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Total neoliberal!

„…In der neoliberalen Hochleistungsgesellschaft müssen Menschen mittlerweile 38,5 Stunden die Woche bis zum Erreichen des 60. Lebensjahres durchschuften. Um sich dann für einen eingezahlten Pensions-Euro mit zwei Euro Rente abspeisen zu lassen. Bereits vier Prozent der Beschäftigten werden in Österreich nach Angebot und Nachfrage entlohnt, was wiederum heißt, dass nur noch 96 Prozent der Werktätigen vor den Launen wütender Märkte geschützt sind. Dieser Prozess der totalen Verökonomisierung der menschlichen Arbeitskraft wird noch furchtbar enden….“ (hier)

Hilfe, jetzt werden die armen Kinder neoliberal versifft!

In Baden-Württemberg wird „Wirtschaft“ Pflichtfach an Schulen. Die Reaktionen sind aufschlussreich: „„Das ganze Land rätselt, wie es zu diesem Fach gekommen ist“, stöhnt ein Bildungsexperte der Gewerkschaft. Ein Funktionär klagt konkreter: Die Rolle von Betriebsräten werde zwar genannt, sie erhalten aber nicht den gleichen Stellenwert wie die Unternehmensseite! Wo bleibt da der Proporz der Sozialpartner? Die Furcht geht um, dass aus den schwäbischen Schulen „künftig lauter kleine Neoliberale herauskommen“, also „funktionierende und unkritische“ Arbeitnehmer. Ein Professor für Didaktik der Politischen Bildung empört sich über den „Kniefall vor den Arbeitgebern“, der dem „Neoliberalismus eine Renaissance“ verschaffe. Eine Petition von Eltern und Lehrer prangert die „vorrangige ökonomische Perspektive“ an. Ganz schlimm: Mitbetrieben und betreut hat das Projekt die gemeinnützige Holtzbrinck-Stiftung. Und jetzt kommt’s: Die wurde einst von einem Verleger gegründet – von einem leibhaftigen Unternehmer!“ („Presse“) Weiterlesen

Wer bitte ist „umstritten“?

(JÜRGEN BRAUN) Es gibt die altmodische Ansicht, Nachrichten sollten von Meinungen der Medienmacher möglichst getrennt sein. Der relevante Kern der Information sollte verständlich und sachlich an den Nutzer übermittelt werden, Wertungen sollten in Nachrichten weitgehend unterbleiben. Soweit die altmodische Sichtweise, die nach 1945 aus angelsächsischen Traditionen des Journalismus nach Deutschland schwappte. In den USA gibt es auch heute Redaktionen, Weiterlesen

Eine neoliberale Revolution sieht anders aus

„……Doch die Steuer- und Abgabenquoten sind von 1979 bis 2013 überall in der OECD weiter gestiegen, selbst in den neoliberalen Hochburgen USA und Großbritannien. In Österreich stieg sie von 38,2 auf 42,5 Prozent, in Deutschland von 36,4 auf 36,7 Prozent und im Durchschnitt aller OECD-Länder von 30,0 auf 34,1 Prozent. Eine neoliberale Revolution mit rücksichtslosem Sozialabbau sieht anders aus….“ (hier)