Schlagwörter: Austerität

Europa spart und andere Irrtümer

(C.O.) Der deutsche Vizekanzler Siegmar Gabriel (SPD) und Griechenlands (linker) Premier Alexis Tsipras hätten sich keinen symbolträchtigeren Ort als Athen aussuchen können, um ein „Ende der Sparpolitik und der Austerität in Europa“ zu fordern. Denn Griechenland hat ja in der jüngeren Vergangenheit krass wie kein anderes Land vorgeführt, wo jahrelange staatliche wie private Schuldenexzesse Weiterlesen

„Europa hat nicht zuviel, sondern zuwenig gespart“

„…..Ich glaube nämlich: Es wurde gar nicht groß gespart. Es gab viele Ankündigungen, die öffentlichen Ausgaben zu kürzen. Das waren aber nur Lippenbekenntnisse. Selbst Deutschland hat doch konstant immer neue Schulden aufgenommen. Erst in diesem Jahr steuern wir auf einen ausgeglichenen Haushalt zu, aber vornehmlich wegen hoher Steuereinnahmen und niedriger Zinsen auf Staatsanleihen. Von Sparpolitik in Europa zu sprechen, ist absurd. Im Gegenteil: Es wurde zu wenig gespart….“ (Streitgespräch, hier)

EU: Die Entmerkelung Europas

(C.O.) Nicht wenige Menschen – nicht nur in Frankreich – werden Präsident François Hollande wohl eher freundlich zustimmen, wenn er jetzt „einen Kurswechsel in Europa“ fordert: Die EU müsse „Wachstum, Beschäftigung und Investitionen“ an die Stelle der berüchtigten „Sparpolitik“ Angela Merkels stellen, forderte er am Tag nach seiner spektakulären EU-Wahlniederlage. Klingt ja auch irgendwie gut, „Wachstum, Beschäftigung, Investitionen“, wer könnte da schon dagegen Weiterlesen

Je mehr Eurobond um so weniger sparsam

„……..This renewed decline in debt discipline reflects the socialization of potential bankruptcy costs among all eurozone countries by way of establishing joint-liability mechanisms. It is this de facto debt mutualization that has prompted creditors to accept lower interest rates, and it is only lower interest rates that have permitted Renzi, Samaras, Valls, and the others to distance themselves from austerity policies…..“ (Hans-Werner Sinn, hier)

Austerität funktioniert

(FRANK HOLLENBECK) Beim Lesen der Finanzpresse entsteht der Eindruck, als hätte die Debatte über Austerität nur zwei Seiten: für eine Politik der Austerität oder dagegen. Eigentlich gibt es aber derer drei Formen. Es gibt die von Keynes, Krugman, und Robert Reich vertretene Form, welche mehr Staatsausgaben und höhere Steuern fordert. Es gibt die von Angela Merkel vertretene Form mit weniger Staatsausgaben und höheren Steuern Weiterlesen

Ein kluger Genosse

Wirtschaftsförderung heißt zuallererst sparen (…). Diejenigen, die sagen, Deutschland verhalte sich nicht solidarisch oder schlecht, halten es wahrscheinlich für richtig, dass das, was von Menschen in einem Land erarbeitet worden ist, wieder denen in einem anderen abgegeben werden soll. Aber diese Zeit ist vorbei.“ (Der sozialdemokratische Ministerpräsident Lettlands, Algirdas Butkevičius)