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Pleitebanken: Die Glaubwürdigkeit der EU tendiert gegen Null

(ANDREAS DOLEZAL) Der ältesten Bank der Welt und drittgrößten Bank Italiens droht der Bankrott. „Bank since 1472“ steht stolz im Logo der Monte dei Paschi di Siena, die dringend fünf Milliarden Euro frisches Kapital benötigt. Je näher die drohende Pleite rückt, desto höher wird – Überraschung! – der Fehlbetrag. 8,8 Milliarden Euro sollen es schon sein. Ein paar Milliarden Euro mehr oder weniger – was macht das schon? Lässt die EU erstmals eine Bank sterben, wie es die EU-Bankenrichtlinie Weiterlesen

Spanien: Auf die Bankenrettung folgt die Autobahnrettung

Die Steuerzahler soll nach der Regierung der Vorgang keine fünf Milliarden Euro kosten, es sei zu spät für eine Einigung mit den Gläubigern Für große Baufirmen ist die staatliche Rettung privater Autobahnen in Spanien ein schönes Weihnachtsgeschenk. Denn die haben Autobahnen nicht nur gebaut, sondern über Tochterfirmen auch versucht, sie rentabel zu betreiben. Doch damit sind sie vor allem im Fall der „radiales“ im Großraum Madrid vor die Wand gefahren, da diese Mautstrecken kaum genutzt werden. Profitieren werden aber auch einige Betreiber am Mittelmeer in Andalusien. Und natürlich gehören Banken zu den Nutznießern, die als Finanziers hinter den unnötigen Projekten stehen…“ (hier)

Herr Draghi macht die Banken noch wackeliger

Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat den Glauben an die magischen Kräfte von EZB-Präsident Mario Draghi verloren. „Inzwischen wirkt die Geldpolitik den Zielen entgegen, die Wirtschaft zu stärken und das europäische Bankensystem sicherer zu machen“, schreibt Cryan in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Die Banken würden angehalten, sich höhere Finanzpolster zuzulegen, gleichzeitig kassiere die EZB Negativzinsen für geparktes Geld. Cryan: „Sicherheit wird damit bestraft.“

„Am Ende zahlt wieder der Steuerzahler“

„Ich vertraue den Stress-Tests der EZB nicht“, sagt Hans-Werner Sinn, emeritierter Professor am Ifo-Institut, im Gespräch mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. „Die Stressszenarien sind milde und die Banken tricksen durch Wertansätze für notleidende Kreditforderungen, die der Realität nicht entsprechen. Die Eigenkapitaldecke der europäischen Banken ist viel zu klein.“ Regelwidrige Bail-Outs hätten die EU bereits unglaubwürdig gemacht. Am Ende werde immer der Steuerzahler herangezogen – und sei es auch nur versteckt durch die Aktionen der EZB. Und das, obwohl vor kurzem mit der Bankenrichtlinie das genaue Gegenteil beschlossen worden sei.“ (weiter hier)

Wenn ein Minister die Wirklichkeit verbieten will

(ANDREAS UNTERBERGER) Endlich hat die SPÖ das Klassenkampfthema zum 1. Mai: Der Ständig-Irgendwas-Anderes-Minister Stöger will gesetzlich eine von den Banken geplante Bankomat-Gebühr verbieten lassen. Wenn es ums Verbieten geht, wenn es gegen die Banken geht, dann läuft die Partei in der Tat immer noch zu marxistischer Höchstform auf, als ob sie nicht vor dem Zerfall Weiterlesen

Italien ist nicht Griechenland – es ist schlimmer….

„…..Shares of Italy’s largest financial institutions have plummeted in the opening months of 2016 as piles of bad debt on their balance sheets become too high to ignore. Amid all of the risks facing European Union members in 2016, the risk of contagion from Italy’s troubled banks poses the greatest threat to the world’s already burdened financial system….“ (weiter hier)