Ein unterschätzter Titan
2. Oktober 2011 | Autor: Christian Ortner
“Seit 1945 war kein Kanzler so uninteressiert an Außenpolitik wie Werner Faymann,” schreibt Kollege Ultsch in der heutigen “Presse”. Das ist ein wenig unfair, denn der aussenpolitische Horizont des Kanzlers reicht tatsächlich vom hohen Norden der Wiener Donaustadt bis tief in den Liesinger Süden. Solides aussenpolitisches Wissen schöpft Faymann aus der täglichen Lektüre von “heute”, und auch der Vorwurf mangelnder Sprachkenntnisse ist ungerecht, denn sowohl mit der deutschen Kanzlerin als auch den meisten Politikern der deutschsprachigen Schweiz kann er sich fliessend unterhalten.
Ich finde es unfair, ULHBK so links liegen und unkommentiert zu lassen, und ich oute mich hiermit als sein Fan (muaß ma des aa scho’ gendern?), O.K., als seine Fan_In:
Nie gab es einen österreichischen Kanzler, der so viel Unterhaltungswert hatte wie W. Faymann. Sollte er eines Tages abgewählt werden, wäre er ein echter Kabarettist. Und er müsste dazu keine Fremdtexte lernen, sich überhaupt nicht verstellen. Das ist doch was, oddärr?
Netter Versuch, aber scheinbar fällt dazu wirklich niemand etwas Geistreiches ein. Außerdem ist Sonntag und da braucht man nicht wirklich das Bild unseres Ersten Komödianten im Kopf.
gähn!