Mit „Veranstaltungen“ gegen Judenhass, das klappt gewiss!

(C.O.) Der Religionspädagoge Ednan Aslan hat im Auftrag der Stadt Graz eine Studie über muslimische Flüchtlinge in der steirischen Hauptstadt durchgeführt, berichtet ORF.at, das Ergebnis unter  anderem: „43,3 Prozent der Befragten gaben an, dass ihrer Ansicht nach Juden an ihrer Verfolgung selbst schuld seien und 44,2 Prozent empfinden die jüdische Religion als schädlich für die Welt. Mit Veranstaltungen und Maßnahmen wolle man gegen den Antisemitismus korrigieren, sagte der Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) bei dem Pressegespräch am Donnerstag in Graz.“ – „Veranstaltungen“ und „Maßnahmen“ – was auch immer das sein soll, werden ganz, ganz sicher dazu führen, daß Menschen, die von Kindheit an zu Antisemten erzogen worden sind, nun jählings zu Judenfreunden werden. Wie naiv darf man als Politiker eigentlich sein?

9 comments

  1. Thomas Holzer

    „Wie naiv darf man als Politiker eigentlich sein?“

    So man der Gesellschaftsklempnerei anhängt, und das tun ja leider die meisten „unserer“ Politiker, ist ihr Vertrauen in den Erfolg von Wertekursen, Veranstaltungen, life-ball etc. nur allzu verständlich, leider.

    Tragisch, daß auch nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung an derlei „Segnungen“ glaubt

  2. caruso

    Ist das Naivität oder Unwissenheit? Ich meine, keine Menschenkenntnis, keine Ahnung von Psychologie, von Erziehung usw.
    Wie kann eine solche Person ein guter Integrationsstadtrat sein? ist meine naive Frage.
    lg
    caruso

  3. Sven Lagler

    Grundsatzmeinungen ändert man ab einem mittleren Alter wohl nur selten.
    War zwar nie antisemitisch, aber früher, wohl bedingt durch die Mainstream- Medien, sehr israelskeptisch und habe die Palästinenser stets als Opfer betrachtet.
    Durch diesen Blog hat sich meine Einstellung komplett gewandelt und ich wurde zu einem Israel- Fan. Dazu haben auch ganz wesentlich die Kommentare von aneagle und astuga beigetragen. Vielen Dank. Was mich schon lange interessiert ist, warum bzw. woher diese Beiden so fundierte Kenntnisse über den Nahen Osten haben.

  4. Rick Schuster

    Wer glaubt, dass mit irgendwelchen Wertekursen – welche von der Zielgruppe ziemlich lustlos, wenn überhaupt – abgesessen werden an ihrem Hass auf Juden UND Christen etwas im Denken dieser Leute verändert ist hart ausgedrückt….schlicht ein Idiot!
    Jedes Nachgeben bzw. der Versuch der Deeskalation ist im Weltbild unserer Neuankömmling ein Zeichen von Schwäche und wird mit gnadenloser Provokation oder gar mit noch mehr Gewalt beantwortet. Ein ziemlich rasches Umdenken im Umgang mit dieser Klientel ist dringend anzuraten. Und trotzdem werden sie keine Anhänger der Demokratie und Meinungsfreiheit werden….

  5. Falke

    @Sven Lagler
    Es geht auch, indem man sich selbst vor Ort ein Bild macht, möglichst als Individualreisender und nicht als Mitglied einer organisierten Reisegruppe. Starke Empfehlung aus eigener Erfahrung.

  6. Sven Lagler

    @ Thomas Holzer

    dieses Shirt gefällt mir noch besser 😉

    http://krav-maga.com/shop/krav-maga-shop/israeli-army-shirt/

    Krav Maga ist eine von vielen israelischen Erfindungen die ich schätze und lerne. Meiner Meinung nach sind Israelis weltweit die besten Überlebenskünstler von denen man viel lernen kann.

    @ Falke

    Das Original zu lesen, zu hören oder zu sehen ist immer das Beste. Trumps Reden im Original waren auch ganz anders als die Kommentare darüber in den Mainstreammedien. Allerdings sind Individualreisen mit (kleinen) Kindern nicht so einfach. Gruppenreisen habe ich noch nie gemacht.

  7. Johannes

    Sehr viele Österreicher wollen nicht das sich der Islam in Österreich stetig ausbreitet und anwächst.
    Leider waren viele Wortmeldungen jüdischer Vertreter in Österreich stets kritisch gegenüber dieser Denkweise und haben sie immer wieder als nicht akzeptable Ausländerfeindlichkeit bezeichnet.

    Erstaunlicherweise hat es auch lange gedauert bis man den erstarkten Antisemitismus dort festgemacht hat wo er stattfindet, viel zu lange hat man so getan als wäre die nicht jüdische, nicht muslimische österreichische Bevölkerung dafür verantwortlich.
    Die nicht jüdische, nicht muslimische österreichische Bevölkerung war also in einer Zwickmühle den einerseits wurden wir der Fremdenfeindlichkeit und andererseits des Zulassens eines neuen Antisemitismus beschuldigt.

    Ich bitte die jüdischen Vertreter um mehr Fairness bei der Bewältigung eines großen Problems dem wir uns gemeinsam stellen müssen.
    Wir sollten auch Menschen wie Herrn Aslan viel mehr Zuspruch zukommen lassen, Mensche wie er können, wenn auf sie gehört werden würde, ein anderes Bild vom Islam vermitteln und sicherlich den richtigen möglichen Weg aufzeigen.
    Gerade die SPÖ ist diesem Menschen der sicherlich vielen Anfeindungen ausgesetzt ist in den Rücken gefallen, nach meiner Meinung, und hat seine Integrität zu untergraben versucht.

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