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Der Wähler entscheidet

Seitdem Merkel Bundeskanzlerin ist, hat die Gesinnungsethik den gesamten politisch-medialen Raum erobert. Wir haben eine sensationelle Infantilisierung der Politik erlebt, vor allem in der Migrationsfrage, und diese ist letztlich Ausdruck einer tieferliegenden fundamentalen Infantilisierung der Bevölkerung. In der Demokratie werden die Politiker gewählt, und letztlich sind die Wähler für das verantwortlich, was in der Politik geschieht.
(Sieferle, Das Migrationsproblem, S. 129)

Die richtige Frage

„Es interessiert nicht mehr, ob die hedonistisch-materialistische Massenkultur eine unappetitliche Angelegenheit ist, ein groteskes Narrenfest oder ein satanischer Irrweg. Von Interesse ist lediglich noch, in welchem Maße sie selbstdestruktive Tendenzen besitzt.“ (Sieferle, „Epochenwechsel“, Berlin 1994, S. 151)

Die letzten Sozialisten

„Die Erfahrung von Differenz wirkt unter den Deutschen skandalös. Sie können es nicht ertragen, wenn es irgendwo anders ist, als bei ihnen selbst. Deshalb werden sie auch die letzten und eifrigsten Anhänger des Projekts der Modernisierung, vielleicht sogar des Projekts Sozialismus sein. Bislang glauben sie noch, es seien grundsätzlich nur Nivellierungen nach oben möglich; vielleicht wird sie eine Wirklichkeit, die nur noch Nivellierungen nach unten gestattet, schließlich eines Besseren belehren?“ (Rolf Peter Sieferle, „Finis Germania“,Verlag Antaios, isbn 978-3-944422-50-3)

Was eine Verschwörungstheorie ist, das bestimmen die Linken

„…..Der schlimme Historiker und Universalgelehrte Rolf-Peter Sieferle, der sich dem Volksgerichtshof durch Freitod entzogen hat, verbreitete in seinen beiden letzten Büchern „rechtslastige Verschwörungstheorien“, verlautbart seit ca. 24 Stunden die Wahrheits- und Qualitätspresse. Vor allem die rechtslastige Verschwörungstheorie, die deutsche Bevölkerung werde sukzessive gegen eingewanderte Völkerschaften Weiterlesen

„Der ganz Europa destabilisierende Wahnsinn der Grenzöffnung“

Der Heidelberger Historiker Rolf Peter Sieferle schied am 17. September dieses Jahres aus dem Leben. Drei Wochen vorher schrieb er einen sehr beachtlichen Brief an den deutschen Publizisten Michael Klonovsky, der hier auszugsweise publiziert wird:  „…..Mit der Öffnung der Grenzen für Immigranten ‚ohne Obergrenze‘, die Merkel im Sommer 2015 verkündete, erfüllte sie einen zentralen Wunsch des gesinnungsethischen Lagers, das mittlerweile von der SPD über die Grünen bis zur Linkspartei reicht. Widerstand gegen diese verantwortungslose Politik konnte nur noch aus den eigenen Reihen kommen, vor allem aus der CSU, doch stand man hier vor dem Problem, daß ein Sturz Merkels auch die eigene Machtposition verschlechtert hätte, ohne an der Sache wirklich etwas ändern zu können. Die politische Alternative, eine auch 2015 rechnerisch mögliche rot-rot-grüne Koalition, hätte die Merkelsche Politik verschärft fortgeführt. Inhaltlich standen die Widersacher Merkels innerhalb der Union daher vor der Alternative zwischen schlimm und schlimmer. Weiterlesen