Schlagworte: Banken

Herr Draghi macht die Banken noch wackeliger

Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat den Glauben an die magischen Kräfte von EZB-Präsident Mario Draghi verloren. „Inzwischen wirkt die Geldpolitik den Zielen entgegen, die Wirtschaft zu stärken und das europäische Bankensystem sicherer zu machen“, schreibt Cryan in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Die Banken würden angehalten, sich höhere Finanzpolster zuzulegen, gleichzeitig kassiere die EZB Negativzinsen für geparktes Geld. Cryan: „Sicherheit wird damit bestraft.“

„Am Ende zahlt wieder der Steuerzahler“

„Ich vertraue den Stress-Tests der EZB nicht“, sagt Hans-Werner Sinn, emeritierter Professor am Ifo-Institut, im Gespräch mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. „Die Stressszenarien sind milde und die Banken tricksen durch Wertansätze für notleidende Kreditforderungen, die der Realität nicht entsprechen. Die Eigenkapitaldecke der europäischen Banken ist viel zu klein.“ Regelwidrige Bail-Outs hätten die EU bereits unglaubwürdig gemacht. Am Ende werde immer der Steuerzahler herangezogen – und sei es auch nur versteckt durch die Aktionen der EZB. Und das, obwohl vor kurzem mit der Bankenrichtlinie das genaue Gegenteil beschlossen worden sei.“ (weiter hier)

Wenn ein Minister die Wirklichkeit verbieten will

(ANDREAS UNTERBERGER) Endlich hat die SPÖ das Klassenkampfthema zum 1. Mai: Der Ständig-Irgendwas-Anderes-Minister Stöger will gesetzlich eine von den Banken geplante Bankomat-Gebühr verbieten lassen. Wenn es ums Verbieten geht, wenn es gegen die Banken geht, dann läuft die Partei in der Tat immer noch zu marxistischer Höchstform auf, als ob sie nicht vor dem Zerfall Weiterlesen

Italien ist nicht Griechenland – es ist schlimmer….

„…..Shares of Italy’s largest financial institutions have plummeted in the opening months of 2016 as piles of bad debt on their balance sheets become too high to ignore. Amid all of the risks facing European Union members in 2016, the risk of contagion from Italy’s troubled banks poses the greatest threat to the world’s already burdened financial system….“ (weiter hier)

Die Frösche im globalen Bankensumpf

„……hat die Londoner CCP-Research Foundation errechnet, dass die 16 weltgrößten Banken, zu denen das größte deutsche Institut gehört, in den fünf Jahren von Anfang 2010 bis Ende 2014 kumuliert rund 280 Mrd. Euro an Strafzahlungen abgeliefert haben. Nur so zum Vergleich: Die gesamte Wirtschaftsleistung Österreichs lag 2014 bei knapp 329 Mrd. Euro…“ (hier)

Die Insel der Verdächtigen

(C.O.) In einem Rechtsstaat gilt bekanntlich die Unschuldsvermutung, bis jemand von einem ordentlichen Gericht für schuldig befunden wurde. Gemessen an diesem bewährten Kriterium degeneriert Österreichs Rechtsstaatlichkeit seit einiger Zeit in erstaunlichem Tempo. Denn auch völlig unbescholtene Bürgern schiebt der Staat zunehmend in eine Grauzone des allgemeinen Verdachts. Musste bisher etwa in Steuersachen ein begründeter und von einem unabhängigen Richter akzeptierter Tatverdacht vorliegen, Weiterlesen