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Der Kampf zur Bargeld-Abschaffung beginnt

Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Die Ausgabe der größten Euro-Banknote werde „gegen Ende 2018“ eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt sollen die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Scheine eingeführt sein. Die in Umlauf befindlichen 500er sollen gesetzliches Zahlungsmittel bleiben und unbegrenzt umtauschbar sein. (ORF)

Aus für den 500er: Auf dem Weg in den bargeldlosen Polizeistaat

(ANDREAS TÖGEL) Jetzt ist es amtlich: Die 500-Euro-Banknote ist ein Auslaufmodell. In der EZB wird lediglich noch über die technischen Details der Einziehung entschieden. Immerhin muss das im Umlauf befindliche Geldvolumen durch kleinere Scheine ersetzt werden. Für den deutschen Ökonomen Hans-Werner Sinn steht die Maßnahme im Zusammenhang mit der Durchsetzung negativer Zinsen. Denn die Lagerung großer Bargeldmengen verursacht höhere Kosten, wenn die Stückelung der Noten kleiner ist. Wollen die Geschäftsbanken Strafzinsen für die Haltung von Einlagen bei der EZB entgehen, müssen sie künftig mindestens zweieinhalbmal Weiterlesen

Dr. Draghis Schmerzmittel können die Operation nicht ersetzen

„….Dr. Draghi behandelt den schwer kranken Patienten Euro-Konjunktur ausschließlich mit immer höheren Dosen von Schmerzmitteln. Das bringt dem Patienten zwischendurch, wie jetzt, ein wenig Erleichterung, kann aber Operation und nachfolgende Therapie nicht ersetzen. Das kann man allerdings der EZB nicht vorwerfen, denn sie hat mit ihrer Geldpolitik nichts anderes zur Verfügung als diese Schmerzmittel. Das Skalpell muss die Wirtschaftspolitik führen. Draghi selbst hat das mehrmals angedeutet, indem er in seine Aussagen einfließen ließ, dass Geldpolitik ohne die dazugehörenden Strukturreformen in den Euroländern ziemlich sinn- und wirkungslos sei. Gerade bei diesen Strukturreformen hakt es aber, nicht nur in Österreich (wenngleich hier besonders), ganz gewaltig….“ (hier)

Die EZB legt den Keim der künftigen Katastrophe

„…Das Ende der monetären Manipulationen ist nahe. Seit 2008 taten die Zentralbanken alles, was sie für nötig hielten, um die Märkte wieder von den schmerzhaften Folgen des Crashs zu befreien. Das Problem dabei ist nur, dass Keynesianer und Monetaristen hohe Kurse an den Aktienmärkten als das Ziel ihrer „Politik“ ansahen und prosperierende Vermögenswerte mit Wirtschaftswachstum verwechselten.

Der Feind des Wohlstandes ist aus Sicht der globalen, wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger der Wunsch von Konsumenten zu sparen und dass Unternehmen von Investitionen absehen, selbst wenn dies nur für kurze Zeit der Fall sein sollte. Daher war die „Lösung“ dieser Leute genau jenes Gift, Weiterlesen

Nullbock auf Nullzinsen

„…..Dabei ist es nicht allein die gigantische Umverteilungspolitik zugunsten der südeuropäischen Schuldnerländer einschließlich der Konkursverschleppung für deren “Zombie-Banken” mit geschenktem Geld, die den Nordeuropäern zunehmend auf die Nerven geht. Aus Sicht der deutschen Volkswirtschaft und vor allem ihrer Sparer sind es die jährlich hohen zweistelligen Milliardenverluste im Verein mit dem Kampf von Sparkassen, Volksbanken, Lebensversicherungen, Bausparkassen und Stiftungen ums Überleben, die immer weitere Kreise daran zweifeln lassen, ob wir mit dem Beitritt zu einem Club, der uns derartige Dauerschäden zumutet, die richtige Entscheidung getroffen haben…..“ (hier)

