Schlagworte: Konjunktur

Die guten Jahr hinter uns?

(C.O.)  Wann immer die Wirtschaftsforscher ihre Wachstumsprognosen für das nächste Jahr um ein paar mickrige Zehntelprozentpunkte korrigieren, sorgt das bei Medien und Politik für gehörige Aufregung. Verständlich irgendwie, schließlich indiziert dieses Wachstum ja unser aller künftigen Wohlstand.

Umso erstaunlicher ist, dass außerhalb der Fachwelt eine ganz andere, wesentlich massivere und dramatischere Entwicklung praktisch kaum öffentlich beachtet wird: und zwar, dass in praktisch allen westlichen Industrienationen das durchschnittliche Wirtschaftswachstum seit Ende des Zweiten Weltkrieges von Jahrzehnt zu Jahrzehnt deutlich zurückgegangen ist. So wuchs etwa das BIP in Deutschland in den 1950ern um durchschnittlich 7 Prozent, in den 1960ern um 4 Prozent, in den 1970ern um 3 Prozent, in den 1980ern um 2 Prozent, in den 1990ern um 1,5 Prozent und zwischen 2000 und 2010 gerade noch um 1 Prozent. Ganz unabhängig von Konjunkturschwankungen scheint das Wachstum nahezu überall seit mehr als 60 Jahren zurückzugehen.

Setzt sich dieser Trend fort, wird das noch unlustig werden. Denn unterhalb eines Wachstums von 2 Prozent steigt erfahrungsgemäß die Arbeitslosigkeit an, mit allen üblen Folgen. “Säkulare Stagnation” nennen die Ökonomen so eine lange Flautephase. Über die Ursache einer so unerquicklichen Entwicklung, Weiterlesen

Die 10 gefährlichsten ökonomischen Irrtümer

“…Zahlreiche ökonomische Mythen plagen unser Land, vernebeln das Denken der Öffentlichkeit über wichtige Probleme und verführen uns dazu, falsche und gefährliche wirtschaftspolitische Maßnahmen zu akzeptieren. Hier folgen die zehn gefährlichsten dieser Mythen, mit einer Analyse, was an ihnen falsch ist….” (hier)

In den Aufschwung gekokst?

“….Halleluja! Deutschlands Wirtschaft wuchs im letzten Quartal um 0,1 Prozent, vor allem durch Statistik. Zum BIP zählen jetzt auch teurer weißer Staub, in Linie gekehrt und in Nasen verteilt…” (hier)

Amerikas Aufschwung ist eine Illusion

“…..Our entire economic paradigm is built upon desperate measures. Zero interest rates, $3 trillion of QE, systematic accounting fraud, fudged economic data, and doling out subprime loans to auto renters and University of Phoenix wannabes have failed to revive our moribund economy. Delusions don’t die easily. But they do die. We are reaching the limit of this delusionary dream built upon debt, denial, and deception….” (Längerer Essay, hier)

Draghis Bluff fliegt auf

“……Der Wind hat gedreht. Die Finanzmärkte bewerten die Aussichten für die Weltwirtschaft neu, das Vertrauen in die Allmacht der EZB schwindet. Die nächste Systemkrise geht von Europa aus…..” (hier)

“Schuldenmachen hat noch nie geholfen”

“……In Europa haben wir wahrlich keinen Mangel an neuen Schulden, sondern einen Mangel an Wettbewerbsfähigkeit. Eine überbordende Verschuldung hat uns in die Krise geführt, raushelfen wird sie uns nicht. Zumal schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme meist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, sie überdecken für eine kurze Zeit den tatsächlichen Reformbedarf….” (hier)