Schlagwörter: Seitz

Musiker Bono im Paradies

(Volker Seitz) Mit Bono (der eigentlich Paul Davis Hewson heißt)  ist die Entwicklungshilfe ein Teil der Unterhaltungsindustrie geworden („Charitainment“). Sie sichert im Westen Zigtausende Arbeitsplätze, zerstört aber dringend benötigte Jobs in weiten Teilen Afrikas. Da werden junge Leute um die Welt geschickt, um Jobs zu erledigen, für die in den betreffenden Ländern genügend Personal zur Verfügung stünde.  weiter hier

Bitte keinen „Tag für Afrika“!

(Von Volker Seitz) Alle Afrikaner, die ich kenne, nervt es, wenn alle sie retten wollen. Ein Beispiel ist „Dein Tag für Afrika“ des Vereins „Aktion Tagwerk“. Im gesamten Bundesgebiet werden Schülerinnen und Schüler für „Afrika“ mobilisiert. Mit diesem „Tag für Afrika“ wird das Image Afrikas verfestigt, dass die Afrikaner unfähig seien, sich selbst zu helfen. Mit dieser Kampagne werden „Afrika und Hilfsbedürftigkeit“ ohne jede Differenzierung gleichgesetzt und kommuniziert (weiter hier)

G-20: Familien-Planung, das Afrika-Tabu

„….Während in anderen Weltregionen alle wirtschaftlich erfolgreichen Entwicklungsländer ihre Massenarmut mit Kampagnen zur Verringerung der Kinderzahl beseitigt haben, wächst auf dem afrikanischen Kontinent alle zwei Wochen die Bevölkerung um etwa eine Million. Doch davon wird auf dem G20 Gipfel in Hamburg wenig die Rede sein. Es geht aber nicht um Neo-Kolonialismus, sondern um eine nüchterne Analyse der Fakten….“ (hier)

Afrika: „Ein Glücksspiel auf Leben und Tod“

(Volker SEITZ) Die Sicherheit von Verkehrsmitteln wird laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in vielen afrikanischen Ländern vernachlässigt. Todes- und Unfallraten sind hoch, Mängelstatistiken – sofern es sie gibt – weisen Defizite aus. Es sind vor allem die technischen Standards der Fahrzeuge, die Möglichkeit Führerscheine zu kaufen, das Fehlen der Fahrerschulung Weiterlesen

Der Mann, der „eine Milliarde Jahre regieren“ wollte

(Volker Seitz) Der Kampf um den Machtwechsel in Gambia scheint nach einigem Her und Hin entschieden. Der am 1. Dezember 2016 abgewählte Despot Jammeh hat unter dem militärischen und diplomatischen Druck der afrikanischen Nachbarn und der UNO seine Niederlage nun doch akzeptiert und geht ins Exil. Guineas Präsident Alpha Condé und sein mauretanischer Amtskollege Mohamed Ould Abdel Aziz konnten ihn schließlich zum Machtverzicht bewegen. Wie die neue Regierung Weiterlesen

Das Gift der guten Gaben

(Volker Seitz) Unsere Hilfe für Afrika, organisiert von Staat zu Staat, geht immer von zwei Prämissen aus: erstens, dass wir die Souveränität der armen Länder nicht untergraben dürfen, und zweitens, dass ihre Eliten selbst daran interessiert sind, das Leben ihrer Bürger zu verbessern. Das hat nicht funktioniert: Die Hilfe fließt in schlecht geführte Regierungsstrukturen, sie zementiert damit politische Verhältnisse, die nicht auf Wachstum und Zukunft, sondern allein auf Machterhalt Weiterlesen

Ein Despot, der angenehm überrascht

(Volker Seitz) Im kleinsten Festlandstaat Afrikas, Gambia, steht offenbar zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit 1965 ein friedlicher Machtwechsel bevor. Noch am Wahltag hatte „Seine Exzellenz Sheikh Professor Alhaji Dr. Yahya AJJ Jammeh Babili Mansa“ (wie der Präsident sich offiziell anreden ließ) angekündigt, dass er „eine Milliarde Jahre“ lang regieren werde, wenn „Allah das wünscht“. Nun scheint Adama Barrow Weiterlesen

Genügt es Weisser zu sein, um in Afrika helfen zu können?

(VOLKER SEITZ) Der ehemalige Peace Corps Landesdirektor in Kamerun, Robert L. Strauss, schrieb 2008 in der New York Times: „The name of the game has been getting volunteers into the field, qualified or not.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert. In diesem Punkt ähneln sich das Peace Corps, also das Friedenscorps der USA, in dem Freiwillige helfen sollen, das Verständnis zwischen Amerikanern und Angehörigen anderer Völker zu fördern, und „Weltwärts“, der deutsche „entwicklungspolitische Freiwilligendienst“. Tausende unerfahrene junge Leute Weiterlesen