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Die unlauteren Methoden der EZB

„Da jetzt im Euro-Raum exakt diese 2 Prozent erreicht sind und ein weiterer Anstieg erst recht zuviel ist, wäre darauf zu bestehen, dass die EZB ihre Politik der Überschwemmung mit Geld zurückfährt und beendet, also damit aufhört, von überschuldeten Staaten und Banken Anleihen zu kaufen, dadurch diese mit Geld zu versorgen und mit dieser Geldschöpfung die Geldmenge noch mehr auszuweiten. Aufhören allerdings will sie nicht, weder mit den Aufkäufen noch mit der Null- und Negativzinspolitik.“ (weiter hier)

Inflation, die böse Überraschung im deutschen Wahljahr

„Das immer wunderlicher klingende Mantra der EZB, sie mache Geldpolitik für die gesamte Währungsunion und nicht für deren größtes Mitglied (Deutschland), könnte ohne weiteres einen sogenannten Black Swan in Form eines deutschen Wahlschocks im Herbst heraufbeschwören. Die Beamten der EZB in Frankfurt haben bisher die historische Beobachtung des mit dem Nobelpreis prämierten Ökonomen Robert Mundell ignoriert, dass Zentralbanken in einer föderalistischen Union intuitiv auf Anzeichen monetärer Instabilität in ihrem wirtschaftlich dominierenden Mitgliedsland achten würden, zum Beispiel Ontario in Kanada oder New South Wales in Australien. (Kalifornien, welches zirka 13% der US-amerikanischen Wirtschaft ausmacht, gilt hingegen nicht als “dominierend”.)….weiter hier.

Die Enteignung gewinnt an Tempo

„Wer nicht aufpasst, dessen Vermögen verringert sich in Österreich real um rund eineinhalb Prozent im Jahr. Und in Deutschland um zwei Prozent. Zwei Prozent Negativverzinsung bedeutet, dass aus einem Tausender innerhalb von fünf Jahren real 903 Euro und neunzig Cent werden. Ein doch recht herber Verlust. Der EZB sind die negativen Zinserträge der Sparer zwar definitiv egal, sie müsste wegen der dramatischen Inflationsentwicklung in wichtigen Mitgliedsländern jetzt aber trotzdem ihr (gerade erst bis Ende 2017 verlängertes) Anleihenkaufprogramm auslaufen lassen und die Zinswende einleiten. Das kann sie aber nicht: Ein rascher Anstieg der Leitzinsen hätte umgehend die Rückkehr der Eurokrise zur Folge….“ (Hier)

Der nächste üble Trick der Notenbanken

„Eine Abkehr von der Politik der nominalen Null- oder Negativzinsen ist unausweichlich. Das neue Experiment, das nun vermutlich gestartet wird, lautet: Das Regime der nominalen Null- oder Negativzinsen mit moderater Inflation wird gewandelt zu einem der positiven Nominalzinsen mit höherer Inflation. Wenn die Inflation den Nominalzins übersteigt, wird der Realzins negativ. Das ist für überdehnte Schuldner höchst willkommen. Ihre Altschulden werden auf diese Weise entwertet. Dieser „Trick“ funktioniert aber nur, wenn die Zentralbank den Nominalzins kontrolliert und künstlich niedrig hält…..“ (hier)

Wirft Japan schon bald Helikopter-Geld ab?

„……Die japanische Wirtschaft ist mit Vollgas auf dem Weg in den Abgrund: Ministerpräsident Shinzo Abe will mit immer neuen Konjunkturprogrammen, ein erneutes Abrutschen der Volkswirtschaft in die Rezession verhindern. Das hat aber einen sehr hohen Preis. Das Haushaltsdefizit beläuft sich ständig auf sechs bis acht Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Entsprechend schießen die Staatsschulden im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt immer weiter nach oben. Zuletzt lagen die Schulden bei knapp 250 Prozent der Wirtschaftsleistung – das ist der mit weitem Abstand schlechteste Wert weltweit. Zum Vergleich: Der Wert für die USA liegt bereits bei horrenden 102 Prozent und für Deutschland bei hohen 72 Prozent. Finanziert wird die Staatsschuldensause in Japan durch die Notenbank. Durch das gigantische Gelddrucken der japanischen Notenbank ist die Bilanzsumme der Notenbank auf rund 80 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung gestiegen. Das ist der mit weitem Abstand schlechteste Wert. Zum Vergleich: der Wert für die US-Notenbank und die EZB liegen bei jeweils rund 25 Prozent…..“ (weiter hier)

Warum ist eigentlich die Inflation nicht viel höher?

„…..Die Anhänger der Österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie durchleben eine scheinbar schwere Zeit. Die Notenbanken haben mit Beginn der Finanzkrise die Volkswirtschaften mit Liquidität geradezu überflutet und die Leitzinsen immer weiter reduziert. Die Bemühungen der Notenbanken, eine Preisinflation in Gang zu setzen, sind nicht zu übersehen; nur die amerikanische Notenbank stellt derzeit in Aussicht, bald eine Leitzinsanhebung vorzunehmen. Und dennoch: die große Preisinflation und der vielbeschworene Zusammenbruch, die dem Kreditboom doch unweigerlich zu folgen haben, ist bisher ausgeblieben…“ (hier)