Der Mythos von den Handelsnachteilen für Afrika

„Für manche Politiker und Entwicklungshilfe-Lobbyisten in Europa wurden die Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen mit Afrika, die EPAs, die Economic Partnership Agreements im Geiste der neoliberalen EU-Freihandelsideologie entworfen und fügen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Afrikas großen Schaden zu. Sie würden politische Instabilität, Armut, Arbeitslosigkeit und Migration fördern. Gerne werden diese „Erkenntnisse“ von Medien ohne eigene Recherchen weiter transportiert, und so entstehen Überschriften wie „Abkommen, die Afrika seiner Chancen berauben“ oder „Die EPAs folgen den Interessen der Konzerne“. Beim sachlichen Durchlesen der EPA fällt auf, dass das EPA ja nicht aus dem Nichts entstanden ist, sondern auf die bis dahin geltenden Cotonou-Abkommen aufbaute. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von „asymmetrischen Bestimmungen“, die es den afrikanischen Ländern sehr wohl erlauben, weiterhin Zölle auf Importe aus der EU anzuwenden, vor allem auf Agrarprodukte.“ weiter hier

3 comments

  1. CE___

    Mit Verlaub, der Artikel ist der beste Beweis warum das mit Afrika noch in hundert Jahren und wahrscheinlich noch länger nichts und nichts wird.

    Wenn ich das mit den Asiaten vergleiche.

    Die Asiaten, egal wer, die „alten“ Tigerstaaten, natürlich Japan und Südkorea, dann Nationalchina (Taiwan) und in Nachfolge Rotchina, als kleiner Newcomer nun Vietnam…..alle haben sich einfach hingesetzt und etwas gearbeitet und hergestellt, und das zu einem Preis-Leistungs-Verhältnis auf das die Weltmärkte „angesprungen“ sind und noch immer tun.

    Keine im grossen und ganzen penetrante Larmoyanz über Kolonialismus, das Opium, die Sonne zu heiss oder zu kalt, der Regen zu stark oder zu schwach, die bösen alten weissen Einkäufer und ihre böse schlechte Preisdrückerei, die ungerechten Handelsvorteile des bösen Westens, die armen Arbeiter die so wenig verdienen gegenüber den „bösen Konzernen“, was weiß ich noch…

    NICHTS von alldem, einfach hingesetzt und produziert und verkauft und Erfolg gehabt.

    Ohne diese ganzen Geschwader von Volkswirten, NGO’s, und sonstigen Typen die ihnen tagein tagaus die Ungerechtigkeiten der Welt in beide Ohren säuseln und die grossartigsten Pläne in den grossartigsten Elfenbeintürmen für sie entwerfen.

    Und ich denke das war vielleicht der Asiaten ihr weisester Entschluss diesen ganzen Leuten, den für die eigene Entwicklung „falschen“ Leuten aus dem Westen, KEIN Gehör geschenkt zu haben.

  2. sokrates9

    Warum sind Tomaten aus Europa in afrikanischen Hauptstädten billiger wie die einheimischen Produkte die in dem hervorragenden Klima auf jeden Balkon wachsen könnten?

  3. Mourawetz

    Eni und Shell Manager stehen in Mailand gerade vor Gericht. Warum? weil ein nigerianischer Minister eine Milliarde eingesackt hat – das die Ölkonzerne für ein Bohrfeld in Nigeria bezahlt haben, gut abgezweigt in die eigenen Taschen. Als wenn es notwendig wäre, Volker Seitz zu bestätigen. Afrika ist korrupt, und der Westen steht dafür am Pranger.

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