Die AfD löst die SPD ab

(Von Thilo Sarrazin) Die AfD ist auf dem besten Weg, die SPD als Partei der kleinen Leute und als Arbeiterpartei abzulösen. Die sogenannten kleinen Leute möchten von der Politik Schutz und Perspektive, und wenn sie die nicht bekommen, wenden sie sich ab. Karl Marx hatte Recht: Das Sein bestimmt das Bewusstsein, deshalb nehmen mehr und mehr Arbeiter die SPD nicht mehr als ihre Partei wahr. / mehr

15 comments

  1. Thomas Holzer

    Umfragen sind Umfragen, Wahlen sind Wahlen!

    Und zu Österreich: Außer großer Worte, sprich Ankündigungen, und der Verabschiedung von Wahlgeschenken, um bei den Landtagswahlen möglichst gut abzuschneiden, ist in diesem Lande noch gar nichts antisozialistisches umgesetzt worden.

  2. Lisa

    chDer Artikel fasst schön zusammen, wie verwischt die Grenzen zwischen den Links-Rechts-Zuweisungen geworden sind. Acuh in der CH wählen oft die „kleinen Leute“ Parteien, die den Ruf haben „rechts“ zu sein – und bei Abstimmungen gibt es ohnehin fast nur „Wechselwähler“, die, je nach Abstimmungsvorlage, sich kaum oder gar nicht um die Empfehlung der Parteien kümmern, sondern schlicht das Eigeninteresse im Blick haben. Das Zeitalter der „Vereine“ ist offensichtlich vorbei – multioptional angesagt. Was im Artikel über die Bildung moniert wird, kann ich nur unterschreiben: bildungsfern ist nämlich mittlerweile auch der Mittelstand geworden – und die überzogenen Erwartungen von Einwanderern (o-Ton:“I want to go to school, I want to study“…) müssen bei der aktuellen Lage enttäuscht werden. Die CH hat in Europa am wenigsten Maturanden/Abiturienten – und Handwerksberufe werden (fast) immer noch hochgehalten, während in vielen Ländern, gerade aus dem arabischen und indischen/persischen Raum (aber auch in gewissen Ländern in Europa) vor allem ein Studium angestrebt wird und man Knochenarbeit „unteren Schichten“ aufhalst.

  3. Kluftinger

    @ Thomas Holzer
    Ich schätze ihre Beiträge, aber was die Gesetztesbeschlüsse der neuen Regierung betrifft sollte man etwas Geduld haben. (Wir haben erst Mitte Februar und auch der NR muss sich über seine Linie klar werden ).
    Es ist wie im „richtigen“ Leben, eine besonnene Entscheidungsvorbereitung erspart später notwendige Korrekturen.

  4. Herbert Manninger

    Wie erklären denn die Sozis ,,ihren“ Arbeitern, dass sie für überwiegend nie und nimmer an produktive Leistung denkende Eingewanderte/Eingedrungene, behübschend als Flüchtlinge bezeichnet, einen Teil ihres Lohnes abgeben müssen?
    Wohl mit dem Vernebelungsbegriff ,,soziale Gerechtigkeit“…..

  5. Thomas Holzer

    @Kluftinger
    Da gebe ich Ihnen schon recht, nur sollten nicht einzelne Mitglieder der Regierung mit unüberlegten Wortspenden voranschreiten

  6. sokrates9

    Die Sozialisten schaffen es nicht zu verstehen, dass die Wirtschaftsmigration eines der zentralen Themen der Gesellschaft ist! Wenn man dann noch Familiennachzug fordert, der nur bewirken kann dass es noch intensiver zu Parallelgesellschaften kommt braucht man sich nicht wundern dass die Arbeiter nach rechts abwandern!

