Gut, reden wir über Jerusalem…

Unabhängig davon, wann bzw. ob die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen, markiert die Anerkennung der israelischen Hauptstadt eine Wende in ihrer Nahostpolitik. Schon mit der Ankündigung steigt der Druck auf die arabische Welt, endlich die Realität anzuerkennen: Es kann niemals ein „Rückkehrrecht“ für Palästinenser geben, die nicht in Israel geboren wurden. Und Jerusalem wird die Hauptstadt Israels bleiben. Vielleicht wird es einmal auch die Hauptstadt eines palästinensischen Staates sein, aber nie wieder werden sich die Juden aus ihrer Stadt vertreiben lassen. Je geschlossener Europa sich dem anschließen würde, desto größer wäre die Aussicht auf Erfolg. Leider beweist der Kontinent vorläufig nur, wie recht Dan Shueftan mit seinem Bonmot hatte: „Immer wenn Du Zweifel hast, frag die Europäer – und mach dann das Gegenteil.“ (hier)

37 comments

  1. Thomas Holzer

    Ausgezeichneter Beitrag! Chapeau!

    Aber leider ist Israel und wird es noch für viele Jahre bleiben, der Paria unter den Staaten. Israel wird schlechter behandelt als jedes andere Land auf dieser Erde, auch wenn es von einem blutigem Diktator beherrscht wird.

    Ich wage zu behaupten, daß einem ziemlich großen Teil europäischer Politiker gar nicht ungelegen käme, würde Israel gar nicht existieren

  2. Rado

    Würde auch gerne erfahren, von welchem angeblich „gefährdeten Friedensprozess“ die Palästinenseranführer gerade reden. Gut, der Messerintifada ist gerade etwas der Schwung abhanden gekommen und mit ihren schönen teuren Tunneln sind sie auch gerade aufgeflogen.
    Das war aber eher das Verdienst der anderen.

  3. Thomas Holzer

    @CP
    Israel hat nie einen Angriffskrieg geführt, im Gegensatz zu den arabischen Staaten, diese gleich mehrmals.
    Mit Ihrer Argumentation könnte auch Deutschland auf die Rückgabe von ganz Ostpreußen pochen

  4. Rado

    Es wird halt wieder die üblichen Anti-Israel in Wien geben mit den üblichen unappetitlichen Begleiterscheinungen. Diese Leute wissen ja nicht erst seit 1972, wie man sich in Europa beliebt macht.

  5. Christian Peter

    @TH

    Jerusalem steht rechtlich nach wie vor unter internationaler Kontrolle, der Ostteil Jerusalems wird (wie auch andere Gebiete) nach wie vor von Israel besetzt.

  6. aneagle

    Putin hat schon im April Westjerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Das war den feigen Pütinfürchtigen nicht einmal einen Kommentar wert. Kaum macht Trump etwas sehr ähnliches (auch die US-Botschaft entsteht auf einem Grund, der schon vor 1967 israelisch war), verfällt ganz Eurabien, vom radikalislamistischen SaudiArabien bis zum (noch) gemäßigt islamischen Europa, in Schnappatmung. Sogar Frau Merkel, nicht gerade eine im Vordergrund agierende Entscheiderin, wie Jamaika zeigte, fand binnen weniger Stunden zu einem fundierten Urteil, wie sonst nur gegenüber Thilo Sarrazin. Nur der Iran muss nicht nachbessern, hat er doch schon mehrmals seine Absicht geäußert Israel von der Landkarte zu pusten.
    America first,Trump hat es schon wieder getan, indem er eine 22Jahre alte, mit großer Mehrheit beschlossene, Maßnahme des US Kongresses realisiert. Er maßt sich an selbst zu denken und entscheidet, ohne Europa zu fragen. Jenes Europa, das den Friedensprozess in der Nahost-Region seit Jahrzehnten behindert, indem es seine Islamisierung von seinen eigenen Bürgern selbst bezahlen läßt und darauf noch stolz ist. Siehe Türkeideal, Irandeal, etc.
    Trump ist kein herkömmlicher Politiker. Er hält sich an Wahlversprechen, an sein Deal-Angebot für seine Wähler. Nicht auszudenken, wenn solche politischen Standards auch in der alten Welt ankommen. Seine Abkehr vom Pariser Klimazirkus, sein letztlich erfolgreicher Einwanderungsstop für islamistische Gefährder, seine Steuerreform, ja sogar die konsumentenfreundlichere Regulation des VW-Skandals, alles Wohltaten, auf die staatlich gemaßregelte Europäer wohl nicht hoffen dürfen.
    Interessant auch sein Statement in welchem er Israel als eine der erfolgreichsten Demokratien der Welt bezeichnet. Ob er das über Deutschland unter Merkel- home of the „Netzdurchseuchungsgesetz“ by Heiko- auch finden würde, darf bezweifelt werden

