Schlagworte: ÖBB

Der Bundesminister für Banalität & Blasmusik

(MARTIN VOTZI) Schon als Verteidigungsminister hat Gerald Klug durch seine Verhaltenskreativität geglänzt. Seine Kooperationsbereitschaft mit dem Finanzminister bleibt wohl unerreicht, denn kein Ministerium hat Sparvorgaben so brav umgesetzt wie er. Böse Zungen behaupten zwar, dass dadurch die Einsatzbereitschaft des Bundesheers nachhaltig beschädigt worden ist. Klar, er hätte diese Anfeindungen mit bekannt situationselastischer Bravour widerlegen können, aber da Weiterlesen

Privatisierung auf Italienisch

(C.O.)Eine der verlässlichsten Methoden, politischen Selbstmord ohne jede Überlebenschance zu begehen, ist hierzulande, die Privatisierung von Staatsunternehmen zu fordern. Sollte ein Politiker das wagen, bekommt er auf der Stelle die „Ausverkauf-von-Familiensilber“- Keule übergebraten und ist damit erledigt. Deshalb meidet ja sogar die ÖVP, die unter Wolfgang Schüssel Weiterlesen

Komfortabel reisen in Zeiten der Völkerwanderung

„…….Allerdings müssen die Railjet-Fahrgäste aus Wien in Salzburg aussteigen und in eine am Bahnsteig wartende Garnitur wechseln, die dann nach München weiterfährt. Der Zutritt in diesen Zug ist nur über einen mit Absperrbänder markierten Korridor möglich. Dort kontrolliert die deutsche Bundespolizei am Bahnsteig die Ausweise….“ (hier)

Welcome-Bahninfarkt

„Die private Westbahn hat von den ÖBB wegen der Einschränkungen durch die Flüchtlingskrise eine Reduzierung der zu leistenden Infrastruktur-Maut verlangt – und damit nicht nur peinliche Kommentare eines ÖBB-Sprechers („Kapital aus der Flüchtlingskrise schlagen“), sondern auch einen ausgeprägten Shitstorm geerntet.Dabei haben die „Westbahner“ einfach nur recht: Sie haben bei den für das Schienennetz zuständigen ÖBB exakt definierte Infrastrukturleistungen bestellt. Und diese nicht in vollem Umfang bekommen. Die Zurückhaltung eines Teils des vereinbarten Entgelts ist in der Wirtschaft in solchen Fällen schlicht normal….“ (hier)

Wenn syrische Ärzte Zug fahren

Ein Sonderzug der ÖBB, der Flüchtlinge von Graz nach Linz gebracht hat, wurde beschädigt. Die Waggons mussten aus Sicherheitsgründen sogar aus dem Verkehr gezogen werden.
„Der Sachschaden an den Waggons ist beträchtlich, etwa fünf Waggons mussten von uns aus Sicherheitsgründen aus dem Verkehr gezogen werden und sind in der Werkstatt“, so Christoph Posch und Mario Brunnmayr von den ÖBB. (hier)

Wem gehört die ÖBB eigentlich wirklich?

(C.O.) Die Betriebsräte von ÖBB und dem staatlichen Autobahnbetreiber Asfinag drohen mit Streik, sollten ihre Betriebe in die Staatsholding ÖIAG eingegliedert werden. Das muss man verstehen, schliesslich ist es ja bekanntlich das gute Recht der Arbeitnehmervertreter, sich ihren Eigentümer auszusuchen. Wäre ja echt brutal neoliberal und menschenverachtend, dürfte ein Eigentümer über sein Eigentum verfügen.

Pilotenstreiks und die Kunst des Verzichtens

(A. UNTERBERGER) Es fällt erst im Rückblick auf: Ausstände, gar Generalstreiks sind fast überall weitgehend außer Mode gekommen. Selbst in Italien, wo „Il sciopero“ ja jahrzehntelang schier selbstverständlicher Teil gewerkschaftlicher Folklore war. In Zeiten der Krise sind solche kollektiven Selbstbeschädigungsaktionen Weiterlesen