Bundesbank-Chef gegen EZB

„….Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat seine Kritik an der jüngsten geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigt. Zwar sei die Ausgangslage vor der Zinssitzung am 10. März „durchaus herausfordernd“ gewesen, sagte Weidmann am Mittwoch in der Hauptstadt Liechtensteins, Vaduz. „Allerdings gingen mir die Beschlüsse in ihrer Gesamtschau zu weit und das umfassende Maßnahmenbündel hat mich nicht überzeugt.“ Im Kampf gegen die schwache Inflation hatte die EZB vor zwei Wochen ihre Leitzinsen weiter gesenkt, ihre Anleihekäufe ausgeweitet und den Kauf von Unternehmensanleihen sowie zusätzliche Langfristkredite Weiterlesen

„Helikoptergeld“ und anderer Irrsinn

„…..Man ist ja allerhand von unseren sogenannten Währungshütern gewohnt. Ich hätte aber, ehrlich gesagt, nicht für möglich gehalten, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank die Idee vom „Helikoptergeld“ allen Ernstes als „ein interessantes Konzept“ bezeichnen würde. Bislang begnügte sich Mario Draghi damit, Geld, das er sich selbst druckt, in der Dimension von Schiffsladungen in marode Banken zu kippen. Das tut er, weil die Banken sonst den Jordan hinabfahren – mitsamt den bei Ihnen in der Kreide stehenden maroden Staaten. In der Realwirtschaft kommt von den vielen Milliarden offenbar aber nichts an. Jedenfalls will die Konjunktur und Wirtschaftsproduktion in den betroffenen Ländern nicht anspringen, der Zaubertrunk Draghis wirkt einfach nicht. Deshalb macht unter Ökonomen, den EZB-Präsidenten eingeschlossen, jetzt das „Helikoptergeld“ die Runde. Geld soll bildlich gesprochen aus der Luft auf die Massen abgeworfen werden….“ (weiter hier)

Wir müssen unserer Enteignung hilflos zusehen

(ANDREAS TÖGEL) Jetzt scheint es geschafft: die „Brechung der Zinsknechtschaft“, die von Männern wie Gottfried Feder bereits vor vielen Jahrzehnten gefordert wurde (die brillante Idee fand sogar Eingang ins Parteiprogramm der NSDAP), ist endlich geglückt. Die Europäische Zentralbank unter Mario Draghi, hat den Leitzins (das ist jener Satz, zu dem Geschäftsbanken kurzfristig Gelder ausleihen können) in der Vorwoche auf 0,00 Prozent gesenkt. Damit wurde auch noch das letzte Pulver verschossen, Weiterlesen

Der monumentale Fehler der EZB

„…Mit der Politik der Negativzinsen und dem Ankauf von weiteren Staatsanleihen macht die EZB einen monumentalen Fehler. Ihre Maßnahmen beruhen nämlich auf den falschen Annahmen. Die Kosten für Wohnraum werden im Inflationsindex nicht berücksichtigt. Die Erdöl-Preise werden dagegen überwertet. Die Folge der falschen Weichenstellung wird ein gewaltiger Katzenjammer sein….“ (hier)

Kein Stein wird in Europa auf dem anderen bleiben

(von WERNER REICHEL) Europa steuert rasant auf das zu, was man in Action-Filmen als „Showdown“ bezeichnet. Über Jahre hinweg haben Brüssel und die EU-Staaten versucht, schwelende Probleme und krisenhafte Entwicklungen auszusitzen oder mit völlig untauglichen Mitteln zu bekämpfen. Das rächt sich jetzt. Der Winter ist noch nicht vorbei, und Hunderttausende von Armutsmigranten stehen in Afrika und Asien bereit, um sich auf den Weg in ein nach wie vor unvorbereitetes und hilfloses Europa zu machen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex verkündet, man wäre froh, wenn dieses Jahr nur eine Million Menschen kommen würde. Natürlich werden es weit mehr sein. Der Islamische Staat, der in Syrien und dem Irak immer mehr unter Druck gerät, Weiterlesen