  7. Falke

    In Deutschland scheint sich langsam das anzubahnen, was bei uns schon längst Alltag ist: Die Arbeiter wenden sich nach und nach von den Sozialisten ab, von denen sie sich nicht mehr vertreten fühlen, und wählen immer häufiger die „rechten“ Heimatparteien. Bei uns SPÖ Richtung FPÖ, in Deutschland jetzt (spät, aber doch) SPD Richtung AfD (auch wenn man FPÖ und AfD nicht 1:1 vergleichen kann).

  8. Johannes

    CDU/CSU und SPD durchleben eine Entwicklung die in allen europäischen Ländern zu beobachten ist, ehemalige absolute Mehrheit, wurden zu Mehrheiten und werden zu immer kleineren Mehrheiten mit denen sich selbst bei Koalitionen immer weniger gewinnen läßt.
    Die Zeiten eines Helmut Schmidt oder Helmut Kohl (vielleicht sollte wieder ein Helmut…) sind vorbei man muß sich Partner suchen und das ist mühsam, gerade für ein großes bedeutendes Land.

    Auf alle Fälle braucht Deutschland eine Neuausrichtung, die ausgetretenen Pfade taugen nicht mehr, eine Revidierung der wesentlichen Fragen, die niemals realpolitisch sondern immer sozialromantisch angegangen wurden, tut not.

    Wenn Deutschland sich verändert und immer mehr Menschen sehen die Veränderung mit Sorge so kann die richtige Antwort darauf nicht sein, man werde es schon irgendwie schaffen, man solle Flötenspielen lernen, wer anders denkt hat ein hässliches Gesicht, Recht und Ordnung lassen sich mit einem einzigen Kanzlerwort aussetzen, die deutsche Fahne hat auf Bühnen der – noch -Wahlsieger zu verschwinden und letztendlich haben alle Staaten in Europa, in Sachen Immigration, so zu handeln wie Deutschland es verlangt.

    Schröders Hartz 4 war eine nationale Kraftanstrengung die von der Bevölkerung, vieles abverlangt hat. Die langfristigen Folgen waren aber eine starke Verringerung der Arbeitslosigkeit.
    Wie wollen sie heute der Bevölkerung noch etwas abverlangen wenn die Menschen glauben müssen das sie mit ihren Entbehrungen ganze Südländer und eine unbegrenzte Zuwanderung finanzieren sollen.

    Dazu kommen die sich verschärfenden Verwerfungen in der ethnischen Zusammensetzung der neuen „Bürger„, da ist so viel Konfliktpotential das es einem Pulverfass gleicht, weniger aus der angestammten deutschen Bevölkerung als aus dem archaischen Potential einer unbewältigbaren Masse.

    Der nächste neue Kanzler nach Merkel muß der Welt ein Zeichen setzen, dass Zuwanderung ohne vorher um Erlaubnis gefragt zu haben und das Ergebnis abgewartet zu haben nicht mehr möglich ist und die automatische Rückreise bedeutet.
    Wenn Deutschland dies auch für ganz Europa verwirklichen kann so würde es ein bedeutendes Gewicht in Europa bekommen, Macron hat dies erkannt und versucht sich schon darin.
    Wer das schafft kann auch wieder Mehrheiten gewinnen davon bin ich überzeugt.

  9. Rennziege

    13. FEBRUAR 2018 – 15:51 — Johannes
    „Der nächste neue Kanzler nach Merkel muß der Welt ein Zeichen setzen, dass …“
    Ich find’s ja echt süß, dass es Optimisten gibt wie Sie. Die Floskeln „Zeichen setzen“ und „deutlich machen, dass“ sind so profil- und wirkungslos wie abgenützte Sommerrreifen im Winter. Schlicht: das rhetorische Subniveau der deutschen Kanzlerin, die ja auch seit 12 Jahren orgelt: „Wenn Deutschland dies auch für ganz Europa verwirklichen kann …“
    Und Ihr naives Vertrauen auf den nächsten Rosstäuscher in Paris, nach Sarkozy und Hollande, bewundere ich. Doch auch Emmanuel Macron kann nur mit dem verschlammten Wasser der Seine kochen; daran haben sich viele erfolglos versucht. La grande nation ist längst nicht mehr grande, sondern ein Sozialfall, der auf Heilung durch die EU-Nettozahler und deren fiskalisch zunehmend enteigneten Bürger hofft.
    Wer Macron glaubt, ist selber eine Makrone, eventuell sogar eine Tüte Makkaroni.

