichern kann man ihn bekanntlich nur mit sehr bescheidenem Wirkungsgrad, daher muss umso mehr erzeugt werden – und auch transportiert werden, in entlegene Gegenden, wo es eben keine Steckdosen gibt. Na viel Spass bei den UVP Verfahren zur Errichtung neuer Hochleistungs-Stromleitungen. Und wenn die Batterie saftlos das E-Auto 10km vor der nächsten Tankstelle verrecken lässt, kann man halt schwer mit der Reservekanisterbatterie zur Tankstelle marschieren….. und mangels Strom halt auch nicht den ÖAMTC rufen. Undsoweiter.
    In diesem Kontext ist mE die Kombination Elektro-Verbrennungsmaschine die einzig technisch und auch ökonomisch konkurrenzfähige Variante: Strom für die Kurzstrecke (wo wir ja schon in der Fahrschule lernen, dass das die belastendste Betriebsform des Verbrennungsmotors ist, wurscht ob Diesel oder Benzin), und Verbrennungsmotor für die längeren Fahrten – wobei hier der Strom für die Kurzstrecke praktischerweise gleich mit erzeugt wird. Resultat: sowohl Senkung des Verbrauchs als auch Reduktion der direkten Emissionen im Fahrbetrieb. Ob allerdings der Gesamt-Energieverbrauch des Fahrzeugs vom Reißbrett bis zum Schrottplatz dadurch tatsächlich geringer wird, darf bezweifelt werden.

  12. Christian Weiss

    „Wind- und Solarkraftwerke kann man aufgrund ihres niedrigen Wirkungsgrades vergessen, also bleiben die extrem umweltschädlichen bzw. gefährlichen Kohle-KW und AKW.“

    Die Behauptung, dass Kernkraftwerke extrem umweltschädlich oder extrem gefährlich sind, stimmt beim besten Willen nicht. Das Gegenteil ist der Fall.
    Bei der Anzahl „Tote pro TWh“ – und die Relation zur produzierten Energiemenge ist entscheidend! -schneidet die Kernkraft wesentlich besser ab als alle Alternativen. https://www.nextbigfuture.com/2011/03/deaths-per-twh-by-energy-source.html

    Tatsächlich gab es bis heute nur einen einzigen Unfall in einem Kernkraftwerk, der zu einer wirklich hohen Opferzahl führte – und das ist bis heute jener von Tschernobyl.
    Bei den gerne genannten Beispiele Harrisburg oder Fukushima ist bisher kein Mensch an den Folgen der jeweiligen Reaktorunfälle gestorben.
    Was nicht ganz unwichtig ist: Graphitreaktoren wie jener von Tschernobyl, die aufgrund ihrer Bauweise praktisch nicht mehr kontrollierbar sind, wenn der Spaltprozess entgleist, sind ausserhalb der ehemaligen Sowjetunion nirgendwo in Betrieb. Ein Unfall wie in der Ukraine wäre also in der westlichen Welt schon technisch gar nicht möglich. Dass die sozialistische Ideologie viel zur hohen Opferzahl beigetragen hat, ist schwer von der Hand zu weisen.

    Bezüglich Gefährlichkeit und Umweltverträglichkeit gilt es einen ganz entscheidenden Faktor, und der lässt sogenannten Ökostrom wie Wind- und Solarkraft gegenüber der Kernkraft uralt aussehen: die Energiedichte.
    Die weltweite Energieversorgung kostet die meisten Opfer bei der Förderung der Rohstoffe. Weil Uran ein sensationell leistungsfähiger Brennstoff ist, ist der Rohstoffbedarf eines Kernkraftwerks vergleichsweise sehr gering. Ein mittleres Kernkraftwerk von 1 GW Leistung kommt mit 200 Tonnen Natururan im Jahr aus, wobei 20 Tonnen Uran angereicht im Reaktor gespalten werden. Ein Kohlekraftwerk der gleichen Leistung verbrennt über 2 Millionen Tonnen Steinkohle und ein Gaskraftwerk etwa 1 Million Tonnen Erdgas. Ein Offshore-Windpark, der die Produktionsmenge eines Kernkraftwerks produziert, dummerweise aber wetterabhängig ist, braucht mindestens 400 Riesenpropeller der 5-Megawatt-Klasse, die 200 Meter hoch sind. Eine Photovoltaikanlage mit dem gleichen Output misst ca. 60 Quadratkilometer.
    In jedem Fall müssen unglaubliche Erdmassen bewegt werden, um die Rohstoffe für diese Anlagen zu gewinnen. Und im Bergbau sterben auch die meisten Menschen.

    Ziemlich grotesk sind die Zustände beim Windstrom. Da heute mehrheitlich getriebelose Windkraftanlagen gebaut werden, die Permanentmagneten auf Neodym-Basis brauchen, werden in China jährlich abertausende Tonnen dieses Materials gefördert, das in den gleichen Gesteinsschichten wie Uran und Thorium liegt. Beides sind potenzielle Kernbrennstoffe, die man zu tausenden Tonnen an die Oberfläche fördert, wo sie dann auf Halde liegen.
    Mit dem Uran und dem Thorium würde man um Längen mehr Energie produzieren als mit dem Neodym für die Propeller. https://www.stimmen-aus-china.de/2011/04/26/selten-unnachhaltig-seltene-erden-und-umweltverschmutzung-in-china/

    Bereits die bestehende Kerntechnologie ist den Alternativen deutlich überlegen. Tatsächlich stehen aber wahre Revolutionen bevor. Brutreaktoren wie der russische BN-Reaktor haben in Kombination mit einem Leichtwasserreaktor lediglich einen 60stel des Brennstoffverbrauchs eines konventionellen Kraftwerks alleine. Ein Kernkraftwerk, das im Jahr 10 TWh Strom produziert, bräuchte lediglich etwa 4 Tonnen Natururan im Jahr.
    https://de.wikipedia.org/wiki/BN-Reaktor
    Dank der hervorragenden Energiedichte und der zu erwartenden Effizienzverbesserungen haben die für die Kernspaltung geeigneten Rohstoffe wie Uran und Thorium eine Reichweite, die in die Jahrmillionen reicht. https://festkoerper-kernphysik.de/nukleare_ressourcen

    Die Sicherheit soll mit der Generation IV noch weiter steigen. Die neuen Reaktor wären sogenannt „eigensicher“. Das heisst, ein ausser Kontrolle geratener Spaltprozess bricht zusammen. Unkontrollierte Kernschmelzen sind gar nicht mehr möglich.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_IV_International_Forum

    Wie Sie richtig festgestellt haben, sind die „erneuerbaren“ Energien nicht ergiebig. An der Solarkonstante lässt sich dabei auch nicht rumdrehen, darum kann kein technologischer Fortschritt das Problem der mangelnden Energiedichte der „erneuerbaren“ ändern.

    Wer den Ausstieg aus den fossilen Energien will, die immer noch 80% des weltweiten Energiebedarfs sicherstellen, der wird nicht um die Kernenergie herumkommen. Die Folgen einer Stromproduktion mit „erneuerbaren“ Energien für die Landschaft, für die ökologischen Kreisläufe und bei der Ausbeutung der Ressourcen wären katastrophal: Mit Propellern und Solarplatten zugestellte Landschaften und Städte, überflutete Täler und riesige Äcker, auf denen statt Nahrungsmittel Biotreibstoff produziert wird.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>