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Und warum eigentlich nicht D-exit?

„…Wäre es da nicht besser, Deutschland würde (aus der Eurozone) austreten? Ich höre schon den Sturm der Entrüstung bei diesem Gedanken. Die einen fürchten um den Frieden in Europa, weil Deutschland – wieder einmal – den Störenfried gibt. Die anderen fürchten einen Einbruch bei den Exporten und eine schwere Rezession. Dem kann ich nur entgegenhalten, dass die politischen Spannungen in Europa und die Kritik an Deutschland im Gegenteil bei der Beibehaltung eines ökonomisch nicht lebensfähigen Konstrukts viel größer werden, als bei der geordneten Abwicklung.“ (hier)

„Heute haben italienische Geldpolitik für die ganze Eurozone“

„….Mehr Währungen bedeuten mehr Wahlmöglichkeiten. Die Bürger können sich dann für jene Währungen entscheiden, die ihren Wert behalten. Das bremst die Politiker, ihre Staaten immer noch höher zu verschulden. Sonst sind die Bürger schnell weg in einer anderen Währung. Das ist genau das Problem des Euro: Es gibt keinen institutionellen Wettbewerb der verschiedenen Nationalbanken. Früher haben die Leute die deutsche und die italienische Geldpolitik vergleichen und entscheiden können, welche Währung sie verwenden. Heute haben wir eine italienische Geldpolitik für die ganze Eurozone…..“ (weiter hier)

Der Grexit ist zurück

„….Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Befürworter eines griechischen Euro-Austritts, spricht schon wieder öffentlich darüber, und Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem warnt vor der Staatspleite Griechenlands. Regierungschef Alexis Tsipras aber zeigt sich unbeeindruckt: Griechenland werde „nicht einen Euro mehr sparen“, sagte er kurz vor dem Euro-Gruppen-Treffen am kommenden Montag…“ (hier)

Euro-System knirscht: Das Billionen-Risiko der Bundesbank

„Auf rund 800 Mrd. € sind die Forderungen der Deutschen Bundesbank im System der Zentralbanken des Euro-Raums (Euro-System) im Januar gestiegen. Das ist der höchste je erreichte Wert. Für die Ausstände garantieren letztlich die deutschen Bürgerinnen und Bürger. Die Bundesbank rechnet sogar damit, dass die Forderungen weiter steigen, wie Vorstand Carl-Ludwig Thiele jüngst in einem Beitrag für das «Handelsblatt» schrieb…..“ (weiter hier)

Star-Ökonom Sinn: „Euro auf der Kippe“

„Die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro auf mittlere bis lange Sicht überlebt, schätzt der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn mit „fifty-fifty“ ein. Dies sagte er an einer Podiumsdiskussion an der Finanzmesse „Finanz ’17“ in Zürich. Sinn übte dabei heftige Kritik an der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB mache schon lange keine Geldpolitik mehr, sie betreibe eine Rettungspolitik für überschuldete Staaten, Banken und Unternehmen. Die Zentralbank versuche, Strukturen aufrechtzuerhalten, die nicht mehr aufrechtzuerhalten seien, sagte der ehemalige Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung.“ (hier)