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"…wandern die Reichen einfach aus. Und dann?"

“Die Verbindung zwischen Vermögensteuer und Schuldenkrise ist ein bisschen albern. Deutschland hat wie Österreich eine vergleichsweise niedrige staatliche Neuverschuldung und eine hohe Abgabenquote. 40 Prozent der Deutschen zahlen gar keine Einkommenssteuer, und die oberen zehn Prozent geben mehr als 50 Prozent des Einkommens ab. Das ist schon ziemlich viel Umverteilung. Wenn man in den alternden europäischen Staaten mit deren demographischer Zeitbombe und dem Migrationsproblem, das gewaltig Ressourcen bindet, die Wohlhabenden unüberlegt schröpft, wandern die Reichen mit ihrem Vermögen einfach aus. Und dann?” (Thilo Sarrazin im “Kurier”)

  1. TNT
    25. September 2011, 12:29 | #1

    keiner dieser devoten Jammerlappen wandert aus – und das weiß das Sozi-Geschmeiß.

    Ihr erbärmlichen Raunzer. Aux armes.

  2. Behaimb
    25. September 2011, 12:33 | #2

    … sagt ein echter Angehöriger der Leistungsträger-Klasse …

  3. 25. September 2011, 19:01 | #3

    Also so wie ich das sehe gehöre ich zu den 60 %. Und eigentlich wäre ich schon weg, ja wenn meine Frau gesagt hätte “Gehen wir es an”… Ich wäre weit weg würde mir um diese Jahreszeit den Frühling anschauen und freuen, daß ich diesem Irrenhaus entkommen wäre. Stattdessen sitze ich hier und kann einfach nicht fassen wie verlogen und/oder dumm meine “Führung” ist. Ist es wirklich zuviel verlangt “nicht” zum Schaffott geführt zu werden?

  4. Behaimb
    26. September 2011, 09:35 | #4

    @FDominicus
    Es ist schon die Frage, ob man mobiles Vermögen hat oder in diesem Land an einen mehr oder minder lukrativen Job gebunden ist. Auch heute gehören nur wenige Menschen gehören zur international austauschbaren Top-Manager-Klasse, die sich in Singapur, Moskau und Sao Paulo gleich wohl fühlt und dort auch gleich viel verdient.

  5. Rennziege
    26. September 2011, 18:56 | #5

    @FDominicus
    “Ist es wirklich zuviel verlangt, “nicht” zum Schafott geführt zu werden?”
    Ja, zuviel verlangt. Auch die Opfer der Französischen Revolution äußerten diesen Wunsch vergebens. Wir befinden uns bereits auf dem Schindkarren, sehr geehrter F.D. Aber während den Opfern Marats und Robespierres wenigstens die posthume Genugtuung vergönnt war, ihre Mörder ebenfalls enthauptet zu wissen, werden unsere Nachfahren erleben müssen, dass unsere Enthaupter mit präsidialen Privilegien und Nobelpreisen erhöht werden.
    Ehe sie ebenfalls von einer Revolution eingeholt werden, die bekanntlich ihre Kinder frisst.
    Falls Hirschtalg in der Hausapotheke vorhanden: Hals (besonders Genick) vorsorglich damit einreiben!

  6. 27. September 2011, 07:45 | #6

    Behaimb :
    @FDominicus
    Es ist schon die Frage, ob man mobiles Vermögen hat oder in diesem Land an einen mehr oder minder lukrativen Job gebunden ist. Auch heute gehören nur wenige Menschen gehören zur international austauschbaren Top-Manager-Klasse, die sich in Singapur, Moskau und Sao Paulo gleich wohl fühlt und dort auch gleich viel verdient.

    Ich kann Ihnen nur sagen, mit meinem Bereiche (Softwareentwicklung) hätte ich z.B. in Neuseeeland keine Probleme und ich gehöre sicherlich nicht zu den Top-Managern. Und mobibles Vermögen sollte man sich schnellstmöglich anschaffen und wenn Sie mich fragen, am Besten im nicht EU-Ausland. Sie sehen wie schnell es eine neue Steuer auf Immobiles geben kann. Ein Blick auf die neuen “Raubzüge” in Griechenland wird es Ihnen bestätigen.

