Schlagworte: Inflation

“Das Ganze endet mit einem großen Knall….”

“……Wenn die Zinsen weiterhin künstlich niedrig gehalten werden, verlieren sie ihre Lenkungsfunktion – insbesondere in den Krisenstaaten. Deren Schulden werden weiter wachsen. Und am Ende gibt es nur zwei Wege: Das Ganze endet mit einem großen Knall und dem Auseinanderbrechen der Eurozone, weil die Schulden nicht mehr beherrschbar sind. Oder Länder wie Deutschland stimmen einer Transferunion zu, bei der sie dauerhaft Teile ihrer Einkommen und Vermögen auf andere Länder übertragen….” (Hans-Werner Sinn, hier)

Was ist das Problem, wenn Geld mehr Wert wird?

“…..Schieben Sie einen anstehenden Autokauf auf, weil Sie annehmen, dass das Fahrzeug innert Jahresfrist 0,5 Prozent weniger kosten wird? Das dürfte selten der Fall sein, doch es ist das, was von den Warnern vor einer Deflation als Gefahr dargestellt wird, die nach japanischem Muster in eine langanhaltende Rezession führen könnte….” (Gute NZZ-Analyse)

Deflation, warum nicht?

“….Preisdeflation hat eine schlechte Presse. Spätestens seit der Großen Depression werden fallende Preise mit Stagnation oder Rezession gleichgesetzt. Zentralbanken versuchen alles, um eine Preisdeflation zu vermeiden. Offiziell ist der Auftrag der meisten Zentralbanken – so der Europäischen Zentralbank und der Schweizerischen Nationalbank – Preisstabilität, also auch eine Verhinderung der Preisinflation. Man sollte meinen, dass Zentralbanken eine Teuerungsrate von „Null“ als Preisstabilität ansehen. Dem ist jedoch nicht so……..” (hier)

Die Irrtümer der keynesianischen Mainstream-Ökonomen

“…..Die keynesianische Staatsverschuldungsmanie und Interventionsgläubigkeit haben langfristig fatale Folgen, aber sie liefern den politischen Eliten eine pseudowissenschaftliche Begründung für ihre schamlose Schuldenpolitik im Rahmen ihrer „Wählerbestechungsdemokratie“. Die gesamte politische Klasse will nicht vom beliebig vermehrbaren Geld ablassen, weil es die finanzielle Grundlage ihres Geschäftes Wählerbestechung ist. Die Bürger selber lieben das „easy Money“, weil sie sich damit Wünsche in der Gegenwart erfüllen können, für die sei eigentlich lange sparen müssten und weil sich ihre Immobilien- und Wertpapier-Vermögen damit inflationär aufblähen und ihnen das (irrtümliche) Gefühl des ständig Reicherwerdens vermitteln. Die Zentralbanken lieben das „easy money“, weil sie damit Regulierungspotenz über die gesamte Volkswirtschaft gewinnen und das von ihnen kontrollierte Bankensystem ins Gigantische ausdehnen können….” (guter Esay, hier)

Warum Regierungen Inflation nicht schlimm finden

“…..With taxes, everyone knows that the government’s the culprit because people can see that it’s a government agency that is collecting the taxes. With inflation, government can blame what is happening on the private sector, where prices are rising in response to the government’s continued debasement of the currency…..” (hier)

Das verlorene Vierteljahrhundert

“…..Die nominellen Bruttolöhne steigen zwar Jahr für Jahr, netto stagnieren die Reallöhne aber seit 24 Jahren: Was die Inflation übrig lässt, fressen Steuererhöhungen und kalte Progression weg….” (hier)

Wenn Wirtschaftsjournalismus mit der Wirklichkeit kollidiert

Der bekannte Financial-Times- Kolumnist Wolfgang Münchau beschreibt auf Spiegel-Online anschaulich, wie Deflation funktioniert und warum wir sie “fürchten sollten” : “Wer damit rechnet, dass die Preise fallen, der kauft sich den Kühlschrank erst im nächsten Jahr, weil er dann billiger sein dürfte. Im nächsten Jahr kauft er ihn dann aber auch nicht, denn schließlich könnte er im Jahr darauf noch mal billiger werden.” Seltsam – bisher dachten wir eigentlich, dass man einen Kühlschrank normalerweise kauft, weil man a) in seine erste Wohnung einzieht, oder b) der alte Kühlschrank nicht mehr gut funktioniert Weiterlesen

Die Angst der EZB-Mitarbeiter vor der von ihnen verursachten Inflation

“….Die EZB-Pensionisten hätten  gerne eine “Inflationsabsicherung” ihrer (ohnehin üppigen) Pensionen gehabt – und sind damit jetzt beim EuGH abgeblitzt. Dass muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die einzige Aufgabe der EZB ist die “Preisstabilität” – also die Verhinderung allzu hoher Inflationsraten. Und während Medien und Bürger den Damen und Herren Notenbankern blind vertrauen, gehen ihre ehemaligen Kollegen lieber auf Nummer sicher und klagen sogar, damit ihre Pensionen sicher sind vor den Folgen ihres eigenen Versagens. You can’t make this stuff up”. (hier)