  7. Franz Meier

    Trump macht es richtig. Er zeigt Haltung und Härte. Er zieht es durch, er lässt sich nicht von den kranken europäischen und amerikanischen Linken einschüchtern. Es geht die Deutschen und die EU überhaupt nichts an, wo die Amerikaner ihre Botschaft aufstellen. Wenn die EU Angst vor noch mehr Flüchtlingen hat, soll sie die Zusammenarbeit ihrer kriminellen NGO’s mit den kriminellen Schleppern unterbinden und gefälligst ihre Aussengrenzen sichern. Die Hamas, die PLO und die Hizbollah Fanatiker predigen ihren Kindern, kaum dass sie laufen und sprechen können, den Hass auf die Juden und den Westen. Der Westen und die Juden sind an allem schuld was in der arabischen Welt schief läuft. Jedes einzelne Problem ist die Schuld des Westens. Verschwörungstheorien zuhauf. Wir wissen alle Bescheid warum die Araber nicht weiter vorankommen und warum sie im Mittelalter steckengeblieben sind. Es wurde schon alles 100 Mal erklärt, erläutert und beleuchtet, da gibt es nichts mehr zu entschuldigen – die müssen selber ihren Weg finden. Was ändert die Tatsache, dass die US Botschaft in einigen Jahren in Jerusalem stehen wird? Gar nichts, die Welt wird sich weiter drehen, die Hamas wird es sich im Gazastreifen gut gehen lassen und die PLO in der Westbank. Die Hizbollah wird weiter den Libanon in seiner Entwicklung und in seinem inneren Frieden behindern. Ausbaden müssen das die Menschen in den Lagern, die sind angeschmiert – seit 1948. Deutschland hat seit 2015 mehr als 1.5 Millionen Flüchtlingen/Migranten aufgenommen. Als die Palästinenser 1948 flohen waren es 750’000. Die Araber haben sie in Lager gesteckt – dort sitzen sie seitdem und haben sich insgesamt auf über 5 Millionen vermehrt, verstreut über die arabische Welt. Die Araber wollten die damals geflohenen 750’000 Palästinenser nicht integrieren. Die ganze arabische Welt von Marokko bis Irak und von Syrien bis Somalia wollte 750’000 Palästinenser nicht aufnehmen, sondern hat sie in Lagern verrotten lassen! Ihre eigenen Brüder! Was soll man dazu sagen. Da erscheint der Standort der US Botschaft relativ unbedeutend für die Zukunft dieser Menschen.

  8. dna1

    @Christian Peter
    Selten bin ich ihrer Meinung, eigentlich fast nie, aber heute schon.
    Dieser gesamte Problemkreis ist eine Frage, die man nicht so einfach beantworten kann. Je nach Bezugszeitraum haben auch die anderen Poster recht, das stimmt schon (Außer jene, die sich auf eine Entscheidung des US-Kongresses von vor 22 Jahren beziehen und nun meinen, Trump setze nur das um. Bitte Leute, das ist lächerlich!), aber gerade deshalb braucht es eine losgelöste und unabhängige Betrachtung, wenn man zu einer friedlichen Lösung kommen will, auch wenn keine Seite wirklich völlig zufrieden damit sein wird. Friedlich wird es anders nicht gehen und ich weiß, dass es für mich als Unbeteiligter einfach ist, hier meine Weisheiten kundzutun.

  9. Mona Rieboldt

    England, Frankreich, Deutschland haben gleich gesagt, sie würden Trump nicht folgen in der Sache Jerusalem. Alle drei Länder haben hohe Zahlen von Moslems im Land. Sie haben einfach nur Angst, dass diese Aufstände machen in ihren Ländern. Europa ist feige und unterwirft sich schon im voraus dem Islam, die Realität wollen sie eh nicht sehen, dass man sich Massen an Antisemiten ins Land geholt hat.