    Zu dem gleich verdienen. Wennn ich nur die Hälfte für meinen Lebensaufwand brauche dürfte ich auch locker mit der Hälfte an Gehalt hinkommen. Kommt man das nicht hat man die erste Regel der Unabhängigkeit schon verletzt. Und dann haben einen die Delebets…

  7. Behaimb
    27. September 2011, 09:40 | #7

    @FDominicus
    Nur, es gibt halt Leute, die haben ein Haus und drei Kinder und einen sicheren Job, der aber an der Sprache hängt, dann ist es mit der Mobilität vorbei. Das ist keine Entschuldigung, aber eine Begründung für sehr viele Menschen in diesem Land. Als Softwareentwickler sind Sie hier immer noch in einer Sonderstellung und Englisch ist Ihr täglich Brot.
    Übrigens, über Grundsteuern reg ich mich erst auf, wenn sie jährlich den Steuer-Betrag für eine Mittelklassekarosse deutlich überschreiten, was derzeit bei weitem noch nicht der Fall ist, selbst wenn er verdreifacht würde.

  8. 27. September 2011, 12:24 | #8

    @Behaimb
    Noch bekämen Sie einen angemessenen Gegenwert für Ihr Haus. Noch haben Sie einen Beruf. Glaubne Sie wirklich es wird so bleiben? Glauben Sie wirklich wenn es offensichtlich wird, daß auch Deutschland pleite ist wird sich das nicht auswirken? Und glauben Sie nicht der Staat wird genau Leute wie Sie sie beschreiben auspressen bis zum geht-nicht-mehr?

    Wenn es “ideale” Opfer gibt, dann haben Sie sie beschrieben.

  9. Behaimb
    27. September 2011, 16:38 | #9

    Nachdem ich als kleiner Selbstständiger eher zu den Durchnittsverdienern gehöre und eine Grundsteuer von weniger als 200 Euro per anno zahle, bin ich nicht wirklich Angehöriger der attraktiven Zeilgruppe. Jeder Anstieg der Treibstoffpreise um 10 c trifft mich zehnm,al mehr als eine potenziell höhere Grundsteuer, die in dieser Form sowieso nicht auf absehbare zeit kommen wird. Und lieber hab ich in einem infaltionierenden Umfeld ein Haus als kein Haus. Das wird in guten Lagen (Grün nähe Ballungsraum) immer gefragt sein.

  10. 27. September 2011, 17:40 | #10

    Treibstoffpreise um 10 c trifft mich zehnm,al mehr als eine potenziell höhere Grundsteuer, die in dieser Form sowieso nicht auf absehbare zeit kommen wird. Und lieber hab ich in einem infaltionierenden Umfeld ein Haus als kein Haus. Das wird in guten Lagen (Grün nähe Ballungsraum) immer gefragt sein.

    Damit sind Sie das “perfekte” Opfer. Man schlage nach unter:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lastenausgleichsgesetz

    Ja noch tut Ihnen der Preisanstieg von Benzin mehr weh. Nur wenn Sie erst mal einen Soli für ein veramtes und leider überschuldetes Deutschland zahlen dürfen, dann wird es richtig “fies”. Und ja Sie haben recht in einem Umfeld der Geldinflation haben Sie einen nominalen Wertzuwachs, wenn wird man ja wohl mit einer “Spekulationssteuer auf Häuser” abgreifen können. Diese Politiker schrecken vor Vertragsbruch nicht zurück,meinen Sie aus Respekt vor Eigentum werden Sie nicht “fertig gemacht”?

    Ich gönne Ihnen Ihr Haus von ganzem Herzen, aber Ihre Situation ist alles andere als komfortabel….

