Bitcoin: Die Rückkehr der „Österreicher“

Am 21. Mai 2010 war es so weit. An diesem Frühlingstag, einem sonnigen Freitag, versprach ein gewisser Laszlo Hanyecz aus Florida – seines Zeichens Programmierer und selbstredend ein unglaublicher ‚Geek‘ – jedem, der ihm zwei Pizzen liefern konnte, eine Bezahlung in Form von 10.000 Bitcoins, die er selbst an seinem PC geschürft hatte. Keine 24 Stunden später klingelte es an der Tür. Der Deal wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Pizza-Sorten sind nicht überliefert, auch nicht ob sie geschmeckt haben. Möglicherweise fragt sich der geneigte Leser nun, was an dieser Geschichte derart revolutionär sein soll, dass man sie gleich an den Anfang stellt? Die Antwort erschließt sich aus der Gegenfrage: Wann hat der geneigte Leser zuletzt sein Geld (im obigen Fall nach heutigem Wert rund 9 Millionen Euro) selbst gedruckt, darauf mit seiner Unterschrift die Echtheit bestätigt und im Laden ums Eck damit ein Nahrungsmittel erworben?….weiter hier

10 comments

  1. Christian Peter

    Diesen Artikel sollte Andreas Tögel lesen, der meint offenbar immer noch, Kyrptowährungen wären wertlos, obwohl es sich dabei aus verschiedenen Gründen (z.B. Knappheit) um ein wesentlich besseres Geld handelt als Zentralbankgeld.

  2. .fxs

    Kryptowährungen sind durch spezielle technische Maßnahmen gegen „Geldschöpfung im willkürlichen Ausmaß“ geschützt. Vom Fiat money kann man das nicht sagen. Die Zentralbanken schöpfen Geld, je nachdem wie es ihnen passt. Und deswegen sind Kryptowährungen schlicht besser.

  3. Rennziege

    Wie so oft, Herr Peter, sind Ihre Argumente so hölzern wie morsch. Ich hoffe für Sie, dass Sie große Summen in allen möglichen Kryptowährungen angehäuft und einen flinken Computer haben. Allerdings bezweifle ich beides.

  4. perry

    das ist einer der ganz, ganz seltenen fälle, wo ich der geehrten rennziege widersprechen und cp zustimmen muss!

  5. MM

    Geld kehrt immer zu seinem inneren Wert zurück. Null.

    Das ist zwar bereits von Voltaire, aber wird ansonsten auch von den Österreichern immer hochgehalten. Jetzt auf einmal sind die Bitcoins angesagt. Ich sehe da eine gewisse Inkonsistenz.

  6. Johannes

    fxs@: „spezielle technische Maßnahmen„ interessant, die da wären? Wer hütet diese speziellen technischen Maßnahmen, wer hat sie entwickelt, wie werden sie verwaltet? Wer hat die Macht diese Währung zu steuern, steuert sie überhaupt jemand, wenn nicht wie kann man dann ihre Entwicklung vorhersehen?

    Was berechnen diese Computer das am Ende wie beim Goldesel kryptische Goldmünzen herausfallen?
    Oder um einen originellen Sager zu verwenden wo woar mei Leistung wenn nur durch eine komplizierte technische Computerrechnung plötzlich die Sternthaler vom Himmel fallen?
    Kann ich ev. auch durch das Laufen lassen meines PKW-Motors oder vielleicht des Wasserhahns kryptisches Geld anhäufen und wenn nicht warum nicht?

  7. astuga

    Ein kleine Kritik am Artikel…
    „Der simple Heim-PC wird zur privaten Zentralbank. Ein jeder Mann, eine jede Frau, kann sich ein eigenes Zahlungsmittel selbst am PC erschaffen (‚minen‘) – und niemand kann es verhindern.“

    Neue Bitcoins kann man schon lange nicht mehr einfach zu Hause am simplen PC minen.
    Da die notwendige Rechenleistung einen erheblichen Aufwand an Hardware erfordert, ganz zu schweigen von den Stromkosten.
    Afaik werden neue Bitcoins heutzutage vor allem in China gemint (als Bezahlung für die Berechnung der Blockchain).
    Und China ist alles andere als eine Demokratie oder ein unregulierter Markt.

    Aber gut, es gibt ja nicht bloß Bitcoin.
    Andere Cryptowährungen müssen gar nicht mehr gemint werden.
    Deren Blockchains sind besser (oder man nutzt überhaupt eine andere Technologie), und die sog. Skalierbarkeit ist ebenso besser als bei Bitcoin.

  8. G.

    Die Crux an der Sache ist immer, dass man gut darauf achten muss, das brennende Streichholz weiter zu geben, bevor man sich die Finger verbrennt!😉

  9. Dieuetmondroit

    Ich habe es aufgegeben, mit Kryptogläubigen über ihre Religion zu diskutieren. Argumente verfangen nicht.
    Und ich kann immer noch nicht fassen, dass dieses Onlinespiel in die wirkliche Welt herüberschwappen konnte.
    Ich spiele manchmal ein Onlinespiel, bei dem man Dörfer erobern und ausbauen kann. Möchte mir jemand ein Dorf für 15.000 Euro abkaufen?
    Nicht vergessen: Die Europäische Zentralbank kann beliebig viele Euros drucken, aber die Anzahl der Dörfer im Onlinespiel ist begrenzt!

    Wenn jetzt jemand behauptet, dass er sein eigenes „Geld“ erzeugt und in Umlauf bringt, dann ist er eben ein Falschmünzer. Seltsam, dass es dagegen keine Gesetze gibt.
    Wenn sich jetzt jemand als „Reichsbürger“ bezeichnet und den Staat ablehnt, wird er ja auch mit Schwierigkeiten rechnen müssen.

  10. Rennziege

    11. JANUAR 2018 – 17:18 — perry
    Ich freue mich über jeden Widerspruch, also auch über Ihren. Wär‘ aber fesch, wenn der, so bescheiden auch immer, mit einem kleinen Argument unterfüttert würde.

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