Schlagworte: Griechenland

Die schizophrene EZB

“…….Mit ihrem milliardenschweren Depot an griechischen Staatsanleihen wird die EZB zur Gefangenen ihrer Aufkaufpolitik. Dem geldpolitischen Mandat und der Aufgabe in der Troika stehen immer größere Risiken in den ihren Büchern gegenüber. Durch den massiven Ankauf gefährdet sie ihre Neutralität. Ich befürchte, dass die EZB dadurch weniger die dauerhafte Sanierung der griechischen Staatsfinanzen im Auge hat als die kurzfristige Sorge um einen Ausfall ihrer Griechenland-Papiere, was ein tiefes Loch in die EZB-Bilanz reißen würde. Deshalb könnte die EZB in der Troika versuchen, die klare Haltung der Troika bei der Erfüllung der Rettungsauflagen weichzuspülen….” (hier)

“Das kann ganz Europa zerstören…..”

“….Europa versinkt in einer Schuldenlawine, weil das Schuldenmachen immer der einfachere Weg ist – zu Lasten künftiger Generationen bzw. zu Lasten der Steuerzahler der noch gesunden Länder. Wird dieses Schuldenmachen unterstützt durch gegenseitiges Bürgen, dann findet das kein Ende. Diese Schuldenlawine kann ganz Europa zerstören…” (H.-W. Sinn, hier)

Der Nationalbanker als Blüten-Experte

Als “Scheinblüte” bezeichnete OeNB-Chef Ewald Nowotny gestern Abend (bei einer Diskussion der NZZ.at) jenen Boom, der nach der Einführung des Euro und der damit verbundenen (zu) niedrigen Zinsen in Griechenland ausgebrochen war. Damit hat Nowotny recht, aber jetzt stellt sich natürlich die Fragen: wie ist dann bitte jenes Wirtschaftswachstum zu qualifizieren, dass die EZB mit (zu) niedrigen Zinsen in der Eurozone herbeiführen will? Kleiner Tip: die richtige Antwort beginnt mit “S”.

Griechen: Gerettet, aber pleite

“…..Griechenland führt uns vor Augen, wie sehr die Rettungspolitik der letzten Jahre versagt hat. Trotz Schuldenschnitt und Milliardenhilfen bleibt der griechische Staat mit einer Schuldenlast von 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) faktisch pleite….” (hier, lesenswert)

Eine unwürdige Botschaft an die Griechen

(KLAUS KASTNER)  „Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble halten einen Austritt des Landes aus der Gemeinschaftswährung für verkraftbar“, berichtete Der Spiegel und die Bundesregierung dementierte nicht sofort, womit dem Bericht Glauben geschenkt werden darf. Diese lancierte Meldung kann nicht anders verstanden werden als eine unwürdige Botschaft an die griechischen Wähler, sich sehr gut zu überlegen, ob sie wirklich die links-radikale SYRIZA wählen Weiterlesen

Die EZB und griechisches Geschenk-Papier

“…..Das geht ja gleich richtig krachend los im Januar mit dem neuen Jahr: am 22. Januar will voraussichtlich die Europäische Zentralbank (EZB) über ein neues Kaufprogramm entscheiden; für 1000 Milliarden will sie möglicherweise Schrottanleihen kaufen, und somit Banken und Regierungen wieder flüssig machen. Über Sinn und Unsinn wird seit langem diskutiert. Aber jetzt erhält das Paket eine neue Bedeutung: Möglicherweise schon am 25. Januar soll in Griechenland Weiterlesen

Wir Griechen

“…..Die Eurozone kann ein Wiederaufflammen der Hellaskrise ungefähr so gut gebrauchen wie Zahnweh. Doch gerade solche Schmerzen zeigen an, wo der Krankheitsherd liegt: im mangelnden Willen der Regierungen, die Zeit zu nutzen, die ihnen die entgegenkommende Geldpolitik der Europäischen Zentralbank verschafft. Das trifft auch und besonders auf grosse Staaten zu, die nicht dermassen mit schwachen Institutionen geschlagen sind wie Griechenland….” (hier)

Dafür haften wir wirklich gerne….

“…….Um sich über Wasser zu halten, behilft sich die Regierung in Athen mit Schuldscheinen. Die werden von griechischen Banken gekauft, die sie wiederum als Pfand bei der EZB hinterlegen, um an frisches Geld zu kommen. Länger als einige Monate aber dürfte dieses kreative Finanzierungsmodell nicht gutgehen……” (hier)

Die Rückkehr der Euro-Krise

“…..In Griechenland gibt es vorgezogene Neuwahlen – die linksradikale Syriza hat gute Chancen auf einen Sieg. Parteichef Tsipras will das deutsche Spardiktat in der Eurozone beenden und einen Schuldenschnitt erreichen….” (hier)