Schlagworte: Euro

Das Zerstörungswerk der Zentralbankpolitik

“….Vor allem aber macht die Tiefzinspolitik der Zentralbanken die Wirtschaftlichkeitsrechnung aller zu einem Gang durchs Spiegellabyrinth: Sie gaukelt Investoren eine Wirtschafts- und Finanzlage vor, für die es bei unverfälschter Darstellung der Tatsachen keine Entsprechung gibt. …. Die Volkswirtschaften geraten in einen Blindflug. Die Signalfunktion der Preise ist dahin, nicht nur die auf den Finanzmärkten, sondern in der gesamten Volkswirtschaft. Die verzerrten Preise machen es für Investoren unmöglich, fundierte Entscheidungen zu treffen…” (hier)

Regierungsberater: Euro hält nur noch 5 Jahre

“….. Europa ist mir wichtig. Der Euro nicht. Und dem Euro gebe ich mittelfristig nur eine begrenzte Überlebenschance……Konkrete Zeiträume zu benennen ist schwierig, das hängt von vielen Faktoren ab. Aber fünf Jahre klingen realistisch….” (Kai Konrad, Vorsitzender des Wissenschaftsbeirats beim deutschen Bundesfinanzministerium, hier)

Frankreich will in den Währungskrieg ziehen

“….Gleich zwei mächtige Repräsentanten der französischen Elite fordern ultimativ eine neue Euro-Strategie, die Deutschlands Wirtschaft bis ins Mark treffen würde: Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg und Airbus-Chef Fabrice Brégier wollen, dass der Euro gegenüber anderen Währungen dramatisch abwertet – die Europäische Zentralbank müsse den Euro schwächen und, so Montebourg, außerdem “endlich Staatsschulden aufkaufen” (hier)

Die 1000.000.000.000 Euro der EZB

“Peter Praet, Chefökonom der EZB, hat  … das Programm erläutert, nach dem die EZB innerhalb der nächsten beiden Jahre eine Billion Euro in das Finanzsystem der Eurozone pumpen will. Dieses neue Programm war Anfang Juni verkündet worden, es wurde in der zurückliegenden Woche von 800 auf 1000 Mrd. Euro aufgestockt.” (hier)

EZB-Draghi: Einheitsregierung für Europa

“…….EZB-Präsident Mario Draghi hat die europäischen Regierungen zur gravierenden politischen Integration aufgefordert: “Einzeln sind sie ganz einfach nicht mächtig genug. Um ihren Aufgaben gerecht zu werden, müssen sie lernen gemeinsam zu regieren”, sagte Draghi am Mittwochabend in London. “Sie müssen lernen zusammen souverän zu sein, damit sie die Anforderungen der Menschen erfüllen können: heutzutage sind das Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.” (hier)

Beginnt gerade die nächste Finanzkrise?

“……Weitgehend unbemerkt brodelt es derzeit an den Märkten Portugals: der portugiesische Leitindex stürzt ab, die Banco Espirito Santo steht offenkundig auf der Kippe und die Rendite (=Risikoprämien) für portugiesische Staatsanleihen ziehen stark nach oben. Da braut sich also etwas zusammen, dass das (Sommer-)Märchen “alles ist wieder gut” an den Finanzmärkten bald beenden könnte….” (hier)

Airbus-Manager: Euro als Waffe einsetzen!

Fabrice Bregier, Chefmanager für das Geschäft mit Passagierflugzeugen bei Airbus, fordert von der EZB eine deutliche Abwertung des Euro. Die derzeitige Stärke der Gemeinschaftswährung sei „übertrieben“ und „verrückt“. Die EZB solle eingreifen und die Bewertung des Euro um 10 Prozent absenken, von derzeit 1,36 Dollar auf 1,20 bis 1,25 Dollar, sagte Bregier der Financial Times. „(Die Eurozone) darf nicht das einzige Wirtschaftsgebiet sein, das den Einsatz seiner Währung als Waffe vernachlässigt (…) als ein entscheidendes Mittel, um seine Wirtschaft voranzubringen.“

Sparpolitik? Welche Sparpolitik, bitte?

“…….After five years of supposed austerity, debt levels in Europe have gone up, not down. According to European Commission data, in six eurozone countries (Greece, Italy, Portugal, Ireland, Cyprus and Belgium), debt to GDP levels were above 100 per cent in 2013. On their current trajectories, Spain and France could join this club in a couple of years….” (hier)

Das Geld-Gefängnis

“…..Ein Euro, in den man nur ein- aber nicht austreten kann, ist ein Gefängnis. Ich verstehe den Absolutismus nicht, dass man sagt, man kann nicht aus dem Euro raus. Das ist nur im Interesse derer, die ihr Geld da angelegt haben, weil bei einem Austritt automatisch an einen Schuldenschnitt gedacht würde. Für die Bevölkerung dieser Länder ist es aber nicht die richtige Strategie, sich an den Euro zu klammern….” (Has-Werner Sinn, hier)

Aus meinem Posteingang

Natürlich ist es bedauerlich und nicht nachvollziehbar, dass sich die EU Regelungen gegeben hat, wo ohne Sinn und Not einzelne Mitglieder nicht mitstimmen dürfen, aber aufs Ergebnis wird sich das wohl wenig auswirken. In der Regel wird sich die Mehrheit durchsetzen und die Wahrscheinlichkeit, dass dies die sog. „Hartwährungsländer“ sein werden, ist eher gering. Allerdings sollte man bei der ganzen Debatte auch im Auge Weiterlesen