Bitcoin, Blockchains und ökonomische Theorie

“ (Der Bitcoin-Erfinder) Satoshi legte großen Wert darauf, anonym zu bleiben, und das aus gutem Grund. Seine Erfindung könnte große Umwälzungen herbeiführen. Er könnte auch Eigentümer von einer Million oder noch mehr Bitcoins sein (und nunmehr auch über einer Million Bitcoin Cash), die aus den Anfängen des „Minings“ stammen, um das Netzwerk aufzubauen. Sie haben heute einen potentiellen Marktwert von mehreren Milliarden Euro. Diese „Coins“ wurden nie bewegt. Ich kann nichts erkennen, dass mich zu der Annahme bewegen könnte, er habe seine Auffassung in Bezug auf seine Anonymität geändert….“ (weiter hier)

6 comments

  1. KTMTreiber

    … vor ein paar Monaten (Anfang Mai) kaufte ich mir aus „Jux und Tollerei“ für EUR 100.- Bitcoins, – nun am heutigen Tag weist meine „wallet“ einen Betrag i.d.H.v. EUR 413,12 aus und diesen Umstand erachte ich durchaus als bemerkenswert, erinnert mich das doch etwas an die Tulpenmanie in den 1630er Jahren … 😉

  2. Rennziege

    12. Oktober 2017 – 08:46 — KTMTreiber
    Die niederländische Tulpenmanie im 17. Jahrhundert war ein gutes Geschäft, solange man rechtzeitig ausstieg. Ich mag ökonomisch ziemlich altmodisch denken, aber aber sowohl Tulpen als auch virtuelle Währungen haben eine geringe Halbwertzeit. Wesentlich geringer als die (ebenfalls anonym bleibende) Kaurimuschel; aber die hat es ja leider nie in die Geldbörsen der Reichen und Schönen geschafft.
    Man stelle sich vor, welche Bonanza den Firmen Gucci, Ralph Lauren, Chloé, Prada (und so weiter) dadurch entgangen ist: Brieftascherln so groß wie Fußbälle, Handtaschen im Format eines Schiffskoffers! Alle lauthals klimpernd, mit ökologisch einwandfreiem Muschelkalk gefüllt. Bitcoins klimpern maximal auf einem PC mit guter Soundkarte, was ihre Attraktivität bei den Konkubinen der Stars und Millionäre zu einem beweglichen Fest macht. 🙂

  3. Christian Peter

    Außerdem wird sich ein reines Spekulationsobjekt wie der Bitcoin niemals als Zahlungsmittel eignen, denn wer zahlt mit Bitcoin, wenn der Wert durch die limitierte Ausgabe ständig steigt ?

  4. astuga

    @Christian Peter
    Allerdings gibt es sicher eine Menge Leute die mit einem Teil ihrer Bitcoins bereits „reale“ Werte erworben oder eingetauscht haben.

  5. astuga

    Nachsatz: Es gab auch mal eine Internet-Blase.
    Ich hätte aber dennoch gerne heute Amazon- oder Google-Aktien (Alphabet Inc.) aus dieser Zeit.

  6. Rennziege

    12. Oktober 2017 – 18:57 — astuga
    Damit liegen Sie richtig. Nicht zum ersten Mal übrigens. Dazu eine Anekdote: Mein alter Herr, auf dem Lande lebender Bücherwurm, entdeckte anno ~1980 einen jungfäulichen Anbieter namens ABC-Buchversand, gegründet von einer Österreicherin namens Stadler oder so, Sitz in München; die teilte ihm nach etlichen Verkäufen mit, sie sei von einer amerikanischen Firma aufgekauft worden, und sie würde, wenn er nix dagegen habe, seine Kundendaten weitergeben.
    Der alte Herr hatte nix dagegen und vernahm so den Namen Amazon in statu nascendi und roch den Braten, kaufte an der NYSE (in Europa wurde dieses Startup noch nicht gehandelt) eine Handvoll Aktien für ein paar hundert Alpendollars, gegen den Rat seiner Ösi-Bank, auch gegen meinen. Der Rest ist Geschichte: Er ist heute Millionär, nicht nur in Dollars. Man unterschätze niemals die feinen Nasen der wettergegerbten Börsenfüchse.

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