    Trump hat richtig gehandelt. Auch wenn jetzt Araber und EU über ihn herfallen im weiteren Trump-Bashing.

  10. Falke

    Trump hat nichts anderes getan, als wieder eines seiner Wahlversprechen eingelöst. Das ist natürlich für die Regierungen der EU-Staaten etwas ganz Ungeheuerliches – so etwas tut man doch nicht, jedenfalls nicht in Europa! 😉

  11. CE___

    Ganz unabhängig einmal von der Sachlage, die in der Nahost-Frage eh‘ extrem verworren und in meiner Meinung unlösbar ist…

    ist mir ein westlicher Politiker wie Trump tausendmal lieber der Jerusalem mittels Botschaftsverlegung zu Israel’s Hauptstadt upgradet…

    als die ganzen europäischen politischen Appeaser, Bücker und Schenker im Angesichte Allahs, die sich lieber 200 Moscheen unwidersprochen quer durch D bauen lassen und den Moslems hier ihre „Hauptstädte“ einrichten lassen.

  12. Der Realist

    Ist ja egal, was Trump tut, nach Ansicht der meisten europäischen Politiker und Journalisten, hätte er gar nicht Präsident werden dürfen. Und wenn jetzt alle Obergescheiten den „Friedensprozess“ gefährdet sehen, dann haben diese wohl Jahrzehnte geschlafen. Was bezüglich Frieden zwischen den beiden Staaten bisher gemacht wurde, waren bloß Alibihandlungen.
    Meine Hoffnung liegt im Klimawandel.

  13. Franz Meier

    Es ist wirklich interessant. Der Westen hat in den letzten 150 Jahren gewaltige Fortschritte für die Menschheit erzielt: Gesundheit, Mobilität, Ernährung, Technik. Gewaltige Fortschritte, die man mit allen teilt. Man hat schlussendlich auch grosse, soziale Fortschritte erzielt. Die Menschen im Westen leben heute mehr oder weniger in Freiheit. Die Kolonien wurden in den 40er, 50er und 60er Jahren in die Selbständigkeit entlassen. Die Asiaten haben ihren eigenen Weg gefunden, diesen gehen sie beständig weiter. Nach den utopistischen Versuchen mit dem Kommunismus, sind sie heute, mit Ausnahme von Nordkorea, alle stramm kapitalistisch. Sie sind dem Westen heute vielfach ebenbürtig. Sie werden uns vielleicht eines Tages überholen. Die Südamerikaner, einst spanisch/portugiesische Kolonien, gehen ebenfalls ihren Weg (mit gelegentlichen Rückschlägen). Nur die Araber und die Afrikaner schaffen es nicht. Man beruft sich auf die Kolonialzeit, diese ist seit 50/60 Jahren vorbei. das sind fast drei Generationen. Es wurden tausende Milliarden Dollar in diese Länder an Entwicklungshilfen geschickt. Wieso müssen wir uns ständig entschuldigen für unseren Fortschritt, wieso müssen wir in Angst und Schrecken leben vor der Wut der Muslime und der Afrikaner? Vielleicht sollte man es einmal darauf ankommen lassen. Vielleicht ist Präsident Trump der Mann der es nun darauf ankommen lässt. Die kranken, kriminellen, rotgrünen Demagogen in Europa wollen, dass wir uns selber zerstören. Sie haben den Verstand verloren. Sie haben 100 Jahre fanatisch für die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft, heute wollen sie das Kopftuch. Die Mehrheit der Bürger will das nicht, sie sind aber hochgradig verwirrt. Verwirrt von den linken Journalisten und Medien Schaffenden die den Bürgern gebetsmühlenartig von der „rechten Gefahr“ erzählen. Dabei sind eben genau diese linken Journalisten die grössere Gefahr für unseren Frieden und unsere Sicherheit. Die linken Journalisten, die linken Politiker, die linken Richter, die linken Professoren sind unsere Totengräber! Die US Botschaft in Jerusalem ist irrelevant für die Palästinenser, einen Frieden wird es dort nie geben. Den werden die radikalen Araber, die radikalen Imame und ihre europäischen rotgrünen Freunde immer zu verhindern wissen.

