Schlagworte: Euro

Die EU arbeitet energisch an der nächsten Krise

(C.O.) Es war ja kein ganz schlechter Plan, mit dessen Hilfe sich die EU-Staaten 2012 aus der damals geradezu lebensbedrohenden Wirtschaftskrise herauswinden wollten. Kurzfristig sollte die legendäre Erklärung des EZB-Präsidenten Mario Draghi, “was auch immer notwendig ist” zu tun, um den Euro zu retten, das Ärgste verhindern. Zeitgleich wurde ein Stabilitätspakt geschnürt, um die unverantwortliche Schuldenpolitik in Teilen der Eurozone einzudämmen und das Vertrauen der Gläubiger zurückzugewinnen. Und mittelfristig sollte das monumentale TTIP-Freihandelsabkommen mit den USA schmerzfrei das zur Genesung der Eurozone Weiterlesen

Crash-Gefahr in Athen

“….In Griechenland sind die Zinssätze für Staatsanleihen auf 9 Prozent gestiegen. Auch Spanien muss plötzlich höhere Zinssätze für seine Schulden bezahlen.Die Investoren fürchten Neuwahlen und glauben offenbar der EZB nicht mehr, dass sie alle Euro-Staaten retten kann. Die EU kündigt an, dass sie den griechischen Banken weitere Steuergelder aus Europa zur Verfügung stellen könnte….” (hier)

Zitat zum Tag

Wenn der Euro ein Unternehmen wäre, stünde schon längst der Staatsanwalt vor der Tür.“ (Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG)

Und was, wenn Deutschland den Euro aufgibt?

“….Wer behauptet, die EZB habe Deutschland noch höhere Kosten für die Euro-Rettung erspart, ignoriert die Option, die Deutschland bleibt: Das Euro-Experiment an einem bestimmten Punkt geregelt und mit seinen Partnerländern zu beenden. Diese Option wird von allen Beteiligten unterschätzt. Die deutsche Bevölkerung steht der Euro-Rettung äußerst skeptisch gegenüber. Zurecht….” (hier)

Herrn Nowotnys Logik: Schwache Währung, gute Währung

(C.O.) Der schwächere Euro lässt nach Einschätzung von OeNB-Chef Ewald Nowotny auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im kommenden Jahr hoffen. Außerdem trage er dazu bei, die Gefahr einer zu niedrigen Inflation zu dämmen, sagte er in Washington am Rande der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. – Na klar, schwache Währungen haben schon immer für Wohlstand gesorgt, deshalb sind ja jahrzehntelang Italien oder Frankreich mit ihren schwachen Währungen steinreich geworden, während die Deutschen mit ihrer starken D-Mark immer mehr verarmten und schließlich hungern mussten. Und sehr beruhigend ist, dass die Notenbank nicht etwa auf die Stabilität des Geldes achtet, sondern vor den Gefahren “einer zu geringen Inflation” warnt. Wäre ja noch schöner, wenn der Wert der Ersparnisse der Menschen erhalten bliebe.

Der Euro steckt tief im Schuldensumpf

“….Inzwischen ist die Euro-Zone längst im Schuldensumpf und im Prokrustesbett des Euros gefangen. Diese Umverteilungs-Union wird durch die Umfunktionierung der Ersparnisse der Deutschen, Österreicher, Finnen und Niederländer künstlich am Leben gehalten, sozusagen mit allen nur erdenklichen Tricks und Kniffen, mit Adrenalinspritzen und Elektroschocks. Seit Ausbruch der Krise besteht die Politik Deutschlands darin, dem Drängen in Richtung Schulden- und Transferunion Stück für Stück, wenn auch mit spürbarem Widerstreben, immer weiter nachzugeben…..” (hier)