Schlagworte: Banken

EZB: Schulden, Schulden, noch mehr Schulden

“……Das Antwort der EZB auf die anhaltende Krise in der Euro-Zone sind 400 Milliarden Euro in Form von neuen Krediten – zusätzlich zu den niedrigen Zinsen. Außerdem können sich die Banken mehr Zeit mit der Rückzahlung alter Schulden lassen. Wie die überalterte Gesellschaft in Europa diese Summen zurückzahlen soll, weiß niemand….” (hier)

Die EZB geht mutig in die falsche Richtung

(C.O.) Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins wie erwartet auf ein Rekordtief gesenkt und erstmals einen negativen Einlagensatz für Banken beschlossen.  Das soll die Banken dazu drängen, mehr Kredite an Unternehmen auszugeben. Doch warum die deshalb plötzlich kreditfinanzierte Investitionen vornehmen sollen, die sie für nicht sinnvoll erachten, kann uns leider niemand erklären. Zu vermuten ist eher: die Banken werden diese Zinsen einfach als Kosten an ihre Kunden weiterreichen, was Kredite eher verteuern wird. Und der Konjunktur nicht helfen wird. Den sicheren Schaden hingegen haben die Sparer, deren Enteignung munter voranschreitet. Ein weiterer Erfolg des “Europäischen Friedensprojektes” halt.

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Sehr gehrter Herr Ortner, Da ich von einigen Ihrer Leser “aufgefordert” wurde, die Grundlage meiner Argumentation näher zu erläutern, möchte ich dies hiermit tun. Es bleibt natürlich Ihnen überlassen diesen Beitrag zu veröffentlichen. Mir ist es einerlei. Grundsätzlich: Die Art wie ich argumentiere geht auf Wolfgang Stützel und sein Buch “Volkswirtschaftliche Saldenmechanik. Ein Beitrag zur Geldtheorie” (1958) zurück. Diese Art von Denken hat in den letzten Jahren rapide Verbreitung Weiterlesen

Der Planet der Banken

(KLAUS KASTNER) Robert Jenkins, prominenter Finanzexperte, nannte jüngst in einer Rede vor der New York Society of Security Analysts folgende bemerkenswerten Kennziffern (alle in USD) über das weltweite Finanzsystem: Chinas Devisenreserven – 3,6 Billionen; US Fed Bilanzsumme – 4 Billionen; täglicher Devisenumsatz – 5 Billionen; US Staatsschulden – 17 Billionen; weltweite Finanzvermögen – 80 Billionen; weltweite nominale Derivativvolumen – 700 Billionen. 1980 entsprach der Finanzsektor innerhalb der OECD 10% des Wirtschaftsproduktes. 2007, vor Beginn der Finanzkrise, waren es 30%. Der tägliche Umsatz von Finanztransaktionen entsprach alleine in den USA 1970 2-x GDP, 1980 6,4-x GDP und im Jahr 2000 52-mal GDP. Solche Dimensionen machen ein System extrem anfällig, weil schon geringe Veränderungen gewaltige Weiterlesen

Wer die Wirtschaftskrise wirklich ausgelöst hat

“……Denn es war der amerikanische Staat, der die Wirtschaftskrise angezettelt hat. Er war es, der mit künstlich verbilligten Hypothekenzinsen Legionen von Subprime-Eigenheimkäufern verführte und alsbald in den Ruin trieb. Als deshalb die halbstaatlichen Hypothekeninstitute und einige unvorsichtige Banken in Schieflage gerieten und der freie Markt daran war, seine gerechten Gesetze spielen zu lassen (nämlich den Konkurs), durchkreuzte dies der amerikanische Staat. Zu peinlich wäre es geworden, zuzusehen, was er mit seinen populistischen Marktverzerrungen angerichtet hatte. Also spielte er sich als Retter auf……” (hier)

Wir sind süchtig nach immer mehr Geld

“…..Die Entmaterialisierung des globalen Geldsystems Anfang der 1970er Jahre entfesselte die Geldpolitik und ermöglichte ein überproportionales Kredit- und Schuldenwachstum. Generell profitierte davon das Finanzwesen auf Kosten der produktiven Bevölkerung. Ein auf Sparen und realen Investitionen aufgebautes Wachstum wurde von kreditinduziertem Wachstum abgelöst. Kreditinduziertes Wachstum wird im heutigen Schuldgeldsystem in erster Linie dadurch „geschaffen“, dass mehr Geld über gesteigerte Kreditschöpfung des Bankensystems, oder über eine steigende Staatsverschuldung, in die Wirtschaft gepumpt wird. Diese exponentielle Kredit- und Schuldenausweitung Weiterlesen

Von wegen unabhängige Zentralbank….

“…..Komplett pervers ist die Begründung für die Niedrigzinspolitik von Politikern quer durch Europa aber auch von EZB-Chef Mario Draghi, die schon sehr bald zu einer Nullzinspolitik werden wird. Man wolle damit die Kreditvergabe der Banken an die Wirtschaft und die Bürger fördern, um damit mehr Wachstum zu generieren, Weiterlesen