  14. sokrates9

    Heuer in Asien, Russland und Indien gewesen. Wenn man sich gewisse Details ansieht, sind die uns schon voraus! Der bestellte Taxifahrer in Dehli hatte kein Schild in der Hand, sondern erkannte mich von Foto welches er aus dem Internet auf sein Handy heruntergeladen hat! Am Land werden US Dollar nur mehr mit Widerwillen genommen!!

  15. Der Realist

    @Franz Meier
    Warum kümmert sich der Westen überhaupt um die Probleme im Nahen Osten und auch anderen Gegenden dieser Welt? Warum heißt es stets wir müssen dies und jenes tun, in Wahrheit müssen wir gar nichts, auch keine weiteren Milliarden nach Afrika schicken, wenn die nicht klar kommen, dann ist zu hoffen, dass sich das Problem irgendwann von selbst löst.
    Auch bezüglich eines Friedens zwischen den Juden und den Palästinensern gab es schon unzählige Konferenzen auf europäischer Bühne, stets ohne Erfolg. Von mir aus sollen die tun was sie wollen.

  16. astuga

    @Christian Peter
    „Im Verlauf des Palästinakriegs wurde Ostjerusalem von jordanischen Truppen besetzt, jüdische Bewohner wurden aus der Altstadt vertrieben, jüdische Häuser und die Hurva-Synagoge zerstört.
    Dieser Krieg endete mit dem 1949 zwischen Israel einerseits und Ägypten, Jordanien, Libanon und Syrien andererseits geschlossenen Waffenstillstandsabkommen.
    Mit diesem wurde vereinbart, dass Jordanien seine Truppen in Ost-Jerusalem behält. Später wurde Ostjerusalem von Jordanien völkerrechtswidrig annektiert.
    Im Sechstagekrieg wurde Ostjerusalem nach vorangegangenen Angriffen Jordaniens auf Westjerusalem durch die israelische Armee erobert…“

    Aus Wikipedia: Ostjerusalem

  17. Thomas Holzer

    @astuga
    Hinzu kommt, daß heute der Herr Abbass Jerusalem als die Stadt der Muslime und Christen! bezeichnet hat, und deren alleiniges Recht es sei, über diese zu bestimmen, von Juden natürlich kein Wort.

    Kein Wort des Protestes, der Richtigstellung, nicht mal der Papst hat anscheinend mehr den Mut, diesem Schwachsinn zu widersprechen. Von „europäischen“ Politikerdarstellern erwarte ich sowieso nichts mehr, vom Papst natürlich auch nicht

  18. Rennziege

    Es wird ja immer so getan, auch in den Medien, als hätte Israel den Arabern und Palästinensern diverse Kriege erklärt oder sie sogar hinterrücks überfallen.
    Weit gefehlt! Die Aggression ging stets von den muslimischen Anrainerstaaten aus, selbstverständlich hinterrücks. Immer hatte diese die totale Vernichtung Israels („Wir schmeißen die Juden ins Meer!“) zum erklärten Ziel, und mehr als einmal wäre dieses Ziel fast erreicht worden, hätte Israel nicht eine der besten Armeen (mit Wehrpflicht!) und den besten Geheimdienst der Welt.
    Anders könnte dieser Staat nicht überleben — und auch nicht die innovativste Gesellschaft der Welt sein, weit vor der naiven Breitband- und Algorithmen-Kosmetik, die in Europa als „Digitalisierung“ angepriesen wird, wie immer von ahnungslosen Politikern beworben, die im Berliner „Café Einstein“, dem Treffpunkt der bundesdeutschen Nomenklatura, schon an der Lektüre der Speisekarte scheitern.

  19. Christian Peter

    @aneagle

    ‚Russland hat Westjerusalem als Hauptstadt anerkannt‘

    Stimmt, bloß wurde von Russland gleichzeitig der Status Ostjerusalems als Hauptstadt des künftigen palästinensischen Staates bekräftigt.

  20. astuga

    @Christian Peter
    Alles was die UNO dazu zu sagen hatte und alle Abkommen mit den Gegnern Israels wurden durch die Vertreibung der Juden aus Ost-Jerusalem und der rechtswidrigen Annexion durch Jordanien hinfällig.

