Der Suizid der CDU

„….Konservativ zu sein heißt, dem Einzelnen zuzutrauen, sein Schicksal selber zu meistern. Das unterscheidet den Konservativen vom Linken, nicht das Bekenntnis zur Ehe für alle oder die Liebe zur Patchworkfamilie. Eine CDU-geführte Regierung, die in einer wirtschaftlich einmalig günstigen Lage den Spitzensteuersatz erhöht, ist eine CDU, die vergessen hat, warum es sie gibt. Von diesem Schlag würde sie sich so schnell nicht erholen…“ (hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    Die CDU begeht ihren Suizid in Raten; schon längst links der SPD, ist den Vertretern dieser Partei alleine der Machterhalt wichtig, Programm, Linie gibt es schon lange nicht mehr.
    70 Prozent der Parteien sind Anhänger linker, etatistischer, bevormundender, die Freiheit einschränkender Ideologien

  2. sokrates9

    Was bringt die CDU / CSU derzeit für Deutschland? Limitierte Flüchtlingsanzahl 200.000 +,Familienzusammenführung? Energiewende? Alles Geld nach Südeuropa?

  3. MM

    Ich finde es gut, wenn man dem Einzelnen zutraut, sein Schicksal selbst zu meistern. Bzw. eben unabhängig von Vater Staat, nicht von seinen Mitmenschen im Allgemeinen. Ich glaube aber nicht, dass das tatsächlich bereits konservativ ist. Da gefällt mir die Unterscheidung von Thomas Sowell besser, die Selbstdenker hier neulich angebracht hat: Die tragische Sicht auf die Welt gegenüber der utopischen Sicht auf die Welt. Oder wie es Nicolas Gomez Davila auf den Punkt bringt: Es gibt zwei Arten von Menschen. Diejenigen, die an die Erbsünde glauben, und die Dummen.

  4. Falke

    Die CSU würde ja als erste Selbstmord begehen, wenn sie diesen Steuerwünschen zustimmen würde – es gibt ja 2018 Wahlen in Bayern. Bemerkenswert, wie sich der Autor – an sich natürlich zu recht – über die 45% Spitzensteuersatz alteriert; was würde er wohl zu dem bei uns gültigen Satz von 55% sagen? Offenbar weiß er das gar nicht – er führt ja lediglich Belgien, Schweden und Dänemark als negative Beispiele an.

  5. MM

    @Falke: Aber wie sieht denn die Gesamtbelastung aus? Wenn ich jetzt einen Brutto-Netto-Rechner bediene mit 70.000 Brutto, 2 Kinder, Doppelverdiener (D: Steuerklasse 4), dann bleiben in Österreich 5.000 Euro mehr übrig als in D. Bei 100.000 Euro ist die Differenz sogar noch größer. Also wer zahlt die 55%? In D jedenfalls sind die Hauptabzüge ja nicht die Steuern, sondern die Zwangsversicherungen.

  6. MM

    Wer z.B. (Ehepaar, zwei Kinder) insgesamt 60.000 brutto/Jahr verdient, zahlt in D 8000 Euro Steuern, aber 22.000 Euro Sozialabgaben (mit Arbeitgeberbeitrag). Das macht Gesamtabgaben von 42% (von den Aufwendungen des Arbeitgebers). Ein Single muss 90.000 Brutto verdienen (103.000 Arbeitgeberkosten), damit sich Steuern und Sozialabgaben die Wage halten. Er hat dann fast 50% Abzüge. Wenn er noch mehr verdient (ganz wenige), gehen die Abzüge langsam bis auf die 45% Spitzensteuersatz zurück. Insofern ist der Begriff Spitzensteuersatz ein klein Wenig unpräzise.

  7. Thomas Holzer

    @MM. Falke
    Wo sind die Zeiten geblieben, als „das Volk“ gegen den Zehent rebellierte?!
    Wir sind anscheinend schon so „weichgekocht“, daß wir uns Steuersätze gefallen lassen, welche definitiv jenseits von Gut und Böse sind 🙁

  8. Thomas Holzer

    Und die Frau Nahles ist ganz stolz, daß die neue Bundesregierung anscheinend die Modernisierung von Wohnraum ex lege verhindern wird.
    Lieber alle leben im Substandard, als daß einige in „Luxus“ leben; typisch Sozialismus, da haben sich drei gefunden,

  9. Thomas Holzer

    Auch die CSU hat sich an den Sozialismus/Etatismus verkauft, nimmt mich auch nicht mehr wunder, bei Gestalten wie Dobrindt, Seehofer, Söder et al.

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