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Afrika: „Ein Glücksspiel auf Leben und Tod“

(Volker SEITZ) Die Sicherheit von Verkehrsmitteln wird laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in vielen afrikanischen Ländern vernachlässigt. Todes- und Unfallraten sind hoch, Mängelstatistiken – sofern es sie gibt – weisen Defizite aus. Es sind vor allem die technischen Standards der Fahrzeuge, die Möglichkeit Führerscheine zu kaufen, das Fehlen der Fahrerschulung Weiterlesen

Der Mann, der „eine Milliarde Jahre regieren“ wollte

(Volker Seitz) Der Kampf um den Machtwechsel in Gambia scheint nach einigem Her und Hin entschieden. Der am 1. Dezember 2016 abgewählte Despot Jammeh hat unter dem militärischen und diplomatischen Druck der afrikanischen Nachbarn und der UNO seine Niederlage nun doch akzeptiert und geht ins Exil. Guineas Präsident Alpha Condé und sein mauretanischer Amtskollege Mohamed Ould Abdel Aziz konnten ihn schließlich zum Machtverzicht bewegen. Wie die neue Regierung Weiterlesen

Das Gift der guten Gaben

(Volker Seitz) Unsere Hilfe für Afrika, organisiert von Staat zu Staat, geht immer von zwei Prämissen aus: erstens, dass wir die Souveränität der armen Länder nicht untergraben dürfen, und zweitens, dass ihre Eliten selbst daran interessiert sind, das Leben ihrer Bürger zu verbessern. Das hat nicht funktioniert: Die Hilfe fließt in schlecht geführte Regierungsstrukturen, sie zementiert damit politische Verhältnisse, die nicht auf Wachstum und Zukunft, sondern allein auf Machterhalt Weiterlesen

Ein Despot, der angenehm überrascht

(Volker Seitz) Im kleinsten Festlandstaat Afrikas, Gambia, steht offenbar zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit 1965 ein friedlicher Machtwechsel bevor. Noch am Wahltag hatte „Seine Exzellenz Sheikh Professor Alhaji Dr. Yahya AJJ Jammeh Babili Mansa“ (wie der Präsident sich offiziell anreden ließ) angekündigt, dass er „eine Milliarde Jahre“ lang regieren werde, wenn „Allah das wünscht“. Nun scheint Adama Barrow Weiterlesen

Genügt es Weisser zu sein, um in Afrika helfen zu können?

(VOLKER SEITZ) Der ehemalige Peace Corps Landesdirektor in Kamerun, Robert L. Strauss, schrieb 2008 in der New York Times: „The name of the game has been getting volunteers into the field, qualified or not.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert. In diesem Punkt ähneln sich das Peace Corps, also das Friedenscorps der USA, in dem Freiwillige helfen sollen, das Verständnis zwischen Amerikanern und Angehörigen anderer Völker zu fördern, und „Weltwärts“, der deutsche „entwicklungspolitische Freiwilligendienst“. Tausende unerfahrene junge Leute Weiterlesen

Warum investierten reiche Afrikaner kaum in Afrika?

(VOLKER SEITZ) Die größten Hürden für den Export afrikanischer Agrarprodukte bestehen darin, dass sie oftmals nicht internationale bzw. EU-Standards, z.B. Gesundheitsstandards, erfüllen. Um diese nicht-tarifären Handelshemmnisse zu überwinden, sind sanitäre und phytosanitäre Maßnahmen erforderlich, damit die Produkte ins außerafrikanische Ausland Weiterlesen

Wie Afrikas politische Elite ihren Kontinent ausbeutet

(VOLKER SEITZ) Von dem früheren Präsidenten Sambias, Levy Mwanawasa ist der Satz überliefert: „Es ist weder Aids noch Armut, sondern Korruption, die die größte Gefahr für das Volk birgt.“ Ein Zitat, das leider weiterhin Gültigkeit hat. Selbst im „Land der Unbestechlichen“, wie Burkina Faso in deutscher Übersetzung heißt, hat die Korruption in den letzten Jahren um sich gegriffen. Wie überall in Afrika Weiterlesen

Wie man Armutsmigration aus Afrika eindämmen kann

(Volker Seitz) Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller hat eine neue Idee: er will Asylbewerber ausbilden, wenn sie dafür in ihre Heimat zurückkehren. Das soll 100 Millionen Euro kosten. Damit schafft er allerdings neue Fluchtursachen. Wer garantiert, dass ein Migrant nach ein paar Jahren wirklich in sein Heimatland zurückkehren will, um sein Land wiederaufzubauen? So wird Müller den Trend nicht umkehren, dass Armutsmigration aus Afrika stattfindet, und dass sie vor allem kriminellen Banden nutzt, die Flüchtende großen Gefahren aussetzt. Der Vorschlag wäre sinnvoll, wenn die Ausbildung im Heimatland erfolgte. Auch eine Sprachausbildung erübrigte sich. Deutschland könnte in den Ländern,… (weiter hier)

Die 8 reichsten Herrscher Afrikas (und ihr Kontostand)

(Volker Seitz) Die Menschen des afrikanischen Kontinents gelten als arm. Sie sind arm, weil die reichlich vorhandenen Rohstoffe den Kontostand der afrikanischen Herrschenden auf ausländischen Banken, nicht aber den Lebensstandard der breiten Bevölkerung erhöhen. Die Diskrepanz zwischen Arm und Reich, zwischen Knechten und Herren, bleibt eines der größten Probleme in Afrika. Die Erfordernisse einer Modernisierung und einer Transparenz ihres politischen Handelns sind vielen Verantwortlichen in Afrika nicht im Bewusstsein. Fast überall mehrt sich Korruption. Dort, wo afrikanische Politiker, Weiterlesen

Wie man in Afrika Geschäfte macht

(Volker SEITZ ) Vorsicht mit kühnen Prognosen: Wie viele Artikel und Bücher über den Aufstieg Afrikas sind, angetrieben von hehren Absichten, schon geschrieben worden! In Anlehnung an Karl Kraus sage ich, man kann Afrika nicht hoch genug überschätzen. Die politischen und wirtschaftlichen Einrichtungen sind entweder Anreiz für Innovation oder ersticken sie. Letzteres geschieht in afrikanischen Staaten, Weiterlesen