    Scheint auch Jordanien so zu sehen, sonst wäre es nicht eines der Länder die mit Israel bereits Frieden geschlossen haben.
    Noch einige Punkte zur Ergänzung: in der Region und in Jerusalem lebten immer schon Juden, die sind nicht alle zugewandert.
    Viele der zugewanderten orientalischen Juden aber wurden aus arabischen Ländern vertrieben (ohne jegliche Entschädigung), hätte man vielleicht nicht machen sollen, wenn einen Juden in Israel stören.
    Und es gibt bereits de facto einen palästinensischen Staat, er heißt Jordanien.
    Bloß die PLO/Fatah hat man damals hinausgeworfen als sie einen Staatsstreich verüben und den König stürzen wollten.
    Wikipedia: Jordanischer_Bürgerkrieg
    Die Muslime reden viel darüber, wie heilig ihnen doch Jerusalem sei (wie viele heilige Städte brauchen die eigentlich noch?), wie heilig sie den Juden (und Christen) ist war ihnen hingegen immer relativ egal.
    Denn Juden hatten schon lange vor dem Anschluss an Israel nur einen sehr eingeschränkten Zugang zur Klagemauer, ab 1948 sogar überhaupt keinen mehr.
    Man stelle sich vor, jemand verbietet den Muslimen mit Gewalt die Kaaba zu besuchen.

    Und wer angesichts dubioser Einrichtungen wie der UNRWA und dem UN-Human Rights Council diesen Verein politisch noch ernst nimmt, ist selber schuld.
    Wie meinte Fathi Hammad, Innenminister der Hamas 2012 im ägyptischen Fernsehen: „Palästinenser sind Ägypter und Saudis…“
    https://palestineisraelconflict.wordpress.com/2012/11/20/video-hamas-minister-admit-who-are-palestinians-palestinians-dont-come-from-palestine-half-are-egyptians-and-the-rest-saudis/

    Eine ähnliche Ansicht vertrat 1977 Zuheir Mohsen (PLO Exekutivratsmitglied), der im palästinensischen Staat bloß ein Mittel sah, um den Kampf der Araber gegen Israel weiterzuführen.
    politisches.blog-net . ch/2016/05/07/in-ihren-eigenen-worten-eine-erfundene-palaestinensische-nation/

  21. Fragolin

    So hart das klingen mag, aber die Europäer haben nach dem Sieg über die Hitlerei, die das industrialisierte Vernichten aller Juden betrieben hat, immer noch mit einem Rest zu tun gehabt, den sie loswerden wollten, denn damals waren alle, durch die Bank, glühende Antisemiten. Sie konnten nur nichts mehr tun, nachdem die Rettung der Juden zur Kriegspropaganda gehört hat. Also lösten sie die „Judenfrage“ auf elegantere Art: Sie „schenkten“ den Juden Land, das sie aufgrund der Historie nicht ausschlagen können, umgeben von den glühendsten Feinden der Juden, die sogar mit Hitler kollaborierten und ihn bei seinen Genozidbemühungen kräftig unterstützt hatten. Und als die überlebenden Juden Europas mehrheitlich vom Kontinent geschafft waren, ohne hässliche Deportationsbilder zu erzeugen, ließ man sie den jüdischen Staat Israel ausrufen – und sofort verschwanden alle „Schutzmächte“ und ließen Israel allein. Noch am gleichen Tag begann der (erwartete und ersehnte) Angriffskrieg aller umgebenden arabischen Staaten, die die Drecksarbeit der Nazis beenden sollten, ohne dass sich Europa dabei die Finger dreckig macht. Doch der Plan ging schief, denn die Araber sind keine Kämpfer, wenn sie sich nicht hinterrücks mit dem Messer in eine Gruppe Unbewaffneter schleichen, und der Hass auf die Juden verlor gegen deren unbedingten Willen, sich das Geschenk des eigenen Staates nie wieder wegnehmen zu lassen.

    Der einzige Staat der Welt, der daraufhin zur Schutzmacht der Juden wurde, waren die USA, selbst ein Land von Einwanderern und Eroberern. Die Regierungen der Demokraten verschleppten bestehende Kongressbeschlüsse und schwächten den Schutz Israels, verstiegen sich in Appeasement-Politik gegenüber den arabischen Warlords und ihren konkurrierenden Terrortruppen. Was das gebracht hat, sieht man ja. Unter dem republikaner Trump werden die Zügel jetzt wieder angezogen und klare Kante gezeigt.

