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In Berlin sind die Bataclan-Mörder „Märtyrer“

„Am Mittwoch wird eine Installation im Haus Bethanien am Berliner Mariannenplatz mit dem Titel „Märtyrermuseum“ eröffnet. Dort werden Persönlichkeiten der Weltgeschichte gezeigt, die für ihre Überzeugungen in den Tod gingen. Sokrates (469–399 v. Chr.) ist dabei und die Heilige Apollonia von Alexandria (3. Jh.) oder Martin Luther King (1929–1968). Am Ende der Reihe steht Ismaël Omar Mustafaï, einer der Islamisten von Paris, die am 13. November 2015 im Konzertsaal Bataclan in Paris 89 Menschen ermordeten….“ (hier)

Bataclan-Massenmörder reisten vermutlich durch Österreich

„Mehr als zweieinhalb Stunden dauerte das Massaker der drei IS-Terroristen im Bataclan-Konzertsaal. 89 Menschen starben – mehr als an jedem anderen Anschlagsort der Pariser Terrornacht des 13. November 2015. Die ungarische regierungsnahe Zeitung Magyar Idök berichtet nun, dass die drei Bataclan-Massenmörder, Ismail M., Samy A. und Foued A., zuvor in Budapest abgeholt worden waren. Und zwar von Salah Abdeslam. In einem Audi A6 fuhr der Belgier die aus Frankreich stammenden Syrien-Rückkehrer „in Richtung österreichischer Grenze“. Das Trio war demnach über die Balkanroute in die EU eingesickert, wie zwei weitere Paris-Attentäter….“ (hier)

Und wieder war es (auch) Terror gegen Juden

„……Dass sie dabei auch das »Bataclan« im beliebten elften Arrondissement als Anschlagsziel auswählten und dort besonders viele Menschen ermordeten – 89 sind es nach dem derzeitigen Stand der Dinge –, dürfte alles andere als ein Zufall gewesen sein. Denn das seit 1865 bestehende Veranstaltungslokal am Boulevard Voltaire wurde bis vor kurzem von jüdischen Eigentümern geführt, Pascal und Joel Laloux. Im September verkauften die beiden nach 40 Jahren die Konzerthalle, weil sie – wie so viele französische Juden in diesem Jahr – nach Israel auswanderten. Zuvor hatte es dort regelmäßig proisraelische Veranstaltungen gegeben, beispielsweise eine jährliche Gala der jüdischen Organisation Migdal zugunsten der israelischen Grenzpolizei Magav. Seit 2007 befand sich das Etablissement – von dem der Frankreich-Korrespondent der Tageszeitung »Die Welt«, Sascha Lehnartz, schreibt, es gebe »wahrscheinlich keinen freieren, jüngeren, lebenslustigeren, offeneren Ort« in Paris – deshalb im Visier »antizionistischer« Gruppen.Im Januar und im Dezember 2008 kam es jeweils zu heftigen Protestaktionen, vor allem die zweite Manifestation hatte es in sich. Eine Gruppe vermummter Demonstranten mit Palästinensertüchern drohte damals: »Wenn das Bataclan und Migdal wie in den vergangenen Jahren eine Gala für Magav organisieren, die Grenzpolizei der israelischen Armee, werden das die Leute nicht mehr unterstützen, und ihr werdet die Konsequenzen eurer Taten tragen. Das nächste Mal kommen wir nicht zum Reden.« (hier)