  10. Thomas Holzer

    @Johannes 15:51h
    Der Herr Macron ist der größte Nationalist in -nicht nur- EU-Europa. Er hat halt nur „Kreide gefressen“ und geriert sich als „links“, daher sakrosankt.

    „Interessant“ auch, daß anscheinend EU-Europa am französischen Wesen genesen soll.

  11. astuga

    Thomas Holzer: „Umfragen sind Umfragen, Wahlen sind Wahlen…“

    Stimmt, die AfD könnte ja auch noch besser abschneiden als in den Umfragen. 😉

  12. sokrates9

    Finde die Destabilisierung Europas geht munter weiter! Dass Merkel kein Programm hat, wissen wir; ich sehe aber bei der Marionette Macron auch keines! Die deutschen Sparbücher zu knacken ist zu wenig! Man traut sich ja nicht einmal Sanktionen gegen Erdogan zu verhängen, der derzeit mit deutschen Natopanzern die Kurden völkerrechtswidrig zusammenschießt! Sehe nicht den Funkeneiner Änderung! Ein paar tausend Raketenwissenschaftler pro Monat die Asyl bekommen verstärken das Desaster weiter!

  13. MM

    Mal ne Runde Optimismus Gratis für alle 😉

    Bereits erfolgte Änderungen:
    – Die Balkanroute wurde weitgehend geschlossen
    – Die Mittelmehrroute wurde seit Sommer gedrosselt, damit die Linken in Italien nicht komplett abschmieren
    – Die Umverteilung der Siedler in der EU wurde wieder einkassiert

    Bevorstehende Änderungen:
    – Dänemark schafft das Recht auf Asyl ab; setzt auf die australische Lösung. Kann mit Österreich kooperieren. weitere Länder werden folgen
    – Die USA schicken Flüchtlinge nach Syrien zurück; europäische Länder werden folgen
    – In Italien gibt es eine massive Wählerverschiebung. Mitte-Rechts kann sogar gewinnen. Den Rest teilen sich 5Sterne (auch migrationskritisch) und Mitte-Links + Links auf
    – Berlusconi (im Bündnis am weitesten links) kündigt an, alle illegalen Einwanderer der letzten 5 Jahre abzuschieben und das Bossi-Fini Gesetz gegen illegale Einwanderung wieder einzuführen. In seinen Regierungsjahren war das Mittelmeer fast dicht. Es sind also nicht nur Worte. Die italienische Rechte hat das Problem schon vor 15 Jahren verstanden.

    Möglichkeiten in der nahen Zukunft:
    – Merkel fällt und Rot-Grün radikalisiert sich (ok: noch mehr; die Abgrenzung zur Union wird stärker): Die Ausgrenzung der AfD beginnt zu schwanken
    – Die Wahlen in Italien und der Stimmungsumschwung in Deutschland eröffnen neue europäische Möglichkeiten
    – Trump wird immer weniger negativ gesehen (setzt bereits ein) und gibt entsprechenden Kräften in Europa Auftrieb

  14. Johannes

    Rennziege,Thomas Holzer
    Zuwanderung ohne Erlaubnis zu unterbinden ist kein abgefahrener Sommerreifen, nach meiner Meinung.
    Habe nie geschrieben das EU an Macron genesen soll, lediglich was ich beobachte und vermute.
    Wenn Macron Nationalist ist habe ich damit kein Problem, im Gegenteil.
    Kreide fressen ist kein politisches Konzept und bringt gar nichts, was immer Macron tut er muß es verantworten und damit reüssieren, will er bestehen.

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