    Da der muslimische Glaube das Dogma lebt, dass einmal von Muslimen besetztes Land auf immer und in alle Ewigkeit muslimisch ist und jede Besatzung durch andere, selbst wenn diese ihr eigenes Land zurückerobert haben, mit allen Mitteln bekämpft werden muss bis diese Anderen unterworfen oder getötet sind, wird es den Konflikt dort immer geben. 22 Jahre Appeasement seit der faktischen Anerkennung Jerusalems durch den US-Kongress und 15 Jahre nach der Unterschrift Bushs unter ein Haushaltsgesetz, haben zu genau welchen Fortschritten im „Friedensprozess“ geführt? Hunderte Millionen „Hilfsgelder“ wurden in Waffen, Raketen und prächtige Villen für die Warlords in Gaza verpulvert, die täglich zum Heiligen Krieg gegen die Schänder muslimischen Bodens aufrufen. Wer dort Frieden schaffen will, wird es in den Köpfen niemals schaffen und in der Praxis nur erreichen, wenn der Geldhahn zugedreht wird, denn aus eigener Kraft schaffen es die Araber niecht einmal, sich ein Holzmesser zu schnitzen.

  22. Fragolin

    @mme.haram
    Danke für den link, 5 Jahre alt und immer noch aktuell.
    Auch ein kleines Detail am Rande:
    Wird ein Pali bei seinem heldenhaften Abwehrkampf von einem Israeli verletzt, wird er in einem israelischen Krankenhaus auf Kosten Israels behandelt; wird er getötet, erstattet Israel der Familie die Begräbniskosten und zahlt Entschädigungen. Der Soldat muss damit rechnen, wegen Mordes vor Gericht zu stehen.
    Ermordet ein Pali einen Israeli (gerne auch mal schlafende Kinder), wird er von seinen Leuten mit Fahnenschwenken und Grölen als Held gefeiert und kreischend der Familie des Getöteten und generell allen Juden ausgerichtet, man werde sie ins Meer treiben und wie Hunde ersäufen.
    Preisfrage: Wer benimmt sich da wie ein zivilisierter Staat und wer wie ein aufgepeitschter Haufen Irrer?

  23. Christian Peter

    @mme.haram

    Dass es im Nahen Osten noch immer keinen Frieden gibt ist Israel geschuldet, das sich nach wie vor weigert, Jerusalem zu teilen und den Palästinensern einen eigenen Staat zuzugestehen.

  24. astuga

    @Christian Peter
    Wow, an Ihnen prallen scheinbar auch alle Fakten wirkungslos ab.
    Selbst wenn es hochrangige palästinensische Vertreter selbst zugeben.

    Aber mal abgesehen davon, Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass man Israel oder die Juden dort in Frieden leben ließe, wenn sie doch nur bloß Jerusalem teilen und einen Palästinenserstaat anerkennen würden.
    Und wie schon gesagt, mit Jordanien gibt es bereits de facto einen palästinensischen Staat.
    Die Königin ist Palästinenserin, und die Bevölkerungsmehrheit sind sog. Palästinenser.

    Aber schon richtig, Israel ist natürlich die größte, kleinste Bedrohung für den Weltfrieden…
    Warum das in ähnlicher Form nicht gleichermaßen etwa auf die Westsahara, das Kurdengebiet, Nordzypern, Kashmir, Tibet, Xinjang, Westpapua oder die deutschen Ostgebiete zutrifft (um nur einige zu nennen) müsste man halt diskutieren.
    Wahrscheinlich weil dort überall keine Juden leben, und weil es dem OIC und der Arabischen Liga egal ist.

  25. astuga

    @Fragolin
    Wir sind ja ansonsten meist einer Meinung, aber hier doch ein Einspruch meinerseits.
    Die Shoa gab sicher den endgültigen Anlass für die Gründung Israels.
    Aber es ist doch etwas komplizierter…
    Der osmanische Sultan gestattete bereits im späten 19. Jh. die Ansiedlung von Juden aus Europa, zusätzlich zu den Juden die dort immer schon gelebt haben.
    Dann gab es natürlich Theodor Herzl und sein Buch.
    Nach dem 1. WK. versprachen dann die Briten den Juden einen eigenen Staat.
    Im isl. Raum gab es permanent Pogrome, Enteignungen und Ausbürgerungen von Juden, die dann während des 2. WK. im Farhud-Pogrom mündeten.
    Also gingen auch zahlreiche orientalische Juden nach Israel.
    Und letztlich, der Westen bzw die USA waren von der Staatsgründung gar nicht so begeistert.
    Im Ggs. zur Sowjetunion, weil das junge Israel sich als sozialistischer Staat verstand (siehe Kibbuz).
    Für die Kommunisten war es dann aber lohnender, sich mit dem Arabischen Nationalismus-Sozialismus zu verbrüdern.
    Erst dann kamen die USA ins Spiel.

