Schlagworte: EZB

Mario Draghis Schlaraffenland (mit einem Unhappy End)

“……Der Wirtschaftsforscher Thomas Straubhaar vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut warnt vor einer „Verschuldungsmentalität“. Wir kaufen, was wir nicht brauchen; Unternehmen investieren in Werke, die sich nie rentieren, der Staat verschuldet sich auf Teufel komm raus für Quatsch – den er irgendwann doch bezahlen muss. Mit unseren Steuern. Währungskriege drohen. “Beggar my Neighbour” nannte man diesen Abwertungswettlauf in den 20ern. Es ist damals nicht gut gegangen und wird auch heute nicht gut gehen….” (lesenswert, hier)

Der Euro-Fehler

“……..Die Konstruktion des Euros ermöglicht es, die Last eines Staatsdefizits teilweise auf Ausländer zu überwälzen. Wenn der griechische Politiker Defizite fährt, um seine Wahlversprechen einzulösen, so können die von ihm ausgegebenen Staatsanleihen vom Bankensystem erworben und beim Eurosystem als Sicherheit für frische Kredite hinterlegt werden. Als Folge des Defizits steigen so die Geldmenge und tendenziell die Preise – und zwar nicht nur in Griechenland, sondern auch im Rest der Eurozone. In anderen Worten können die Kosten der griechischen Staatsausgaben teilweise auf die Einwohner anderer Euroländer überwälzt werden in Form eines Kaufkraftverlusts des Euros…..” (hier)

Nachrichten aus der Irrenanstalt

“……Die „Aktuelle Kamera“ meldet, alles sei gut. Die Investoren wären nach den Ostertagen gestärkt in die Handelswoche gegangen. Sie konnten vier Tage lang Mut schöpfen… und Kraft… und die Zentralbanken neues Geld… Was sonst noch passierte…
Ach herrlich, diese Börsenwelt, die nur noch eine Richtung kennt. Bloß nicht dagegen halten, sagen Börsenhändler und wissen, dass dieses Spiel irgendwann endet, möglicherweise aber viel später.
Große Erfolge meldet die EZB. Sie hat ihr “Kaufziel” von 60 Milliarden Euro im März erreicht. Wir gratulieren aufs Allerschärfste….” (hier)

Am Weg in die Hyperblase

“…..Wahrscheinlich ist, dass die Zinsen noch für viele Jahre künstlich niedrig bleiben. Das wird zwar die Schuldner entlasten und die Konjunkturen zumindest in der kurzen Frist stützen. Gleichzeitig kommt es jedoch zu weitreichenden Fehlentwicklungen. Es bilden sich Spekulationsblasen in den Aktien- und Häusermärkten. Die Ersparnisse werden geschmälert. Und am Ende führt es zu einer Krise, die noch größer ist als die, der man derzeit mit der Niedrigzinspolitik entkommen will…..” (hier)

Wir unfreiwilligen Laborratten der Notenbanken

“….Japan betreibt seit 1990 eine Art „quantitative Lockerung“ und die Wirtschaft verblieb mehr als zwei Jahrzehnte lang in der Stagnation. Jetzt gesellt sich auch noch die Europäische Notenbank dazu und schließt den Kreis, so dass die drei wichtigsten Währungen der Welt eine massive Aufblähung erfahren. Dabei weiß keine dieser geldpolitischen Anstalten, was sie genau tun und wie der Prozess, den sie bewirken wollen, tatsächlich abläuft. Es wird experimentiert, aber nicht im Labor, sondern in der Wirklichkeit und das heißt auf Kosten von uns allen….” (hier)