Schlagworte: Konjunktur

Deflation, warum nicht?

“….Preisdeflation hat eine schlechte Presse. Spätestens seit der Großen Depression werden fallende Preise mit Stagnation oder Rezession gleichgesetzt. Zentralbanken versuchen alles, um eine Preisdeflation zu vermeiden. Offiziell ist der Auftrag der meisten Zentralbanken – so der Europäischen Zentralbank und der Schweizerischen Nationalbank – Preisstabilität, also auch eine Verhinderung der Preisinflation. Man sollte meinen, dass Zentralbanken eine Teuerungsrate von „Null“ als Preisstabilität ansehen. Dem ist jedoch nicht so……..” (hier)

Ein eher schlechtes Zeichen….

“….If you listen very carefully, you will still hear absolutely nothing from any talking-heads of the utter collapse that the last few weeks have witnessed in the Baltic Dry shipping index. The Baltic Dry has dropped 12 days in a row and plunged back to $1061 – its lowest since August 2013. This is the worst start to a year on record… (hier)”

Kiffen für die Konjunktur

“Drogenhandel schafft Werte – das ist jetzt offiziell. Denn nach einer neuen EU-Richtlinie zählen die Umsätze mit Hasch und Kokain künftig zum Bruttoinlandsprodukt. Genauso wie Panzer und Raketen: die gelten jetzt als ʺInvestitionenʺ (hier)

Kein gutes Zeichen, das

“…..The Baltic Dry Index,  a measure of commodity-shipping rates, has collapsed 39% in just the nine trading days of 2014. It has fallen from 2277 at the end of December 2013 to 1370 today. This key indicator of global economic health is a warning signal for the global economy in 2014″ (hier)

Von wegen Erholung der Wirtschaft…

“Das Jahr 2014 wird das Jahr mit der höchsten jemals gemessen Arbeitslosigkeit in Österreich. Die schwache Konjunktur, das Arbeitskräfteplus durch die Öffnung des Arbeitsmarktes nach Osten und Firmenpleiten belasten den Arbeitsmarkt.” (hier)

Ein beeindruckender Aufschwung in Europa….

“……480 der 600 im breiten Aktienindex Stoxx Europe 600 gelisteten Unternehmen haben in den vergangenen Tagen ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Und die waren wenig überzeugend. Laut Berechnungen von Thomson Reuters StarMine hat etwa die Hälfte der Unternehmen ihre Gewinnprognosen verfehlt….” (hier)

Deflation, warum eigentlich nicht?

……Historisch gesehen gibt es keinen Grund, sich vor Deflation zu fürchten. Die USA haben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jahrzehntelang Deflation gehabt, ohne dass dies zu wirtschaftlichen Krisen geführt hat. Im Gegenteil: In dieser Zeit sind die Pro-Kopf-Einkommen kräftig gewachsen. Und dass die Wirtschaft in Japan in den vergangenen Jahren nicht stärker gewachsen ist, ist nicht etwa Folge der Deflation, sondern das Resultat zu starker Regulierungen und der ungünstigen Demografie. Zudem: Wir alle profitieren, wenn der technologische Fortschritt die Preise sinken lässt, etwa bei Computern. Milton Friedman hat einmal gesagt, das Beste wäre, die Geldmenge so zu steuern, dass die Preise permanent sinken. Die erhöhte Kaufkraft des Geldes machte es dann zu einem gefragten Vermögensgut und käme den einfachen Menschen zugute.” (Der US-Nobelpreisträger Thomas Sargent in einem lesenswerten Interview mit der  “WiWo“)

So wird das nix…

….Die amerikanische Wirtschaft entwickelt sich derzeit vielleicht gut im Vergleich zur Konjunktur in Europa, aber nicht im Vergleich mit früheren Entwicklungen nach einer Rezession in den USA.Deswegen versucht die amerikanische Notenbank zurzeit alles, um die Arbeitslosigkeit weiter zu senken und die Konjunktur stärker anzukurbeln. Ich denke jedoch, dass nichts von dem, was sie tun könnte, irgendeinen grösseren Effekt haben dürfte. Die Europäische Zentralbank hat Ähnliches getan wie das Fed, dennoch kommt die Euro-Zone kaum aus der Rezession heraus….” (Wirtschafts-Nobelpreisträger Eugene Fama in der NZZ)