  11. Behaimb
    27. September 2011, 18:38 | #11

    @FDominicus
    Es gibt viele, sehr viele, die soviel mehr zu verlieren haben als ich. Die Welt, speziell in Österreich wird wohl nicht nur aus “smooth operators” wie Ihnen bestehen. Es wird sich ja zeigen, ob die Schwarzseher die Oberhand behalten. Finde es nur oft, interessant, dass gerade die die am offensichtlichten mit ihrem Wohlstand protzen am meisten darüber jammern, wie furchtbar die ganze Situation ist …

  12. 28. September 2011, 05:43 | #12

    Behaimb :
    @FDominicus
    Es gibt viele, sehr viele, die soviel mehr zu verlieren haben als ich. Die Welt, speziell in Österreich wird wohl nicht nur aus “smooth operators” wie Ihnen bestehen. Es wird sich ja zeigen, ob die Schwarzseher die Oberhand behalten. Finde es nur oft, interessant, dass gerade die die am offensichtlichten mit ihrem Wohlstand protzen am meisten darüber jammern, wie furchtbar die ganze Situation ist …

    Herzlichen Undank für diesen sarkastischen Seitenhieb. Nun ja dann hoffen Sie mal das es Anderen schlechter als Ihnen ergehen wird.

    Und es ist wohl kein Wunder das diejenigen die sich etwas geschaffen haben allergisch darauf reagieren, daß Ihnen das alles auf “natürlich rechtlich einwandfreie” Art genommen wird.

  13. Behaimb
    28. September 2011, 14:24 | #13

    @FDominicus
    Wenn das schon sarkastisch war, lol? Es gibt 1,5-2 Mio Eigenheimbesitzer in Ö, und Sie sagen mir, die sollen also alle jetzt verkaufen, weil sie ausgenommen werden könnten, das nenne ich Sarkasmus, mein Lieber …
    Es geht mir nicht um “schlechter gehen”, wie andere Menschen tun, ist schlicht deren Angelegenheit. Meinetwegen soll jemand Gold kaufen oder Fischkonserven oder Glocks. Wurscht. Den Lastenausglkeich haben die Deutschen auch überlebt und letztlich hat er eine der größten Wohlstandsepochen der deutschen Geschichte eingeleitet. Aber wenn Sie wissen wie es wirklich kommen wird, dann erzählen Sie mir mehr davon …

  14. FritzLiberal
    28. September 2011, 17:57 | #14

    Behaimb :Den Lastenausglkeich haben die Deutschen auch überlebt und letztlich hat er eine der größten Wohlstandsepochen der deutschen Geschichte eingeleitet.

    Ja, allerdings hatte den Hauptanteil daran die konsequente wirtschaftliche laissez faire Politik von Ludwig Erhard. Die ist heutzutage meilenweit nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Allein die Vorstellung, ein Erhard hätte an einem “Rettungsschirm” mitgewirkt, ist komplett absurd.

  15. 29. September 2011, 07:14 | #15

    @Behaimb
    Ich gestehe Ihnen zu Sie verstehen was ich schreibe. Ich habe nirgendwo etwas von verkaufen geschrieben sondern geschrieben “Sie sind das ideale Opfer”. Und das werden Sie bald selber merken. Wie es wirklich kommen wird. Nun das ist nicht ganz so schwierig. Die Schulden werden weiter steigen und nach und nach gehen alle Pleite. Das war jetzt ziemlich einfach. Und dann sind Sie dran. Diesmal ohne eine “liberale” Flankierrung sondern mit Planwirtschaft. Viel Glück mit Ihrem Haus, Sie werden es brauchen.

  16. Behaimb
    29. September 2011, 17:17 | #16

    @FDominicus
    Wie 1,5 bis 2 Mio andere Österreicher als Eigenheimbesitzer auch, ich glaube ja nicht, dass ich allein auf der Welt bin :-)
    Vielleicht behalten Sie recht, vielleicht sitzt man es trotzdem besser aus … ich verdiene nicht soviel um für den Rest meiner Tage wie Hochegger in Hotel-Suiten zu leben :-)

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