    Und die USA gründen sich als Staat auch nicht mehr oder weniger auf Eroberung als beispielsweise Mexiko, China, Russland oder die Türkei.

  26. astuga

    Nachsatz – Der tatsächliche Konflikt in der Region ist der zwischen Sunniten und Shiiten.

    Oder anders: der zwischen dem Iran (der sich auch als Schutzmacht der shiitischen Minderheiten, wie auch von Hisbollah, Hamas und Syrien versteht) auf der einen Seite, und zwischen Saudi Arabien und den arab. Golfstaaten auf der anderen.
    Irgendwo dazwischen lavieren, der Libanon und die Türkei.
    Unmittelbar ausgetragen wird der Konflikt momentan in Syrien, Irak und dem Jemen.

    Und beide Seiten haben Interesse an Atomwaffen, der Iran ist dabei schon weiter, Saudi Arabien wird durch westliche Waffenverkäufe und westliche Parteinahme noch davon abgehalten.
    Daneben will auch die Türkei langfristig eigene Atomwaffen.
    Die Crux dabei ist, eigentlich kann man aus westlicher Sicht nur Fehler machen, gleich was man tut.

  27. Rennziege

    8. DEZEMBER 2017 – 14:34 — astuga
    „Die Crux dabei ist, eigentlich kann man aus westlicher Sicht nur Fehler machen, gleich was man tut.“
    Eine etwas zu pessimistische Sicht, finde ich. Der Dreißigjährige Krieg in Europa war der gegenwärtigen blutigen Schlammschlacht zwischen Sunna und Shia ziemlich ähnlich, damals ausgelöst durch Luthers Reformation, die (von ihm vermutlich nicht angestrebt) in eine Spaltung der christlichen Religion mündete. Politische Interessen und Eroberungsgelüste kamen hinzu.

    Der Westen (vulgo: das Abendland) wäre gut beraten, sich komplett herauszuhalten und die muslimischen Fanatiker ihrem Schicksal zu überlassen, tut es aber nicht. Nach wie vor ergreifen europäische Politiker Partei für eine oder gar beide Strömungen, zahlen fürstliche Entwicklungshilfe, füttern palästinensische „Flüchtlinge“ der vierten Generation durch, die folglich noch nie in die Hände gespuckt haben, um ihre brachliegenden Regionen auf eigene Beine zu stellen.
    Nein, sie graben Tunnels für Attentate und feuern Raketen auf wehrlose Zivilisten in Israel, Frauen und Kinder eingeschlossen. Und so mancher europäische Grüne und Linke billigt dies stillschweigend; der Antisemitismus steckt ja nicht nur den Muslimen in den Genen.

    So gesehen, ist Donald Trumps späte Umsetzung einer uralten Kongressentscheidung ein mehr als kluger Schritt. Wie klug, ist daran zu erkennen, dass die europäischen Fans der Palästinenser, allesamt linksdrehende Joghurtbecher, sich wieder mal in Entrüstung üben.

  28. astuga

    @Rennziege
    Natürlich wäre es am besten sich weitgehend rauszuhalten.
    Aber das war früher nicht möglich weil man den Ölpreis stabil halten wollte, und ist heute wegen der potentiellen atomaren Aufrüstung nicht möglich.

    Von wirtschaftlichen Interessen ganz zu schweigen.
    Man muss sich ja nur ansehen wie sie alle in den Iran oder Saudi Arabien/Katar dackeln.
    Von den USA, dem UK, Italien, Frankreich, Russland, Deutschland und auch Österreich bis zur (laut Eigendefinition 1. feministischen) schwedischen Regierung – zumindest im Iran alle brav mit Kopftuch.
    Und gerade die Deutschen machen gerne mit beiden Seiten Geschäfte.

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