Schlagworte: Griechenland

Schäuble: Schuldenerlass wäre schlecht für Griechenland

„Griechenland hat mit dem Schuldendienst in den nächsten zehn Jahren keine Probleme“, sagte Schäuble am Freitag auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Griechenland setze allerdings schon heute die Reformen in seiner Verwaltung, in seinem Arbeitsrecht und in seiner Binnenmarktregulierung nicht um, die für Wachstum sorgen könnten. Bei einem Schuldenerlass werde das Land dies erst recht nicht tun. „Es wird das Gegenteil von dem eintreten, was gewollt ist“ (hier)

Lebenslänglich für die Fakten?

„Der Fall von Andreas Georgiou, des Präsidenten der griechischen Statistikagentur Elstat in den Jahren 2010 bis 2015, sollte in allen europäischen Hauptstädten die Alarmglocken schrillen lassen. Georgiou wird vom griechischen politischen Establishment auf kafkaeske Weise verfolgt: Weil er rückwirkend die nachweislich falschen Haushaltszahlen des Jahres 2009 korrigierte, soll er laut Anklageschrift Griechenland einen Schaden von 210 Milliarden Euro zugefügt haben. Er soll ferner Weiterlesen

Aussenminister Kurz: Merkels Politik „ist falsch“

„Eine Woche nach dem Flüchtlingsgipfel in Wien kritisiert Österreichs Außenminister Sebastian Kurz in der „Welt am Sonntag“ mit ungewöhnlich scharfen Worten die Bundesregierung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte während des Flüchtlingsgipfels in Wien vor einer Woche angekündigt, dass Deutschland künftig mehrere Hundert Flüchtlinge pro Monat aus Griechenland und Italien aufnehmen werde. „Diese Politik ist falsch“, sagte Kurz. Das Ziel der geplanten Maßnahme sei offenbar, die beiden südeuropäischen Länder zu entlasten: „Aber eine solche Politik, wie sie von Deutschland jetzt angekündigt wurde, wird leider das Gegenteil erreichen: Es werden dadurch vermutlich noch mehr Flüchtlinge nach Griechenland und Italien kommen, und diese Länder werden noch stärker belastet werden.“

Der Bargeld-Schwarzmarkt in Griechenland

Infolge der seit Mitte 2015 bestehenden Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland hat sich ein eigentümlicher Schwarzmarkt für Bargeld entwickelt. In einem Bericht der Wochenendausgabe der griechischen Zeitung „Vima tis Kyriakis“ ergeht die Rede von einem eigentümlichen „Schwarzmarkt“ für Bargeld, der ab dem Moment der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland im Sommer 2015 entstanden ist….“ (weiter hier)

Erster EU-Staat bereitet Zwangsabgabe auf allen Besitz vor

„…Die griechische Regierung fordert einen vollständige Offenlegung aller Vermögen der privaten Haushalte. Die Griechen sollen ihr gesamtes Vermögen anmelden – Bargeld, Schmuck, Immobilien, Gemälde und Möbel. Die Maßnahme dient offenbar der Vorbereitung einer Zwangsabgabe, um die Schulden abzubauen….“ (hier)

Was passiert, wenn der Staat echt pleite ist….

„….The state is carrying out a blitz of confiscations, with tax authorities and social security funds targeting the small amounts left in Greeks’ bank accounts, as well as their real estate assets, to cover taxpayers’ expired debts. Data seen by Kathimerini show that money was confiscated from 151,000 bank accounts in the first half of 2016, against 136,000 in the whole of 2015. The average amount taken per confiscation in January-June 2016 was 530 euros. Tax authorities managed to collect no more than 80 million euros in the process, as 97 percent of the confiscations concerned amounts below 3,000 euros each….“ (hier)

Greenspan: „Griechen bleiben nicht mehr lang im Euro“

Wie der ehemalige Präsident der FED äußerte, sei die schlimmste Beunruhigung nicht die Rezession, sondern die Stagnation. „Die Eurozone … scheitert“ laut Greenspan, der weiter meinte: „Griechenland ist mit einem ernsthaften Problem konfrontiert und wird unabhängig von dem, was derzeit geschieht, nicht mehr lange im Euro verbleiben.„ Wie Greenspan einschätzte, wurde die Ablehnung des Status Quo in Europa durch die britischen Wähler von der sich in ganz Europa ausbreitende „massenhaften Verlangsamung“ des Rhythmus der Entwicklung der realen Einkommen gezündet. Dies – meinte er – schaffe ernsthafte politische Probleme, die nicht leicht zu lösen sind. Auf die Frage, was er tun würde, wenn er noch immer Leiter der US-Notenbank wäre, antwortete Alan Greenspan: „Ich würde mir Sorgen machen.“ (hier)

Der geheime Plan des Yanis Varoufakis

„…..The Plan B for Greece that was drafted by former Greek Finance Minister Yanis Varoufakis foresaw the declaring of a state of emergency, the immediate nationalization of the Bank of Greece, the transformation of bank deposits into a New Drachma and emergency public order measures, according to a book by American economist James Galbraith, Varoufakis’s chief coordinator for the plan….“ (aufschlussreich, hier)