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Der Suizid der CDU

„….Konservativ zu sein heißt, dem Einzelnen zuzutrauen, sein Schicksal selber zu meistern. Das unterscheidet den Konservativen vom Linken, nicht das Bekenntnis zur Ehe für alle oder die Liebe zur Patchworkfamilie. Eine CDU-geführte Regierung, die in einer wirtschaftlich einmalig günstigen Lage den Spitzensteuersatz erhöht, ist eine CDU, die vergessen hat, warum es sie gibt. Von diesem Schlag würde sie sich so schnell nicht erholen…“ (hier)

Die merkwürdige Idealisierung des Fremden

„…..Es ist anrührend zu sehen, wie viele Menschen in Deutschland tatkräftig mithelfen, um den Menschen, die um Aufnahme bitten, einen freundlichen Empfang zu bereiten. Aber es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, in erster Linie gerührt zu sein. Von Politikern sollte man erst recht etwas anderes erwarten….“ (hier)

Der Revoluzzer als Diktator

„…….Die einzigen, die am Theater ordentlich verdienen, sind der Intendant und der kleine Kreis der in seiner Gunst stehenden Regisseure. Mehr muss man nicht wissen, um darüber zu entscheiden, was man von der Systemkritik halten soll, die zum Wesenskern jeder engagierten deutschen Kultureinrichtung gehört….“ (vergnügliches über Claus Peymann, hier)

Einträgliche Anteilnahme

„Poverty Porn“ heißt in den USA der Fachbegriff für einen Betroffenheitsjournalismus, der bei seinen Lesern das gute Gefühl hinterlässt, durch Lesen den Zustand der Welt verbessert zu haben. Auch für Journalisten ist diese Art der Anteilnahme relativ einträglich: Um Preise abzuräumen ist die Armutsreportage jedenfalls tausendmal geeigneter als die nüchterne Zustandsbetrachtung, die quer zu den Erwartungen des Publikums liegt….“ (Jan Fleischhauer, hier)